Presseberichte

02.05.2022

 

TSV Mimmenhausen - SV Schwaig

3:0

 

Der TSV Mimmenhausen hat es tatsächlich gepackt: Spielertrainer Christian Pampel und seine großartigen Burschen sind Vizemeister! Nach einer souveränen Leistung mit einem auch in der deutlichen Höhe (25:22, 25:22 und 25:20) verdienten Erfolg. Ein nach dem Pech mit Verletzungen und coronabedingten Spiel- und Spielerausfällen ein kaum mehr für möglich gehaltener Traum ging in Erfüllung. Völlig losgelöst feierte die BZ-Arena mit ihren Helden die beste Platzierung, seit das Volleyballdorf am Bodensee vor fünf Jahren in die zweithöchste deutsche Liga aufgestiegen ist. “Das ist ein riesiger Erfolg“, freute sich Pampel, „das hat heute so richtig Spaß gemacht.“

 

Schon lange vor dem Matchball hielt es keinen der begeisterten Zuschauer mehr auf seinem Sitz. Nur noch fünf Punkte (20:16 für Mimmenhausen) fehlten, dann ist die große Überraschung perfekt. Nicht die großen Klubs wie Schwaig, Hammelburg oder Freiburg, Mimmenhausen triumphierte.

 

Und dass die Zuschauer, nicht nur die nimmermüden Fans der Black Wall, schon zu diesem frühen Zeitpunkt sicher waren, sicher sein durften über den Ausgang dieses Spitzenspiels, lag an der Art und Weise, wie der TSV Mimmenhausen beinahe drei Sätze lang aufgetreten war. „Unsere Feldabwehr war sensationell“, lobt Pampel, „wir haben Schwaig mit unseren Floataufschlägen unter Druck gesetzt, und so kam eins zum anderen.“

 

Ihm sei egal, wie die Partie ende, hat Christian Pampel im Vorfeld des Duells gesagt. Hauptsache sei, dass „wir toll spielen“. Bestens gelungen ist das. Nicht nur dem Diagonalangreifer. Der wurde für seine persönliche, geradezu befreit wirkende Vorstellung mit der Goldmedaille als „Wertvollster Spieler“ des TSV geehrt.

Völlig zurecht. Geradezu phänomenal seine Angriffsbälle. Mehr noch. Oft sorgte der 42-Jährige, im Vergleich mit seinen Kollegen ein Opa, durch spektakuläre Aktionen in der Feldabwehr dafür, dass Mimmenhausen Punkt um Punkt davonziehen konnte. Gegen ein Schwaig, das in der Annahme große Probleme offenbarte, mit Eigenfehlern vor allem zu Beginn der Partie den Gastgebern das Leben erleichterte.

 

Aber nur Pampel loben, hieße, seine Mitspieler zurücksetzen. Die aber standen ihrem Vorbild und Mentor in nichts nach. Unglaublich, wie Tim Frings, Joshua Müller, der ihn ab Ende des zweiten Satzes ersetzende Heiko Schlag und Libero Johann Reusch – die Abwehrspezialisten – , sowie die Mittelblocker Tobias Streibl und Pascal Zippel die Schwaiger Angreifer zur schieren Verzweiflung trieben.

 

Und dann war der magische, von allen heiß ersehnte Moment da - 24:20, Matchball. Den versenkte Pascal Zippel. Zuvor hatte Heiko Schlag die Kugel spektakulär im Spiel gehalten und Zuspieler Federico Cipollone (erneut eine herausragende Partie) den Mittelblocker mustergültig bedient.

 

Danach gab`s kein Halten mehr. „Vizemeister, Vizemeister, hey, hey, hey“, wurde der größte Erfolg der Vereinsgeschichte lautstark und euphorisch bejubelt. Die Mannschaft von der schunkelnden BZ-Arena nach langen Jubelarien in die rauschende Siegernacht verabschiedet.

 

TSV Mimmenhausen: Müller, Schlag, Streibl, Pampel, Frings, Zippel, Cipollone, Reusch.

 

 Hermann Hummler, Südkurier



25.04.2022

 

TSV Mimmenhausen - TV/DJK Hammelburg

3:0

 

Da geht doch noch was für den TSV Mimmenhausen. Am Ende einer wilden Saison kann der Klub vom Bodensee sogar noch Vizemeister werden. Eine Platzierung, mit der wohl kaum einer der Beteiligten noch gerechnet hatte, nach vielen Rück- und Nackenschlägen wegen Corona und Verletzungen. Mit dem 25:11, 27:25 und 25:22 aber kann der Traum von Spielertrainer Christian Pampel und seinen Burschen tatsächlich wahr werden. „Alle hatten am Samstag ein Grinsen im Gesicht“, freut sich Abteilungsleiter Christof Krausser mächtig über das 3:0. „Jetzt wollen wir auch Vizemeister werden!“ Kommenden Samstag, die Saison verlängert sich für den von Spielausfällen arg gebeutelten Verein um eine Woche, benötigt der TSV Mimmenhausen aber drei Punkte gegen Schwaig.

 

Sollten die blau-gelben Volleyballer dann genauso geschlossen und entschlossen auftreten wie am Samstag gegen Hammelburg, kann aus dem Traum wunderbare Realität werden. Zwar wurde Christian Pampel als MVP mit Gold ausgezeichnet (zum fünften Mal plus einmal Silber), aber Thiago Jose Welter, der Coach des TV/DJK Hammelburg, hätte die gesamte Mimmenhausener Mannschaft wählen müssen. Sie hat ihre gravierenden Ausfälle wesentlich besser kompensiert als dies Hammelburg gelungen ist. Welters Team hatte gut vier Wochen lang kein Spiel absolvieren können, musste auf mehrere Stammspieler verzichten, hat die vorhandenen Lücken nicht annähernd so gut schließen können, wie das der TSV Mimmenhausen nicht nur in diesem Duell zustande brachte.

 

Schon mit dem Aufschlag setzte Mimmenhausen seine Gäste aus Unterfranken enorm unter Druck. Der TSV startete gleich mit einem Ass durch Joshua Müller in die Partie.

Pampel steuerte seinerseits zwei weitere bei – und schon befand sich Hammelburg auf der abschüssigen Verliererstraße (2:6). Erst einmal ins Rollen gekommen, ließen sich die blau-gelben Volleyballer von niemanden mehr aufhalten (8:4, 16:7, 24:11).

 

Die erlebten nach dem Wechsel einen immer wieder zu beobachtenden Einbruch. Der vorangegangene, mühelose Satzgewinn verleitet zum Schlendrian. Und wenn außerdem der Gegner seine Mannschaft erfolgreich umstellt, Hammelburg mit seinen Aufschlägen die zuvor stabile Mimmenhausener Annahme ins Schwimmen bringt, droht Untergang (4:8, 9:16). Vorübergehend. Der blieb aus, die Partie kippte nicht, weil die TSV-Crew trotz rapide steigendem Wasserpegel die Ruhe behielt, zurück „in die Erfolgsspur“ (Spielertrainer Christian Pampel) fand. Und je näher sie an die Hammelburger heranrückten (17:20), desto sicherer wurden sie wieder in ihren Aktionen. Block, Blocksicherung, Feldabwehr und ein erneut souveräner Zuspieler Federico Cipollone wurden zu Ausgangspunkten für erfolgreiche Angriffe aus der Verteidigung – bis zum ersten Satzball im zweiten Durchgang. Den hatte Hammelburg. Moritz Zeitler aber setzte seinen Aufschlag zum 24:24 ins Netz. Später berührte Branko Damjanovic das Netz (25:26) und Oscar Benners Angriff geriet zu lang: 27:25 für Mimmenhausen. „Unglaublich“, war Christof Krausser baff, „dass sie diesen Satz noch gedreht hatten.“

 

Das Wellental war schadlos durchschritten, der folgende Ritt auf dem Wellenkamm geriet im dritten Satz dennoch spannend, weil Hammelburg nie aufgab (7:8, 13:16). Selbst dann nicht, als Mimmenhausen fünf Matchbälle hatte (24:20). Zwei wehrte es noch ab, dann setzte sich Tim Frings durch, zum 25:22, 3:0 und Kurs Vizemeisterschaft.

 

TSV Mimmenhausen: Müller, Streibl, Pampel (MVP), Frings, Zippel, Cipollone, Reusch.

 

 

 Hermann Hummler, Südkurier



12.04.2022

 

L.E. Volleys - TSV Mimmenhausen

1:3

 

Diesem TSV Mimmenhausen gebührt höchster Respekt. Am Ende einer langen, zähen, Nerven und Kraft aussaugenden Saison lassen sich die Volleyballer von keiner Hiobsbotschaft und keinem Kontrahenten aus ihrer scheinbar unerschütterlichen Ruhe bringen. Und wenn es der Gegner zulässt, so wie Leipzig beim 26:24, 15:25, 15:25 und 20:25, dann hat die Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel trotz ihres personellen Handicaps so großen Spaß an ihrem Sport, dass sie auch eine Partie um die Goldene Ananas unbedingt gewinnen wollte. Die sieben von einst 13 Volleyballern vom Bodensee (Heiko Schlag hat Corona und blieb Zuhause) ließen nur im ersten Satz den Gastgeber von Punkten träumen. Je länger die Partie dauerte, desto klarer wurde, wer die bessere Mannschaft ist. „Jeder von uns hat nochmal zehn Prozent auf die 100 draufgepackt“, sagt Kapitän Federico Cipollone, „das haben wir aller Rückschläge zum Trotz sehr gut gemacht“, schwingt ein wenig Stolz mit beim Zuspieler, der mit sechs goldenen (MVP auch in Leipzig) und fünf silbernen Medaillen Zweitbester der Liga ist.

 

Der Auftakt geriet – zuletzt fast schon traditionell beim Tabellenvierten – etwas mühsam. Lange Zeit konnte sich keine Mannschaft so recht einen Vorteil verschaffen (7:8, 15:16, 22:24). Leipzig benötigte drei Satzbälle (Mimmenhausen hatte keinen), um den Durchgang auf der Habenseite zu verbuchen.

 

Aber schon da hatte sich gezeigt, dass die Mannschaft von Trainer Jan Pretschek große Probleme mit den Floataufschlägen des TSV hatte. Mimmenhausen hielt die Annahme. Daraus entstanden viele direkte Punkte – und erfolgreiche Breakbälle. Nicht nur über Außen sondern auch über die Mitte. Der TSV setzte sich ab (8:5, 16:8, 24:15), und schon früh war klar, an wen dieser Durchgang gehen würde. So wie auch im dritten Satz (8:7, 16:11, 24:15). Stark im Aufschlag, solide in der Annahme und schier unüberwindlich in der Verteidigung. Umso wichtiger wäre für Leipzig gewesen, die eigenen Chancen konsequent zu nutzen. Das gelang viel zu wenig. Und 18 Punkte gingen alleine nach misslungenen Aufschlägen an Mimmenhausen. So kannst du nicht gewinnen. Auch gegen einen TSV nicht, der personell auf dem Zahnfleisch daherkommt.

 

In Leipzig musste Libero Joshua Müller auf die Außenbahn. Christian Pampel hatte nur noch Tim Frings als etatmäßigen Annahmespieler zur Verfügung. Umso bemerkenswerter die Art und Weise, wie die sich gegen Leipzig durchsetzten. Auf der Bank übrigens saß nur noch Abteilungsleiter Christof Kraußer. Co-Trainer Christian Oswald hat sich mit Corona infiziert und blieb Zuhause.

 

TSV Mimmenhausen: Müller, Streibl, Pampel, Frings, Zippel, Cipollone (MVP), Reusch.

 

 

GSVE Delitzsch - TSV Mimmenhausen

0:3

 

Der TSV Mimmenhausen hat die Sachsentour mit sechs Punkten überraschend erfolgreich absolviert.

 

 Sowohl gegen Leipzig als auch gegen den Gegner am Sonntag war der Tabellenvierte Favorit. Jedenfalls auf dem Papier. Die Wirklichkeit aber sah ganz anders aus: Nur sieben Volleyballer konnten die Mimmenhausener aufbieten. Nicht gerade förderlich für ein blitzsauberes Sechs-Punkte-Wochenende. Dennoch lieferten Christian Pampel und seine sechs Aufrechten in beeindruckender Art und Weise. „Jeder hat echt geilen Volleyball gespielt“, lobt Abteilungsleiter Christof Kraußer, der gleichzeitig auch noch als Co-Trainer einspringen musste.

 

Obwohl sie keine 19 Stunden nach dem Matchball in Leipzig schon wieder auf dem Spielfeld standen, von Müdigkeit keine Spur beim 25:16, 25:14 und 25:17. Die war einfach vergessen, wie weggeblasen vom Spaß und der schieren Freude darüber, dass der TSV Mimmenhausen trotz des gravierenden personellen Handicaps bestens funktionierte.

 

Gegen ein Delitzsch, das aufgrund von Coronaerkrankungen zwar auch auf einige Stammspieler verzichten musste. Unter anderem auf Robert Karl, einer der herausragenden Mittelblocker der Liga. Dass aber die Mannschaft von Benedikt Bauer in keinem der drei flotten Sätze ein Bein auf den Boden bringen würde, das überraschte dann doch. Das lag wahrlich nicht an den Ersatzspielern der Sachsen. Allerdings, die Hausherren „machten uns das Siegen manchmal leicht“, gibt Christof Kraußer gerne zu.

 

Dennoch: Mimmenhausen hielt von Beginn das Heft des Handels in der Hand. Der TSV sorgte schon mit dem Aufschlag dafür, dass die Delitzscher Zuspieler sehr oft hohe Pässe spielen mussten. So blieb genügend Zeit für die Mittelblocker der Gäste, auf den Außenbahnen die Luken dicht zu machen. Was nicht gleich zum direkten Blockpunkte führte, wurde entschärft, hielten die erneut überragende Blocksicherung und Feldabwehr die Bälle im Spiel. „Block und Feldabwehr waren erneut super“, freute sich Federico Cipollone. Gelenkt von einem bestens aufgelegten Zuspieler punkteten seine Angreifer auf allen Positionen.

 

„Zwei Liberos in der Mannschaft auf dem Feld“, hatte der Italiener mit der Nummer 1 auf dem Rücken schon nach der Partie in Leipzig gesagt, „macht es leichter für mich.“ Tim Frings, für seine großartige Leistung in Delitzsch mit seinem ersten Gold als MVP belohnt, Joshua Müller, vom Libero zum Außenangreifer umfunktioniert, sowie die beiden Mittelblocker Tobias Streibl und Pascal Zippel punkteten um die Wette. Dazu der trotz seines hohen Sportalters von 42 Jahren immer noch sehr effektive Christian Pampel – nach 72 Minuten war die Party zu Ende. Hochverdient.

 

Gut möglich, dass sich nicht nur die Volleyballer des TSV Mimmenhausen über den flotten Spielverlauf freuten. Für drei Sätze jedenfalls hatten ihre Kräfte ohne Zweifel gut gereicht. Insgeheim dürfte auch dem Delitzscher Trainer Benedikt Bauer das frühe Ende in den Kram gepasst haben. Er hatte versprochen, dass er das letzte Heimspiel der Saison im ungewohnten Anzug coachen werde, sollte die Mannschaft den Klassenerhalt perfekt machen.

 

TSV Mimmenhausen: Müller, Streibl, Pampel, Frings (MVP), Zippel, Cipollone, Reusch.

 Hermann Hummler, Südkurier



04.04.2022

 

Blue Volleys Gotha – TSV Mimmenhausen

3:2

 

Der TSV Mimmenhausen ist der Pechvogel der 2. Volleyball-Bundesliga, ihn hat in der Rückrunde das Spielglück komplett verlassen. Spielertrainer Christian Pampel musste erneut einen schmerzhaften Nackenschlag hinnehmen. Nein, nicht das 25:15, 25:22, 20:25, 19:25, 15:11 ist gemeint. Übrigens der erste Heimsieg der Thüringer über den TSV, seit sie mit Mimmenhausen vor fünf Jahren in die Liga aufgestiegen sind. Viel schlimmer: Jonas Hoffmann hat sich so schwer verletzt, dass er nicht mehr weiterspielen konnte, noch am Abend zurück an den Bodensee gebracht wurde. Er war auf dem Fuß von Yann Böhme gelandet und umgeknickt. Für ihn kam Heiko Schlag. In einer Phase, in der sich die Gäste doch noch ins Match gewurschtelt hatten. „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen“, sagt Pampel relativ zufrieden, „obwohl wir die ersten beiden Sätze richtig schlecht gespielt hatten.“

 

Nach der siebenstündigen Busfahrt hatten sie in den ersten beiden Durchgängen etwas müde und unkonzentriert gewirkt, danach aber mit viel Willen den Blue Volleys Paroli geboten, sich von der rasanten Vorstellung der Gastgeber in den ersten Durchgängen nicht einschüchtern lassen. Anfangs waren die Blockspieler nicht schnell genug auf den Außenpositionen, starke Gothaer Angreifer nutzten die Lücken. Außerdem hatte die Annahme erhebliche Probleme mit den teils brutal übers Netz geprügelten Bällen. „Wir hatten uns nicht gut auf die Situation eingestellt“, bemängelt Pampel. Aber Gotha habe viel Druck erzeugt, ohne Fehler zu machen. Entsprechend schwer fiel es Zuspieler Federico Cipollone, seine Angreifer gut in Szene zu setzen. Die dazu enorme Probleme hatten, gleich mit dem ersten Ball zu punkten.

Mimmenhausen steigert sich mächtig, wird mit einem Punkt belohnt

 

Und trotzdem mussten die Gastgeber um den erhofften ersten Heimerfolg gegen Mimmenhausen zittern. Der TSV steigerte sich mächtig, setzte seinerseits Gotha unter Druck. Nun geriet die zuvor wie ein Örgelchen laufende Blue-Volleys-Maschine ins Trudeln. Statt die Köpfe nach der frustrierenden Verletzung von Hoffmann hängen, alle Hoffnung auf ein ansprechendes Resultat fahren zu lassen, erwachte der Kampfgeist: Mimmenhausen, das in Libero Johann Reusch den besten Mann hatte, glich zum 2:2 in den Sätzen aus. Und hatte im Tiebreak nicht immer das Glück auf seiner Seite. Gab aber auch dann noch nicht auf, als der Spielstand eigentlich dazu aufforderte. Aus dem 4:10 gelang ein 10:12. Zu mehr reichte es nicht. Gotha behielt die Nerven, holte sich den verdienten Sieg mit dem 15:11.

