Presseberichte

26.01.2020

Der TSV Mimmenhausen ist mit einer für alle total ungewohnten Situation, Tabellenführer der 2. Bundesliga zu sein, am Samstagabend locker klar gekommen. „Wir sind jetzt die Gejagten“, hatte Abteilungsleiter Klaus Diwersy bei der Begrüßung im Salemer Bildungszentrum gesagt. Und das bleiben die blau-gelben Volleyballer nach dem 25:19, 25:22 und 25:18 zu ihrer großen Freude. Dem Tabellenfünften Gotha überließen sie auch im vierten Zweitligaduell mit den Thüringern erneut keinen Satz.

 

Teilweise meisterlich präsentierten sich Kapitän Michael Diwersy und Crew im ersten Durchgang. Unterstützt von einer hohen Eigenfehlerquote der Gäste (24 Punkte insgesamt) setzte sich die Mimmenhauser Starting Six mit gutem Blockspiel, einer unglaublich starken Feldabwehr und von Federico Cipollone (zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt) passgenau bedienten Angreifern schon früh ab (8:3, 16:9). „Mimmenhausen hat sehr gut gespielt, nur wenige Fehler gemacht“, lobte der Gothaer Trainer Jonas Kronseder die Vorstellung des Favoriten beim klaren 25:19-Erfolg der Gastgeber.

 

Über „drei einfache Bälle“, ärgerte sich Christian Pampel im Verlauf des zweiten Satzes. Die hätten laut Spielertrainer für ein paar kitzlige Momente gesorgt, in einem Durchgang, in dem Mimmenhausen nicht immer souverän wirkte (7:8, 15:16). Gotha reduzierte seine Fehlerquote, jetzt war der Tabellenfünfte „auf Augenhöhe“ (Kronseder). „Wir haben statt Druck zu machen, Gotha aufgebaut“, ärgerte sich Pampel.  „Nachdenken, aktiver werden“, hatte Klaus Diwersy in der Auszeit seinen Spielern per Hallenmikrofon aufgetragen. Die befolgten den Rat des Abteilungsleiters. Bis ins Satzfinale hielten die Thüringer zwar mit (21:21).

„Weil wir aber nach wie vor gut aufgeschlagen haben, eine tolle Abwehr und einen starken Block hatten“ (Pampel), setzte sich der Favorit auch in diesem hart umkämpften Schlagabtausch doch noch durch. Je zweimal Pampel und Lukas Ott verwandelten teils spektakulär im Spiel gehaltene Bälle zum 25:22.

 

„Wir hatten die Chance, den Satz zu gewinnen“, trauert Kronseder der verpassten Gelegenheit nach. „Wer weiß, wie sich das Spiel nach einem 1:1 entwickelt hätte.“ Mit dem 2:0 im Rücken aber hatte der TSV Mimmenhausen das Heft auf dem Spielfeld wieder fest in der Hand. Und dann patzten die Blue Volleys zweimal hintereinander und ein Service landete im Netz - Mimmenhausen führte mit drei Punkten (12:9) Vorsprung.

 

Was auch immer in der großen Schale auf der Auswechselbank gewesen sein mag, Gotha halfen diese Leckereien nicht. Spätestens mit dem 16:11 zur zweiten technischen Auszeit war für den Tabellenführer der zehnte Erfolg in Serie in trockenen Tüchern. Punkt um Punkt zogen die Hausherren nun davon. Pampels 18. Punkt brachte den ersten Matchball. Johannes Beckers Block machte das 25:18 und 3:0 perfekt.

 

Der TSV Mimmenhausen hat die Bewährungsprobe gegen einen unangenehmen Gegner mit Bravour bestanden, sich von der ungewohnten Rolle des Gejagten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Entsprechend laut denn auch der ausgelassene Jubel nach dem Schlusspfiff. Und da war nicht nur einmal zu hören: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey hey!“

 

Hermann Hummler, Südkurier



20.01.2020

2. Volleyball-Bundesliga:

TuS Kriftel - TSV Mimmenhausen 1:3.

 

Der TSV Mimmenhausen sorgt weiter für Furore in der 2. Volleyball-Bundesliga. Vergangenes Jahr nur knapp dem Abstieg entgangen hat sich die Mannschaft vom Bodensee zum Topteam der Liga gemausert. Seit Samstag stehen Spielertrainer Christian Pampel und seine Volleyballer auf Platz 1, nachdem sie beim Aufsteiger Kriftel mit 25:17, 23:25, 25:14 und 25:17 ihr achtes Spiel hintereinander gewonnen hatten. Die Siegesserie hielt. Pampel war aber alles andere als zufrieden . „Wir haben Glück gehabt“, betont der Diagonalangreifer. Weil Kriftel mit Mittelblocker Florian Bonadt und Außenangreifer Jannik Weber auf zwei seiner Besten verzichten musste und diesen Aderlass nie hatte adäquat hatte ersetzen können, reichte dem Favoriten eine eher durchwachsene Leistung zum klaren Sieg.

 

„Wir, und da schließe ich mich mit ein, wir haben nicht gut gespielt“, kritisiert Pampel, dass „Explosivität und Schnelligkeit“ beim TSV gefehlt hätten. „Ich hatte Schwierigkeiten, die Bälle tot zu machen“, gibt der ehemalige Nationalspieler offen zu. Auch Lukas Ott auf der Außenbahn und der Mimmenhauser Zuspieler Federico Cipollone hätten sich anfangs schwer getan, fügt Pampel an. Und dennoch wurde der erste Durchgang klar gewonnen. Zum einen, weil TuS-Trainer Tim Schön seinem Nachwuchs eine Chance gab, sich wohl wenig ausrechnete gegen einen TSV Mimmenhausen im Flow. Zum anderen hatte Mimmenhausen eben doch die besseren Volleyballer.

 

Tim Schöne aber hatte nach derm 17:25 eine Chance erkannt, spielte nach dem Wechsel mit den „besten Spielern, die er hatte“ (Pampel). Mimmenhausen geriet prompt unter Druck, steigerte sich, schaffte es, „ein paar Punkte zu machen“ (Pampel), aber zum Satzgewinn reichte es nicht.

 

Mehr Power im Angriff der Blau-Gelben war gefragt. Und das gelang Jonas Hoffmann, der im dritten Durchgang Heiko Schlag ersetzte. „Er brachte, was wir gebraucht hatten“, lobt Pampel seinen Außenangreifer. „Er hat ein paar kräftige Dinger auf den Boden gebracht!“ Und das habe dann aber auch schon gereicht für den am Ende doch klaren und standesgemäßen Sieg des Favoriten.

 

Jetzt hatte Cipollone einen verlässlichen Angreifer, und „ich musste nicht mehr unbedingt die Punkte machen“, freut sich Pampel über die gelungene Einwechslung. Schlauer, aber nicht glorreich sei der TSV Mimmenhausen mit Hoffmann aufgetreten, der logischerweise zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Mit einem die gesamte Partie über guten Aufschlag wurden auch im vierten und letzten Durchgang die Krifteler Angriffsbemühungen effektiv zum deutlichen 25:17 und 3:1 gebremst.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Pampel, Schlag (Hoffmann, MVP), Becker, Cipollone, L. Diwersy (Libero).

 

VI Frankfurt – TSV Mimmenhausen 0:3. - Auch die zweite Partie am Wochenende endete mit einem standesgemäßen Erfolg für Mimmenhausen. Das 25:15, 25:16 und 25:20 beim Volleyballinternat erschmetterte die gleiche Erste Sechs wie in Kriftel. Mit zwei Ausnahmen: Kapitän Michael Diwersy stand als Zuspieler auf dem Parkett. Er vertrat Federico Cipollone bestens. Außerdem bekam der zweite Libero des Spitzenreiters, Doru Pilihacy, ebenfalls Einsatzzeiten. Auch in der Formation hat sich der TSV Mimmenhausen bei den Volleyballzöglingen, die außer Konkurrenz in der 2. Liga spielen, keine Blöße gegeben, und so feiert er auf dem Nachhauseweg von Hessen an den Bodensee ein Sechs-Punkte-Wochenende, das dem Team von Spielertrainer Christian Pampel einen komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger eingebracht hat.

 

Hermann Hummler, Südkurier



14.01.2020

Auch das erste Spiel der Rückrunde hat der TSV Mimmenhausen glatt gewonnen. Beim 25:22, 25:20 und 25:17 gab sich der Tabellenzweite keine Blöße, besiegte den Aufsteiger verdient auch in der Deutlichkeit. „Ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl“, sagte Spielertrainer Christian Pampel nach dem Schlusspfiff, „dass wir diese Partie aus der Hand geben.“

Nicht einmal im ersten Satz, in dem seine Mannschaft zu Beginn doch einige Unsicherheiten zeigte. Gegen Nordsachsen, die zwar ohne ihren Besten, Mittelblocker Robert Karl, auskommen mussten, dieses enorme Manko aber bestens kompensierten, sich lange mit dem Favoriten in Blau-Gelb auf Augenhöhe duellierten (8:7, 14:16). Weil die Mannschaft von Frank Pietzonka aber zwei Dinge nicht in den Griff bekam, verlor sie den ersten Durchgang. Zum einen Christian Pampel. Der Diagonalangreifer alleine sorgte für zehn Punkte in diesem Satz. Zum anderen erlaubte sich Delitzsch zu viele Eigenfehler in den entscheidenden Momenten. So auch den Angriff von Jonas Hoffmann. Auch den  verteidigte der Gast, um dann aber seinen Gegenangriff zum 25:22 ins Aus zu ballern.

„Wir haben die verteidigten Bälle nicht tot gemacht“, analysierte Pietzonka trocken, und „mussten dauernd einem Rückstand hinterher laufen. Auf die Dauer geht so etwas nicht gut.“  Vor allem im zweiten Durchgang. In dem hatte sich Kapitän Michael Diwersy freigespielt. Der Steller hatte den Vorzug vor Federico Cipollone erhalten und das Vertrauen seines Trainers voll erfüllt.

„Er hat keine Unsicherheiten mehr gezeigt“, lobte Christian Pampel, „und seine Sache gut gemacht.“ Ohne jetzt auf die unglaubliche Durchschlagskraft seines Diagonalangreifers zurückgreifen zu müssen. Christian Pampel bekam im zweiten Durchgang so gut wie keinen Ball mehr. Michael Diwersy und seine beiden Außenangreifer, Lukas Ott und Jonas Hoffmann, harmonierten prächtig über die Position 4. „Also haben wir so weitergemacht“, freute sich Pampel. Und weil  in der Abwehr, „da haben wir immer wieder toll Bälle geholt“ (Pampel), und im Block konzentriert gearbeitet wurde, hatte Delitzsch nun gar keine Chance mehr. Auch dessen zahlreiche Wechsel brachten keine Wende mehr. Die Gastgeber schaukelten das 25:20 nun locker nach Hause.

Wer glaubte, die Sache sei nun erledigt, der Zweitliganeuling besiegt, der irrte. Erst nachdem Pampel auf 14:11 stellte, die Delitzscher das 15:11 besorgten und Ott zum 16:11 blockte, war der Widerstand des Außenseiters gebrochen. Mimmenhausen blieb konzentriert und zwei weitere Delitscher Fehler besorgten den Endstand zum 25:17 und 3:0.

 

„Das war ein bisschen besser gelaufen, als ich gedacht hatte“, fasste Christian Pampel eine Vorstellung zusammen, in der Mimmenhausen „gut aufgeschlagen, mit einer tollen Abwehr“ viele Bälle im Spiel gehalten und zu Punkten umgemünzt hat. Delitzsch auf der anderen Seite fehlte eindeutig das Zugpferd, Mimmenhausen hatte nicht nur in Jonas Hoffmann, dem Man of the Match, eines.

 

Hermann Hummler, Südkurier



05.01.2020

TSV Mimmenhausen - TSV Grafing

 3:1

 

Es hat nicht ganz gereicht, ein winziger Punkt fehlt dem TSV Mimmenhausen. „Schade“, sagte Klaus Diwersy, „dass das mit der Herbstmeisterschaft nicht geklappt hat. Aber macht nichts!“ Richtig glücklich mit der mega verdienten, dennoch total überraschenden Platz zwei sind sie sind alle beim TSV. Nicht nur der Abteilungsleiter. Vizemeister! Wir, der kleine Club von Bodensee. Einfach unglaublich! Natürlich auch für Christian Pampel, den Architekten und Baumeister dieses Erfolges. Wenngleich sich der Spielertrainer eher weniger aus Tabellenpositionen macht. Ihn begeistern viel mehr die Leistungen seiner Amateure, die zu diesem hervorragenden und von niemanden in der Liga erwarteten Resultat geführt hatten. Keiner hatte Mimmenhausen auf der Rechnung. Auch Karlsruhe nicht, den Herbstmeister.