 

 

3:2-Erfolg am Sonntag in Mainz

 

Mainz-Gonsenheim – TSV Mimmenhausen 2:3 (25:21, 29:27, 14:25, 19:25, 6:15). – Die beste Nachricht zuerst: Kein TSV-Spieler hat sich verletzt, und die zweite gute: Mimmenhausen hat das Siegen trotz der miesen Umstände nicht verlernt, kehrt mit drei Punkten aus dem Doppelspieltag an den See zurück. Federico Cipollone wurde mit der Goldmedaille als MVP ausgezeichnet.

 

TSV Mimmenhausen: Frings, Streibl, Pampel, Hoffmann (Schlag), Zippel, Cipollone (MVP Mainz), Reusch (MVP Gotha).

 

Hermann Hummler, Südkurier



29.03.2022

 

TSV Mimmenhausen - TuS Kriftel

0:3

 

Es gibt Tage, an denen es besser gewesen wäre, im Bett zu bleiben. Solch einen Tag erlebte Mimmenhausen am Sonntag. „Wir haben schlecht gespielt“, ärgert sich Christian Pampel über die pomadige Leistung beim 26:28, 20:25 und 18:25, und ganz bitter aus seiner Sicht: „Wir haben nicht mal einen Satz gewonnen.“

 

Gründe für die in ihrer Deutlichkeit unerwartete Niederlage (gegen Kriftel zu verlieren ist immer drin) gibt es einige. Zunächst musste der Spielertrainer erneut eine Hiobsbotschaft hinnehmen. Die Auswirkungen hatte auf den Spielverlauf. Kapitän Lukas Ott, der immer wieder mit Schulterproblemen zu kämpfen hat, aber stets die Zähne zusammenbiss, musste nach dem Aufwärmen passen. Und weil Tim Frings immer noch auf Exkursion ist, hatte Pampel ein Problem auf der Außenbahn. Heiko Schlag kam für Ott. Und damit war der TSV-Block urplötzlich um satte 19 Zentimeter geschrumpft. Gegen einen Krifteler Diagonalangreifer Marius Büchi etwa, der stolze 201 Zentimeter misst.

 

Das konsequente Kriftel nutzte seine Größenvorteile. Konnte das auch deshalb, und das ärgerte Christian Pampel wohl am meisten, weil seine Spieler es nicht fertig brachten, die Annahme der Gäste unter Druck zu setzen. Kriftel schob reihenweise seine ersten Pässe nach vorn, und Tobias Thiel, der Bruder des zweiten Zuspielers beim VfB Friedrichshafen, verteilte die Bälle.

Pampel wählte ihn zum MVP, bei Mimmenhausen wurde das ebenfalls der Zuspieler. Federico Cipollone (zum dritten Mal hintereinander) nahm Silber mit versteinerter Miene entgegen.

 

Und weil Mimmenhausen dazu eine Menge „dummer Eigenfehler, die nicht hätten sein müssen“ (Pampel), machte, verwundert das glatte 0:3 nicht. „Wir haben es nicht fertig gebracht, Kriftel das Punkten schwer zu machen.“ Und so einen konzentrierten Gegner stark gemacht. Je weniger dem TSV gelang, desto mehr klappte beim TuS.

 

Dabei begann die Partie trotz der Begleitumstände bestens für den Gastgeber. Gut aus den Startlöchern gekommen (8:5, 16:12) hatte Mimmenhausen das Momentum auf seiner Seite. Je länger aber der Schlagabtausch dauerte, desto größer die Probleme auf der Außenbahn, und die Mitte war praktisch nicht vorhanden. Nicht einmal das 22:19 reichte. Drei Satzbälle wehrte Mimmenhausen ab, den Angriff von Braetsch blockt Cipollone ins Aus – 26:28. Der Anfang vom Ende. Im zweiten Durchgang drehte sich sich der Wind. Jetzt lag Mimmenhausen zurück (5:8, 15:16), schaffte es nicht, Kriftel ein- und zu überholen.Auch ein Wechsel von Joshua Müller auf Schlag im dritten Satz (6:8, 11:16) brachte keine Wende. Der Aufschlag von Hoffmann landete im Netz, zum 18:25 und 0:3. Pampel: "Gegen ein starkes Kriftel war das viel zu wenig“.

 

TSV Mimmenhausen: Schlag (Müller), Knaus (Streibl), Pampel, Hoffmann, Zippel, Cipollone (MVP), Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



21.03.2022

 

Youngstars - TSV Mimmenhausen

1:3

 

Hut ab vor diesem TSV Mimmenhausen! Der ließ sich weder von der katastrophalen personellen Situation aufhalten – mit Jonas Hoffmann saß ein einsamer Auswechselspieler auf der Bank – noch von einem wenig aufmunternden Start ins Derby. Die YoungStars hatten zwar mit 13 Akteuren beinahe doppelt so viele einsatzbereit. Coronabedingt geschwächt, erlaubten sie sich aber zu viele Eigenfehler, als dass mehr als ein ernüchterndes 28:26, 17:25, 20:25 und 23:25 übrig blieb. Entsprechend zufrieden war Christian Pampel. „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen!“

 

Der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen hatte sich das wohl überlegt. Statt mit ihm, dem nicht jünger werdenden ehemaligen Weltklassespieler, sollte sein Team sich aktiv auf die Zukunft vorbereiten. Eine Zukunft ohne ihn auf dem Spielfeld. Das hatte in den Partien zuletzt ja ganz passabel geklappt und war auch gegen die Friedrichshafener Nachwuchstruppe vorgesehen. Corona und die damit verbundenen zahlreichen Spielausfälle verhinderten seinen Plan. Weil Tim Frings, Bogdan Birkenberg (Auslandssemester), Tobias Streibl und auch Jonas Hoffmann am Mittwoch privat und beruflich verhindert waren, war der von Haus aus eh schon magere Kader nahezu skelettiert. Für Frings kam Heiko Schlag auf die Außenbahn, mit „dem wir in der Rotation mit ihm auf der Aufschlagposition viele Breakpunkte machten“, lobt Pampel. Dazu Lukas Ott statt Hoffmann, und Pampel statt Ott auf der Diagonale; mit Tim Knaus und Pascal Zippel hatte der TSV noch zwei Mittelblocker und Libero Johannes Reusch. Das war`s.

Die sollten sich vier Sätze lang zäh den YoungStars widersetzen, die im ersten Durchgang trotz zahlreicher Aufschlagfehler mit einem Mimmenhausen mithalten konnten (6:8, 16:15), das zu selten seine Breakchancen nutzte, konsequenterweise den dritten Satzball gegen sich nicht mehr ausgleichen konnte und knapp 26:28 verlor.

 

Das klappte im zweiten Satz wesentlich besser. Auch jetzt sorgten die Abwehrreihen auf beiden Seiten für spannende Ballwechsel. Die endeten meist mit Vorteil Mimmenhausen. Nicht zuletzt, weil ein 42-jähriger Hauptangreifer die jungen Wilden auf der anderen Netzseite immer wieder mit seinem überragenden Schlagrepertoire düpierte. An Pampel alleine das 25:17 (7:8, 16:13, 24:17) und das 25:20 im dritten Durchgang (8:7, 16:11, 24:20) festzumachen, schmälere die Leistung des gesamten Teams, das seinen Beitrag zum letztlich klaren Erfolg beisteuerte.

 

Umso erstaunlicher, dass nach der bisherigen Leistung im vierten Satz plötzlich der Wurm drin war (4:8, 12:16) beim TSV Mimmenhausen. Aus dem einem eigentlich vorentscheidenden 12:18 wurde ein 24:23, „weil wir nicht mehr auf den Satzgewinn aus waren, und schon auf den Tiebreak vorbereiteten. Aber "drei oder vier gute Aktionen von uns setzten die YoungStars ordentlich unter Druck“. Die bekamen gehörigen Bammel – und mit einem Ass zum 25:23 beendete Kapitän Lukas Ott den Härtetest, der im TSV einen verdienten Sieger hatte, die tapfer kämpfenden YoungStars hätten aber eigentlich einen Punkt verdient.

 

TSV Mimmenhausen: Schlag, Knaus, Cipollone (MVP), Ott, Zippel, Pampel, Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



21.03.2022

 

TSV Mühldorf - TSV Mimmenhausen

3:2

 

Zum zweiten Mal in dieser Saison hat der TSV Mimmenhausen einen Tiebreak gegen Mühldorf verloren. Zum zweiten Mal hat sich in den vier vorhergehenden Sätzen keine der beiden Mannschaften beim 20:25, 25:18, 25:21, 22:25 und 15:13 einen vorentscheidenden Vorteil verschaffen können. Während aber im Hinspiel der Schiedsrichter keinen Einfluss auf den Ausgang der unterhaltsamen Partie genommen hatte, sah dies bei der erneut auf teilweise sehr gutem Niveau stehenden Match am Samstag völlig anders. Michael Schleichers Fehlentscheidung sorgte für das 15:13, frenetischen Jubel bei den Mühldorfern und tiefen Frust bei Mimmenhausen..

 

„Er hat sich bei uns entschuldigt“, sagt Trainer Christian Pampel, der auf seinen Einsatz auf der Diagonalen zugunsten von Lukas Ott verzichtet hatte. „Aber wir sind einfach so und diskutieren nicht lange mit dem Unparteiischen“, fügt er an. Obwohl die Proteste absolut gerechtfertigt waren. Denn Libero Ferdinand Tille hatte den Ball innerhalb der 3-Meter-Line auf Zuspieler Alexander Brandstetter gepasst. Sein Angriff zum 15:13 war regelwidrig. Er hätte nur einen Dankeball übers Netz spielen dürfen. Statt 13:15 hätte der korrekte Zwischenstand 14:14 lauten müssen. „Wir haben aus einem 5:9 ein 13:14 gemacht“, hat Pampel Verständnis für den Frust seiner Spieler. Mit dem 14:14 wäre das Moment auf unserer Seite gewesen, hätten wir die Chance auf den Sieg gehabt.“

 

Unterm Strich ein ärgerliches Resultat, das aber sportlich fair akzeptiert wird. Weil der TSV Mimmenhausen trotz der wenig erfreulichen Umstände gut gespielt hat.

Gegen ein Mühldorf, das sich mit zwei erstligaerfahrenen Spielern entscheidend verstärkte. Unterhaching beendete seine Bundesligasaison schon im Februar, und so stießen Mittelblocker Paul Gehringer und Diagonalangreifer Juro Petrusic zum Klub am Inn. Beide waren nicht oft genug vom Mimmenhausener Block zu stoppen.

 

Aber die Gäste vom Bodensee starteten gut in das Match. Den ersten Satz, unterstützt von vielen Aufschlagfehlern der Gastgeber, gewannen sie ((8:7, 16:15) nach einer blitzsauberen Endphase 25:20. Sowie aber Mühldorf seinen Aufschlag ins Feld brachte, so schnell bekam die Annahme (Pampel: „die Halle ist sehr flach“) von Mimmenhausen Probleme. Wenn dann außerdem der eigene Aufschlag zu wenig Druck ausübt, geht das nach hinten los. So im zweiten Durchgang (7:8, 14:16, 18:25). Dass Mimmenhausen aufgrund des unruhigen Saisonverlaufs keinen Rhythmus hat, zeigte sich auch im dritten Abschnitt. Die Wechsel von Heiko Schlag auf Jonas Hoffmann auf der Außenbahn sowie Tim Knaus für Steibl in der Mitte blieben ohne echte Wirkung beim 21:25 (7:8, 14:16). Aber Mimmenhausen gab sich nicht geschlagen, sorgte mit einem überzeugenden 25:22 (7:8, 16:15) für den Satzausgleich.

 

„Wir haben gut gespielt“, lobt Pampel auch und gerade Lukas Ott (Diagonale) und Tim Frings (Außenangriff), die sich in ihre neuen Rolle erst noch finden müssen, sagt Pampel. Dass es am Ende nicht zu zwei Punkten gereicht hatte: „Schwamm drüber! Der Punktverlust tut uns nicht weh. Damit kann ich leben.“

 

TSV Mimmenhausen: Cipollone (MVP), Frings, Streibl (Knaus), Ott, Hoffmann (Schlag), Zippel, Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



01.03.2022

 TSV Grafing - TSV Mimmenhausen

0:3

 

Für den TSV Mimmenhausen ist die Partie beim Schlusslicht Grafing nach Plan verlaufen. Obwohl der Favorit, auch aufgrund von Umstellungen im Team, nicht immer mit seinem allerbesten Volleyball glänzte, geriet die Mannschaft von Christian Pampel beim 25:19, 25:19 und 25:17 nie in Gefahr. Der Spielertrainer musste angeschlagen pausieren, erlebte aber an der Seitenlinie einen ruhigen Abend in der Jahnsporthalle. „Ich bin mit dem Resultat und der Leistung der Mannschaft zufrieden, sie hatte keine Durchhänger, den Faden nie verloren,“, lobt Pampel.

 

Lukas Ott an seiner Stelle auf der Diagonalen hatte zunächst zugegebenermaßen ein paar Anlaufschwierigkeiten. Je länger aber die Partie dauerte, desto besser fand der Meersburger seinen Rhythmus. Auch Jonas Hoffmann, zum ersten Mal seit längerem wieder auf dem Spielfeld, war ein zuverlässiger Abnehmer der Zuspiele von Federico Cipollone. Keine Überraschung deshalb, dass der Außenangreifer zum „Wertvollsten Spieler“ der Mimmenhausener gewählt wurde. „Aber auch Cipollone oder Ott hätten das verdient gehabt“, kommentierte Pampel die Wahl des Grafinger Trainers.

 

Im Vergleich zur Partie gegen Spitzenreiter Karlsruhe waren Block und die Feldabwehr am Samstag nicht so zum Zuge gekommen. Gut, Pascal Zippel und Tobias Streibl waren meist auf Ballhöhe, aber die blitzschnellen Schnellangriffe der Gastgeber konnten sie im Verbund mit ihren Kollegen Außenangreifer nicht immer stoppen.

 

Immer wieder Nadelstiche setzend war beim TSV Grafing, der auf einige Spieler coronabedingt verzichten musste, Johannes Becker ein Aktivposten. Der Mittelblocker trug vergangene Saison noch das Trikot des TSV Mimmenhausen und blieb am Samstag so gut wie fehlerfrei. Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen. Die gingen meist jugendlich unbekümmert und verschwenderisch mit ihren Punkt- und Breakchancen um. Sehr zur Freude des TSV Mimmenhausen. Kapitän Ott und Crew war schon anzumerken, dass sie aufgrund von Corona und Verletzungen seit Wochen hatten nicht mehr gemeinsam trainieren können. Ihre gute, solide Leistung reichte aber.

 

Fünf Eigenfehler der Grafinger halfen Mimmenhausen zum 8:5 im ersten Schlagabtausch, das über ein 16:12 und 24:18 zum ungefährdeten 25:19 kam. Noch deutlicher zugunsten der Gäste verlief der zweite Durchgang (8:2, 16:11, 24:17, 25:19). Nur im dritten Abschnitt hatte Mimmenhausen zunächst etwas mehr Mühe. Aber ein kurzer Zwischenspurt nach dem 8:7 stellte das Kräfteverhältnis wieder her (16:11). Grafing hatte nun aufgegeben und wurde von einem auch kämpferisch überzeugenden TSV Mimmenhausen glatt 25:17 und 3:0 geschlagen.

 

Zwar zwickt Christian Pampel seine Achillessehne momentan, aber zu einem Siegertänzchen mit dem Team reichte es beim 42-jährigen Spielertrainer allemal.

 

TSV Mimmenhausen: Cipollone, Frings, Streibl, Ott, Hoffmann (MVP), Zippel, Müller.

 

Hermann Hummler, Südkurier


14.02.2022

 

TSV Mimmenhausen - SSC Karlsruhe

0:3

 

Auch den zweiten Schlagabtausch in dieser Saison mit dem erklärten Aufstiegsfavoriten hat der TSV Mimmenhausen 0:3 verloren. Allerdings mit einem bedeutenden Unterschied: Nach dem Hinspiel in Karlsruhe war Christian Pampel alles andere als amused ob der Leistung seiner Spieler. Mit dem 23:25, 22:25 und 17:25 am Samstag dagegen war der Spielertrainer „sehr zufrieden“. Mimmenhausen habe unter „den sehr schwierigen Umständen sehr gut gespielt“, sich gegen einen alleine schon deshalb logischerweise überlegenen Gegner Respekt verschafft. 

Logischerweise deshalb, weil die Gastgeber personell auf dem Zahnfleisch dahergekommen sind. Christian Pampel stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, der angeschlagene Diagonalangreifer aber spielte nicht. Einer der besten Außenangreifer der Liga, Jonas Hoffmann, erschien aus privaten Gründen erst gar nicht auf der Mannschaftsliste.

 

Für Pampel ging Kapitän Lukas Ott als Hauptangreifer ins badische Spitzenduell. Der Meersburger ist ja von Hause aus eigentlich eher auf der Diagonalen als auf den Außenbahnen zu Hause. Für Hoffmann spielte Heiko Schlag. Tim Frings schmetterte ans Stelle von Ott auf der Außenbahn, Bogdan Birkenberg und Pascal Zippel verbarrikadierten die Mitte, Federico Cipollone verteilte gewohnt sicher die Bälle, er wurde für seine Leistung zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt.

Diese blau-gelbe Formation, in dieser Aufstellung noch nie in einem Punktspiel auf dem Spielfeld, schlug sich erstaunlich gut. Trotz der enormen Veränderungen. Vor allem der Block und „die starke“ Feldabwehr machten Pampel und den Fans viel Freude.

Favorit Karlsruhe hatte echt zu kämpfen, musste meist drei-, viermal anrennen, ehe der Punkt dann doch gemacht worden war, schaffte es nicht, sich abzusetzen. Weil selbst mit einem Hechtbagger Cipollone versuchte, die Kugel an den Mann zu bringen, Libero Johann Reusch und seine Kollegen auch die unglaublichsten Bälle im Spiel hielten, und der Block nicht nur erfolgreich zubiss (sechs der 13 Punkte machte Cipollone), sondern kaum einen Karlsruher Angriff ungehindert übers Netz kommen ließ. Damit hatten die Favoriten garantiert nicht gerechnet. „Sie haben Fehler gemacht, weil wir sie unter Druck setzen konnten“, stellte Pampel zufrieden fest.

 

Entsprechend eng der Verlauf des ersten Satzes (7:8, 14:16, 21:24, 23:25), und auch der des zweiten (7:8, 14:16, 22:24, 22:25). Im dritten Abschnitt waren Ott & Co dann ein wenig mürbe, der permanente Versuch, Karlsruhe einzuholen, nervte doch (5:8, 13:16, 17:24, 17:25).   

 

Dabei hätte der TSV Mimmenhausen mehr als nur ein achtbares 0:3 aus dem ungleichen Duell holen können. Wenn überhaupt Kritik angesichts der Ausgangslage angebracht ist, dann die, dass im Angriff nicht mutig genug gespielt wurde, so manche Breakchance gegen einen keineswegs souverän auftretenden Spitzenreiter nicht genutzt wurde. Kein Beinbruch für den Spielertrainer: „Das ist okay. Wichtig war, dass die Mannschaft unter den Umständen alles gegeben hat, keiner frustig geworden ist. Ich denke, diesen Weg können wir in Zukunft weiter verfolgen.“

 

TSV Mimmenhausen: Schlag, Birkenberg, Cipollone (MVP), Frings, Zippel, Ott, Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



31.01.2022

 

TSV Mimmenhausen - VC Dresden

3:2

 

Das erschreckend kleine Häuflein Mimmenhausener setzte sich in einem rassigen Spiel doch noch 25:21, 25:20, 26:28, 13:25 und 18:16 gegen den Tabellenzehnten durch, der beinahe das Spiel gedreht hatte. Am Ende aber feierten acht blau-gelbe Volleyballer einen teilweise nicht mehr für möglich gehaltenen Zwei-Punkte-Erfolg.

 

Der TSV startete erstaunlich gefestigt (8:5) in den ersten Satz. Gegen ein Dresden, das nach dem 3:2-Erfolg am Samstag in Friedrichshafen ein wenig Zeit benötigte, ums ins Spiel zu finden. Solange die Gastgeber ihre Fehlerquote gering hielten (16:10), war Dresden zweiter Sieger. Brachten aber Spielertrainer Christian Pampel & Co ihre Angriffe nicht durch, schlug es vor allem kräftig über die Mitte im TSV-Quadrat ein (20:18). Den Mannschaftsteil der Sachsen brachte Mimmenhausen das gesamte Match über nie unter Kontrolle. Mimmenhausen behielt die Nerven und holte sich den ersten Satz mit 25:21.

 

Annahmechef Joshua Müller und seine Kollegen hatten so gut wie alles im Spiel gehalten, was auf sie zukam, ihre Vorderleute machten daraus Punkt um Punkt. Auch im zweiten Satz. Tim Frings sorgte für die frühe Initialzündung. Der neue Mann im TSV-Dress, er vertrat Jonas Hoffmann so gut, dass er zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt wurde, hatte sich auf den Dresdener Libero Martin Kroß eingeschossen. Der war mit den Floataufschlägen des Öfteren überfordert – und schon führten die Hausherren 8:3. Über die zweite Technische Auszeit (16:12) hinaus raste der TSV-Volleyballexpress direkt zum zweiten Satzgewinn (25:20).

Noch einmal volle Konzentration, nur noch einmal, trotz der stärker werdenden Müdigkeit, dann wäre die unter solch schlechten Vorzeichen zu spielende Partie erstaunlich gut zu Ende gebracht.  Dresden hatte etwas dagegen, war nun in der Partie angekommen. Je mehr Mimmenhausen in der Annahme schwächelte, kaum mehr Angriffe im ersten Zugriff zu Punkten machen konnte, nutzte Dresden nun gnadenlos seine deutliche Lufthoheit in der Mitte aus (8:6). Mimmenhausen hielt irgendwie dagegen (16:15), und erkämpfte sich mit sehr viel mehr Mühe als in den Sätzen zuvor dennoch den ersten Matchball. Birkenberg servierte den ins Netz (24:24), und mit dem 25:24 ging das Momentum beim 28:26 auf Dresden über. So sehr, dass die BZ-Arena angesichts der Souveränität der Gäste verstummte und zuschauen musste, wie das Team von Niklas Peisl den TSV Mimmenhausen mit 25:13 an die Wand spielte.

 

Ob sich Pampel & Co. davon noch mal erholen würden? Daran glaubten wohl die wenigsten. Aber den TSV Mimmenhausen zeichnet eine Charaktereigenschaft aus: nie aufgeben. Auch nicht unter diesen Umständen. Den Dresdner Matchball (14:13) wehrten Kapitän Lukas Ott und sein Häuflein Aufrechter ab. Und mit etwas Glück verwandelten sie ihren dritten zum 18:16. Neun glückliche Volleyballer feierten mit den Fans einen am Ende zwar glücklichen, aber aufgrund des unbändigen Willens doch verdienten Erfolg.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Frings (MVP), Birkenberg, Cipollone, Müller.

 

Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen - FT Freiburg

3:1

 

Sand war im Getriebe des TSV Mimmenhausen. Vor allem im ersten Satz. In dem hatte es gar nicht rosig ausgesehen für die Mannschaft von Christian Pampel. „Ich hätte keinen Cent auf uns gesetzt“, kommentierte der Spielertrainer das 3:1, „erst recht nicht nach dem ersten Satz.“ Dann aber besannen sich Kapitän Lukas Ott und sein Team auf ihr Können. Und in dem Maße, in dem die Gastgeber zulegten, konnten die Freiburger ihre phänomenale Vorstellung nicht mehr fehlerfrei fortsetzen. Mimmenhausen, das in Jonas Hoffmann seinen besten Mann zurecht mit MVP-Gold belohnt sah, setzte sich in einem stets spannenden und bis zum Schluss umkämpften Duell etwas zu klar mit 20:25, 29:27, 25:22 und 25:22 durch.

 

Im ersten Durchgang jedenfalls hatte Freiburg die Gastgeber fest am Wickel. Ohne echte Vorbereitung ins südbadische Duell gehen zu müssen, sorgte für fahrige Hände. Umso mehr, als dem FT-Septett zunächst so gut wie alles gelang. Mit seinem Aufschlag verunsicherte es den Mimmenhausener Annahmeriegel enorm, und mit seinen unwiderstehlichen Angriffen über die Mitte sorgte es schnell für klare Verhältnisse (8:4, 16:13, 24:20) und den ersten Satzgewinn.

 

Mimmenhausen unter Druck: Vor allem „Motor“ Jonas Hoffmann trieb den TSV im zweiten Durchgang zurück auf die Siegerstraße. Dem Außenangreifer mit der Nummer 3 auf dem Trikot gelangen alleine in diesem Abschnitt zehn Punkte, er wehrte zweimal einen Freiburger Satzball (26:26, 27:27) ab.

Viel wichtiger aber noch: Er blieb der zuverlässige Adressat für einen „echt guten“ (Pampel) Federico Cipollone. Der Zuspieler beendete einen der zahlreichen spektakulären Ballwechsel gedankenschnell zum 29:27.

 

An die Wende zugunsten der Gastgeber glaubte im dritten Durchgang der Fanblock der Black Wall, der seine Helden unermüdlich lautstark antrieb. Und je länger der faszinierende Schlagabtausch zweier gleichwertiger Mannschaften dauerte, umso mehr wuchs das Vertrauen in die eigene Leistung bei den Gastgebern, schwand sie bei Freiburg. Zu viele Eigenfehler sorgten nach umkämpftem Verlauf (8:7, 16:13, 24:22) dafür, dass die FT nach dem 22:25 jetzt sogar Gefahr lief, leer auszugehen.

 

Zunächst machten die Blau-Gelben klar, dass sie ihr Niveau halten konnten (8:5), dann geriet der Sieg wieder in ernste Gefahr (18:19). Sie nutzten ihre Chancen einfach nicht konsequent genug. Weil aber die Freiburger, die die Angriffe unbedingt blocken wollten, sich zu oft – nicht nur beim 24:22 und 25:22 - im Netz verhedderten, hatte sich der TSV Mimmenhausen am Ende mit etwas Glück den erfolgreichen Start in die Rückrunde erkämpft.

 

„Wir haben das Bestmögliche herausgeholt“, nimmt Pampel die drei Punkte gerne entgegen. „Wir haben aber auch mehr bekommen, als wir verdienten“, fügt er an. „Die Freiburger hätten einen Punkt verdient gehabt.“

 

TSV Mimmenhausen: Ott (Frings), Birkenberg (Streibl), Pampel, Hoffmann, Zippel, Cipollone, Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



TV/DJK Hammelburg - TSV Mimmenhausen

0:3

 

Der TSV Mimmenhausen hat in Unterfranken einen fulminanten Endspurt hingelegt. Christian Pampel und sein Team besiegten im letzten Spiel des Jahres einen Gastgeber, der in den entscheidenden Momenten beim 23:25, 15:25 und 31:33 einfach zu viele Fehler gemacht hatte. Im Duell mit einem Team, „das auf allen Positionen stark gespielt hat“, wie der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen seine Erste Sieben nach einer herausragenden Vorstellung lobte.

 

Die begann aber alles andere als optimal. „Hammelburg hat stark begonnen“ und führte schnell 3:0 im ersten Satz. Dann steigerten sich die Volleyballer (8:6), und spätestens nach dem 16:14 war Mimmenhausen in der Partie angekommen. Aber selbst drei oder vier Punkte Vorsprung waren kein komfortables Ruhekissen. Hammelburg glich aus (22:22), schaffte aber die Wende nicht (22:24). Eigenfehler begünstigten Gegner Mimmenhausen, Pampel machte das 25:23 perfekt.

 

Keineswegs böse waren die Gastgeber deshalb. Im Gegenteil. In der Satzpause machte der Hallensprecher den Zuschauern klar, wer der Mann mit der Nummer 4 auf dem Rücken eigentlich ist. Die drei Minuten bis zum Anpfiff des zweiten Durchganges reichten allerdings kaum aus, um all die Stationen des ehemaligen Weltklasse-Diagonalangreifers und dessen Erfolge aufzuzählen. „Stolz“ sei der TV/DJK Hammelburg, dass ein derart großartiger Spieler in der Saaletal-Halle zu Gast sei.

 

Christian Pampel und der TSV Mimmenhausen, mit Jonas Hoffmann, „Waffe auf Position 4“ (Kommentar im Livestream), machten im zweiten Durchgang so weiter, wie sie den ersten beendet hatten.

Hammelburger Schwächen wurden genutzt, „Wir haben es geschafft, sie auszuspielen“, die Mannschaft von Trainer Thiago Jose Welter enorm unter Druck gesetzt.  „Sie geriet völlig ins Schwimmen“, weil Mimmenhausen es gelang, auf „allen Positionen zu punkten“ (8:0, 16:8, 24:15). Nachdem sehr oft eine schier unüberwindliche Block- und Feldabwehr selbst unmögliche Bälle in der flachen Halle im Spiel gehalten hatten. „Das haben wir zwar auch gegen Leipzig und Delitzsch geschafft“, wundert sich Pampel ein wenig über das 25:15, „weil dich die Hammelburger eine ganz andere Qualität haben.“

 

Also wusste Pampel, dass eine Reaktion der Gastgeber kommen wird. „Hammelburg hat richtig Gas gegeben, sich aus unserem Druck befreit“. Der eingewechselte Oscar Benner hatte großen Anteil daran. „Jetzt haben wir die Fehler in einem total offenen Satz gemacht, die Partie hätte durchaus kippen können.“ Tat sich aber nicht. Mimmenhausen behielt kühlen Kopf, hatte in der einen oder anderen Szene „ein bisschen Glück“(8:6, 16:13, ). Drei Matchbälle brachten keine Entscheidung (23:24, 24:25, 25:26), die fünf Hammelburger Satzbälle anschließend auch nicht. Pampel gelang das 32:31 und ausgerechnet Benner versemmelte seinen Angriff gegen einen Einerblock ins Aus: 33:31 und 3:0 für Mimmenhausen.

 

Schade, dass nach dieser selbstbewussten und souveränen Vorstellung ein MVP gewählt werden musste. „Ich hätte mich nicht gewählt“, sagt Christian Pampel. Die Mannschaft hätte Gold verdient.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Pampel, Hoffmann, Zippel, Cipollone, Reusch.

 

 

Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen – L. E. Volleys

3:0 (25:21, 25:20, 25:19)

TSV Mimmenhausen – GSVE Delitzsch

3:1 (26:28, 25:20, 25:15, 25:12)

 

Mit dem souveränen 3:0 gegen Leipzig und dem nur zu Beginn umkämpften 3:1 gegen Delitzsch steht die Mannschaft von Christian Pampel als Dritter wieder oben in der Tabelle. Trotz personeller Probleme. „Wir werden eine Mannschaft auf dem Feld haben“, hatte Pampel vor den beiden Partien alle Bedenken vom Tisch gewischt, mit einer Notsechs antreten zu müssen. Und Mimmenhausen holte trotz Trainingsrückstand unerwartet das Maximale heraus. Ihr Spielertrainer hätte sich auch "über vier oder fünf Punkte gefreut".

 

Die Stammsieben, mit Jonas Hoffmann und Bogdan Birkenberg, schlug am Samstag im Eiskeller BZ-Arena (die Heizung ist schon längere Zeit defekt) eiskalt zu und ließ die Sachsen, die auf ein paar wichtige Akteure verzichten mussten, nur im zweiten Satz ein wenig am möglichen Teilerfolg schnuppern. Ansonsten hatten die Gäste nicht viel zu bestellen, zu souverän der TSV in der Annahme (im zweiten Satz jedoch nur teilweise), im Block und Blocksicherung sowie in der Feldabwehr. "Wir hatten relativ früh ein paar gute Block-Abwehr-Aktionen", kennt Pampel einen Grund für den klaren Sieg. "Da wurden sie vorhersehbar, daraus haben sie sich nicht mehr befreien können." Kaum ein Leipziger Angriff führte direkt zu Punkten. Sehr viele Bälle, die Kapitän Lukas Ott und seine Crew im Spiel hielten, münzte allen voran Christian Pampel Punkt um Punkt um. 26 mal, teilweise in unnachahmlicher Art, und bestens bedient von Zuspieler Federico Cipollone, dem logischen MVP. Gegen ein Leipzig, das sich für seine engagierte Leistung zu selten belohnte, oft mit Eigenfehlern Mimmenhausen in die Karten spielte.

 

"Delitzsch ist der härtere Brocken", hatte Pampel im Vorfeld des Doppelspieltages geurteilt. Der Spielertrainer behielt Recht. Teilweise. Hatte aber im ersten Satz den Schiri nicht auf dem Schirm. Illia Matjiev aus Stuttgart hatte sein Visier nicht optimiert, pfiff in eigentlich nicht umstrittenen Situationen oft gegen Mimmenhausen, das beim knappen 26:28 nicht immer die Fassung bewahren konnte. 

Der Schiedsrichter sei aber nicht Schuld am Satzverlust gewesen, relativiert Pampel. "Wir haben ein paar schwerwiegende Punkte liegen lassen, keinen Druck auf den Gegner aufgebaut." Dazu kamen "viele Aufschlagfehler" – im Gegensatz zu Delitzsch – und ein paar "unforced errors" und dahin war der Durchgang.

 

Bewundernswert, dass sich der TSV vom ärgerlichen Satzverlust nicht aus der Ruhe bringen ließ. Bei weitem nicht alles klappte am Sonntagnachmittag, trotzdem holten sich Pampel & Co. mit dem 25:20 den Satzausgleich. In den entscheidenden Situationen unterstützt von einigen GSVE-Eigenfehlern. "Das war harte Arbeit", war Pampel nur einfach froh, dass "wir das noch geschafft" haben.

 

Delitzsch blieb zwar lange Zeit auch der bessere Aufschläger im dritten Durchgang. Mimmenhausen aber stabilisierte seine Annahme und hatte jetzt die effektiveren und selbstbewussten Angreifer, die mit viel Mut (und Wut) viel weniger Fehler machten (8:6, 18:11, 22:13) beim 25:15.

 

Die unerwartete Abreibung verunsicherte die Delitzscher, die nicht mehr so richtig an eine Wende glaubten. Fortan häuften sich ihre Fehler in dem Maße, in dem Mimmenhausen sicherer wurde (8:4, 16:7). Selbst blockfrei gingen die Delitzscher Bälle nun ins Aus. Kein Wunder, dass sich die Hausherren klar absetzten (23:9). Zwar benötigten sie drei Matchbälle, bei dem Spielstand aber keine große Sache. Symptomatisch das Ende einer Partie, in der die Sachsen weit unter Wert geschlagen wurden: Tom Pietzonka drosch seinen Angriff zum 12:25 ins Netz.

 

Sehr zur Freude des TSV, der ein Sechs-Punkte-Wochenende feierte. "Das war einfach schön, Balsam für die Seele", fasste Abteilungsleiter Christof Kraußer das erfolgreiche Wochenende in einem Satz zusammen.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Streibl, Pampel, Hoffmann, Frings, Zippel (MVP), Cipollone (MVP), Reusch.