 

Der TSV Mimmenhausen hat am Samstag dort weitergemacht, wo er 2019 aufgehört hatte: Mit einem Sieg. Beim 25:23, 25:13, 26:28 und 25:23 „haben wir aber nicht gut begonnen“, war Pampel alles andere als zufrieden mit dem Auftakt nach der Mini-Weihnachtspause. „Wir haben so gespielt, wie wir trainiert haben“, kommentierte er trocken das 0:5 nach wenigen Ballwechseln. Nämlich so gut wie gar nicht. Dass dieser deprimierende Rückstand nicht zum Stimmungskiller im dicht gepackten Bildungszentrum wurde, verdankte der Gastgeber einerseits seiner unglaublichen Gelassenheit und seinem großen Selbstbewusstsein nach sechs 3-Punkte-Erfolgen hintereinander.

 

Ein wenig aber auch dem TSV Grafing, der immer häufiger Eigenfehler zur Mimmenhauser Aufholjagd beisteuerte. Und nicht zuletzt dem Ersten Schiedsrichter Malte Missoweit. „Dass er meinem Zuspieler den Pass wegen technischem Fehler abpfiff“, ärgerte Trainer Alexander Hezareth, der noch lange nach Spielschluss mit den Unparteiischen diskutierte und sich dafür die Rote Karte einhandelte. Hezareh war angefressen: Statt drei Satzbälle (24:22) für seine Mannschaft, sorgte der aus seiner Sicht ungerechte Pfiff fürs 23:23 – und den ersten Ausgleich im Satz. Pampel machte daraus die erste Mimmenhauser Führung (24:23) und prompt das 25:23. Den Schock mussten die Bayern erst einmal verdauen. So kurz vor dem ersten genussvollen Biss hatte ihnen Mimmenhausen die Wurst von der Semmel stibitzt.

 

Und das dauerte. „Der Abfall im zweiten Satz war sehr ärgerlich“, kommentierte Hezareh das Debakel nach dem Wechsel (1:8, 8:16, 13:24). Mimmenhausen nutzte die Gelegenheit eiskalt. „Jetzt hatten wir in die Partie gefunden“, war Pampel mit sich und den Seinen zufrieden, den nun aber wirklich alles gelang. „Wir haben echt gut gespielt.“ Vor allem die Aufschläge kamen, und die zahlreich verteidigten Bälle wurde im Gegenangriff zum souveränen 25:13 umgemünzt.

 

Vielleicht lief es zu gut für den TSV Mimmenhausen. Gut möglich. Im dritten Durchgang jedenfalls war die Überlegenheit wie weggeblasen, Grafing machte Druck. Die Wechselorgie von Hezareh, beinahe die gesamte Erste Sechs hatte im zweiten Durchgang eine Denkpause erhalten, zeigte Wirkung. Jetzt war die Partie zum Duell auf Augenhöhe geworden. 29 Minuten lang droschen sich Mimmenhausen und Grafing die Bälle nur so um die Ohren (6:8, 14:16, 23:23) – und dieses Mal hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Mimmenhausen verdaddelte seine beiden Satzbälle, Grafing nicht.

 

Angestachelt vom 28:26 „gaben wir Gas“, lobte Hezareh seine Spieler, die nun zäh wie Kletten am TSV Mimmenhausen hingen. „Wir aber haben dem Druck standgehalten“, konterte Pampel. „Wir haben weiter gemacht, trotz der Enttäuschung, dass wir im dritten Satz das frühe Ende nicht perfekt gemacht hatten.“ Dafür klappte es im vierten.

 

„Christian Pampel haben wir nicht in den Griff bekommen“, sagte Hezareh, der wusste, warum das erneut enge Duell dieses Mal verloren ging. Pampel machte 36 Punkte, hätte sich aber nicht beschweren dürfen, wenn Satz vier an dedn TSV Grafing gegangen wäre. Dessen Angriff landete zwar im Feld, der Erste Schiedsrichter aber hatte ihn im Aus gesehen – 23:23 statt 24:22. Trotz aller Grafinger Proteste nahm er seine Entscheidung nicht zurück wie einige Male zuvor. Und so machte Jonas Hoffmann nach einem Grafinger Fehler den Deckel drauf - 25:23, 3:1 und Vizemeisterschaft!

 

TSV Mimmenhausen: Ott (9), Birkenberg (4), Streibl, Pampel (36), Hoffmann (15), Becker (6), Cipollone (1). L. Diwersy (Libero).

 

 

 

Hermann Hummler, Südkurier



15.12.2019

TSV Mimmenhausen - TGM Mainz-Gonsenheim

3:0

 

Wer sich am Samstagabend, nach dem Schlusspfiff so gegen 21.30 Uhr im Internet die Tabelle angeschaut hat, der bekam ganz Außergewöhnliches, etwas Einmaliges zu sehen: Mimmenhausen Tabellenführer! Karlsruhe spielte um die Zeit noch – und die Mannschaft von Christian Pampel hatte nach dem glatten 3:0 (25:20, 25:22, 25:20) frech den Platz an der Sonne eingenommen. Sehr zur Freude von Christian Pampel aber blieb es nicht dabei. Karlsruhe besiegte Hammelburg und das punktgleiche Gotha steht auch noch vor Mimmenhausen. Auf diese unglaubliche Reihenfolge reagierte der 40-Jährige ehemalige Weltklasse-Diagonalangreifer mit einem Wort: „krass!“

 

Mimmenhausen ist Tabellendritter, und noch viel überraschender: Die Volleyballer vom Bodensee haben bisher die wenigsten Sätze in der Liga abgegeben. Elf in elf Partien. Wahnsinn! Christian Pampel „ist das gar nicht so wirklich recht“. Zweischneidig sei das. Zum einen macht das den Spielertrainer stolz. Zum anderen aber würden die zukünftigen Aufgaben nun immer schwerer für den einstigen Underdog. Trotz der sensationellen Zwischenbilanz hat sich für den Spielertrainer erst einmal überhaupt nichts am Saisonziel geändert: Keiner solle vergessen, dass „wir 38 Punkte mindestens brauchen für den Klassenerhalt.“ Wirklich bange ist Christian Pampel aber nicht nach den vier 3:0-Erfolgen hintereinander.

 

Und dem starken Signal am Samstag mit dem 3:0 gegen Mainz-Gonsenheim, das derzeit nicht gerade vom Glück geküsst wird. Beide Diagonalangreifer sind verletzt. Peter Kloft, „er ist so etwas wie ein Hybrid“, beurteilt Spielertrainer Manuel Lohmann den etatmäßigen Mittelblocker, „kann Diagonal und Zuspiel.“ Nicht wirklich eine gute Voraussetzung gegen ein „schnelles, mit guten Angreifern neben Pampel nicht mehr ausrechenbares“ Mimmenhausen“, räumt Lohmann ein. „Einen Punkt hätten wir trotzdem gerne mitgenommen“, verrät der enttäuschte Mainzer Mittelblocker. Gegen Hammelburg habe das doch auch geklappt.

Aber Mimmenhausen hat sich enorm verbessert. „Wir haben viele Sachen gut gemacht, waren phasenweise richtig gut“, lobt Pampel seine Spieler, „aber jetzt kommt das große Aber!“

 

Vor allem im ersten Durchgang versemmelten die Blau-Gelben ganz schön viele einfache Bälle (4:8). Dass sie den Satz dennoch gewannen, lag einzig und alleine an Mainz-Gonsenheim, das „noch viel mehr Fehler gemacht“ (Pampel) habe (16:15, 24:20). Bezeichnend der Weg zum Satzball: Zweimal wurde Libero Hendrik Diewersy, Cousin der Mimmenhauser Diwersy-Brüder, beim Aufschlag von Tobias Streibl auf dem falschen Fuß erwischt, und Sebastian Dinges sorgte mit einem zu langen Service für das 25:20.

 

Mainz reduzierte seine Fehlerquote gewaltig nach dem Wechsel. Vor allem gegen seine Angriffe über die Mitte und aus dem Hinterfeld fanden die Hausherren kaum Mittel. Weil der TSV aber sein Side out hielt, nicht nur in Pampel (der MVP machte 22 Punkte), sondern auch in Jonas Hoffmann und dem genesenen Lukas Ott veritable Angreifer hatte, ging der spannende Durchgang (8:7, 16:15, 24:22) ebenfalls an die Gastgeber. Als „symptomatisch“ für das Mainzer Spiel bezeichnete Pampel den 25. Punkt. Den pritschte er als Dankeball übers Netz – und alle schauten zu, wie der in der Spielfeldmitte aufklatschte.

 

Hängende Mainzer Köpfe im dritten Satz (5:10) hoben sich sichtlich, als Mimmenhausen ob des großen Vorsprungs unkonzentriert wurde (10:10, 16:15, 22:17). Dank Pampel (vier der letzten sechs Punkte) warf der TSV aber das Ruder herum, gönnte den Gästen keinen Satz und gewann mit 25:20 auch den dritten Durchgang.

 

Egal, wie auch immer Christian Pampel letztlich den derzeitigen Höhenflug seiner Mannschaft sehen und beurteilen mag, die Konkurrenz ist sich im Klaren, dass es in Mimmenhausen richtig schwer wird, etwas zu holen.

 

Hermann Hummler, Südkurier



09.12.2019

TSV Mimmenhausen – Volley YoungStars Friedrichshafen 3:0 (25:23, 25:19, 25:15).

 

TSV Mimmenhausen – FT Freiburg 3:0 (25:16, 25:20, 25:23) )

 

Die Pflicht am Samstagabend haben die Mimmenhauser Volleyballer nach umkämpftem ersten Satz erwartungsgemäß mit 3:0 gewonnen. Die zukünftiten Stars aus Friedrichshafen mussten sich im weiteren Verlauf des Derbys dann doch deutlich geschlagen geben. Die Partie am Sonntag geriet der Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel zur umjubelten Kür. Im Bildungszentrum musste Erzrivale Freiburg schmerzhaft lernen, dass die Gastgeber im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einen Schritt vorwärts gemacht haben. Hatten die vor einem Jahr mit dem 1:3 alle Punkte an die Breisgauer abgeben müssen, erschmetterten Kapitän Michael Diwersy und sein Team in drei Sätzen drei weitere Punkte.

 

Mimmenhausen hatte die drei Sätze gegen die YoungStars kräftemäßig offensichtlich gut verdaut, machte im ersten Durchgang vor allem über den Aufschlag ordentlich Alarm in der Freiburger Annahme (8:4). Und ließ sich auch von gelegentlichen Fehlern nicht verunsichern (16:10). Zu sorgloses Tun auf dem Spielfeld sollten sich die Blau-Gelben aber auch nicht leisten. Freiburger Blöcke beißen zu (17:13). „Hier regiert der TSV“ sangen die Fans. Stimmt. Der hatte mit Christian Pampel zwar einen überragenden Akteur (26 Punkte), aber auch die übrigen Teammitglieder steuerten ihre Zähler zum klaren 25:16 bei.

Flott gespielt, Körner gespart. Wer weiß denn schon, wie lange gearbeitet werden muss. Der zweite Durchgang jedenfalls verlief nicht so eindeutig. Anfangs. Dann aber machte Freiburg ein paar Fehler zu viel (8:5, 11:6), nutzte seine Punktchancen nicht so konsequent wie der TSV Mimmenhausen die seinen, der sich in jeden Ball warf, in der Blocksicherung stets beim angreifenden Freiburger am Netz war und in der reaktionsschnellen Feldabwehr keinen Ball verloren gab (16:10). Dennoch. Gegen Ende des Durchganges schien dem TSV ein wenig die Konzentration abhanden zu kommen. Aber Jonas Hoffmann trug mit seinen Angriffen das Momentum (23:18) und brachte dieses auch zum Satzball (24:20). Den verwandelte Heiko Schlag, der für den kranken Lukas Ott ins Team gerutscht war.

 

Was sich zum Ende des zweiten schon leise angedeutet hatte, setzte sich zu Beginn des dritten Durchgangs fort. Freiburg führte zum ersten Mal in der Partie. Lange, sehr lange. Es wurde still im Bildungszentrum (8:10). Aber die Einwechslung von Bogdan Birkenberg für Becker wirkte sich positiv aus. Mimmenhausen stabilisierte sich, kam ran (9:13, 13:13) und ging in Front (14:13). Daraus entwickelte sich eine Nervenschlacht, die der TSV am Ende mit dem zweiten Matchball zum 25:23 und 3:0 perfekt machte. Die Befürchtung von Abteilungsleiter Klaus Diwersy war unbegründet. Ob seine Spieler noch genügend Saft hätten nach dem 3:0 am Samstag, hatte er gemutmaßt. „Sechs Punkte aus zwei Spielen“, sagt Pampel mit einem Lachen im Gesicht, „das hätte nicht gedacht! Die Mannschaft hat das echt gut gemacht, es gibt nichts zu kritisieren.“

 

Hermann Hummler, Südkurier



25.11.2019

TSV Mimmenhausen - Alpenvolleys Haching II

 2:3

 

Auch dritte Zweitliga-Begegnung zwischen diesen beiden Klubs ist über die volle Distanz gespielt worden. Im Gegensatz zu den vorherigen zwei hat Mimmenhausen am Samstag mit dem 23:25, 25:22, 25:17, 23:25 und 10:15 aber den Kürzeren gezogen.

 

Dabei hatte das Spiel optimal begonnen. Lange sah es im ersten Durchgang danach aus, als ob der TSV einen perfekten ersten Durchgang aufs Spielfeld würde zaubern können (8:3, 16:13). Gegen eine Bundesligareserve, die so gar nicht in Tritt kommen wollte. Vor allem das Visier des bayerischen Diagonalangreifers war blind. „Ich habe ihn erst einmal herausgenommen, ihm ein wenig Zeit zum Nachdenken gegeben“, sagt Mihai Paduretu. Der Geschäftsführer und ehemalige Bundesligacoach vertrat den etatmäßígen Trainer wegen eines Todesfalls in dessen Familie. George Alexandru Zahar kam nach seiner Denkpause wieder ins Spiel – mit ihm schloss Haching auf, glich aus und ging mit dem vorletzten Ball (24:23) zum ersten Mal in Führung. Zahar, wer sonst, machte den 25. Punkt. Ein bitterer Satzverlust.

 

Davon ließen sich die Gastgeber nicht entmutigen. „Wir haben vier Sätze lang gut gespielt“, lobt Pampel seine Mannen. Gegen „ein Haching mit viel Qualität“ setzten sie die Annahme der Alpenvolleys mal taktisch, mal mit Schmackes unter Druck (8:5, 16:15), ließen sich trotz engem Spielverlauf dieses Mal die Butter nicht vom Brot nehmen (25:22). Es sollte noch viel besser kommen: Im dritten Durchgang führten sie die Hachinger (8:5, 16:10) geradezu vor. Egal, was auch immer die Gegenseite versuchte, Mimmenhausen wusste eine Lösung beim deutlichen 25:17.

 

 

Siegeszuversicht breitete sich im gut gefüllten Bildungszentrum aus. Nur noch ein Satz – und die drei Punkte, drei nie und nimmer einkalkulierte, gehören Mimmenhausen. Es sollte anders kommen. Keiner der Kontrahenten schaffte es jetzt, sich entscheidend abzusetzen. Paduretu nutzte seinen breiten Kader, nur Moritz Gärtner musste durchspielen. Weil sich Eric Paduretu verletzt hatte, traten die Alpenvolleys nur mit einem Steller an. Der 18-Jährige machte seine Sache gut, behielt die Nerven und führte seine Mitspieler – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – fehlerfrei bis zum Showdown.

 

Mit einem unerwarteten Akteur: Der 1. Schiedsrichter hatte mit seinen Pfiffen immer wieder mal für entsetzte und ungläubige Gesichter auf beiden Seiten gesorgt. Nun aber trafen seine Entscheidungen meist Mimmenhausen. Die Gastgeber mussten statt des Matchballes zum 24:22 (Pampel: „Der Ball hat nie und nimmer den Block berührt!“) das 23:23 hinnehmen – und verloren den vierten Durchgang prompt 23:25. Wieder hatte Zahar den Sack zugemacht.

 

Entsprechend aufgebracht war Christian Pampel über die – aus seiner Sicht - Fehlurteile des Unparteiischen. Er aber ist Sportsmann genug und weiß, dass kein Schiedsrichter alleine für eine Niederlage verantwortlich gemacht werden kann. Dass Mimmenhausen den Tiebreak verlor, hat es sich selbst zuzuschreiben. Ab dem 8:8 klappte das Side out nicht mehr. Angriffe verfingen sich im Netz, gingen ins Aus, und die Spieler „lassen die Köpfe hängen, machen nach vier guten Sätzen im fünften alles kaputt. Ich bin nicht nur nicht zufrieden mit dem Punkt, ich bin richtig sauer!“, ärgerte sich Christian Pampel.

 

Herrmann Hummler, Südkurier



18.11.2019

„Wer seine Taktik verändern muss“, hat Vital Heynen, der ehemalige Trainer des VfB Friedrichshafen und jetzige Nationalcoach von Polen, einmal gesagt“, der hat sich schlecht vorbereitet.“ Einen Satz, den Christian Pampel nach der Partie ohne Wenn und Aber unterschreiben kann. „Wir haben in Leipzig unsere Taktik wie besprochen durchgezogen“, freut sich der Spielertrainer über eine Partie, in es nicht wirklich etwas gibt, was ich kritisieren kann.“ Der Diagonalangreifer ist aber klug genug, dieses überzeugende Resultat nicht nur der Leistung seiner Mannschaft anzurechnen. „Der Gegner hat es uns einfacher gemacht“, relativiert er das 25:18, 25:15 und 25:23.

 

Von Beginn an. Im ersten Satz habe der TSV Mimmenhausen einige Angriffe verhauen, rekapituliert Pampel. Weil aber die Gastgeber sechs ihrer acht Aufschläge verschlugen, gelang den Blau-Gelben in der fremden Halle eine komfortable Führung (8:4), die wurde bis zum Satzball nicht mehr aus der Hand gegeben (16:13, 24:18). Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Volleyballer vom Bodensee an die Vorgaben gehalten hatten, zu „90 Prozent“ ihre Aufschlagziele trafen, im Block „meist gut“ standen. Leipzig geriet aufgrund dieser soliden Leistung mächtig unter Druck, aus dem es sich nicht befreien konnte. Das war dann doch Mimmenhauser Verdienst.

Siegeszuversicht breitete sich im gut gefüllten Bildungszentrum aus. Nur noch ein Satz – und die drei Punkte, drei nie und nimmer einkalkulierte, gehören Mimmenhausen. Es sollte anders kommen. Keiner der Kontrahenten schaffte es jetzt, sich entscheidend abzusetzen. Paduretu nutzte seinen breiten Kader, nur Moritz Gärtner musste durchspielen. Weil sich Eric Paduretu verletzt hatte, traten die Alpenvolleys nur mit einem Steller an. Der 18-Jährige machte seine Sache gut, behielt die Nerven und führte seine Mitspieler – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – fehlerfrei bis zum Showdown.

 

Mit einem unerwarteten Akteur: Der 1. Schiedsrichter hatte mit seinen Pfiffen immer wieder mal für entsetzte und ungläubige Gesichter auf beiden Seiten gesorgt. Nun aber trafen seine Entscheidungen meist Mimmenhausen. Die Gastgeber mussten statt des Matchballes zum 24:22 (Pampel: „Der Ball hat nie und nimmer den Block berührt!“) das 23:23 hinnehmen – und verloren den vierten Durchgang prompt 23:25. Wieder hatte Zahar den Sack zugemacht.

 

Entsprechend aufgebracht war Christian Pampel über die – aus seiner Sicht - Fehlurteile des Unparteiischen. Er aber ist Sportsmann genug und weiß, dass kein Schiedsrichter alleine für eine Niederlage verantwortlich gemacht werden kann. Dass Mimmenhausen den Tiebreak verlor, hat es sich selbst zuzuschreiben. Ab dem 8:8 klappte das Side out nicht mehr. Angriffe verfingen sich im Netz, gingen ins Aus, und die Spieler „lassen die Köpfe hängen, machen nach vier guten Sätzen im fünften alles kaputt. Ich bin nicht nur nicht zufrieden mit dem Punkt, ich bin richtig sauer!“, ärgerte sich Christian Pampel.



15.10.2019

Unerwartet vergnügte Mimmenhauser Volleyballer

 

Volleyball-Zweitligist gewinnt seine Partie in Gotha klar. Beim 3:0 in 79 Minuten, sagt Spielertrainer Christian Pampel, habe die Mannschaft "alles richtig gemacht".

 

2. Volleyball-Bundesliga: Blue Volleys Gotha – TSV Mimmenhausen 0:3. – Eine unerwartet vergnügliche Heimfahrt über die gut 500 Kilometer von Thüringen an den Bodensee haben die Volleyballer des TSV Mimmenhausen am späten Sonntagabend hinter sich gebracht. "Ich bin schon überrascht davon, dass wir dort so deutlich gewonnen haben", kommentierte Spielertrainer Christian Pampel das 25:19, 25:20 und 25:18 in gerade mal 79 Minuten.

 

Dieses auch in den einzelnen Sätzen deutliche 3:0 hat mehrere Gründe. Sportlich fair sieht der Mimmenhauser Diagonalangreifer einen Vorteile für sein Team darin, dass der Gastgeber verletzungsbedingt nicht seine beste Combo aufs Spielfeld hatte schicken können. "Deshalb hatte ich das Gefühl", so Pampel, "dass eigentlich etwas gehen müsste." Trotz der langen Anfahrt; für die Blau-Gelben hatte der Tag um 6 Uhr früh begonnen, die Partie wurde um 16 Uhr angepfiffen. Dass es dann wie geschmiert laufen würde, damit hat der meist eher bedächtige Spielertrainer nicht rechnen wollen, nicht rechnen dürfen.

 

 

Der TSV Mimmenhausen hat "Gotha nicht ein einziges Mal richtig ins Spiel kommen lassen", analysiert Pampel.  Ein paar gute Einzelaktionen, die eine oder andere Aufschlagserie bei den Gastgebern, ja klar. Aber den Rest des Duells dominierte der Gast vom Bodensee. Mit "guten Aufschlägen, wenig Netzfehlern und vom Kopf her besser aufgestellt" (Pampel).

 

Und eine gute Vorbereitung auf das wichtige Duell im Rennen um den Klassenerhalt sorgte für den Rest: Ein sicheres Sideout aufgrund einer guten Annahme – nicht nur von Jonas Hoffmann und dem MVP Alexander Ott -, dazu ein gutes Zuspiel von Federico Cipollone – "alles hat funktioniert", lobt Pampel. Dass das Heimteam es ihm und seinen Mannschaftskollegen "leicht gemacht" habe, will Pampel nicht verschweigen, aber Geschenke annehmen und in Punkte ummünzen muss auch erst einmal bewerkstelligt werden.

 

1,5 Punkte im Schnitt, rechnet Christian Pampel vor, sollten für den Klassenerhalt in der 2. Volleyball-Bundesliga genügen. In den ersten vier Partien dieser noch jungen Saison hat der TSV Mimmenhausen diese Vorgabe seines Spielertrainers erfüllt. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagt Pampel, und fügt natürlich gleich hinzu: "Wir müssen aber diesen Schnitt halten."

Hermann Hummler, Südkurier



30.09.2019

 

2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen - TuS Kriftel 3:2 (15:25, 24:26, 25:16, 25:21, 15:10)

 

Auch im ersten Heimspiel der neuen Saison hat der TSV Mimmenhausen seinen Fans für ihr Eintrittsgeld etwas geboten. Das 15:25, 24:26, 25:16, 25:21 und 15:10 in gut zweieinhalb Stunden Achterbahnfahrt im Salemer Bildungszentrum gefiel aber Spielertrainer Christian Pampel nur bedingt.

 

„Ich ärgere mich nicht darüber, dass wir einen Punkt abgegeben haben“, sagte er. In einer solch ausgeglichenen Liga, wie diese in dieser Saison sei, sei das „okay“. Nicht zufrieden dagegen war er mit der Leistung seiner Spieler zu Beginn der Partie. „Wir haben uns mit unglaublich vielen Eigenfehler selbst viel zu sehr unter Druck gesetzt.“ Umso größer natürlich die Freude bei ihm, dem Team und den Fans, dass das erste Heimspiel nicht gleich komplett in die Hosen gegangen ist.

 

Von diesen vielen Eigenfehlern profitierte natürlich Aufsteiger Kriftel in den ersten beiden Durchgängen. Viel zu oft nach dem Geschmack von Pampel. „Wir hatten keine Geduld, versuchten es mit der Brechstange, und taktisches Verhalten entwickeln auf die Spielweise von Kriftel war ja erst während der Partie möglich. Wir hatten keine Informationen.“ Dann aber hat sich schnell gezeigt, wie Kriftel tickt und wo die Mannschaft Defizite hat. „Hätten wir im zweiten Satz ein paar Fehler weniger produziert“, ärgert sich Pampel, „dann wäre der an uns gegangen und wir hätten 3:1 gewonnen.“ Dem war aber nicht so.

 

 Erst als Mittelblocker Bogdan Birkenberg eingewechselt worden war, „er hat das wirklich sehr gut gemacht“,lobte Pampel, bekam Mimmenhausen Oberwasser; und weil Federico Cipollone im Laufe der letzten drei Durchgänge die richtige, die Punkte bringende Mischung zwischen Qualitätspässen und notwendiger Geschwindigkeit gefunden hatte, neigte sich die Waage im Verlauf der immer wieder in langen Ballwechseln sehr umkämpften Partie langsam auf die Gastgeberseite.
Jetzt hatte Kriftel Druck, plötzlich konnten die „guten Mittelblocker“ (Pampel) die Mimmenhauser   Angriffe nicht mehr so gut lesen, Birkenberg und Johannes Becker „mischten die Mitte auf“ (Pampel) und stoppten

 

die zuvor wirkungsvollen Ersten Tempi – der TSV Mimmenhausen war auf der Siegerstraße. Von der hat er sich - wie schon vergangene Saison – nun nicht mehr abbringen lassen.