 

 

Hermann Hummler, Südkurier



SV Schwaig - TSV Mimmenhausen

3:1

 

Damit hat der TSV rechnen müssen, mit einer Niederlage (25:21, 28:26, 22:25, 25:18) in Schwaig. Vor allem aus zwei Gründen: Zum einen hat der Tabellensechste „eine tolle Leistung und eines seiner besten Spiele bisher abgeliefert“ (SV-Trainer Milan Maric). Zum anderen ging Mimmenhausen gehandicapt in ein Duell mit den Franken, „die gegen uns immer extrem stark aufspielen“ (Spielertrainer Christian Pampel).

 

Lukas Ott und Zuspieler Federico Cipollone hatten krankheitsbedingt unter der Woche nicht trainiert. Jonas Hoffmann, er hat Probleme an der Achillessehne, war gar nicht mitgefahren. „So gesehen war schon vor dem Anpfiff klar, dass möglicherweise unser Spiel eventuell nicht so gut wird“, sagt Pampel.

 

Dass dies Mimmenhausen im Hinterstübchen verunsicherte, wurde im ersten Satz überdeutlich. „Das war anfangs schon mau“, urteilt Pampel. Seine Mannschaft lag zeitweise bis zu acht Punkte zurück (2:6, 9:16, 10:18). Je näher aber die entscheidende Phase heranrückte, desto mehr holte Mimmenhausen auf. Weil am Ende der Abstand „nur“ noch vier Punkte betrug, sieht Pampel das positiv. „Für uns war wichtig, dass wir ins Spiel finden, mit dem Satzgewinn habe ich nicht gerechnet.“

 

Und der Gast vom Bodensee war in der Partie angekommen. Trotz der Handicaps. Das zeigt Durchgang Nummer zwei. „Wir sind gut gestartet“, sah Pampel sein Team im weiteren Verlauf des Schlagabtausches stets vorn (8:7, 16:14, 21:19).

Schwaig gelang nicht mehr alles, musste um jeden Punkt maximal kämpfen. Und dennoch verlor Mimmenhausen erneut. „Kleinigkeiten“ (Pampel) gaben den Ausschlag. Zum Beispiel ging Pampels Service knapp ins Aus. Statt 26:24 stand es 24:24, die nächsten zwei Satzbälle nutzte Mimmenhausen ebenfalls nicht. Auftrieb für Schwaig – 28:26.

 

Müßig zu spekulieren, wie das Match sich nach einem 1:1 statt 0:2 entwickelt hätte. „Das Glück war uns nicht hold“, sagt Pampel enttäuscht, „das hätten wir am Samstag aber gebraucht.“ Dennoch, aufgeben gibt’s nicht beim TSV. In der Annahme stabiler, setzten Kapitän Ott und Crew die Hausherren unter Druck. Die den Satz nach klarem Verlauf (5:8, 9:16, 18:23 22:25) abtreten mussten.

 

„Mit nicht ganz gesunden Spielern über vier Sätze Höchstleistungen bringen“, sagt Pampel, „war nicht drin. Schade!“ Und die wären nötig gewesen, um Schwaig, „das eines seiner besten Spiele machte“ (Pampel), zu besiegen. Mimmenhausen hatte im vierten Durchgang erneut große Probleme in der Annahme und wurde wieder deutlich geschlagen (5:8, 11:16, 18:20, 18:25).

 

TSV Mimmenhausen: Frings (Schlag), Zippel (Streibl), Cipollone, Ott, Birkenberg, Pampel (MVP), Reusch.

 

 

Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen - TSV Grafing

3:0

 

Mit einer soliden Leistung hat der TSV Mimmenhausen das Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht Grafing glatt und verdient mit 25:21, 25:12 und 25:15 auch in der Deutlichkeit gewonnen. „Wir mussten nicht besonders gut sein“, ordnete Christian Pampel 76 Minuten Volleyball ohne großen Fight ein, in denen Favorit Mimmenhausen sehr wenige Fehler machte, Grafing am Samstag nie die spielerischen Mittel hatte, um die Gastgeber zu einem echten Duell herauszufordern. Oder sie ernsthaft zu gefährden. Die Frage nach dem Sieger dieser Partie kannte von Anfang bis zum schnellen Ende nur eine Antwort: TSV Mimmenhausen.

 

Dass der erste Durchgang enger verlief hat einen einen konkreten Grund: Christian Pampel hatte den Gegner natürlich im Vorfeld studiert. Der Spielertrainer nimmt keinen Kontrahenten auf die leichte Schulter. Egal, auf welcher Tabellenposition der gerade steht. „Zu Beginn der Partie hatten wir Probleme“, erzählt er, „weil wir die Spieler noch nicht kannten.“ Und weil sie teilweise auf anderen Positionen eingesetzt waren als in den Videos, die Pampel studiert hatte, blieb der Satzverlauf lange Zeit eng (6:8, 17:16). Dann aber fruchteten die Absprachen und „wir wurden ein bisschen besser“, lautete das Understatement des Spielertrainers. Nicht ein bisschen, entscheidend. Danach punktete praktisch nur noch eine Mannschaft. Mimmenhausen zog auf 23:18 davon. Der Satz war in trockenen Tüchern. Wenig spektakulär zwar, aber das 25:21 war doch eine klare Ansage an die vielen jungen Spieler des Herausforderers.

Auch nach dem Wechsel punkteten die Hausherren von allen Positionen. Ob von Außen, über die Diagonale oder die Mitte: Es lief beim TSV Mimmenhausen (8:3), der nach der ersten Technischen Auszeit aber auf Jonas Hoffmann verzichten musste. Der Außenangreifer hat Probleme mit seiner Achillessehne und wurde von Heiko Schlag ersetzt. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, begründet Pampel den Wechsel. „Es soll ja nicht noch schlechter werden.“ Apropos schlechter: Auch mit Schlag in der Mannschaft hielt die Crew von Kapitän Lukas Ott, dem „Man of the Match“, ihr Niveau. „Ott die Geldmedaille zurecht verdient“, lobte ihn Pampel. Trotz einiger wackliger Annahmen setzten sich die TSV-Angreifer im steten Fluss durch. Perfekt bedient von Zuspieler Federico Cipollone.

 

Glücklich mit dem klaren Ergebnis nach einem doch enttäuschend deutlichen 0:3 beim Spitzenspiel in Karlsruhe schritten die blau-gelben Volleyballer zu einem heiß geliebten Ritual: Feiern mit den Fans. „Gebt mir ein H“, rief Entertainer“ Bogdan Birkenberg durch die immer noch gut gefüllte Halle. „Gebt mir ein U“, „Gebt mir ein Ausrufezeichen!“ und dann ging die Post ab: „Humpa, Humpa, Täterä!“ Mit Inbrunst gesungen, tanzte Mimmenhausen den Siegertanz. Beobachtet von enttäuschten und frustrierten Gästen, die ihrem Motto „The Fighting Bayrisch“ viel zu selten hatten gerecht werden können.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann, Schlag, Birkenberg, Cipollone, Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen - Volley YoungStars

3:0 (25:18, 26:24, 25:19).

 

TSV Mimmenhausen – TGM Mainz-Gonsenheim 3:0 (25:22, 25:12, 25:10)

 

Sechs Punkte hat ein überzeugend auftretender TSV Mimmenhausen eingefahren und sich damit auf Platz eins der Tabelle geschmettert. Als MVP im YoungStars-Spiel wurde Zuspieler Fedrico Cipollone ausgezeichnet. Christian Pampel erhielt die Goldmedaille gegen Mainz-Gonsenheim.

 

Am Freitag entschied Mimmenhausen das eigentlich stets höchst umkämpfte Seederby überraschend deutlich für sich. Sehr zur Freude von Christian Pampel. „Ich bin unterm Strich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, urteilt der Spielertrainer, wenngleich er nicht verheimlicht, dass „die YoungStars dem TSV Mimmenhausen den Sieg teilweise geschenkt“ haben.

 

Und ginge es Adrian Pfleghar nicht in erster Linie darum, seine Spieler für Volleyball auf höchstem Niveau auszubilden, der Trainer des Bundesstützpunktes Friedrichshafen wäre nach dem etwas mehr als 80-minütigen Fehlerfestival alles andere als amused gewesen. So aber lautete sein nüchternes Fazit: „Das können wir besser!“

 

In der Tat hat der hoffnungsvolle Erstliganachwuchs diese Saison schon „wesentlich bessere Spiele abgeliefert“, weiß Christian Pampel. Aber die jungen Burschen „schafften es nur in kurzen Phasen“ (Pfleghar), ihre eklatante Fehlerquote zu minimieren. Gelang ihnen dies, dann, so gibt der neue Kapitän des TSV Mimmenhausen,

Lukas Alexander Ott („eine tolle Sache und eine große Ehre“), gerne zu, „haben sie uns teilweise mit ihrem sehr guten Aufschlag überrumpelt“.

 

Aber insgesamt gesehen mussten „wir nicht besonders viel machen“, sagt Pampel. Außer im zweiten Satz. Da zeigten die Nachwuchsvolleyballer, was in ihnen steckt. Ihre Float-Aufschläge knapp übers Netz waren schwer zu nehmen. Nicht überraschend deshalb ihr starker Beginn (5:1), den sie bis zum Finale fortsetzten. Dass aber auch dieser Satz, „der eigentlich uns gehört hätte“ (Pfleghar) doch noch an Mimmenhausen ging, lag daran, dass die Gastgeber „gut in Block und Feldabwehr“ (Ott) gearbeitet hatten, und nur „zwei Bälle von uns nicht gut waren“ (Pampel). Das 24:26, eine herbe Pille für die YoungStars, die ob der Enttäuschung im dritten Abschnitt doch sehr angeknockt wirkten.

 

Als sportlich wenig überzeugend entpuppte sich am Samstagsspiel die MTG Mainz-Gonsenheim. Der Tabellenvorletzte fand nie zu einer adäquaten Form. Eine, die einem höchst solide spielenden Mimmenhausen, das „sehr wenig Fehler machte“ (Pampel), auch nur annähernd gerecht hätte werden können. Nicht verwunderlich deshalb der einseitige Spielverlauf. Zu groß die spielerischen und taktischen Unterschiede zwischen den beiden Kontrahenten. Nur bis zur Mitte des zweiten Durchgangs hatten die Gäste einigermaßen mitgehalten. Wohlwollend betrachtet. Danach brachte Mainz kein Bein mehr aufs Parkett in der BZ-Arena.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Knaus, Birkenberg, Pampel (MVP), Hoffmann, Zippel (Streibl), Cipollone (MVP), Reusch.

 

Hermann Hummler, Südkurier



FT 1844 Freiburg - TSV Mimmenhausen

 

2:3

 

Mit einer soliden Leistung hat sich der TSV Mimmenhausen im südbadischen Derby zwei wertvolle Punkte erkämpft und damit einen Fehlstart in die neue Saison souverän verhindert. „Über weite Strecken“, lobt Spielertrainer Christian Pampel, der nicht zu Unrecht zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt wurde, „bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden.“

 

Die hat sich bei der Freiburger „Affenbande“, wie sich die FT selber nennt, von Beginn an gut behauptet. Und hätte Jonas Hoffmann nicht zum Ende des ersten Durchgangs beim 18:18 das Flattern in seine Annahmearme bekommen, die Partie wäre wahrscheinlich nach drei Sätzen zugunsten des TSV Mimmenhausen zu Ende gegangen. Für ihn kam Heiko Schlag.

 

„Freiburg aber hat dann gut aufgeschlagen“, weiß Pampel, warum der lange Zeit führende TSV (17:14) den Satz doch noch mit 22:25 hatte abgeben müssen. „Wenn wir Druck über den Aufschlag bekommen“, so Pampel, „tun wir uns noch schwer."

Und weil es für ihn „relativ eindeutig war“, warum der erste Durchgang verloren wurde, war vor dem Start in den zweiten Satz „gar nicht nötig, viel zu sagen“. Jonas Hoffmann, ein guter und erfahrener Außenangreifer, werde sich schon wieder reinarbeiten. Er tat das, und Mimmenhausen machte in den Durchgängen zwei und drei kurzen Prozess mit der „Affenbande“ im „Dschungel“ FT-Sporthalle.

Dass dem 25:13, mit einem überragenden Lukas Ott, und dem 25:18 (Rallye vom 14:12 auf 22:14) nicht noch einmal ein solch klares Ergebnis würde folgen können, damit hatte Christian Pampel wohl gerechnet. Ehrlicherweise früher als erst im vierten Satz. Weil „bei uns vieles nicht mehr so gut geklappt hatte wie in den Durchgängen zuvor“ und Freiburg trotz der beiden deutlichen Satz-Klatschen wieder zur Leistung des ersten Satzes zurückgefunden hatte, musste Mimmenhausen den vierten Durchgang abgeben: „Freiburg drehte richtig auf, ihnen gelang einfach alles.“

 

Dass es für die Gastgeber dann aber nicht zu zwei Punkten reichte, haben sie sich, so sieht es Christian Pampel, zu einem gewissen Grad selbst zuzuschreiben. „Freiburg wollte es anfangs zu sehr erzwingen und hat deshalb ein paar unnötige Fehler zuviel gemacht.“ Zum Vorteil ihrer Gäste vom Bodensee. Die setzten sich schnell ab (8:6, 12:10, 14:11), und gaben – im Gegensatz zum Mühldorf-Spiel vor einer Woche – den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Erleichterung bei Pampel & Co, den drohenden Fehlstart in die Saison verhindert zu haben.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg (Streibl), Pampel, Hoffmann (Schlag), Zippel, Cipollone, Reusch.

 Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen - TuS Kriftel

 

2:3

 

Der Auftakt in die Zweitligasaison ist dem TSV Mimmenhausen – trotz der knappen Niederlage – schon gelungen. Spielertrainer Christian Pampel jedenfalls war nach der teilweise noch durchwachsenen Vorstellung seiner Mannschaft alles andere als geknickt. „Klar ist es nicht schön, ein Spiel zu verlieren“, fasste er zwei Stunden und 19 Minuten Berg-und-Tal-Volleyball zusammen. „Aber unter den Voraussetzungen, mit denen wir in die Saison gestartet sind, kann ich mit dem 2:3 zufrieden sein.“

 

Dass beim TSV Mimmenhausen, der ja in Teilen neu aufgestellt ist, im ersten Spiel unter Wettkampfbedingungen noch nicht alles reibungslos und perfekt klappen kann, war schließlich zu erwarten. „Die Abstimmung hat noch nicht immer zu 100 Prozent gepasst“, erläutert Pampel, „das hat man gesehen.“ Und Mühldorf genutzt. Da müsse in der Mannschaft noch „angepasst, geschärft und verfeinert“ werden. Nicht wirklich überraschend komme diese Erkenntnis für ihn nach der „doch eher schlechten Vorbereitung“ auf die Saison. Pampel hatte ja ferienbedingt bis zuletzt nie den kompletten Kader, der sowieso schon Lücken aufweist, bei den Trainingseinheiten zusammen.

 

Trotzdem gab es auch – zum ersten Mal nach sehr langer Zeit wieder mit Fans in der BZ-Arena – Abläufe, die den erfahrenen Spieler und Trainer positiv stimmen. Die neuen Mittelblocker im Team, Tim Knaus und Pascal Zippel, hatten sich am Samstag ganz ordentlich präsentiert. „Das haben sie gut gemacht, das hat mir gut gefallen.“

 

Positiv stimmt Pampel auf der einen Seite auch, dass die Mimmenhausener Annahme mit dem neuen Libero Johann Reusch die harten

Aufschläge des TSV Mühldorf im Laufe der Partie immer besser in den Griff bekommen hat. Allerdings sieht er in dieser Spielphase auch den letztlich entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Kontrahenten.

 

„Mühldorf hat hopp oder top gespielt, mit seinem Service viel riskiert“, analysiert er. Wenn dann Brandstetter & Co. die Bälle trafen, und das taten sie häufig, dann war der Druck auf Mimmenhausen manchmal zu hoch. „Wir auf der anderen Seite waren da nicht so gut. Das hat den Ausschlag zugunsten der Gäste gegeben.“ Hatten aber die Bayern aus der Stadt am Inn ihr Visier nicht richtig eingestellt, schossen sie die Bälle „teilweise weiß wohin“, dann wechselten Momentum und Erfolg wieder mehr auf die Seite des TSV Mimmenhausen.

 

Entsprechend der Spielverlauf: Dem knappen 23:25, der Auftaktsatz hätte auch zugunsten der Gastgeber ausgehen können, folgten ein überzeugendes 25:18 und das ernüchternde 19:25 gleich hinterher. Der TSV Mimmenhausen aber gab nie auf, bekämpfte seine kleinen Unzulänglichkeiten und den Gegner, schmetterte sich mit einem erneut souveränen 25:18 zurück in die Partie, führte im Tiebreak 12:10 und musste dann doch am Ende den Gästen zum Sieg gratulieren.

 

„Ein paar gute Aufschläge und gute Abwehraktionen sorgten für die Punkte“, so Pampel. Und dafür, dass der neue Kapitän Lukas Alexander Ott und seine Crew „jetzt wissen, wo wir stehen“.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Knaus (ab vierten Satz Birkenberg), Pampel, Hoffmann, Zippel, Cipollone.

 

 Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen - TuS Kriftel

3:0 (25:19, 25:19, 25:20)

 

Mit einer souveränen Leistung hat der TSV Mimmenhausen sein letztes Saisonheimspiel der Saison klar und auch in der deutlichen Höhe (25:19, 25:19 und 25:20) verdient gewonnen. Damit hatten weder Spielertrainer Christian Pampel noch das Umfeld rechnen dürfen, nach zuletzt eher durchwachsenen Leistungen. „Das freut mich richtig“, sagte Pampel zufrieden, „das war ein souveräner Sieg.“

 

Als hätte es das ernüchternde 0:3 in Freiburg vor Kurzem nie gegeben, begann der TSV das Duell mit dem Tabellenelften. Vom ersten Ballwechsel an ließen Kapitän Michael Diwersy und seine Crew keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie nicht nur die Punkte in der BZ-Arena behalten wollen. Sie wollten auch demonstrieren, dass sie zurecht zu den besten Volleyballteams der 2. Liga gehören. Vielleicht hat ja die erst einmal enttäuschende Erkenntnis, dass der Meisterzug seit einiger Zeit ohne den TSV dem Saisonziel entgegen dampft, für freie Köpfe gesorgt. Die schienen zuletzt ob der großen Chance, einen Titel zu gewinnen, ein wenig eingenebelt. Nachdem die Sicht auf die Realität wieder frei ist, hat ein in sich ruhender TSV zurück zu jener Form gefunden, die ihn über lange Zeit hinweg ausgezeichnet hat.

 

Schon mit dem Einstieg ins Spielgeschehen am Samstag, dem Service, sorgten vor allem die Sprungaufschläger Lukas Ott, Jonas Hoffmann und Christian Pampel (zum MVP gewählt) für erhöhte Adrenalinspiegel auf Krifteler Seite. Der Mimmenhauser Annahmeriegel dagegen blieb cool und aufmerksam,

war jederzeit Herr der Lage. „Die Annahme war top“, lobte Zuspieler Diwersy. In seiner letzten Zweitliga-Heimpartie („ein schönes Abschlussspiel“) seiner Karriere „konnte ich alles spielen“. „Schade, dass Michi aufhört“, kommentiert Pampel das Ende der Diwersy-Ära.  „Das tut mir in der Seele weh, er hat sich so toll entwickelt.“ Und so hatten die Südhessen gegen ein top auftretendes Mimmenhausen in keiner Phase der Partie eine echte Siegchance. „Wir wissen“, hatte Spielertrainer Christian Pampel im Vorfeld gesagt, „dass wir spielerisch besser sind als Kriftel. Nur müssen wir das auch zeigen.“

 

Das tat seine Mannschaft. Mit einem Eifer und Elan, als sei nichts anderes wichtiger als ein letztes Heimspiel ohne Wenn und Aber zu zeigen. Und selbst dann, wenn der TuS es einmal geschafft haben sollte, sich wieder heranzuspielen, sorgte Pampel mit einem eleganten und so nur von ihm beherrschten Angriff für Ruhe im Karton. Oder Hoffmann und Ott hauten Kriftel zum richtigen Zeitpunkt das eine oder andere Ass um die Ohren. So konnte es sich der TSV erlauben, im zweiten Satz beim 19:11-Zwischenstand Benedikt Waldinger (auch er verlässt Mimmenhausen) für Pampel einzuwechseln, ohne dass der Spielfluss darunter gelitten hätte.

 

Und trotzdem blieb auch nach dieser alle, auch den Trainer, zufriedenstellenden Vorstellung „ein fader Geschmack“ (Pampel). Ohne Zuschauer macht nicht einmal das Siegen echten Spaß.

 

TSV Mimmenhausen: Diwersy, Ott, Streibl, Pampel (Waldinger), Hoffmann, Schrempp (Cipollone), Müller.

 

 Hermann Hummler, Südkurier



TSV Mimmenhausen – TSV Grafing

1:3 (25:16, 22:25, 24:26, 19:25)

 

Mimmenhausen hat die Meisterschaftsfrage nicht noch einmal spannend machen können. Am Karsamstag unterlag die Mannschaft dem Tabellenführer mit 1:3. Nichts wurde aus dem Wunsch von Christian Pampel, als einzige Mannschaft in der Saison den Gast zweimal zu besiegen. Grafing setzte sich gegen einen Gastgeber durch, der sich mit allem, was er hatte, wehrte, auf Augenhöhe mit dem zukünftigen Meister.

 

Was der TSV Mimmenhausen zu leisten im Stande ist, wenn er konzentriert und im Kopf frei Volleyball spielt, zeigte er im ersten Satz. Das versetzte er Grafing in Staunen, und die Fans der Gelb-Blauen ins Schwärmen. Unglaublich, wie sicher sie aufschlugen, die Gastgeber, in der Annahme sattelfest waren, Zuspieler Michael Diwersy präzise passte, der Block auf Ballhöhe und die Angreifer, vor allem Christian Pampel (13 Punkte), jede auch noch so geringe Möglichkeiten zum Punkten nutzten. Nur konsequent deshalb: Mimmenhausen setzte sich schnell und entscheidend ab (8:7, 16:11, 24:14), blieb dominant bis zum überraschend deutlichen 25:16.

 

Dass sich das Grafing im zweiten Satz nicht mehr bieten lasse würde, war so klar wie die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass Mimmenhausen noch einmal solch eine brillante Vorstellung aufs Parkett würde zaubern können. Und so entwickelte sich der zweite Satz zum echten Spitzenspiel. Mit Chancen auf beiden Seiten. Gute Aufschläge (in der Hauptsache Floats) der Bayern setzten Mimmenhausen unter Druck, die Grafinger hatten sich gut auf Pampel und dessen Angriffskollegen eingestellt:

Punkten ging nun nicht mehr so leicht von der Hand. Und so unterlag Mimmenhausen am Ende (7:8, 16:15, 21:20, 22:24) nach einem spannenden Schlagabtausch, den es nicht zwingend hätte verlieren müssen.

 

Hin und her, auf und ab ging es auch im dritten Satz zur Sache. Mal führte Mimmenhausen (8:6), dann wieder Grafing (16:15). „Wir haben gezeigt“, sagt Außenangreifer Lukas Ott, „dass wir gute Leistung abliefern können.“ Mimmenhausen blieb dran, glich durch Hoffmann zum 23:23 aus, musste den Satzball hinnehmen. Den egalisierte Pampel, der zum MVP gewählt wurde. Aber den zweiten verwandelten im entscheidenden Moment die etwas glücklicheren Gäste zum 26:24.

 

Schon früh im vierten Abschnitt sah sich Mimmenhausen in die Defensive gedrängt (6:8, 11:16). Nichts lief mehr locker wie am Schnürchen. Der Tabellenvierte, nun mit zwei Liberos (Pilihaci in der Annahme, Schlag für die Abwehr), musste um jeden Punkt hart kämpfen – und blieb oftmals auch in langen Rallyes (zum Beispiel nach Pampels spektakuläre Fußabwehr) zweiter Sieger. Grafing auf der anderen Seite gelang nun so gut wie alles, hielt Mimmenhausen auf Distanz (15:21) und gewann das Spitzenspiel am Ende mit dem 25:19 3:1. Mimmenhausen hätte zumindest einen Punkt verdient gehabt, war „aber nicht traurig über das 1:3, weil wir gut gespielt haben“, wie Lukas Ott zurecht anmerkte.

 

TSV Mimmenhausen: Birkenberg, M. Diwersy (Waldinger), Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann, Pilihaci, Schlag.

 

 Hermann Hummler, Südkurier



14.03.2021

TSV Mimmenhausen – TSV Mühldorf

3:0 (25:20, 25:20, 29:27)

 

Mimmenhausen hat weder das Volleyballspielen noch das Siegen verlernt. In einem sehr unterhaltsamen Duell setzte sich am Samstag der Tabellendritte nach zuletzt deutlichen 0:3-Niederlagen hochverdient mit 25:20, 25:20 und 29:27 durch. „Wir haben 3:0 gewonnen“, war Christian Pampel, der auf einen Einsatz verzichtet hatte, zufrieden, hätte aber an der Seitenlinie gerne „etwas häufiger durchgeatmet“. Das dürfen er und das Team nun in der kommenden Woche. Mimmenhausen freut sich auf ein spielfreies Wochenende.

 

Aus der 14-tägigen Coronaquarantäne heraus – mit nur einem Training am Freitag – stellte sich der Aufsteiger dem favorisierten Gastgeber. Das Team von Michael „Michi“ Mayer kam mit der Empfehlung von neun Siegen aus 18 Partien – und hielt, was es damit versprach. Auch ohne propere Vorbereitung. Frech und unbekümmert traten sie auf, die jungen Burschen (Fritz Vöhning ist 16, Kilian Nennhuber 17 Jahre). Hätten die Unerfahrenen ihre Eigenfehlerquote minimieren können, Pampels Unruhe am Seitenrand wäre noch größer geworden. So aber „bedankte“ sich der TSV für einige kampflose Punkte beim 25:20.

 

Ein ärgerlicher Satzverlust für Mühldorf und eine deutliche Warnung an den TSV Mimmenhausen nicht nachzulassen, weiter konzentriert in Annahme und Angriff zu arbeiten. Der präsentierte sich auch nach dem Wechsel so, wie ihn seine Fans gerne sehen: mit viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft und letztlich einem verdienten Erfolg. Nichts erinnerte mehr an die pomadigen Auftritte in Karlsruhe und gegen Leipzig. 

„Wir haben ein paar Schrauben neu eingestellt und gehofft, dass sie auch wirken“, so Co-Trainer Christian Oswald.

 

Taten sie. Mühldorf musste um jeden mickrigen Punkt kämpfen. Und falls es ein Manko bei den Gastgebern zu monieren gab, dann das, dass sie ihre Breakchancen nicht konsequenter nutzten.

Der Durchgang wäre im optimalen Falle noch schneller und deutlicher an die Blau-Gelben gegangen. "Viele Pässe von Federico Cipollone sind angekommen", lobt Christian Pampel, "aber wir haben nicht alle in Punkte umwandeln können." Im Unterschied zum Schlagabtausch zuvor hatte Mühldorf dxdennoch nichts zu bestellen. Zu viele Aufschlagfehler! Gegen eine der heimstärksten Mannschaften der Liga. Auch der Satz endete mit 25:20 zugunsten der Gastgeber.

 

Die durften keinen Millimeter nachlassen in der Annahme. Die Mühldorfer Aufschlagkanoniere hatte sich im dritten Satz eingeschossen. „Ass oder Aus“ beschrieb Christian Oswald treffend die Taktik der Mühldorfer. „Haben sie einen guten Tag, gibt es ein Gemetzel.“ Nicht am Samstagabend, trotz der geringen Fehlerquote. Der Mimmenhauser Annahmeriegel hielt auch im dritten Durchgang, der gegen Ende hin noch einmal richtig spannend wurde (8:6, 16:14, 23:21, 24:23). Einen Satzball hatte Mühldorf (25:24). Den wehrte Zuspieler Cipollone, der Mann des Matches auf Mimmenhauser Seite, mit einem Angriff statt Zuspiel ab. Lukas Ott (28:27) sorgte für den fünften Matchball, und Jonas Hoffmann beendete die Partie mit dem 29. Punkt.

 

TSV Mimmenhausen: Ott (Hammer), Streibl, Waldinger, Hoffmann, Birkenberg, Cipollone (MVP), Müller.

 Hermann Hummler, Südkurier



08.03.2021

Baden Volleys Karlsruhe - TSV Mimmenhausen

3:0 (28:26, 25:19, 25:21)

 

Der TSV ist aus etwaigen Meisterschafts-träumen gerissen. Von Tabellenführer Karlsruhe, der von Beginn an das Heft in die Hand nahm – und es über weite Strecken des Spitzenspiels auch behielt. "Karlsruhe war in den Kernelementen besser", fand Pampel klare Worte. "Wir hatten teilweise nur Oberliganiveau." Mimmenhausen fand nie zu seinen Stärken, zusätzlich gehandicapt durch den frühen Ausfall von Christian Pampel. Der Spielertrainer verletzte sich am Rücken und musste ausgewechselt werden. Für ihn übernahm Youngster Benedikt Waldinger die Diagonale.

 

18:22 stand es da aus Mimmenhausener Sicht. In einem Auftaktsatz mit viel Nervosität und Fehlern auf beiden Seiten. Aber Karlsruhe hatte den besseren Tag erwischt, setzte sich gegen wenig überzeugende Gäste immer wieder scheinbar mühelos durch. Mimmenhausen benötigte dagegen oft mehrere Anläufe für einen Punkt. Und dennoch waren die nie aufgebenden Volleyballer in Weiß nach klarem Rückstand (12:16) nur eine Handbreit vom ersten Satzgewinn entfernt. Ihre Aufholjagd zum 24:24 aber blieb nach vier abgewehrten Satzbällen unvollendet (26:28).

 

Auch im zweiten Durchgang lief Mimmenhausen den Baden Volleys hinterher, die an ihre tolle Leistung aus dem Satz zuvor anknüpfen konnten (8:4, 16:13). „Alles läuft gut“, meinte Trainer Antonio Bonelli in der Mimmenhausener Auszeit. Das stand es 20:15 für Karlsruhe, und der Konstanzer in Diensten der Gastgeber sollte Recht behalten. Nicht nur, was diesen Durchgang betraf. Dieses Mal gelang Mimmenhausen keine Aufholjagd. Jonas Hoffmann, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, verballerte seinen Angriff zum 19:25.

 

Böse unter die Räder gekommen – so begann der dritte Schlagabtausch zwischen einem Gastgeber, dem – mit dem nötigen Glück – alles gelang. Und Gästen, die kein Bein auf den Boden brachten, bald 0:6 zurücklagen. Lukas Ott, einer der Besten beim TSV, gelang das 1:6 und er sorgte auch jetzt wieder mit seinen Aufschlägen für Nervosität auf der anderen Netzseite (4:8, 13:16). Erstaunlich aber, wie die Mannschaft sich gegen einen top eingestellten Gegner und die eigene Unzulässigkeit wehrte, nie aufgab – und noch einmal für Karlsruher Anspannung sorgte (21:22). Der wusste nur zu gut, dass Mimmenhausen auch unglaubliche Rückstände in Siege verwandeln kann. Aber nicht am Samstag. Hoffmann verzog seinen Aufschlag knapp ins Aus, Jens Sandmeier blockte die Annahme von Libero Joshua Müller zurück ins Mimmenhausener Feld, und der Aufschlag von Waldinger landete zum 21:25 und 0:3 im Aus.

TSV Mimmenhausen – L.E. Volleys Leipzig

0:3 (13:25, 14:25, 27:29)

 

Die Frage war doch: Wie hat der TSV Mimmenhausen das brutal deutliche 0:3 am Samstag in Karlsruhe verkraftet. Viel Zeit zum Aufarbeiten und über die Gründe nachdenken blieb Spielertrainer Christian Pampel und seinen Spielern nicht. Schon am Sonntag um 15 Uhr mussten gegen Leipzig angetreten werden.

 

Es zeigte sich sehr schnell, dass die deutliche Niederlage mental doch einigen Schaden beim Tabellendritten angerichtet hatte. Zu Beginn lief bei den Gastgebern überhaupt nichts zusammen. Total von der Rolle in Annahme, Zuspiel und Angriff gingen zwei katastrophale Sätze an Leipzig (13:25, 14:25). Sah es jeweils zur Ersten Technischen Auszeit noch einigermaßen hoffnungsvoll für den TSV aus (5:8, 6:8), musste zur Zweiten Technischen Auszeit (10:16, 9:16) Schlimmes befürchtet werden. Und so kam es: Mimmenhausen erholte sich nicht und ging zweimal richtig baden.

 

Zwar sammelten sich die Gastgeber, Schlag und Becker waren für Hoffmann und Birkenberg auf dem Feld, spielten im dritten Durchgang auf Augenhöhe. Aber nicht auf der Höhe ihres Könnens. Und so unterlag der Gastgeber auch im dritten Durchgang, nach hartem Kampf. Lange wogte das Geschehen hin und her, keine Mannschaft konnte sich einen entscheidenden Vorteil erschmettern (8:8, 16:15). Dann aber setzte sich der TSV doch auf 22:19 ab, brachte aber den Vorsprung nicht über die Zeit (23:23). Waldinger versemmelte seinen Angriff – und plötzlich hatte Leipzig Matchball! Zwei Leipziger Fehler verhalten Mimmenhausen zum ersten von drei Satzbällen. Keiner wurde zu Ende gespielt. Die Sachsen machen das besser, nutzten zwei TSV-Fehler zum 29:27 und 3:0.

 

Die zweite Pleite an diesem Wochenende. In dieser Verfassung zählt der TSV Mimmenhausen nicht zur Spitze der 2. Liga.

 

TSV Mimmenhausen: Schrempp, Cipollone (MVP), Ott, Birkenberg, Pampel (Waldinger), Hoffmann, Schlag (MVP), Hammer, Müller.

 

Hermann Hummler, Südkurier



01.03.2021

GSVE Delitzsch – TSV Mimmenhausen

0:3

 

Auf der längsten Heimfahrt der Saison, lange 600 Kilometer durch die Nacht, hatte der TSV Mimmenhausen reichlich Gelegenheit, das 3:0 in Delitzsch zu feiern. Christian Pampel, der seine achte Goldmedaille als „wertvollster Spieler“ erschmetterte, hatte beim 25:20, 25:20 und 25:23 „nie das Gefühl, dass es brenzlig werden könnte“.

 

Beide Außen, Lukas Ott und Jonas Hoffmann, hätten „echt starke schöne Bälle mit vielen Variationen“ gespielt.“ Die „halbe Miete“ beim klaren Mimmenhauser Sieg war jedoch, so Pampel, dass es Block und Feldabwehr dieses Mal fast perfekt gelang, die starken Schnellangreifer der Delitzscher in Schach zu halten. „Das haben wir echt gut gemacht“, lobt der Spielertrainer. Allen voran Mittelblocker Julius Schrempp überzeugte in seinem ersten Spiel nach monatelanger Verletzungspause.

 

Mimmenhausen legte los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Nach zwei Punkteserien hintereinander lagen die Gäste deutlich vorn (8:3), und bis zum ersten Satzball änderte sich nur der Abstand zwischen Tabellendrittem und – elften (16:7, 24:18). Sechs Delitzscher Zähler hintereinander ließen zwar den TSV-Vorsprung abschmelzen, am souveränen Satzgewinn änderten die aber überhaupt nichts (25:20).

Mimmenhausen machte im zweiten Durchgang da weiter, wo es im ersten aufgehört hatte. Delitzsch konnte sich vom Druck des Favoriten nie befreien und lag permanent deutlich zurück (3:8, 12:16). Der ließ sich auch von einem Zwischenspurt der Sachsen auf der Zielgeraden (18:21) nicht aus der Ruhe bringen.  Fünf Satzbälle hatten Pampel & Co. (24:19), nur zwei benötigten sie. Dann war der zweite Durchgang in trockenen Tüchern.