 

Und so war der Heimauftakt für Christian Pampel, der zum MVP gewählt wurde, und seine Crew zwar nicht ganz nach Maß verlaufen. Aber Kapitän Michael Diwersy und seine Mannen zeigten, dass sie das Potenzial haben, das blau-gelbe Schiff in die richtige Richtung zu steuern.

 

 

TSV Mimmenhausen - VI Frankfurt 3:0 (25:14, 25:14, 25:14)

 

„Müde Beine, unkonzentriert?“, die Antwort auf diese Fragen kannte Abteilungsleiter Klaus Diwersy am Sonntagnachmittag bei der Vorstellung seiner Mannschaft natürlich noch nicht.  Aber jene nach der Motivation schon: Obwohl Spielertrainer Christian Pampel und seinem Team zweieinhalb Stunden Hochspannungs-Volleyball vom Samstag gegen Kriftel in den Knochen steckten, ließen sie keine Zweifel an ihrer Einstellung aufkommen.

 

Die Volleyball-Eleven aus Hessen auch nicht. Und so musste der TSV, obwohl er das ja wusste, zur Kenntnis nehmen, dass einige der zukünftigen Stars tatsächlich Volleyball spielen können, und drei Punkte holen kein Selbstläufer wird. Mit guter Annahme, da hakelte es zu Beginn, passgenauem Zuspiel, einem Block auf Ballhöhe, konzentriertem Aufschlag, der setzte Frankfurt stets unter Druck, - und Geduld machten die Gastgeber den ersten Satz (8:1, 16:10, 25:13) deutlich klar. Den zweiten trotz größere Probleme (8:6, 16:10, 25:14) ebenfalls. Und im dritten? Die müden Knochen benötigten erneut eine Anlaufzeit (8:6), hatte sie der Kopf dann aber „überredet“, lief das Spiel des Favoriten (16:8, 24:11, 25:14).

 

„Wir haben wenig Fehler gemacht“, lobt Christian Pampel seine Truppe. Vor allem aber gab sie keinen Ball verloren, „erarbeitete sich die Punkte“ (Pampel), wartete also nicht ab, bis Frankfurt Fehler machte. „Wir hatten stets den Daumen drauf“, stellte der Spielertrainer zufrieden fest. Auf einem ungleichen Duell, in dem die Gäste nicht einmal in die Nähe eines Satzgewinnes gelassen worden waren.  

 

Hermann Hummler, Südkurier



10.09.2019

TSV Mimmenhausen startet in zweite Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse

 

Ein turbulentes erstes Volleyballjahr in der 2. Bundesliga Süd der Herren liegt hinter dem TSV Mimmenhausen. In einer sehr ausgeglichenen Liga kämpfte das Pampel-Team bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt. Der letztlich 8. Platz in der Tabelle, den die Salemer aus eigener Kraft am letzten Spieltag in Rüsselsheim nach einer häufiger erlebten 0:2 Rücklage erkämpft haben, spricht dabei aber auch Bände für die Mentalität der Mannschaft.

 

Ein mannschaftlich geschlossenes Team hat sich in der 2. Bundesliga einen Namen gemacht. Mit einer regelmäßig vollen Halle bei Heimspieltagen und dem einzigartigen Fanclub Black Wall wurde das Spiel gegen den TSV Mimmenhausen für nahezu jedes Gästeteam zu einem der stimmungstechnischen Saisonhighlights. Aber nicht nur bei Heimspielen präsentierte sich das Pampel-Team sehr gut. Auch auswärts schaffte es der Aufsteiger aus Salem immer wieder den vermeintlichen Favoriten zu ärgern. Zu einem dieser Auswärtserfolge zählt ebenso der Pokalsieg in Karlsruhe und der damit verbundene Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals. Das Volleyballspektakel gegen den Erstligisten aus Herrsching vor gut 1200 begeisterten Zuschauern im November vergangenen Jahres bleibt bis heute jedem Spieler in guter Erinnerung. Auch die Verleihung des „Social Media Awards“ durch die VBL für das beste Video in den sozialen Medien sorgte für Aufregung. Es transportierte diese schöne und emotionale Stimmung der TSV-Heimspiele nicht nur in die Liga, sondern nach ganz Volleyball-Deutschland und dies wurde belohnt. Doch trotz der zahlreichen Highlights gilt nun: Die Premierensaison ist Vergangenheit!

 

Der Verein

Der Fokus richtet sich beim TSV Mimmenhausen deshalb schon eine ganze Weile voll und ganz auf die am kommenden Samstag startende zweite Spielzeit in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.

 

Die Funktionäre um Abteilungsleiter Klaus Diwersy haben hierzu das Umfeld weiter professionalisieren können. Neben der einwandfrei aufgestellten Jugendarbeit kann der TSV Mimmenhausen auch auf die Gemeinde sowie starke Sponsoren zählen und somit auf eine gesunde, finanzielle Basis zurückgreifen. Getreu dem Motto des „Familienvereins Mimmenhausen“ werden die vorhandenen Mittel dabei weiterhin bevorzugt in die nachhaltige Entwicklung des Vereinsumfeld und nicht in Spieler auf dem Transfermarkt investiert. Der Stamm der Mannschaft bleibt entsprechend nahezu komplett beisammen, der Kader wird lediglich durch Weggefährten einiger TSV-Spieler aus Jugendspielzeiten ergänzt. Spielertrainer Christian Pampel zeigt sich somit ebenfalls mit der Zusammenstellung des Kaders zufrieden: „Dem Abgang von Kolja Hüther und dem beruflich bedingten Kürzertreten von Tobias Diwersy stehen die Rückkehr von Lennart Diwersy nach absolviertem Studium in Berlin

und Verstärkungen auf der Mittelblockerposition, der Außenannahme und der Zuspielerposition entgegen.“

 

Die Neuen

Neu dabei beim TSV Mimmenhausen ist Johannes Becker. Der 1,95m große, sprunggewaltige Mittelblocker wechselt vom USC Konstanz aus der 3. Liga auf die andere Seeseite und weist als ehemaliger Teil der Youngstars Friedrichshafen und dem TV/DJK Hammelburg ebenfalls Zweitligaerfahrung auf. Der zweite Neuzugang kommt direkt von den Youngstars Friedrichshafen und spielte somit vergangene Saison noch gegen Mimmenhausen. Der 19-jährige Rohdiamant Severin Hauke verstärkt das Team auf der Außenannahmeposition und wird sich den nötigen Feinschliff für einen gestandenen Zweitligaspieler bei Christian Pampel holen. Als letzter Neuzugang stößt Federico Cipollone vom französischen Erstligisten A.S. Cannes zum Pampel-Team. Der in Markdorf aufgewachsene Italiener kehrte nach Profistationen beim TV Rottenburg und in Frankreich die Profikarriere den Rücken. Dass er sich nun dem TSV Mimmenhausen anschließt ist nicht nur ein Glücksfall für Christian Pampel, die Wahl fiel bewusst. Der 25-Jährige Zuspieler kennt einige TSV-Eigengewächse aus regelmäßigen Aufeinandertreffen in der Jugend und mit der Auswahlmannschaft, ebenso spielte er mit Jonas Hofmann und Johannes Becker gemeinsam in der Jugend des VfB Friedrichshafen.     

 

Der Saisonstart

Seit Mitte Juli schwitzen die Spieler bereits wieder regelmäßig die Hallenböden der BZ-Halle Salems im Training voll. Unterbrochen durch die ein oder andere urlaubsbedingte Abwesenheit eines Spielers ist seit Mitte August das Team komplett im Training. Hierbei zeigt sich Christian Pampel mit dem Trainingsniveau aktuell bereits recht zufrieden. Das abschließende Highlight der Vorbereitung für die Mannschaft wird das gemeinsame Training mit den Profis vom amtierenden DVV-Pokalsieger VfB Friedrichshafen diese und nächste Woche sein, die sich noch am Beginn ihrer Saisonvorbereitung befinden. Doch bereits kommenden Samstag zählt es dann für den TSV Mimmenhausen schon. Mit Spannung kann erwartet werden, wie sich das Team in neuer Mannschaftskonstellation bei der ersten Partie der Saison – auswärts gegen Aufsteiger GSVE Delitzsch – präsentieren wird. Mit dem Meister der 3. Liga Ost der vergangenen Saison bekommt es Mimmenhausen direkt mit einem unangenehmen, erfahrenen Gegner zu tun. Nach Abstieg in der Saison 2017/2018 aus der 2. Bundesliga schafften die Sachsen mit nahezu unverändertem Kader souverän den direkten Wiederaufstieg und können somit ebenfalls auf reichlich Zweitligaerfahrung zurückgreifen. „Delitzsch scheint ein eingespieltes Team zu sein. In der Premierenpartie nach dem Wiederaufstieg werden sie mit Sicherheit auch hochmotiviert sein. Schaffen wir es diesen Extraschub an Motivation zu durchbrechen ist alles möglich, wenn nicht – wird es schwer.“, bringt es TSV-Coach Pampel auf den Punkt.



16.04.2019

+++Mimmenhausen feiert den Klassenerhalt+++

 

TG Rüsselsheim 2 – TSV Mimmenhausen 3:2 (28:26, 25:14, 23:25, 23:25, 15:12)

 

Von „einem unheimlich befreienden Moment“ berichtet TSV-Spielertrainer Pampel von seinem Punkt zum 2:2 Satzausgleich. Dank des hiermit gewonnenen Punkts war dem Aufsteiger in seiner Premierensaison in der 2. Bundesliga der Klassenerhalt nicht mehr streitig zu machen. Selbst für den gestandenen Profi war der Satzausgleich nach 0:2 Satzrückstand eine deutlich spürbare Erleichterung. Die Freude im gesamten Team ging noch deutlich weiter. Die Spieler lagen sich im Arm, als hätte man soeben 3:0 gewonnen. Dass der Tie-Break letztlich nicht gewonnen wurde wurde zur Nebensache.

 

„Nicht unverdient“, so Pampel, gewann Rüsselsheim somit eine unterhaltsame Partie, in der die hessischen Gastgeber es dem TSV Mimmenhausen vor allem zu Beginn des Spiels nicht einfach machten. Ein ums andere Mal blieb man am guten Block der Rüsselsheimer hängen, oft war auch die Abwehr der Hessen zur Stelle. Früh rannten die Gäste somit einem Sechs-Punkte-Rückstand hinterher. Trotzdem merkte man dem Aufsteiger seinen großen Willen an. Das Pampel-Team gab sich nicht auf, kämpfte sich auch bei Satzbällen für Rüsselsheim zurück, sicherte sich gar zwei eigene Chancen zum Satzgewinn und musste letztlich dann jedoch trotzdem den 26:28-Satzverlust hinnehmen. Ein schmerzlicher Satzverlust. Denn im zweiten Durchgang schien sich im größtenteils jungen, unerfahrenen Team der Salemer etwas die Angst vor dem noch möglichen Abstieg doch etwas breit zu machen. Rüsselsheim spielte hingegen groß auf. „Alles, was wir versuchten, funktionierte nicht.“ (Pampel).

 

Rüsselsheim hatte immer die passende Antwort parat und dominierte die Gäste im zweiten Durchgang deshalb nach Belieben. 0:2 aus Sicht des Aufsteigers – parallel führten die weiteren Abstiegskandidaten Gotha mit 2:0 Sätzen gegen Karlsruhe und Freiburg noch mit 1:0 Sätzen gegen den Meister Eltmann. Der Abstieg plötzlich möglicher denn je. In Rüsselsheim wusste das beim TSV Mimmenhausen jedoch niemand. „Wir wollten keine Ergebnisse aus den anderen Hallen wissen und uns lediglich auf unsere Aufgabe konzentrieren.“, berichtet Pampel.

Vermutlich bewahrte er hiermit sein Team vor weiterer Nervosität. Denn erneut zeigte Mimmenhausen genau dann, als man mit dem Rücken zur Wand stand, die bestmögliche Reaktion.  Man rückte mannschaftlich zusammen, stemmte sich mit purem Willen gegen weiterhin gut spielende Rüsselsheimer und erkämpfte sich so bei 24:20 die ersten Satzbälle. Obwohl sich dann nochmals kurzzeitig Nervosität breitmachte als man drei Satzbälle verspielte, gelang im vierten Anlauf der 1:2 Satzanschluss. Ähnlich verlief auch der vierte Durchgang. Mimmenhausen schaffte es mehr und mehr, die Gastgeber zu Fehlern zu zwingen. Beim Stand von 24:21 erspielte sich der Aufsteiger so die ersten Bälle zum Klassenerhalt. „Die ersten Zwei haben wir nicht gemacht“, sagt Pampel. Weil aber Mimmenhausen „weitermacht – immer weiter macht“, fügt er an, sollte es eben der dritte Satzball sein, der den Klassenerhalt besiegelte und dem Jubel bei den Gästen mit seinen knapp 30 mitgereisten Fans freien Lauf ließ. Auch wenn im entscheidenden Tie-Break Mimmenhausen zunächst völlig losgelöst aufspielte und sogar mit 11:8 vorne lag, kümmerte es Pampel „eher nachrangig“, dass man diesen Satz durch kleinere Annahmeprobleme zum Ende hin doch noch abgab.