 

Bis dahin hatten es die Hausherren in der „Beckerschachtel“ nicht verstanden, den Vorteil der kleinen, dunklen und niedrigen Halle zu ihren Gunsten zu nutzen, hatten nur phasenweise starke Szenen. Mimmenhausen setzte sich erneut ab (8:5, 16:14), hatte aber, je näher das frühe Dienstende winkte, Probleme, den satten Vorsprung über die Zeit zu bringen. Delitzsch gelang der Ausgleich zum 18:18. Das beflügelte die Mannschaft von Trainer Frank Pietzonka. Plötzlich wurde es spannend, denn Delitzsch blieb dran (21:21, 22:22, 23:23). Es hatte aber am Samstag nicht die Power, Mimmenhausen zu stoppen. Auch Satz Nummer drei ging an die Gäste, wenn auch nur knapp mit 25:23.

 

„Das war insgesamt ein ruhiger Abend“, fasste Pampel zusammen, „weil Delitzsch sein erstes Tempo nicht wie gewohnt spielen konnte. Wir haben es ihnen madig gemacht."

 

Hermann Hummler, Südkurier



22.02.2021

TSV Mimmenhausen – GSVE Delitzsch

3:1 (25:23, 25:15, 16:25, 25:20)

 

Mit einer insgesamt überzeugenden Vorstellung ist der TSV Mimmenhausen aus der zehntägigen, coronabedingten Quarantäne zurück in den Spielbetrieb gestartet. Und der lange verletzte Zuspieler Federico Cipollone sowie Außenangreifer Jonas Hoffmann feierten beim 25:23, 25:15, 16:25 und 25:20 gegen ein unangenehmes Delitzsch ein erfolgreiches Comeback.

 

Der Einsatz der beiden kam nicht überraschend. Dass Spielertrainer Christian Pampel zugunsten von Benedikt Waldinger aber auf der Bank blieb, eher schon. Der Youngster auf der Diagonalen war aber einer der Aktivposten bei den Gastgebern. „Das hat gut geklappt und mir gut gefallen“, lobt Pampel. Grundvoraussetzung dafür seien aber die guten Leistungen von Hoffmann und Lukas Ott gewesen. Ein „gutes Team habe ihn getragen“, so Pampel.

 

Anfangs profitierte Mimmenhausen vor allem von der katastrophalen Aufschlagfehlerserie der Delitzscher (8:5, 16:13), deren Schnellangriffe dennoch kaum zu bremsen waren. Obwohl Abwehrchef Doru Pilihaci und seine Nebenleute immer wieder dran waren. Als aber das Delitzscher Service kam, wurde es nach eineitigem Verlauf am Ende doch noch spannender, als es Mimmenhausen lieb sein konnte (23:22). Den zweiten Satzball verwandelte Lukas Ott, der Außenangreifer wurde zum MVP gewählt, zum 25:23.

 

Viele Fehler auf beiden Seiten prägten den Beginn des zweiten Durchgangs (8:5, 16:13).

Weil Delitzsch seine blitzgefährlichen Angriffe über die Mitte nicht mehr so erfolgreich inszenieren konnte, auf der anderen Seite Mimmenhausen sein Sideout beinahe fehlerlos hielt, blieb der Abstand enorm. Und beim 19:15 schritt Cipollone zum Aufschlag. Sechsmal drosch er den Ball übers Netz, sechsmal punkteten die Blau-Gelben; Bogdan Birkenberg blockte Benedikt Bauer zum 25:15.

 

Delitzsch war aber keine zehn Punkte schlechter als der Gastgeber. Das unterstrichen die Gäste nach dem Wechsel. Mimmenhausen geriet in der Annahme ordentlich unter Druck, brachte kaum ein Sideout ins Feld und musste früh einem Rückstand hinterher rennen (5:8). „Da hat uns Delitzsch komplett den Zahn gezogen“, kommentierte Pampel die nervenaufreibende Sequenz. Der Mimmenhausener Rückstand wuchs auf sechs Punkte an (10:16). Nicht einmal dabei blieb es. Während bei Delitzsch jetzt alles klappte, haderten die Mimmenhausener mit ihrem Spiel und dem deutlichen 16:25.

 

Abhaken, sich neu einstellen. Auf ein Delitzsch, das kaum Fehler machte, Glück bei einigen Aktionen hatte (7:8). Dann aber setzten sich die angefixten Gastgeber wieder konzentriert durch. Beim 16:9 schon waren Satz und Spiel entschieden. Da konnte sich Delitzsch winden und wehren, wie es wollte. Mit dem zweiten Matchball, Karl Erik Pöhnitzsch servierte zum 25:20 ins Netz, beendete Mimmenhausen das Duell.

 

TSV Mimmenhausen: Becker (Streibl), Cipollone, Ott (MVP), Birkenberg, Waldinger, Hoffmann, Pilihaci.

 

Hermann Hummler, Südkurier



08.02.2021

TSV Mimmenhausen - TV/DJK Hammelburg

3:1 (25:21, 16:25, 25:23, 25:22)

 

Nach zwei Niederlagen in Folge hat es Mimmenhausen geschafft, die negative Serie schnell zu unterbrechen. Am Sonntagabend setzte sich das Team von Spielertrainer Christian Pampel nach heftigem Auf und Ab gegen den Tabellenvierten mit 25:21, 16:25, 25:23, 25:22 durch und hält auf Rang drei engsten Anschluss an die Tabellenspitze. Mit den beiden lange Zeit verletzten Jonas Hoffmann und Federico Cipollone im Teileinsatz. Dafür fehlt Libero Joshua Müller verletzt. Ihn vertrat Doru Pilihaci.

 

Hoffmann war natürlich das erste Ziel der gefürchteten Hammelburger Aufschläger Lorenz Karlicek, Oscar Benner und Moritz Rauber – und es sah zunächst gar nicht gut aus für die Gastgeber. Die aber machten aus dem 1:4 ein 8:7, 16:12 und 24:21. Den Satzball verwandelte Christian Pampel zum 25:21.

 

Der zweite Durchgang begann wie der erste: Mimmenhausen unter Druck (2:5). Weil die Gäste ihre Fehlerquote minimierten, über ihre Aufschläge viel Druck erzeugten, wurde der beim Gastgeber immer größer. Mimmenhausen machte Fehler (5:8, 9:16), dem TSV fehlte ohne Annahme die Durchschlagskraft. Symptomatisch der frühe Satzball: Hoffmann konnte Vinatorus Aufschlag nicht bändigen beim 16:25. „Jonas kann nach zwei Monaten Pause noch nicht gleich wieder der alte sein“, zeigte Pampel Verständnis.

 

Schon mit den letzten Ballwechseln im Satz zuvor hatte sich der TSV wieder in den Rhythmus gebracht. Der trat mit Heiko Schlag für Hoffmann an und hielt den Anschluss (6:8), musste aber Hammelburg ziehen lassen (12:16),

obwohl Cipollone für Diwersy zuspielte. Mit verbundener Hand. „Das war gut“, lobte Pampel, „wenn er rein kam. Leider können wir ihn derzeit noch nur auf den hinteren Positionen einsetzen.“ Dann hatte sich Mimmenhausen gefangen, drehte die Partie (12:16, 18:18) zum 24:22. Einen Satzball wehrten die Hammelburger ab, Pampel aber machte den Sack zum 25:23 zu. Der erste Punkt für den TSV. Werden es drei?

 

Mimmenhausen schickte auch im vierten Durchgang Tobias Streibl für Becker auf die Platte, musste aber nach dem 3:1 die Führung an Hammelburg abgeben (6:8). Es kam wie im zweiten Satz: Mimmenhausen haderte mit Annahme und Angriff (auch Pampel wurde geblockt), Hammelburg gelang einfach alles (16:9). Aber die Hausherren kämpften, um den Anschluss im Satz, und die drei Punkte. Erneut mit Cipollone, der eine Aufholrallye mit guten Aufschlägen startete, und Lars Hammer (zum ersten Mal stand der ehemalige USC-Konstanz-Spieler für Mimmenhausen auf dem Feld) gelang eine blitzsaubere Aufholjagd (20:19), die in Pampel (er wurde zum MVP gewählt) den herausragenden Mann hatte. Lukas Ott, ebenfalls einer der Aktivposten, war es vorbehalten, den letzten Ball der Partie zu machen. Mimmenhausen gewann 25:22 und 3:1.

 

„Wir haben ein paar gute Sachen gemacht“, freute sich Pampel über den Sieg. Das Ergebnis aber zeige nicht, dass „uns Hammelburg in die Hände gespielt hat“.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Pampel, Hoffmann (Schlag, Hammer), Becker (Streibl), Diwersy (Cipollone), Pilihaci.

 

Hermann Hummler, Südkurier



01.02.2021

SV Schwaig – TSV Mimmenhausen

3:0 (25:18, 25:20, 25:19)

 

14 Spiele hintereinander hatte der TSV Mimmenhausen in der 2. Bundesliga alles aus dem Weg geräumt, was sich in den Weg stellte. Seit Februar 2020 (1:3 gegen Unterhaching II kein Zweitligaspiel mehr verloren).

 

Seit einer Woche aber ist der Wurm drin beim Spitzenreiter. Dem wenig erfreulichen 1:3 zu Hause gegen Gotha folgte am Samstag eine erstaunlich schwache Leistung beim Tabellenfünften. Spielertrainer Christian Pampel und seine Crew unterlagen einem stark aufspielenden Schwaig ernüchternd deutlich 18:25, 20:25 und 19:25.

 

Dass Zuspieler Federico Cipollone und Außenangreifer Jonas Hoffmann derzeit verletzt fehlen, das Thema seit Wiederbeginn der Runde, ist zweifellos eine gravierende Schwächung für den TSV Mimmenhausen. Aber in der Hans-Simon-Halle lag es in erster Linie nicht daran, dass die Gäste ohne zwei ihrer Topleute antreten mussten.

 

Vom ersten Ballwechsel an hatten sich die Schwaiger mit ihren Aufschlägen auf Joshua Müller konzentriert. Mit beträchtlichem Erfolg. Der Mimmenhauser Libero hielt dem Druck nicht immer stand. Hilfestellungen seiner beiden Außenangreifer brachten nicht die erhoffte Stabilität. „Im Vergleich zu Schwaig waren wir im Komplex Aufschlag/Annahme extrem schlecht“, ärgert sich Pampel.

Entsprechend schwer hatte es Michael Diwersy. Der Zuspieler musste sehr häufig dem Ball hinterherrennen, und außerhalb der Drei-Meter-Zone auf seine Angreifer passen. Keine guten Voraussetzungen also für Christian Pampel und Lukas Ott, die die Hauptlast der TSV-Angriffe zu tragen hatten. Heiko Schlag war in Schwaig zwar wieder mit von der Partie, konnte aber keine großen Akzente setzen.

 

Dennoch hielten die Mimmenhauser in jedem Durchgang lange irgendwie mit, ließen sich bis zur zweiten Technischen Auszeit nicht entscheidend abhängen. Das ständige Hinterherlaufen hinter einem immer besser ins Spiel findenden SV Schwaig sorgte aber nicht gerade für Selbstbewusstsein und Zuversicht bei den ganz in Weiß spielenden Gästen vom Bodensee.

 

Und hatten sie sich doch wieder herangerobbt an Schwaig, sorgte prompt ein weiterer Eigenfehler für eine eiskalte Dusche. Nicht verwunderlich also, dass am Ende stets die Gastgeber jubelten und sich in 72 Minuten für das knappe 0:3 im Hinspiel revanchierten. Sportlich applaudiert von den Spielern des unterlegenen TSV Mimmenhausen.

 

Die sind zwar immer noch Spitzenreiter. Aber der TSV Grafing – vorausgesetzt er gewinnt beide Nachholpartien – hat jetzt die besten Karten im Rennen um die Meisterschaft.

 

Hermann Hummler, Südkurier



25.01.2021

TSV Mimmenhausen - Blue Volleys Gotha

1:3

 

Jetzt hat es auch den TSV Mimmenhausen erwischt. Die 14 Spiele lange Siegesserie ist gestern Nachmittag zu Ende gegangen. Gothas lange Kerle blockten den Tabellenführer auf dem Weg zum 15. Erfolg. Zurecht. Die Gäste waren beim 28:26, 28:26, 25:22 und 23:25 den entscheidenden Tick besser als der Spitzenreiter. Der bleibt zwar auf dem „Platz an der Sonne“, aber Grafing mit zwei Spielen weniger kann Mimmenhausen den Rang ablaufen.

 

Am Freitag hatte der Spitzenreiter schon mehr Mühe als erwartet, gewann aber dennoch mit 3:1 bei den Volley YoungStars Friedrichshafen. Mit gegenüber dem YoungStars-Spiel auf einer Position veränderten Aufstellung ging Mimmenhausen ins Duell mit dem Tabellensechsten. Für den verletzten Heiko Schlag stand Michael Kasprzak nach langer Verletzungspause wieder auf der Matte. An ihm lag es sicher nicht, dass Mimmenhausen dem großen Druck der Gothaer Tribut zollen musste.

 

Zwar hatten die Gastgeber nach gutem Beginn (4:1, 8:8, 16:14) immer wieder Probleme, ihre Angriffe am Gothaer Riesen-Block und der Feldabwehr vorbei aufs Parkett zubringen. Den ersten Satzball (24:23) hatten sie dennoch. Den wehrte Gotha ab, nahm nun seinerseits das Heft in die Hand, profitierte von TSV-Unsicherheiten, und mit dem dritten Satzball machten die Thüringer den Sack zu (28:26).

 

Über den Aufschlag Druck machen, das hatten sowohl Spielertrainer Jonas Kronseder als auch sein Pendant bei den Blau-Gelben, Christian Pampel, im Vorfeld der Partie gefordert. 

Das ergibt Sinn in der niedrigen Halle der BZ-Arena, erhöht aber auch die Gefahr von Fehlaufschlägen. Die sieben Fehlangaben von Gotha reichten Mimmenhausen jedoch nicht. Im erneut sehr umkämpften zweiten Durchgang lagen die Hausherren immer wieder vorn (8:7, 16:15, 24:22), machten erneut den ersten Satzball perfekt. Den vergab Lukas Ott (24:23) – und dann kam wie schon beim Endspurt des ersten Satzes Jonas Kronseder. Seine Aufschläge (As zum 25:24) setzten die Mimmenhauser Annahme so unter Druck, dass auch der zweite Durchgang an Gotha ging (28:26). Das zweite bittere Ergebnis für den Zweitliga-Spitzenreiter.

 

Mit Johannes Becker statt Tobias Streibl in der Mitte und für Libero Joshua Müller organisierte Doru Pilihaci die Abwehr, ging der TSV den dritten Satz an. In dem hatte er schon klare Vorteile (7:8, 16:11), ließ sich aber erneut in die Suppe spucken (18:18). Dennoch jubelten Pampel & Co.: Die Gastgeber ließen nicht nach und hatten wieder die Chance, den Durchgang zu beenden. Dieses Mal klappte es. Christian Pampel versenkte seinen Angriff zum 25:22.

 

Die arg hängenden Mimmenhauser Köpfe hoben sich, mit Zuversicht alleine aber war Gotha an diesem Tag nicht beizukommen. Beim 8:6- und 15:16-Zwischenstand sah das immer noch gut aus, war der Tiebreak und damit die mögliche Rettung der Serie im Visier. Vier Ballwechsel später stand es 17:20, war die Hoffnung Makulatur. Würde der TSV Mimmenhausen das erste Spiel der Saison verlieren? In der Tat. Die Gäste setzten sich auf 24:21 ab. Mimmenhausen konterte zum 23:24, aber Pampel brachte seinen Angriff nicht durch: 23:25 - Mimmenhausen musste sich 1:3 geschlagen geben.

 

Hermann Hummler, Südkurier



23.01.2021

 YoungStars Friedrichshafen  -

TSV Mimmenhausen

1:3 (25:21, 20:25, 19:25, 28:30)

 

Wohl selten zuvor in seiner langen und erfolgreichen Karriere hat Christian Pampel eine Goldmedaille mehr verdient gehabt als jene am Freitagabend. Der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen hat quasi im Alleingang den Nachwuchs des Bundesstützpunktes besiegt. 39 Punkte steuerte der einstige Weltklasse-Diagonalangreifer zu einem – nur dem Ergebnis nach – standesgemäßen Erfolg bei. Ohne ihn hätten Kapitän Michael Diwersy und seine Kollegen wahrlich nicht meisterlich ausgesehen.

 

Gegen Friedrichshafener YoungStars, die mit viel Mut und Engagement sich dem Tabellenführer stellten, und ihn mehr forderten, als es Pampel & Co. lieb gewesen sein konnte. Schade nur, dass sich die jungen Volleyballer von Trainer Adrian Pfleghar für ihre tolle Vorstellung nicht mit dem Tiebreak und zumindest einem Punkt belohnten. Den hätten sie verdient gehabt.

 

 

Am Ende aber mussten sie nach dem verdienten Gewinn des ersten Satzes dem TSV Mimmenhausen doch noch alle Zähler überlassen. Die größere Routine hatte sich in einem dramatischen Finale durchgesetzt. Da hatte Mimmenhausen, lange zurückliegend (5:8, 14:16, 18:18) eigentlich den Sack schon mit dem 26:24 zugemacht. Aber die Schiedsrichter waren sich nicht sicher, ob Christian Pampel ins Feld oder ins Aus geblockt worden war. „Wiederholung!“ lautete ihr Urteil. Und auch den Rückschlag verdaute der 41-jährige Diagonalangreifer und seine Nebenmänner stoisch. Zwei Satzbälle der YoungStars mussten sie überstehen, dann sorgte Lukas Ott (mit 16 Punkten zweitbester Mimmenhauser) mit zwei erfolgreichen Aktionen hintereinander für einen doch noch erfolgreichen Abend in der Zeppelin Cat Halle A1.

 

Mimmenhausen hat nun auch – mit zugegeben auch ein wenig Glück - das 14. Saisonspiel gewonnen und sich einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Karlsruhe erschmettert.