 

Nach acht Monaten Kampf gegen den Abstieg, gebeutelt von Verletzungen wie in kaum einer Saison zuvor, war die Sicherung des Klassenerhalts aus eigener Kraft das Einzige, das zählte. Und auch wenn es wurde nochmals ungewollt dramatisch wurde, hat es gereicht: Der TSV Mimmenhausen erreichte am letzten Spieltag sein großes Ziel und wird auch in der kommenden Saison Zweitligavolleyball in Salem bieten. „Die Sponsoren sind alle auch kommende Saison wieder an Bord“, freut sich Pampel. Anders bei den gastgebenden Rüsselsheimern, die sich zum Ablauf dieser Saison aus finanziellen Gründen aus der 2. Bundesliga zurückziehen. Sportlich blieb darüber hinaus dem bereits feststehenden Absteiger SV Fellbach sowie der FT Freiburg (1:3 Niederlage gegen den Meister Eltmann) der Gang in die Dritte Liga nicht erspart.

 

TSV: Bogdan Birkenberg, Lukas Diwersy, Michael Diwersy, Tobias Diwersy, Jonas Hoffmann, Christian Pampel, Julius Schrempp, Tobias Streibl, Doru Pilihaci, Lukas Ott, Lennart Diwersy, Thomas Wolters, Michael Kasprzak, Kolja Hüther



10.04.2019

 Entscheidung über Ligaverbleib vertagt

 

TSV Mimmenhausen - TSV Grafing 0:3 (22:25, 22:25, 22:25)

 

Der TSV Mimmenhausen hat es nicht geschafft, für klare Verhältnisse zu sorgen. Zu sorglos ist er beim 22:25, 22:25 und 22:25 mit seinen Chancen umgegangen. Spielertrainer Christian Pampel hatte ,,phasenweise ein tolles Spiel seiner Mannschaft" gesehen, monierte aber auch viel zu viele Stockfehler. Die machen es dem Titelverteidiger immer wieder leicht. Und so mussten die Blau-Gelben nicht nur eine glatte Niederlage quittieren, sie hatten auch hinzunehmen, dass Freiburg, Mitbewerber um den Klassenerhalt, in Karlsruhe zwei Punkte holte, bis auf zwei Zähler zu ihnen aufschloss. Der letzte Spieltag wird nun mal so richtig spannend.

 

Alexander Hezareh hat dazu eine klare Meinung. Mimmenhausen müsse in der zweithöchsten deutschen Liga bleiben. Nicht etwa, weil es mit seinen Eigenfehlern zum glatten Grafinger 3:0 beigetragen hat. Mimmenhausen sei eine Bereicherung für die Liga. ,,Das 3:0 täuscht", sagt der Grafinger Trainer. ,,Die Sätze waren alle sehr eng. Mimmenhausen hat uns alles abverlangt."

 

Nach Kampf hat es aber nicht immer ausgesehen. Die Fans im Salemer Bildungszentrum rieben sich verwundert die Augen. So hatten sie ihre Volleyballer lange nicht mehr erlebt. Nichts wollte ihnen gelingen (2:8). Erst allmählich kam der blau gelbe Wagen ins Rollen (15:16), 

bissen seine Passagiere im Block zu, hielten das Sideout (18:18). Statt nun aber ihr Momentum zu nutzen, verdaddelten an sie promt wieder ein paar Bälle - ein fast fehlerfreies Grafing steuerte auf den Satzgewinn zu, ohne über die Gebühr gefordert zu werden (22:18, 24:22, 25:22). Abhaken, sammeln und neu starten. Der zweite Durchgang lief im Vergleich zum vorigen viel besser für die Gastgeber. Bis zur zweiten technischen Auszeit (16:15) und darüber hinaus (20:17). Dann war wieder der Wurm drin (22:22, 22:24). Beim zweiten Satzball hatte Grafing, dreimal wehrte es den 23. Mimmenhausener Punkt ab, eine Lösung gefunden.

 

,,Die Situation ist bekannt", sagt der Abteilungsleiter Klaus Diwersy in der Pause. Schon öfters hatte der TSV eine 0:2-Rückstand gedreht. Aber ausgerechnet dann, als nur noch zwei mickrige Pünktchen zum rechnerisch wasserdichten Klassenerhalt fehlten, gelang das nicht. Grafing wusste um die Mimmenhausener Stärken, lies nicht mehr viel zu (8:5,16:12) und den TSV nur noch auf zwei Punkte heran (20:22, 22:24). ,,Das war nicht euer Tag“, fasst Klaus Diwersy das 22:25 und 0:3 zusammen.

 

Dennoch ließen die Volleyballer, Fans und Funktionäre sich nicht abhalten, mit Mackatzer und Thüringern vom Grill gebührend eine tolle Saison zu feiern. Mit den Grafingern. Die blieben sitzen, wollten es kaum glauben, hörten und schauten zu, tranken einen Becher Bier und sangen mit. Auf diesem Gebiet, keine Frage, ist der TSV Mimmenhausen all seinen Kontrahenten voraus.

(Hermann Hummler, Südkurier)

 



27.03.2019

Erster Matchball zum Klassenerhalt vergeben

 

TG Mainz-Gonsenheim – TSV Mimmenhausen 3:0 (25:21, 25:23, 25:23)

 

„Schade! Da war mehr drin.“, stellte ein TSV-Coach Christian Pampel nach der Partie beim Tabellendritten in Mainz ernüchtert fest. Letztlich fehlte dem Aufsteiger aus Mimmenhausen aber an diesem Tag die letzte Konsequenz im Spiel gegen die Rheinland-Pfälzer, weshalb sowohl ein 16:12 Vorsprung im ersten Durchgang als auch ein 22:20 Zwischenstand im zweiten Durchgang nicht in einen Satzgewinn umgemünzt werden konnte.

 

Dabei erwischte Mimmenhausen einen guten Start in die Partie. „Zu Beginn der Partie haben wir genau das umgesetzt, was wir in letzter Zeit vermehrt trainiert haben“, so Pampel. Immer wieder spielten die Gäste Geduldig die eigenen Angriffe zu Ende, waren dabei hellwach in der Blocksicherung gegen den stets präsenten Block der Mainzer und machten wiederum selber Druck über gute Aufschläge und Blockaktionen. Über die Zwischenstände von 8:4 und 16:12 setzte sich das Pampel-Team somit kontinuierlich bis auf 18:14 ab. Doch dann kam der kurze Bruch im Spiel. Erst wackelte die Annahme zwei Mal und plötzlich fanden dann auch die Hauptangreifer, um Spielertrainer Christian Pampel und MVP Jonas Hofmann nicht mehr die Mittel, um gegen den starken Block- und Abwehrverbund des Tabellendritten durchzukommen.

 

Plötzlich wurde aus dem komfortablen Vorsprung somit ein 18:20 Rückstand und der erste Satz entglitt dem TSV Mimmenhausen. Mainz war nun voll in der Partie und legte im zweiten Durchgang einen fulminanten Start hin. Bei der ersten technischen Auszeit mussten sich Mimmenhausen somit bereits einem 1:8 Rückstand stellen. Doch der Aufsteiger kämpfte sich Punkt um Punkt zurück, bekam so wieder mehr und mehr Zugriff auf das Spiel und war so beim Spielstand von 17:20 wieder in Schlagdistanz. Eine Aufschlagserie von Bogdan Birkenberg sorgte dann sogar für die komplette Wende im Satz – nun war Mimmenhausen wie aus dem Nichts 22:20 in Führung.

Leider schaffte man es auch dieses Mal nicht diesen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen, denn genau in dem Moment als das Momentum auf Seiten des TSV übergegangen zu sein schien, packte wieder der starke Block der Gastgeber zu. Nichtdestotrotz war Christian Pampel im Nachgang an die Partie prinzipiell einverstanden mit dem was sein Team in den ersten beiden Durchgängen gezeigt habe. Es hat lediglich hier und da ein wenig das Matchglück gefehlt. „Nicht zufrieden“ zeigte sich der TSV-Spielertrainer dann aber mit dem Auftreten seines Teams im dritten Durchgang. „Mainz hat im letzten Durchgang deutlich merkbar den Druck aus den Aufschlägen genommen und sich auf die Fehler von uns sowie den eigenen Block-/Abwehrverbund verlassen“, so Pampel und ärgerte sich, dass dieses Konzept der Gastgeber aufging. Mimmenhausen machte zwar keine entscheidenden Fehler in der Annahme brachte diese aber zu selten so gut, dass Zuspieler Michael Diwersy den gegnerischen Block vor Herausforderungen hätte stellen können. Aussichtslos im Rückstand schien der TSV Mimmenhausen somit beim ersten Matchball für Mainz beim Spielstand von 18:24. Doch der Spielertrainer selbst machte es nochmals spannend. Durch starke Aufschläge von Pampel verkürzte der TSV bis auf 23:24, hatte dann auch noch die Chance im Gegenangriff zum Ausgleich, die leider ungenutzt blieb, bevor der MVP auf Seiten der Mainzer Tobias Brand mit einem Rückraumangriff das Spiel beendete.

 

Mimmenhausen vergab somit die erste Chance den Klassenerhalt rein rechnerisch aus eigener Hand fix zu machen. Da parallel die ersten beiden Anwärter auf den letzten Abstiegsplatz – Gotha und Freiburg – jeweils die eigenen Partien gewinnen konnten, bleibt der Abstiegskampf somit weiterhin offen. Nichtsdestotrotz verteidigte Mimmenhausen trotz der Niederlage den siebten Tabellenplatz und hat weiterhin vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. In den zwei verbleibenden Spielen haben die Salemer somit weiterhin alles in der eigenen Hand den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. Besonders freuen würde sich TSV-Coach Pampel natürlich, wenn dieser letzte Schritt direkt im kommenden, letzten Heimspiel am 06.04 gegen den Tabellenzweiten aus Grafing gelingen würde.



11.03.2019

TSV Mimmenhausen kurz vor dem Klassenerhalt

 

Zweitligavolleyballer besiegen den direkten Konkurrenten aus Gotha mit 3:1 (25:15, 23:25, 28:26, 25:23)

 

Lange mussten die vielen TSV Fans auf einen erneuten 3 Punkte-Sieg in der BZ Arena warten. Dass es ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib aus Gotha wieder klappte, war doppelt erfreulich und wertvoll. Dementsprechend gelöst war die Stimmung nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei allen Spielern. „Ich freue mich riesig über die drei Punkte“ kommentierte ein zufriedener, aber müder Spielertrainer Christian Pampel das schwer umkämpfte Spiel. „Jetzt trinke ich aber erst mal ein Radler, und die Dusche ist mir auch wichtiger als die Tabelle“. Das erfrischende Getränk und die erholende Dusche hatte er und sein Team nach diesem intensiven Spiel mehr als verdient. Denn auch wenn der erste Satz deutlich an die Männer aus Mimmenhausen ging, so entwickelte sich das Spiel zu der erwarteten schweren Partie mit vielen langen Ballwechseln.

 

Die Spieler um Kapitän Michael Diwersy, der seinen verletzten Bruder Lukas auf der Zuspielerposition ersetzte und einen hervorragenden Job machte, starteten sehr konzentriert und fokussiert den ersten Durchgang. Angefangen von sehr druckvollen Aufschlägen, über eine stabile Annahme und einem durchschlagkräftigen Angriff bis hin zu einer hervorragenden Block-Abwehr Arbeit, gelang den Mimmenhausenern alles und ließen so den Gegner nicht ins Spiel kommen. Ein Break nach dem anderen wurde schön erkämpft und erspielt und mit einem Vorsprung von zehn Punkten war der erste Satz eingefahren. Sehr zur Freude von Pampel, denn nun „haben wir drei Sätze die Chance einen Punkt zu ergattern“ und das ausgeschriebene Ziel, mindestens einen Punkt zu holen, wäre schon mal erreicht.

 

Dass dies nicht direkt im zweiten Durchgang klappte, gehört neben der nie aufgebenden Mannschaft, auch ein wenig zu dieser so spannenden Saison der Mimmenhausener in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Im folgenden Satz fanden nun auch die Gäste aus Gotha ins Spiel.  

Regelmäßig brachten sie die Annahme um Libero Lennart Diwersy in Schwierigkeiten und auch im Angriff wussten sie sich immer öfter durchzusetzen. Begünstigt durch einige Eigenfehler der Mimmenhausener, erspielten sich die Gäste recht schnell einen Vorsprung von sechs Punkten. Und auch wenn es zum Satzende nochmal eng und spannend wurde, da Pampel & Co. wieder zurück in die Spur fanden, so ging dieser Satz an Gotha. Also musste die nächste Chance in Form von Satz drei her, um sich einen Punkt zu sichern. Nach einem ausgeglichenen Satzbeginn geriet man aber durch eine starke Aufschlagsserie des MVP Christoph Aßmann auf Seiten der BlueVolleys, schnell in Rückstand und plötzlich stand es 6:12 für die Gäste. Wer dachte auch dieser Satz würde an Gotha gehen, sah sich getäuscht. Diwersy & Crew ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Es wurde weiterhin sehr druckvoll und mit wenig Eigenfehlern aufgeschlagen und nun kam die Mimmenhausener Stärke ins Spiel: unbändiger Kampfgeist. Es entwickelte sich eine hochklassige und spannenden Partie und die Jungs aus Salem kämpften sich Punkt für Punkt heran. Sogar drei Satzbälle wurden abgewehrt und der erste eigene, durch einen Block von Christian Pampel verwandelt. Der Lärm in der Halle war ohrenbetäubend und der Wille, diese Partie nun im nächsten Satz zu entscheiden riesig.

 

Getragen von der überragenden Stimmung der 522 Zuschauern spielten die Mimmenhausener wie entfesselt und setzen sich schnell ab (8:6, 16:11,21:16). Aber auch Gotha bewies seinen Kampfgeist und ließ sich von der drohenden Pleite nicht beirren. Atemberaubende Ballwechsel bestimmten nun das Geschehen und kosteten das Publikum viele Nerven. Doch der dritte Matchball (24:21,24:22) durch Christian Pampel brachte die Entscheidung und so wurden aus einem ausgeschriebenem Punkt drei und aus einem zufriedenen ein glücklicher Spielertrainer Christian Pampel.

 

Bei verbleibenden drei Spielen haben die Mimmenhausener nun zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, jedoch auch schon eine Partie mehr absolviert als die Konkurrenz. Aber der Klassenerhalt ist zum Greifen nah!



06.03.2019

Mimmenhausen mit zwei Siegen am Derbywochenende

 

FT Freiburg – TSV Mimmenhausen 2:3 (22:25, 25:16, 25:27, 25:19, 15:17)

 

Sonntagabend kurz nach 18 Uhr war es vollbracht. Gerade hat der TSV Mimmenhausen in der ZF Arena Friedrichshafen das Bodenseederby mit 3:1 für sich entscheiden können und damit, nach dem Krimi-Sieg gegen Freiburg tags zuvor, den Doppelspieltag zumindest aus Sicht der Punkteausbeute zu vollster Zufriedenheit von TSV-Coach Christian Pampel abschließen können: „Das waren zwei unglaublich wichtige Erfolge“.

 

Nicht ganz zufrieden war er jedoch mit der teils starken Leistungsschwankung seines Teams in beiden Partien. „Wir haben in beiden Partien Phasen gehabt, in denen wir zu viele Eigenfehler produziert haben – auch die Annahme war nicht immer stabil“, so Pampel. Gerade im Südbaden-Derby in Freiburg vor ausverkauftem Haus mit 720 Zuschauern tat sich sein Team zu Beginn in der Annahme unheimlich schwer. Dass es letztlich trotzdem zum 1:0 Satzgewinn reichte war dem ebenfalls kontinuierlichem Aufschlagdruck des Salemer Teams geschuldet, wodurch auch Freiburg zu vielen Fehlern genötigt wurde. Wechsel auf der Liberoposition sowie auf der Zuspielposition auf Seiten der Freiburger brachten dann mehr Stabilität ins Spiel der Gastgeber, während Mimmenhausen trotz Wechsel auf der Außenannahmeposition von Wolters für Ott deutlich mehr Zeit brauchte, um den Spielrhythmus endlich zu finden. Nach deutlichem Satzverlust in Durchgang Nummer zwei, gestaltete Mimmenhausen dann allerdings den dritten Durchgang wieder ausgeglichen. Doch dann eine kurze Schrecksekunde: Ein FT-Spieler trat über, TSV-Zuspieler Lukas Diwersy landete direkt auf seinem Fuß und war umgeknickt. Für ihn ging es nicht weiter – Bruder Michael Diwersy musste also einspringen. In dieser Situation, mit dem Rücken zur Wand, spielte das Pampel-Team dann jedoch wieder seine Stärke aus – mannschaftliche Geschlossenheit. Mit unbeugsamem Kampf und einem Michael Diwersy, der sich nahtlos in das Spiel der Salemer einfand und intelligent die Fäden im Angriffsspiel zog, ließen sich der TSV nicht abschütteln. Nach einem abgewehrten Satzball sicherte sich die Blau-Gelben dann beim zweiten eigenen Satzball durch ein Ass zum 27:25 die wichtige 2:1 Satzführung. Denn im vierten Durchgang gönnte sich Mimmenhausen nochmals eine Verschnaufpause und musste den 2:2 Satzausgleich akzeptieren. Ein weiteres Mal fiel die Entscheidung also im Tie-Break, welcher sich hochdramatisch gestaltete. Mimmenhausen erwischte den besseren Start, war durchweg ein bis zwei Punkte In Führung. Doch dann kam Freiburg zurück – glich bei 12:12 erstmals aus. Mimmenhausen blieb cool – hielt den Sideout und erkämpfte sich direkt durch einen Blockpunkt zwei Matchbälle. Freiburg wehrte beide in langen Ballwechseln ab – 14:14. Doch Mimmenhausen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Im vierten Anlauf sorgte Thomas Wolters mit seinem Aufschlag für großen Druck auf die Annahme der Freiburger, der daraus folgende Angriff der Gastgeber landete im knapp im Aus – 17:15 im Tie-Break und damit zwei Punkte für Mimmenhausen.

 

Volley YoungStars Friedrichshafen – TSV Mimmenhausen 1:3 (18:25 25:21 21:25 19:25)

 

Etwas weniger dramatisch sollte sich dann die Partie gegen den Nachwuchs aus Friedrichshafen am Sonntag erweisen. Nichtsdestotrotz machten es das junge Auswahlteam dem Pampel-Team alles andere als leicht.

 

Nachdem Mimmenhausen im ersten Durchgang durch zahlreiche Asse trotz erneuter Annahmeschwäche souverän die Oberhand behalten konnte, fand der Seenachbar dann im zweiten Satz immer besser ins Spiel. Immer wieder machten es die Youngstars um den flinken Libero und späteren MVP der Gastgeber Johann Reusch im Zusammenspiel mit der guten Blockarbeit der Häfler dem Pampel-Team schwer direkte Punkte zu erzielen. Gleichzeitig konnte Friedrichshafen die eigene Fehlerquote geringhalten und glich somit verdient zum 1:1 aus. „Wir haben zeitweise zu wenig Druck aufgebaut und so die YoungStars im Spiel gehalten“, analysierte Pampel den Satzverlust und reagierte mit einem Spielerwechsel. Ott kam für Wolters in die Partie. Doch auch im dritten Durchgang tat sich Mimmenhausen gegen die jungen Gastgeber zunächst schwer. „In dieser Phase hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt“, lobte TSV-Coach Pampel das junge Team. Erst als Ott es schaffte den gut aufgelegten Diagonalspieler der YoungStars Benedikt Waldinger im Block besser in den Griff zu bekommen und dadurch zu dem ein oder anderen Fehler zwang, schafften das Salemer Team den Umschwung. Die Gäste nutzten diesen kleinen Wechsel des Momentums in der Folge dann abgezockt, erhöhten wieder den Aufschlagdruck und erzwangen mit 25:21 trotz kaum nachlassendem Gegendruck der Häfler die 2:1 Satzführung. Dieser Satzerfolg erwies sich dann als kleiner emotionaler Knackpunkt für die Gäste, denn im vierten Durchgang zog Mimmenhausen durch eine Aufschlagserie von Tobias Streibl direkt bis auf 6:1 davon. Diesen Vorsprung verwaltete Mimmenhausen dann souverän bis zum Spielende.

 

„Es hätte schlechter laufen können“, fasste Pampel den Doppelspieltag gewohnt nüchtern zusammen. Positiv stimmte ihn jedoch allemal, dass Michael Diwersy seinen verletzten Bruder Lukas auf der Zuspielposition auch am Sonntag souverän ersetzen konnte. Insgesamt fünf von möglichen sechs Punkte sicherte sich Mimmenhausen somit an diesem Wochenende und rangiert mit nunmehr 29 Punkten auf Rang 8. Scheinbar komfortable zehn Punkte Vorsprung hat der TSV somit auf die Abstiegsränge, doch Pampel weiß: „Dieser Schein trügt!“ Denn das Team auf dem ersten Abstiegsrang, die Blue Volleys Gotha, sind aktuell das Team der Stunde in der Liga, punkteten gegen Grafing und Mainz, schlugen direkte Abstiegskonkurrenten und weisen aktuell noch zwei Spiele weniger als Mimmenhausen auf. Zudem muss Pampel neben dem Langzeitausfall von Kasprzak nun auch vermutlich vorerst auf Lukas Diwersy verzichten. Weiterhin fraglich sind darüber hinaus auch die Einsätze von den angeschlagenen Schrempp und Pilihaci in der kommenden Woche und Streibl wird beruflich fehlen. Dass ausgerechnet die Blue Volleys nun am kommenden Samstag um 20 Uhr in der BZ Halle Salem zum nächsten wichtigen Spiel um den Klassenerhalt gastieren, stört Pampel trotzdem nicht: „Unsere Ausgangssituation ist besser – Gotha muss hingegen gewinnen!“ Für Mimmenhausen ist es allemal eine weitere Möglichkeit den unerschöpflichen Teamgeist gemeinsam mit der Black Wall im Rücken unter Beweis zu stellen.

 



19.02.2019

Titelaspirant zu stark für Mimmenhausen

 

TSV Mimmenhausen – HEITEC Volleys Eltmann 0:3 (12:25, 22:25, 18:25)

 

Erneut strömten rund 540 Zuschauer in die BZ Halle Salem, erneut feuerte der Fanclub Black Wall ununterbrochen das Heimteam an. Doch es sollte gegen den aktuellen Tabellenführer aus Eltmann nichts helfen. Zu stark präsentierte sich der bayrische Titelkandidat am frühen Sonntagnachmittag in Salem und setzte dem Aufsteiger vor allem mit druckvollen Aufschlägen kontinuierlich zu.

 

Genauso begann auch die Partie: Zwei Aufschläge von Eltmann, zwei Asse. Neben diesem vor allem im ersten Durchgang immer wiederkehrenden Problemen in der Annahme, fehlte dem TSV Mimmenhausen auch ein ums andere Mal etwas Zielgenauigkeit im Angriff: „Ich habe selten erlebt, dass so viele Bälle wirklich um Zentimeter die Linie verfehlten“, stellte TSV-Coach Pampel süffisant fest. Der erste Satz wurde so zu einer sehr deutlichen Angelegenheit. Auch im zweiten Durchgang änderte sich trotz einiger Spielerwechsel beim Heimteam zunächst wenig am Bild. Wieder zog Eltmann von Beginn an davon, Mimmenhausen produzierte nun allerdings weniger Eigenfehler. Ab und zu ließ das Pampel-Team zudem auch die eigene Stärke im Aufschlag aufblitzen und konnte so immer wieder für ein Break sorgen. Der Vorsprung der Eltmänner hielt sich nun deutlich in Grenzen. Letztlich war es aber nach wie vor die Fehleranfälligkeit im eigenen Sideout sowie die Souveränität, 

die der Tabellenführer in der Blockfeldabwehr an den Tag legte, durch die dem Heimteam letztlich der Schneid abgekauft wurde. So auch in der einzigen Situation des Spiels, in der es knapp hätte werden können: Eltmann führt mit 24:22, Mimmenhausen kommt über einen druckvollen Aufschlag zur Chance zum Gegenangriff, doch der Block der HEITEC Volleys war zur Stelle. Es sollte also bis zum Beginn des dritten Durchgangs dauern, bis Mimmenhausen erstmals in Führung gehen konnte. Bis zur ersten technischen Auszeit konnte das Pampel-Team einen knappen Vorsprung auch verteidigen. Doch dann musste Mimmenhausen dem andauernden Druck der Gäste wieder Tribut zollen. Symptomatisch wurde die Begegnung mit drei Assen in Folge für Eltmann beendet.