 

Hermann Hummler, Südkurier



17.01.2021

TGM Mainz-Gonsenheim - TSV Mimmenhausen

 0:3

 

Der TSV Mimmenhausen ist ohne Rostansatz an der Volleyballmaschine aus der langen Weihnachtspause in die zweite Saisonhälfte gestartet. Obwohl die Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel auf zwei wichtige Akteure, Federico Cipollone und Jonas Hofmann, hatte verzichten müssen, setzte sich der Tabellenführer im ersten Spiel des neuen Jahres wie geschmiert durch. Beim 25:19, 25:14 und 25:19 wurden die Gäste vom Bodensee allerdings von einem Gastgeber tatkräftig unterstützt, der coronabedingt sein erstes Punktspiel nach einer zweimonatigen Zwangspause austrug, und wohl auch deshalb sein Können nicht fehlerfrei abrufen konnte. Auf der anderen Seite aber hat zum klaren Resultat in erheblichem Maße beigetragen, dass der TSV trotz ersatzgeschwächter Aufstellung kaum Fehler machte. „Am meisten freut mich“, lobt Pampel“, „dass die Mannschaft unter diesen Voraussetzungen so gut gespielt hat. Das rechne ich ihr hoch an.“

 

Kapitän Michael Diwersy etwa, die Cipollone-Vertretung. „Er war echt gut, auch in den Situationen, in denen die Annahme mal nicht so optimal war.“ Seine Zuspiele sorgten für durchschlagskräftige Angreifer. Nur ganz wenige Bälle konnte Mainz-Gonsenheim im Spiel halten. Meist gingen auch die längeren Ballwechsel an den Favoriten. Egal, wen Diwersy anspielte, Pampel, Ott, Streibl oder Birkenberg: Sie machten einen Punkt nach dem anderen.

 

 

Vor allem im zweiten Durchgang, in dem die Hausherren mächtig unter die Räder gerieten. Meist lagen Libero Hendrik Diwersy, der Cousin von Michael Diwersy, und seine Kollegen zwischen sieben und zehn Punkten zurück, und sie waren nach einer beinahe fehlerfreien Mimmenhauser Fahrt sehr weit von der Ziellinie entfernt (14:25).

 

Oftmals hatten die Volleyballer vom Bodensee nach solch einer souveränen Vorstellung Probleme, den Fuß auf dem Gaspedal zu halten. Nicht am Samstag. Eine überaus positive Rolle spielte, wie in den Durchgängen zuvor schon, Heiko Schlag. Der Mann, der für Hoffmann auf der Platte stand, hatte einen echten Sahnetag erwischt. „Sein größter Verdienst“ lobt Pampel: „Er hat die Annahme auf einer großen Spielfläche stabil gehalten.“ Mit Aufschlägen, am Netz und in der Feldabwehr stets präsent, verkörperte er einen hellwachen TSV, der in den vier Wochen Pause nichts von seinem Können eingebüßt zu haben schien. Zwar hatte Mainz jetzt eine gute Aufstellung gefunden, war der dritte Durchgang umkämpft. Am glatten 3:0 ließen die Mimmenhauser aber keinen Zweifel aufkommen.

 

Lohn für die souveräne Vorstellung: drei Punkte, der 13. Sieg im 13. Saisonspiel – und die Goldmedaille für Heiko Schlag als MVP. Tolle Gründe für riesigen Jubel nach dem Schlusspfiff.

 

TSV Mimmenhausen: Schlag (MVP), Streibl, Diwersy (Waldinger im Block), Ott, Birkenberg, Pampel, Müller (L).

 

Hermann Hummler, Südkurier



13.12.2020

TuS Kriftel – TSV Mimmenhausen 1:3

 

Das Dutzend ist voll beim TSV Mimmenhausen. Als einzige Zweiligamannschaft bleiben die Gelb-Blauen auch nach diesem Wochenende ungeschlagen: Ehe aber das standesgemäße 25:22, 25:22, 22:25 und 25:23 perfekt war, hatte die Sechs von Spielertrainer Christian Pampel, der zum MVP gewählt wurde, erheblich mehr Aufwand zu betreiben, als aufgrund der Tabellenlage im Duell mit dem Tabellenzwölften zu erwarten war.

 

Und weil Karlsruhe in Hammelburg überraschend 0:3 verlor, das Grafinger Spiel in Bliesen abgesagt wurde, steht nun Mimmenhausen wieder an der Tabellenspitze. „Das hat uns in die Karten gespielt“, freut sich Pampel über das erfolgreiche Wochenende. „Wir wollten unbedingt drei Punkte in Kriftel holen.“ Ziel: Hinrundenmeister werden. Denn angesichts der Coronapandemie ist es gut möglich, dass die Saison nach der Halbserie beendet wird.

 

Mit Kapitän Michael Diwersy im Zuspiel startete der Gast vom Bodensee in den ersten Satz. Und lag zur ersten Technischen Auszeit „nach einigen Eigenfehlern“ (Pampel) gleich ordentlich zurück (4:8, 13:16), drehte dann aber zum Ende hin den Satz. Beim 21:19 führte Mimmenhausen zum ersten Mal in der Partie – und gab die Führung nicht mehr ab (24:21). Den ersten Satzball verwandelte der TSV prompt.

Ähnlich verlief der zweite Durchgang. In dem aber fanden die blau-gelben Volleyballer schneller zu ihrem Spiel (5:8, 16:13), obwohl sie ab dem 10:7 auf einen ihrer besten Angreifer verzichten mussten. Jonas Hoffmann verletzte sich am rechten Fuß. Für ihn kam Heiko Schlag. „Er hat gut funktioniert“, lobt Pampel. Und wie zuvor genügte dem TSV ein Satzball – zum 25:22 und 2:0.

 

Aus dem 3:0 wurde aber nichts. „Weil ich falsch aufgestellt hatte“, ärgert sich Spielertrainer Pampel darüber, Schlag weiter auf der Hoffmann-Position spielen zu lassen, statt ihn an die Stelle von Lukas Ott zu beordern. Damit war der schwächere der beiden Angreifer im Verlauf der Rotationen öfters vorn am Netz. Und Kriftel gelang zudem eine Rallye zum 6:1 und 8:2. Der Wechsel auf der Zuspielposition, Federico Cipollone kam, half nicht (6:16, 18:24). Mimmenhausen wehrte zwar vier Satzbälle ab, Kriftel gewann trotzdem 25:22.

 

13:10 lag der Gast im vierten Durchgang vorn, da wurde Cipollone mit einer aus TSV-Sicht ungerechten Roten Karte bedacht. Zuvor schon hatte es immer wieder strittige Entscheidungen in einem manchmal „käsigen Spiel“ gegeben. Kriftel schloss auf (12:13). Aber Mimmenhausen, bekannt für starke Nerven, ließ sich nicht vom Weg abbringen. „Die Ballwechsel verliefen relativ ruhig“, erzählt Pampel, der sich darüber freute, dass „die letzten beiden Punkte über die Mitte“ gemacht wurden.

 

Hermann Hummler, Südkurier



06.12.2020

TSV Mimmenhausen – Ft 1844 Freiburg

 3:0

 

Mimmenhausen hat auch das zweite Heimspiel hintereinander mit einem Drei-Punkte-Sieg beendet. 25:19, 25:20 und 25:21 lauteten die Satzergebnisse nach 83 Minuten. In einem badischen Derby, das erst zum Ende des dritten Satzes hin spannender geworden war.

 

„Das war gut“, lobte Christian Pampel, und wer den Spielertrainer kennt, weiß, dass das höchstes Lob aus berufenem Munde ist. Die Mannschaft war nahezu perfekt auf den starken Gast eingestellt, der auf „einen seiner Besten, Oliver Hein“ (Pampel), verzichten musste.

 

Die FT zeigte wie erwartet enorme Angriffspower. Vor allem über den Polen Mateusz Matias Lysikowski (Pampel: „Er ballert Vollgas!“). Die Achillesferse von Jacob Schönhagens Team aber war und ist die Annahme. Deshalb: Gut aufschlagen! Das gelang, und dass die Mimmenhauser Annahme, trotz der großen Aufschlagstärke von Freiburg, „kein einziges Ass hinnehmen musste“, das gefiel Pampel besonders.

 

Freiburg fand besser ins Derby, aber mit Federico Cipollone (zum MVP gewählt) am Aufschlag drehte Mimmenhausen die Partie. Aus dem 6:6 wurde ein 10:7 und damit ein entscheidender Vorsprung. Der vergrößerte sich sogar noch (17:12, 23:18). Und Bogdan Birkenberg sorgte mit seinem Block gegen den 2,08-Meter-Mann Paul Botho fürs 25:19.

 

The same procedure im nächsten Satz: Freiburg startete besser als die Gastgeber. Die sich, je länger auch dieser Durchgang dauerte, mit viel Power und wenigen Eigenfehlern von Punkt zu Punkt schmetterten. Schon zur zweiten Technischen Auszeit führte der Favorit 16:11 – und ließ trotz der klaren Führung nicht nach. Auch dann nicht, nachdem Christian Pampel Benedikt Waldinger statt seiner aufs Feld schickte. Der junge Diagonalangreifer setzte sich gut in Szene, machte mit dem 25:20 den Sack über Freiburg zu.

 

Spannungstötend der Unterschied zwischen einem fehlerhaften Freiburg und dem auch jetzt noch wie aus einem Guss spielenden Gastgeber. Vielleicht wirkte der erneut große Vorsprung einschläfernd (8:6, 16:11, 18:13). Freiburger Einwechslungen und ein etwas nachlassender TSV ließen die „Affenbande“ von der Dreisam im dritten Satz bedrohlich nahe rücken (21:17, 21:19, 22:21).

 

Der Satzgewinn für Freiburg war möglich. Im undurchdringlichen „Dschungel“ der BZ-Arena aber verloren Kapitän Marcus Gensitz & Co. am Ende doch wieder die Übersicht – Bogdan Birkenberg beendete die Partie mit einem Block gegen Lysikowski, den besten Freiburger.

 

Pampel hatte also während des Spiels wenig Grund zum Kopfschütteln. Umso mehr dafür nach dem Schlusspfiff: Um ihn und die Sponsorentafel herum veranstalteten die Spieler eine ausgelassene Polonaise – nach elf Partien mit immer noch Weißer Weste.

 

Hermann Hummler, Südkurier



30.11.2020

TSV Mimmenhausen – TV Bliesen 3:0

 

Der Wunsch des TSV Mimmenhausen, mal wieder ein Spiel ohne Wenn und Aber zu gewinnen, der Wunsch ist am 1. Advent zwar vom Ergebnis, aber nicht von der Art und Weise her, wie er zustande kam, in Erfüllung gegangen. Der Favorit setzte sich klar gegen den Aufsteiger mit 30:28, 25:21 und 25:18 durch, obwohl die Gastgeber einige Umstellungen hatten vornehmen müssen. Aber das musste auch der TV Bliesen, der einen Mittelblocker als Diagonalangreifer einsetzte.

 

Dass Zuspieler Federico Cipollone nicht würde auflaufen können, war schon vor der Partie bekannt. Für ihn stellte Kapitän Michael Diwersy zu. Spielertrainer Christian Pampel trat nun doch an, aber unter der Woche hatte sich Lukas Ott noch in den Daumen der linken Hand geschnitten. Der Außenangreifer biss aber auf die Zähne und trat an.

 

"Vom Ergebnis her war das eine klare Sache", fasste Christian Pampel drei Sätze zusammen, in denen der TSV dann gut war, wenn er "gut aufgeschlagen" hatte. Der Service sorgte für Breakmöglichkeiten, die meist "gut genutzt" wurden. Ein "harter Kampf" mit einem Bliesen, das "viel stärker ist, als es seine aktuelle Tabellenposition aussagt", wurde es immer dann, wenn Mimmenhausen die "einfachen Bälle nicht gut" gehandelt habe.

 

Zunächst zeigte Mimmenhausen, warum es an der Tabellenspitze mitmischt. Aber im ersten Satz schien das Netz der größte Gegner zu sein. Jedes leichte Flattern pfiffen die Schiedsrichter ab. Ein gutes Dutzend Fehler sorgten für kampflose Punkte, vergebene Chancen – auf beiden Seiten, und am Ende für ein kurioses Satzergebnis: Philipp Freere sorgte mit seiner Netzberührung für das 30:28. Die leidige Fehlerquelle in der Mitte der Spielhälfte spielte im zweiten Satz keine entscheidende Rolle mehr, die Volleyballer hatten dazugelernt.

Vielleicht aber auch ein wenig die Unparteiischen. Mimmenhausen auch in taktischer Hinsicht: Jetzt kamen die TSV-Aufschläge, und der Favorit führte bald wieder mit 8:6 und 16:11. Zu einfach ging das wohl – denn jetzt hagelte es Eigenfehler der Blau-Gelben auch über die Auszeit (17:15) hinaus (21:21). Aber mit einem sehr starken Pampel im Team setzte sich der Tabellenzweite am Ende doch noch knapp durch. Ein Netzfehler von Bliesen und ein As von Pampel machten den Sack zu (25:21).

 

Mit einem 5:1 wie im ersten Satz startete Mimmenhausen auch den dritten Durchgang – und blieb jetzt am Drücker. Zur Ersten Technischen Auszeit stand es 8:3 für die Gastgeber, die nicht mehr locker ließen. War schon im ersten Satz kaum ein Bliesener Angriff einfach so durchgekommen, machten es jetzt die Mimmenhauser den Gästen echt schwer, zu einfachen Punkten zu kommen.

 

Und im Umkehrschluss wurden aus den verteidigten Angriffen viele TSV-Zähler. Und so entwickelte sich jetzt das von Anfang an erwartete einseitige Duell gegen einen Neuling, der seine zahlreichen verletzten Spieler nicht adäquat ersetzen konnte. Und weil die Gastgeber jetzt in ihrem Spiel nichts mehr schleifen ließen.

 

Vier Satz- und Matchbälle benötigte der TSV Mimmenhausen dennoch, ehe mit dem 25:18 (ein As von Pampel, der zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt wurde) das erhofft klare Resultat in trockenen Tüchern war.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel (MVP), Hoffmann, M. Diwersy, Becker, Waldinger, Müller (Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



22.11.2020

TSV Mühldorf - TSV Mimmenhausen 2:3

 

Mimmenhausen hat – zum fünften Mal schon in der Saison – in letzter Minute den Kopf aus der Schlinge gezogen und bleibt auch im neunten Spiel ungeschlagen. 25:14, 23:25, 17:25, 25:22 und 15:8 lauteten die Satzergebnisse im Duell mit dem Aufsteiger, der ohne Furcht oder Respekt vor dem Favoriten auftrat.

 

Und so musste Christian Pampel viel Geduld und Vertrauen in seine Spieler aufbringen, ehe der Sieg feststand. „Der Konflikt war echt schwer“, sagt der ehemalige Weltklasseangreifer über die sehr lange dauernde Phase, in der Mimmenhausen so gar nicht souverän wirkte. „Da habe ich echt überlegt, was mache ich jetzt“, erzählt Pampel. Er wechselte sich dann aber trotzdem nicht ein. Seine Verletzung am rechten Bein, vor Wochen beim Klettern erlitten, ließ das einfach nicht zu. Punkte verschenken aber geht dem erfolgreichen Spieler und Trainer so was von gegen den Strich. Auf der anderen Seite soll Mimmenhausen „in Zukunft ja auch ohne mich gewinnen“.

 

Trotz der wenig hilfreichen drei Wochen Zwangspause wegen Corona: Das gelang. Weil Außenangreifer Jonas Hoffmann - „er hatte einen schwarzen Tag erwischt“ (Pampel) - von einem Heiko Schlag ersetzt werden konnte, der die Annahme stabilisierte, in der Abwehr ein Pluspunkt war und mit seinen Aufschlägen für Druck auf den Mühldorfer Riegel sorgte.

 

Und weil Federico Cipollone zum Höhepunkt des Duells wieder zur gewohnten Stärke fand. Zuvor hatte der Zuspieler mit internationalem Format seine Angreifer nicht immer in beste Abschlusspositionen bringen können. Was der Italiener im Tiebreak herausgehauen hat (im Block und beim Matchball), sorgte dafür, dass er zum MVP gewählt wurde. Für Christian Pampel hätte auch Lukas Alexander Ott diese Ehre verdient gehabt. „Er war aus meiner Sicht der Beste von uns“, lobt Pampel seinen Außenangreifer. Den Umschwung von „unglaublich vielen Fehlern“ (Pampel) nach dem viel zu einfach gewonnenen ersten Satz hat aber die gesamte Mannschaft fertig gebracht, mit dem Rücken zur Wand in stoischer Ruhe. Auch und gerade ein Benedikt Waldinger, der seinen Mentor auf der Diagonalen bestens vertreten hat. „Er hat mitgeholfen“, klopft ihm Pampel verbal auf die Schultern, „dass wir uns aus dem Bodenlosen wieder heraus gekämpft haben.“

 

Pampel vergisst trotz aller Freude über den Sieg in einem Spiel ohne ihn nicht, dass die Partie durchaus hätte 1:3 verloren gehen können. „Über einen oder zwei vergebene Punkte im vierten Satz ärgert sich der TSV Mühldorf, der sehr gut gespielt hat, sicher sehr.“

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Waldinger, Hoffmann (Schlag), Becker, Cipollone (MVP), Müller, Kasprzak (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



06.11.2020

TSV Mimmenhausen – Baden Volleys SSC Karlsruhe 3:2 (18:25, 25:20, 25:23, 22:25, 19:17). 

 

Beste Stimmung herrschte trotz geisterhaft leeren Bildungszentrums. Mimmenhausen bleibt auch im achten Spiel ungeschlagen, verteidigte seine Siegesserie gegen Karlsruhe.