 

„Wir haben heute nicht unbedingt mit Punkten gerechnet, aber wollten uns schon besser präsentieren“, zog TSV-Coach Pampel Bilanz unter einen ernüchternden Auftritt und bezog dabei auch die eigene Leistung mit ein. Für das Team heißt es nun die gezeigte Leistung abzuhaken. Das anstehende spielfreie Wochenende kommt hier vermutlich nicht ungelegen, bevor es am Doppelspieltag zunächst zum Tabellennachbarn vom FT Freiburg geht und man ein Tag später bei den Youngstars in Friedrichshafen gastiert. Pampel zeigt sich allemal unbeeindruckt: „Unsere Ausgangssituation ist unverändert gut, 30 Punkte bleiben weiterhin unser erstes Ziel und deshalb richten wir den Blick weiterhin optimistisch nach vorne.“ Und versichert abschließend: „In den nächsten Spielen werden wir uns anders präsentieren!“



05.02.2019

Mimmenhausen zeigt erneut Nervenstärke

 

TSV Mimmenhausen – AlpenVolleys Haching II 3:2 (25:19, 24:26, 31:29, 16:25, 15:7)

 

Große Freude brannte unter den 465 Heimzuschauern auf als Rückkehrer Lukas Ott nach 2 Stunden und 20 Minuten Spielzeit in der Salemer BZ-Halle das spielentscheidende Ass zum 3:2 Sieg für den TSV Mimmenhausen schlug. Nach einer sehr intensiven und „wirklich hochklassigen Zweitligapartie“, so Gäste-Coach Pfletschinger, gingen die Gastgeber um MVP und Spielertrainer Christian Pampel als knapper Sieger hervor.

 

Mit dem Selbstvertrauen aus dem Auswärtssieg der vergangenen Woche in Fellbach im Rücken, startete der Aufsteiger aus Salem gegen die Reserve des Bundesligaspitzenreiters unaufgeregt. Starke Aufschläge der Gastgeber setzten der noch wacklig agierenden Annahme der Hachinger Gäste über weite Strecken des ersten Durchgangs erheblich zu. Die logische Folge: Eine ungefährdete 1:0 Führung nach Sätzen für Mimmenhausen. Auch im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein unverändertes Bild. Mimmenhausen war am Drücker, bestimmte das Spielgeschehen und lag bereits mit 13:10 in Front. Doch dann sorgten eine Aufschlagserie und starke Abwehraktionen des Hachinger Zuspielers Paduretu für die Kehrtwende. Plötzlich lief es im Angriff und auch im Block der Gäste deutlich besser. Bis auf 14:20 konnte sich Haching so urplötzlich gar absetzen. Mimmenhausen wollte sich allerdings nicht geschlagen geben, kämpfte sich erneut dank starker Aufschläge von Christian Pampel bis auf 24:24 zurück. Ein Sideoutpunkt und ein Ass später sollten es trotzdem die Gäste sein, die den 1:1 Satzausgleich bejubeln durften. Für die Begegnung war dies allemal eine Initialzündung auf beiden Seiten. Reihenweise glänzten die Abwehrreihen beider Teams mit spektakulären Abwehraktionen. In dem nun hochintensiven Spiel mit zahlreichen langen Ballwechseln wusste sich so kein Team entscheidend abzusetzen. Folgerichtig wurde dieser Durchgang erst in einer hochdramatischen Satzverlängerung entschieden. Es ging hin und her – fünf Satzbälle für die Gäste wehrte Mimmenhausen nervenstark ab, bevor Julius Schrempp mit einem starken Block den starken 

Diagonalangreifer Zahar der Gäste beim zweiten Satzball für den TSV stoppen konnte und den Satz für den Aufsteiger entschied. Von dieser Dramatik schien sich das Pampel-Team im vierten Durchgang dann jedoch etwas erholen zu müssen. Nach offen gestaltetem Satzbeginn zog Haching gegen Mitte des Satzes davon. Pampel reagierte und gönnte sowohl Zuspieler Lukas Diwersy als auch Mittelblocker Tobias Streibl eine Verschnaufpause. Haching zeigte sich davon unbeeindruckt. Obwohl Mimmenhausen wenig Eigenfehler produzierte, war Haching sehr präsent in Block und Abwehr und effektiver im Angriff. Folgerichtig glichen die Gäste zum 2:2 nach Sätzen aus. Erneut musste also der Tie-Break die Entscheidung bringen. Erneut bewies Mimmenhausen hier eine unglaubliche Nervenstärke. Mit den erholten Lukas Diwersy und Tobias Streibl zurück im Spiel und einem starken Lukas Ott in der Annahme und im Block präsentierte sich der TSV Mimmenhausen nun unglaublich fokussiert und machte keine Fehler. Nachdem Ott, Streibl und Pampel die gegnerischen Angriffe beim Spielstand von 6:6 viermal in Folge blockten, wurde den Hachinger Gästen dann auch endgültig der Zahn gezogen. Die Bundesligareserve war nun im Angriff verunsichert und produzierte erstmals in der Partie zusätzlich noch einige Fehler in Folge. Mimmenhausen war somit zum sechsten Mal in einem Tie-Break in dieser Saison obenauf – das erste Mal dazu in 2019.

 

Mit diesen nicht zwangsläufig erwarteten weiteren zwei Punkten für den TSV Mimmenhausen, steht das Pampel-Team nun bei 23 Punkten und auf einem soliden 8. Tabellenplatz. Trotz alledem sind es aufgrund des überraschenden 3:2 Sieges der Blue Volleys Gotha im Parallelspiel gegen den Tabellenführer aus Mainz weiterhin nur acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Pampel interessiert sich hierfür jedoch reichlich wenig: „Ich möchte mich nicht zu sehr mit der Tabellensituation beschäftigen. Das einzige Ziel für mich sind weiterhin 30 Punkte.“ Schnell lenkt er den Fokus deshalb auf die nächste Partie. Dann hat Mimmenhausen die Möglichkeit auswärts beim SSC Karlsruhe um die nächsten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu kämpfen. „Wenn wir gut spielen, werden auch dort Punkte im Bereich des Möglichen sein.“, wagt Pampel einen abschließenden Ausblick.



28.01.2019

+++Mimmenhausen holt Big Points gegen den Abstieg+++

 

#RotesRudel Fellbach – TSV Mimmenhausen 0:3 (22:25, 20:25, 29:31)

 

Dem Aufsteiger aus Mimmenhausen ist in seiner Premierensaison in der 2. Bundesliga vergangenen Samstag ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Mit dem 3:0 Sieg über den württembergischen Kontrahenten #RotesRudel Fellbach verbuchte das Pampel-Team nicht nur den ersten „Dreier“ im Jahr 2019. Dank der gleichzeitigen Schützenhilfe des SV Schwaig, der den Tabellendrittletzten Gotha ebenfalls mit 3:0 besiegen konnte, brachte der TSV Mimmenhausen weiteren Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge. Trotz der Deutlichkeit des Ergebnisses, war der Sieg jedoch alles andere als ein Selbstläufer.

 

Es brauchte ein „gutes Spiel meiner Mannschaft, mit wenig Fehlern über die gesamte Partie und extrem hoher Effektivität“ so TSV-Coach Pampel, um den Tabellenvorletzten, der „ebenfalls einen guten Tag erwischt hat“ zu besiegen. Die Zuschauer erlebten deshalb eine muntere und interessante Partie. Den Gastgebern aus Fellbach war von Beginn an anzumerken, dass sie die vermutlich letzte Chance nochmals ernsthaft im Kampf um den Klassenerhalt mitzusprechen nutzen wollten. Nicht zuletzt deshalb wurde neben Spielertrainer Thiago Welter auch Ex-Profi Jonas Hanenberg auf der Mittelblockerposition reaktiviert. Doch der TSV Mimmenhausen wusste dem von Beginn an etwas entgegenzusetzen: Wirkungsvolle Aufschläge setzten die Annahme der Gastgeber kontinuierlich unter Druck, die Angriffe des Rudels wurden dadurch eingeschränkt und über Block- und Abwehraktionen münzte der Aufsteiger dies regelmäßig in Breakpunkte um. „Ein, zwei Fehler weniger und ein starker Block auf unserer Seite in den entscheidenden Situationen waren heute ausschlagegebend.“, war sich Pampel sicher. Recht knappe Satzergebnisse bis zur 2:0 Satzführung seien letztlich einem Gegner geschuldet gewesen, der besser als noch in der Hinrunde gespielt habe und sich speziell im zweiten Durchgang nach deutlichem Rückstand Mitte des Satzes durch eine Aufschlagserie von Pampel und Hofmann nicht aufgeben wollte. Nach der 2:0 Satzführung und der darauffolgenden 10 Minuten Pause witterte Fellbach dann sogar nochmals Morgenluft. Obgleich Pampel sein Team noch in der Kabine gewarnt habe, dass die 10 Minuten Pause nun gefährlich ist,

da Fellbach nochmals den Resetknopf drücken könne, verschlief Mimmenhausen den Start in den dritten Durchgang. Fellbach war in dieser Phase über Jonas Hanenberg präsent im Block und zog hierdurch bis zur ersten technischen Auszeit auf 3:8 davon. Mimmenhausen ließ sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Unaufgeregt sicherte sich der TSV immer wieder mal zwischendurch einen Breakpunkt und gab kaum einen Punkt bei eigener Annahme ab. „Wir haben in dieser Drucksituation nicht zu viel gewollt, haben den Ball wo es sein musste geduldig im Spiel gehalten und auf unsere Chance zum Punkt im Angriff gewartet“, lobte Pampel sein Team. Dieses geduldige Spiel sollte sich auszahlen: Über 13:16 bei der zweiten technischen Auszeit kam der TSV bis auf 22:23 heran und sicherte sich sogar den ersten Matchball beim Spielstand von 24:23. Als der Angriff des Fellbacher Diagonalangreifers Peermüller dann auch noch knapp im Aus landete und die Ersatzspieler von Mimmenhausen nach der Entscheidung des 1. Schiedsrichters auf Punkt für die Gäste bereits jubelnd auf das Feld stürmten, schien die Partie bereits vorbei. Doch zu früh gefreut: Der 1. Schiedsrichter Mathias Wenzel übersah im Eifer des Gefechts eine Blockberührung auf Seiten der Gäste und korrigierte seine Entscheidung nachdem er richtigerweise von seinem Schiedsrichterassistenten Schoele darauf hingewiesen wurde. Das Spiel ging also bei 24:24 weiter und der Aufsteiger vom Bodensee musste sich nochmals strecken: Drei Satzbälle für Fellbach mussten gar abgewehrt werden, bevor beim finalen Punkt zum 31:29 die Ersatzspieler ein zweites Mal jubelnd auf das Feld stürmen konnten.

 

Der Klassenerhalt wird nach diesem Wochenende, an dem alles ganz nach dem Geschmack der Mimmenhausener Volleyballer lief, wahrscheinlicher: 21 Punkte nach 15 Partien und Rang acht in der Tabelle sind eine vielversprechend Ausgangssituation. Bis zum erklärten Saisonziel von 30 Punkten fehlen nur noch 9 Punkte. Aber der erfahrene Christian Pampel weiß die Situation einzuordnen: „Wir sind nach wie vor wirklich im Soll. Durch sind wir aber noch nicht!“. Am liebsten wäre ihm nun natürlich, wenn man direkt am kommenden Samstag daheim den ersten Heimsieg 2019 nachlegen könnte. Dann gastiert um 20 Uhr die Reserve des Bundesligaspitzenreiters von den AlpenVolleys Haching in der BZ-Halle Salem. „Ein Team mit kraftvollen und wirklich guten Angreifern, die man erst einmal in den Griff bekommen muss“, erinnert sich Pampel an einen knappen 3:2 Erfolg in der Hinrunde.



22.01.2019

+++Mimmenhausen lässt Punkte im Tie-Break liegen+++

 

SV Schwaig – TSV Mimmenhausen 3:2 (25:23, 23:25, 20:25, 25:17, 15:13)

 

Nach der Partie am vergangenen Samstag in Schwaig war man sich beim TSV nicht ganz einig darüber, ob man nun einen Punkt gewonnen oder eher Punkte liegen lassen hat. Betrachtet man den Auftakt in die Partie müsste man mit dem Punkt an sich allemal zufrieden sein.

 

Wie in der Vorwoche gegen Hammelburg lief im ersten Durchgang bei Mimmenhausen noch sehr wenig zusammen. Viele Aufschlagfehler, zu statisch in der Annahme und Abwehr und kampflos präsentierte sich Mimmenhausen zu Beginn der Partie. „Zum Glück war auch Schwaig zu Beginn der Partie noch weit entfernt von der Bestform.“, erzählte Pampel und fügte an: „Das kann den Zuschauern nicht wirklich gefallen haben“. Umso wichtiger aus Sicht der Volleyballer vom Bodensee war es deshalb, dass man nach dem 0:1 Satzrückstand im zweiten Durchgang schneller aus der Lethargie aufwachte als Schwaig. Besonders erfreute TSV-Coach Pampel dabei, dass man die starken Außenangreifer des letztjährigen Vizemeisters regelrecht „rausballerte“. Den einen über gute Mimmenhausener Aufschläge, den anderen über erfolgreiche Blocks. Nach dem folgerichtigen Satzausgleich nahm man diesen Schwung dann auch mit in den dritten Durchgang, wodurch viele Abwehraktionen in Punkte umgemünzt wurden und auch dieser Durchgang souverän gewonnen werden konnte.