 

Christian Pampel, zum MVP gewählt, und sein Team wehrten sich mit Händen und Füßen gegen ein „sehr gutes Karlsruhe“ (Pampel), wenngleich nicht immer mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Von Euphorie über den „teilweise auch glücklichen Sieg“ (Pampel) ist beim Spielertrainer nicht viel zu merken. Auf die Frage, was denn der Erfolg über den Verfolger bedeute, antwortet er trocken: „Zwei Punkte mehr.“

 

Der erste Satz verlief überhaupt nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Karsruhe setzte mit starken Aufschlägen den TSV unter Druck, dem hielt der Annahmeriegel nicht immer stand. Entsprechend dünn die Quote im Sideout. Zur zweiten Technischen Auszeit fiel das Zwischenresultat deutlich aus (11:16). Und der Abstand sollte sich bis zum 18:25 nicht mehr groß verringern. Jonas Hoffmann ballerte seinen ersten Angriff, einen Dankeball, ins Netz – danach aber stabilisierte sich Mimmenhausen, setzte sich auf 12:6 ab – und ließ wieder nach. Karlsruhe, das nun öfters eine Antwort auf die Aufgaben parat hatte, glich zum 15:15 aus, führte 17:16 und verlor dennoch den Durchgang. Mimmenhausen fand über den Kampf und ein paar blitzsaubere Asse von Lukas Ott zur alten Stärke zurück beim 25:20. In einem immer wieder von Eigenfehlern auf beiden Seiten durchzogenen dritten Satz erarbeiteten sich weder Mimmenhausen noch Karlsruhe einen entscheidenden Vorsprung heraus.

Dann aber hielten Pampel & Co. ihr Sideout stabil, Karlsruhe schwächelte, gebremst vom Mimmenhausener Blockwerk. Und so setzen sich die Blau-Gelben auf 18:12 ab. Und machten es unnötig spannend. Ohne treffsicheren Pampel wäre der Satz wohl weg gewesen, so aber erschmetterte Ott den 25. Punkt zum 25:23.

 

Statt nun aber den Lauf über die Satzpause hinweg fortzuführen, schlichen sich beim Gastgeber wieder Unsauberkeiten ein, auch ein überragender Pampel kann nicht alle krummen Bälle in Punkte verwandeln. Entsprechend deutlich der Mimmenhausener Rückstand (5:8, 13:16), der bis auf fünf Punkte anschwoll (18:23). Und nicht mehr aufgeholt wurde. Otts Service ins Netz zum 22:25 ließ Karlsruhe jubeln.

 

Der Tiebreak war nichts für schwache Nerven. Zwei Matchbälle verballerte der TSV (14:12), hatte dann zwei gegen sich (14:15, 15:16), die Pampel und Birkenberg verhinderten, ehe den dritten der Karlsruher Jens Sandmeier, der aufgrund seiner Leistung insgesamt zurecht zum MVP des SSC gewählt wurde, einen schwierigen Ball zum 19:17 ins Aus schnetterte.

 

Keine Fans in der Halle, also auch keine Jubelgesänge? "Gebt mir ein H", verlangte Bogdan BIrkenberg – von seinen Teamkollegen. Und die sorgten mit kräftigen Stimmen dafür, dass am Ende das "Humba, Humba Täterä" auch ohne Black Wall die Halle füllte, nach einem "merkwürdigen Spiel", wie Spielertrainer Christian Pampel die Situation umschrieb, in dem er die Anweisungen des Gegners hören konnte.

 

TSV Mimmenhausen: Streibl, Pampel, Hoffmann, Birkenberg, Cipollone, Ott, Pilihaci (Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



26.10.2020

TV/DJK Hammelburg - TSV Mimmenhausen

2:3

 

Mimmenhausen bleibt auch im im siebten Saisonspiel ungeschlagen. Beim selbst ernannten Meisterschaftsanwärter setzte sich die Mannschaft von Kapitän Michael Diwersy, der Steller musste am Samstag durchspielen, mit 26:28, 25:20, 18:25, 25:17 und 15:9 vor 151 Zuschauern in einer Stunde und 47 Minuten durch.

 

„Punkt, Punkt, Doppelpunkt!“, skandierte die Mimmenhauser Auswechselbank laut und selbstbewusst, da stand es 13:7 in der Saaletalhalle. Wer sich nur den Tiebreak im Livestream angesehen hatte, der fragte sich schon, warum der TSV überhaupt hatte in den Entscheidungssatz gehen müssen. Sehr souverän wirkten die Volleyballer vom See, Hammelburg flatterten die Nerven. Sechs Eigenfehler steuerte es zum 15:9 des Kontrahenten bei. In einem Spiel mit Höhen und Tiefen für beide Seiten.

 

Zunächst einmal hatten die Blau-Gelben den unglücklichen Ausgang des ersten Satzes zu verarbeiten, in dem sie zwei Satzbälle nicht nutzen konnten. „Das 26:28 haben wir gut weggesteckt“, sagt Spielertrainer Christian Pampel, „weil wir gut gespielt hatten.“ Hammelburg eben auch, fügt er an. "Also war das völlig okay."

 

Während Mimmenhausen sein Niveau nach dem Seitenwechsel halten konnte, legte der Gastgeber eine kleine Pause ein. Die nutzte der Tabellenführer mit einem ungefährdeten 25:20 zum Satzausgleich. Das Mimmenhauser Minimalziel war erreicht, bloß nicht 0:3 verlieren. Sollte ein Fan aber erst im dritten Satz in den Livestream eingestiegen sein, 

hätte er Schlimmes befürchten müssen. „Das sind wir untergegangen!“, ging über Mimmenhausen ein Hammelburger Aufschlaggewitter nieder, das sich gewaschen hatte. Vor allem Lorenz Karlitzek haute der TSV-Annahme die Bälle stellenweise um die Ohren. Nicht verwunderlich deshalb, dass der TSV den einseitigen Schlagabtausch deutlich 18:25 verlor.

 

Drei Minuten Zeit hatten Pampel & Co. in der Satzpause, dann musste eine handfeste Antwort auf diese Gastgeberattacken gefunden sein. Mimmenhausen fand sie, krempelte die Ärmel hoch, positionierte die Annahme etwas um. Und Hammelburg? Produzierte mit seinen Aufschlägen nun mehr „Eimer“ als Asse, musste den Kontrahenten ziehen lassen und verlor den Satz klar mit 17:25. Hammelburgs hohes Risiko zahlte sich auch danach nicht aus, sorgte mit vielen Eigenfehlern für klare Verhältnisse im Tiebreak.

 

„Finde ich gut“, freut sich Pampel, "dass derzeit keine Mannschaft uns schlagen kann." Nicht einmal dann, wenn der erste Zuspieler verletzt ist. “Michael Diwersy hat das sehr gut gemacht“, lobt ihn Pampel, der zum MVP gewählt wurde. Eine Auszeichnung, die auch Lukas Ott und Jonas Hoffmann hätten erhalten können, sagt Pampel. "Sie hatten ein paar tolle Bälle." Aber auch Benedikt Waldinger, eigentlich Diagonalangreifer, war zur Stelle, wann immer er eingewechselt wurde, um den Mimmenhauser Block größenmäßig zu verstärken.

 

TSV Mimmenhausen: Birkenberg, M. Diwersy, Ott, Streibl (4. und 5. Satz Becker), Pampel (MVP), Hoffmann, Waldinger, Pilihaci, Müller (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



19.10.2020

TSV Mimmenhausen – Dentalservice Gust VC Dresden 3:2. 

 

Mehr Mühe hatte Mimmenhausen mit den jungen Wilden aus Dresden, als die Tabellenkonstellation hätte vermuten lassen. Dass am Ende eines „lehrreichen Spiels“, wie Spielertrainer Christian Pampel das 25:12, 20:25, 25:23, 25:27 und 15:7 bezeichnete, dem Spitzenreiter noch zwei Punkte gut geschrieben werden konnten, hat der seiner Erfahrenheit zu verdanken. Dresden, lobt Pampel, hätte sehr gut gespielt und den Punkt „echt verdient“.

 

Die Bäume also wachsen bei den blau-gelben Volleyballern doch nicht so mir nichts dir nichts in den Himmel. Auch wenn der Auftakt gegen den Aufsteiger den Gastgebern dies suggeriert haben mag. Wann schon ist es ihnen gelungen, in der BZ-Arena einen Kontrahenten mit 25:12 zu besiegen? „Das war zu einfach und setzte einen Prozess im Hinterkopf in Gang“, analysierte Pampel den mühelosen Aufgalopp.

 

Sehr gerne wären die Mimmenhausener auf dieser Volleyball-Autobahn weiter entlang gedüst. Aber Dresden konzentrierte sich zur besseren Annahme und der TSV baute unfreiwillig „ein paar Unsicherheiten“ (Pampel) in seine Fahrt ein. Die Annahme nicht immer auf Ballhöhe, das Zuspiel deshalb weniger präzise: „Wir haben Dresden stärker gemacht“, sagt Pampel und wundert sich nicht, dass es den Sachsen gelungen war, den TSV-Sportwagen mit dem 25:20 erst einmal von der Autobahn auf die Landstraße zu drängen.

 

Zurück auf den Highway fand der TSV nicht mehr. Obwohl er auf der dritten Etappe wieder Gas gab, gegen Gäste, die in der Satzstatistik „im Block und in der Abwehr viel besser abschnitten als wir“.

Dennoch fuhr Mimmenhausen als Erster durchs Etappenziel. Wenngleich auch nur mit marginalem Vorsprung, an dem die „Polizei“ auf dem Schiedsrichterstuhl nicht ganz unbeteiligt war. „Die doppelte Berührung bei der Annahme hätte ich nicht gepfiffen“, urteilt Pampel. Die Dresdner auch nicht. Entsprechend heftig und emotional die Diskussionen nach dem 25:23.

 

Weil aber Mimmenhausen „sein Spiel nicht veränderte“ (Pampel), Dresden sich gut ans Auftreten der Gastgeber angepasst hatte, verhinderte die Mannschaft von Trainer Niklas Peisl eine frühe Zieldurchfahrt des Favoriten. Sie ermöglichten den Blau-Gelben im vierten Abschnitt der Reise ein eher seltenes Erlebnis: Am eigenen Leib zu erfahren, wie das ist, wenn so gut wie kein Angriff ohne Blockberührung übers Netz fliegt, und die Feldabwehr wie eine Gummiwand steht. Zwei TSV-Satzbälle blieben ungenutzt, Dresden war effizienter beim 27:25.

 

„Mehr über die Mitte und aus dem Hinterfeld“, lautete die Mimmenhauser Taktik für den Tiebreak. Die ging „zack, zack, nahezu einhundert Prozent auf“, so Pampel. Auch deshalb, weil Dresden den Fahrbahnwechsel der Gastgeber wohl erst (zu) spät bemerkt hatte. Und so war Spielertrainer Christian Pampel am Ende mit der Leistung und dem Ergebnis "nicht unzufrieden". Auch, weil zumindest er schon immer gewusst hatte, dass "wir nicht fehlerfrei sind".

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann (MVP), Birkenberg, M. Diwersy (Cipollone), Pilihaci.

 

Hermann Hummler, Südkurier



12.10.2020

Volley YoungStars Friedrichshafen 3:1 (25:17, 25:19, 22:25, 25:20)

 

TSV Mimmenhausen – SV Schwaig 3:0 (26:24, 25:20, 25:23).

 

So weiß wie ihr Trikot am Samstag, so weiß ist auch die Punkteweste des TSV Mimmenhausen. Der kleine Klub vom Bodensee hat etwas geschafft, was Spielertrainer Christian Pampel im Vorfeld niemals für möglich gehalten hatte: Sechs Punkte geholt und Schwaig 3:0 bezwungen. Schwaig, das noch keine Zweitligapartie gegen Mimmenhausen verlor.

 

Dass der TSV Mimmenhausen gegen die Youngstars einen Satz hatte abgeben müssen, lag einzig und alleine daran, dass Pampel auch jenen Spielern, die sonst nur auf der Bank schmoren, Einsatzzeiten gegeben hat. So stellte Kapitän Michael Diwersy, der „seine Sache sehr gut machte“ (Pampel), und für den altinternationalen Punktgaranten Pampel kam Jungspund Benedikt Waldinger (seine Leistung brachte ihm die MVP-Plakette) ab dem dritten Satz auf der Diagonalen zum Einsatz. Cipollone übernahm beim 8:11 im vierten Durchgang das doch etwas ins Schlingern geratene blau-gelbe Boot in einem „lehrreichen“ (Pampel) Spiel, bis zum erfolgreichen Ende vor 131 Zuschauern wieder ins richtige Fahrwasser gelotst.

 

Keine 24 Stunden später stand Mimmenhausen schon wieder auf der Platte. Gegen Schwaig, ein enorm schweres Zweitligakaliber. „Wir hatten uns zunächst nur auf die Youngstars vorbereitet“, verrät Pampel, dass alleine der Samstag für die Einstellung auf das Spitzenspiel gegen die ebenfalls noch unbesiegten Franken zur Verfügung gestanden habe.

Trotzdem lieferten er und seine Mannschaft vor 150 Fans in der BZ-Arena Salem eine blitzsaubere Vorstellung ab. „Tatsächlich aber auch mit etwas Glück“, bremst Pampel.

 

In der Tat. Der erste Satz hätte durchaus auch ein anderes Ende nehmen können. 24:22 führte der TSV Mimmenhausen, ließ sich von einer Stellerfinte von Nikola Scerbakov düpieren und Libero Doru Pilihaci pritschte eine Annahme unglücklich an die Hallendecke – 24:24 statt Satzende. Schwaig aber drosch sein anschließendes Service ins Aus – zum dritten Satzball für die Gastgeber: Man of the Match Federico Cipollone servierte ein halbes Ass, das Pampel trocken so kommentierte: „Die Annahme hätte nicht jeder Schiri abgepfiffen.“ Markus Schardin tat es. Mimmenhausen führte 1:0 und setzte „seine erstaunliche Leistung“ (Pampel) auch nach dem Wechsel fort, führte 2:0 nach Sätzen, und Christian Pampel versenkte den zweiten Matchball zum 25:23 und jubelnden Sieger im Kreis – mit Abstand!

 

Natürlich war der Spielertrainer des Tabellenführers am Ende des unerwartet erfolgreichen Wochenendes „sehr froh“ über ein glattes 3:0 gegen ein starkes Schwaig „auf unserem Level“. Sein Fazit nach fünf Partien: „Wer uns besiegen will, der muss wirklich gut spielen“, fasst Pampel, dem euphorische Ausbrüche echt zuwider sind, einen perfekten Start in die neue Saison zusammen.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Waldinger, Hoffmann, Birkenberg, Becker, Cipollone, M. Diwersy, Müller, Pilihaci (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



06.10.2020

Blue Volleys Gotha - TSV Mimmenhausen
1:3 (16:25, 25:19, 23:25, 22:25)

 

Der TSV Mimmenhausen bleibt auch im dritten Spiel der Saison unbesiegt und kehrt mit drei Punkten aus Thüringen zurück. „Während der Partie aber“, sagt Spielertrainer Christian Pampel, habe er nicht daran geglaubt, dass „wir mit drei Punkten zurück an den Bodensee fahren“. Das 25:16, 19:25, 25:23 und 25:22 „war eine tolle Teamleistung“, lobt Pampel, ohne irgendein wenn und aber.

 

„Wir haben mit guten Aufschlägen die Gothaer Annahme unter Druck gesetzt“, erzählt Pampel vom ersten Satz. Deren deshalb übersichtlichere Angriffe habe der TSV im Block und „einer sehr starken Abwehr“ gut im Griff gehabt. Bis zum klaren Satzgewinn von 25:16.

 

„Dass „Gotha hat eine sehr gute Mannschaft“ hat, wussten Pampel & Co. schon vor dem Anpfiff. Nicht verwunderlich deshalb, wie sich die Mannschaft von Spielertrainer Jonas Kronseder im zweiten Durchgang auf Mimmenhausen einstellte, „besser geworden“ (Pampel) ist, während gleichzeitig Mimmenhausen sein Niveau im Service (vor allem Pampel selbst ) nicht ganz halten konnte. Zwar führten die Gäste zur Zweiten Technischen Auszeit noch mit 16:12, am Ende aber jubelten die Gothaer (25:19).

 

Satzausgleich in einem Duell auf Augenhöhe, in dem sich jetzt lange Zeit keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Bis zum 24:23. Satzball oder Ausgleich? Satzball!

 

Tobias Streibls Service überrascht den Blue-Volley-Libero, Gotha hatte erhebliche Mühe, einen gefährlichen Angriff zu initiieren. Den baggerte der TSV-Mittelblocker Streibl zurück ins Gothaer Feld. Zweiter Anlauf. Den blockte Pampel. Dritter Gothaer Versuch. Die Rakete baggerte Lukas Ott von Position 6 aus zurück übers Netz! Den vierten Anlauf blockte Jonas Hoffmann. Gotha gab nicht auf nicht auf. Aber Pampels Block entschärfte den Diagonalball, Hoffmann pritschte zu Federico Cipollone. Der Mimmenhauser Zuspieler passte auf Pampel. Und der zeigte einmal mehr seine ganze Klasse, wir wertvoll der 41-Jährige immer noch für seine Mannschaft ist. Cool lobt er den Pass zum 25:23 über den Block! Ein unglaublicher Ballwechsel, der die Qualitäten dieser immer noch besser werdenden Mimmenhauser Mannschaft exemplarisch beleuchtete. Pampels Reaktion: „Ich war froh, dass wir wenigsten schon mal einen Punkt hatten. So mussten wir das Wochenende nicht komplett in die Tonne treten.“

 

Es sollte noch besser kommen: Auch im vierten Durchgang setzte sich der TSV nach umkämpftem Verlauf (8:7, 16:15, 22:21) – fast muss man sagen – wie selbstverständlich im Endspurt erneut durch. Bogdan Birkenberg verwandelte den Breakball per Schnellangriff zum 25:22 und 3:1.

 

Große Freude danach bei den Blau-Gelben, die auch im fünften Duell mit Gotha siegreich geblieben waren. Große Freude aber auch bei Christian Pampel und Doru Pilihaci: Der Libero war zum „Wertvollsten Spieler“ gekürt worden.

 

Hermann Hummler, Südkurier