Leider wurde diesem mittlerweile immer souveräner wirkenden Auftritt im vierten Durchgang ein jähes Ende gesetzt. Einer der Gründe hierfür: „Andere Mannschaften können wechseln, wir aktuell nicht“, so Pampel.

Nachdem Außenangreifer Thomas Wolters in den kommenden drei Wochen studienbedingt fehlt und Ott noch nicht bei 100% ist, stehen Pampel nur zwei voll einsatzfähige Außenangreifer zur Verfügung. Schwaig konnte hingegen die beiden schwächelnden Außenangreifer, Florian Tafelmayer und Perica Stanic adäquat durch Christian Schwabe und Yannik Klement ersetzen. Während dem TSV einige vermeidbare Fehler im Angriff unterliefen, brachten die neuen Spieler bei den Gastgebern frischen Schwung in das Spiel der Franken. Mimmenhausen brauchte letztlich zu lange, um sich darauf einzustellen. Nicht nur der vierte Durchgang ging somit deutlich verloren. Wenngleich sich Mimmenhausen zu Beginn des fünften Satzes nochmals deutlich fokussierter präsentierte und das Spiel durchweg offen gestaltete, entschieden letztlich kleine taktische Versäumnisse auf Seiten der Gäste die Partie zugunsten von Schwaig. „Wir haben es nicht geschafft die Linie gegen die neuen Angreifer zuzumachen.“, ärgerte sich Pampel ein wenig. Letztlich gehe der Punktgewinn aber absolut in Ordnung, denn das Hauptziel „gut zu spielen“, hat man an diesem Samstag nicht in jedem Satz umsetzen können. „Umso erfreulicher, dass wir trotzdem hier einen Punkt mitnehmen konnten“, zieht Pampel sein Fazit der Partie.

 

Mit zwei Punkten aus zwei Rückrundenpartien steht der TSV Mimmenhausen besser da als nach zwei Partien in der Hinrunde. Nichtsdestotrotz soll nun auch zeitnah wieder mehrfach gepunktet werden. Die nächste Chance für den ersten Sieg im Jahr 2019 bietet sich dem TSV Mimmenhausen bei der nächsten Auswärtspartie am kommenden Samstag beim Baden-Württemberg Derby gegen den württembergischen Kontrahenten des SV Fellbach.



15.01.2019

Mimmenhausen verschläft Rückrundenauftakt

 

TSV Mimmenhausen – TV/DJK Hammelburg 2:3 (18:25, 21:25, 25:18, 25:19; 9:15)

 

Man sollte meinen, das neue Jahr startet für den TSV Mimmenhausen daheim, wie es aufgehört hat. Wie bereits vor vier Wochen gegen Rüsselsheim ging es für das Pampel-Team über die volle Distanz. Vor erneut fast ausverkauftem Haus wurde den 537 Zuschauern 111 spannende Spielminuten geboten. Letzten Endes ging Mimmenhausen in dieser Saison jedoch erstmals als Verlierer aus einem Fünf-Satz Krimi hervor. Das Spiel hat man jedoch nicht im letzten Durchgang verloren.

 

Die kurze Winterpause habe man in Mimmenhausen vor allem zur kurzen Regeneration vor einer anspruchsvollen Rückrunde genutzt, so TSV-Spielertrainer Pampel vor der Partie. Zweifelsohne ging dabei zwischen den Jahren jedoch der Spielrhythmus verloren. Sowohl in Durchgang eins als auch in Satz zwei zeigte sich das Pampel-Team ungewohnt anfällig in der Annahme. Es war nahezu verwunderlich und letztlich vor allem TSV-Spielertrainer Pampel geschuldet, der auch aus schwierigen Angriffssituationen regelmäßig punkten konnte, dass der TSV in beiden Sätzen mit einer zwei Punkte Führung in die zweite technische Auszeit (16:14) ging. In der entscheidenden Phase des Satzes wurde dem Heimteam die fahrige Annahmeleistung dann jedoch deutlich spürbar zum Verhängnis. Während man in Durchgang eins acht vermeidbare Fehler in Folge unmittelbar nach der zweiten technischen Auszeit produzierte, waren es im zweiten Durchgang zwar nur noch fünf. In beiden Fällen sind dies jedoch deutlich zu viel, um in der 2. Bundesliga einen Satz für sich zu entscheiden.

 

Nach diesem überaus schläfrigen Auftritt in den ersten beiden Durchgängen und der Bürde eines 0:2 Satzrückstandes im Rücken, erwachte Mimmenhausen erst im dritten Satz aus dem Winterschlaf. Mit dem Wechsel von Thomas Wolters auf Doru Pilihaci in der Annahme stabilisierte sich die TSV-Annahme mehr und mehr, wodurch Lukas Diwersy ein deutlich variableres Angriffsspiel aufziehen konnte. Mehr und mehr bekam man auch die bis dato vom Winter-Neuzugang der Gäste auf der Zuspieler-Position, Jackson Maris, glänzend eingesetzten Mittelblocker in den Griff. Erstmals ging Mimmenhausen somit mit einer Dreipunkteführung in die zweite technische Auszeit (16:13).

Doch dann der erneute Wackelmoment für den TSV: Wieder gingen drei Punkte in Folge an die unterfränkischen Gäste aus Hammelburg (16:16). Wieder lief Mimmenhausen Gefahr das Spiel in der entscheidenden Phase aus der Hand zu geben. Letztlich war es jedoch ein eher kurioser Punkt zum 17:16, der Mimmenhausen weiterhin die Führung sicherte und für spürbare Erleichterung sorgte. Eine starke Aufschlagserie von Doru Pilihaci in der Folge besiegelte so den letztlich souveränen Satzgewinn und eine Verkürzung auf 1:2 Sätze. Mit diesem Satzgewinn ging ein deutlicher Ruck durch die Mannschaft des TSV Mimmenhausen. Deutlich selbstsicherer und spielbestimmender präsentierte sich das Pampel-Team von nun an, während die Gäste mehr und mehr Probleme mit den Aufschlägen der Mimmenhausener bekamen und dadurch immer häufiger im Block oder an der Abwehr der Gastgeber hängen blieben.   Über Zwischenstände von 8:3 und 16:8 bei den technischen Auszeiten, setzte sich der TSV Mimmenhausen bis auf 20:11 ab. Hammelburg Coach Kaden reagierte entsprechend frühzeitig und gab seinen Schlüsselspielern eine Verschnaufpause vor dem anstehenden Tie-Break. Gleichzeitig schlich sich bei der Heimmannschaft gegen Ende des Durchgangs ein wenig der Schlendrian ein. Mehrfach ließ man beste Punktmöglichkeiten aus und vergab so unter anderem vier Satzbälle in Folge. Dieser Bruch im Spiel des Pampel-Teams sollte sich dann im entscheidenden Tie-Break leider rächen. Gegen die Starting Six von Hammelburg, die nun wieder auf dem Feld stand, verpasste es der TSV den Druck weiter aufrecht zu halten, wodurch die Gäste auch wieder mutiger im Aufschlag wurden. Erneut war es somit die Annahme und einige vermeidbare Fehler im Angriff auf Seiten des Salemer Teams, die letztlich das Blatt zugunsten der Gäste wendeten.

 

„Wir haben heute einfach zu viele Eigenfehler gemacht – vor allem in den ersten beiden Sätzen“, konstatierte ein leicht frustrierter TSV-Spielertrainer Pampel nach der Partie. Nichtsdestotrotz zeigte er sich nach dem verkorksten Auftakt in die Partie noch einigermaßen zufrieden, dass man immerhin einen Punkt aus dieser Partie mitnehmen konnte. Ziel für die folgenden Partien sei nun jedoch nochmals über gute Trainingseinheiten die Annahme zu stabilisieren und so schnell wieder in den eigenen Spielrhythmus zu finden, so Pampel. „Dann wird es jeder Gegner gegen uns schwer haben und es werden zwangsläufig früher oder später weitere Punkte für uns bei rumkommen“, rundet Pampel sein Fazit ab. Die nächste Möglichkeit zu punkten hat der TSV Mimmenhausen beim Auswärtsspiel gegen den SV Schwaig.



18.12.2018

Mimmenhausen feiert einen weiteren Tie-Break Sieg daheim

 

TSV Mimmenhausen – TG Rüsselsheim 2 3:2 (25:22, 20:25, 27:29, 25:17, 15:12)

 

Zum Abschluss der Hinserie setzt der TSV Mimmenhausen ein weiteres Ausrufezeichen beim Heimspiel gegen die in der 2.Bundesliga etablierte Reserve der United Volleys Rhein-Main. Vor erneut über 500 Zuschauern zeigte das Pampel-Team eine taktisch ansprechende Leistung und ließ sich hierbei auch durch personelle Unwägbarkeiten nicht aus dem Konzept bringen.

 

TSV-Coach Pampel prophezeite seinem Team dabei bereits vor der Partie: „Wenn uns der Start in die Begegnung gelingt, wird gegen Rüsselsheim etwas möglich sein.“ Und so kam es: Die Mannschaft lieferte einen regelrechten Blitzstart ab. Im sich wiederholenden Muster machte Doru Pilihaci Druck im Aufschlag, Lukas Diwersy wehrte den Angriffsball der Gäste ab und Pampel oder Hofmann vollstreckten aus der Abwehr heraus. Nach knapp 3 Minuten Spielzeit stand es somit bereits 5:0. Ein Vorsprung, den der TSV aus einer stabilen Annahme heraus bis zur 1:0 Satzführung verteidigte. Im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt dann. Rüsselsheim brachte nun regelmäßiger den eigenen Side-Out durch, konnte hierbei immer wieder über die Mitte punkten. Der durch die Verletzungen von Kasprzak und Ott bereits deutlich dezimierte Annahmeriegel des TSV Mimmenhausen hatte hingegen mit einer weiteren personellen Schwierigkeit zu kämpfen: Libero Tobias Diwersy hatte mit starken Schwindelgefühlen zu kämpfen, mühte sich jedoch noch durch den zweiten Durchgang, da kein Ersatzlibero im Kader aufgeboten war. Hofmann und Pilihaci mussten entsprechend mehr Verantwortung in der Annahme übernehmen. Kleinere Abstimmungs-schwierigkeiten zu Beginn sorgten hierbei für den ungefährdeten Satzausgleich der Gäste. Für Tobias Diwersy ging es dann Mitte des dritten Satzes jedoch definitiv nicht mehr weiter.

Mimmenhausen beantragte entsprechend beim Spielstand von 10:11 im dritten Durchgang einen außerordentlichen Wechsel: Der zuvor auf Außen stark spielende Pilihaci wurde für Thomas Wolters ausgewechselt, streifte sich aber direkt das Libero-Shirt über, um die Annahme weiter zu stabilisieren. Die Heimmannschaft wusste diesen widrigen Umständen jedoch zu trotzen und gestaltete den Satzverlauf durchweg ausgeglichen. Der einzige Schwachpunkt in diesem Durchgang waren hingegen sechs Netzfehler, die Mimmenhausen im Block unter anderem auch in der entscheidenden Spielphase produzierte. Somit ging trotz zweier Satzbälle für den TSV beim Spielstand von 24:23 und 26:25 der Satz letztlich doch an die hessischen Gäste. Mit dem Heimpublikum im Rücken ließ sich das Pampel-Team von all diesen kleinen Rückschlägen jedoch nicht verunsichern und lieferte im vierten Durchgang eine im Block- und Abwehrverbund taktisch starke Vorstellung und auch die von Doru Pilihaci hervorragend dirigierte Annahme stand. Der spätere TSV-MVP Lukas Diwersy wusste so seine Angreifer perfekt in Szene zu setzen und tat dies in beeindruckender Manier. „Er hat die Blockspieler von Rüsselsheim heute wirklich regelrecht schwindlig gespielt – eine ganz starke Vorstellung von ihm“, fasste ein zufriedener Pampel die Leistung seines Dirigenten auf dem Feld zusammen und ergänzte: „Aber vom ganzen Team waren es wir wirklich zwei einwandfreie Sätze, die wir hinten raus abgeliefert.“ Mimmenhausen gewann somit ein weiteres Tie-Break Match und sicherte sich zwei weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

 

Punkte, die Pampel rückblickend auf die Hinserie absolut zufrieden stimmt: Klar, es gibt noch viele Aspekte, die wir besser machen können und müssen“, fasst Pampel zwölf Spiele zusammen, die die Mannschaft „trotz des Verletzungspechs echt gut bewältigt hat“. Sieben von zwölf Spielen gewonnen, „das ist unter den genannten Umständen stark.“ Das Abenteuer 2. Liga ist zur Hälfte der Saisons somit ganz nach dem Geschmack aller Beteiligten beim Aufsteiger.

 



11.12.2018

+++Mimmenhausen erwischt keinen guten Tag in Grafing+++

 

TSV Grafing – TSV Mimmenhausen 3:0 (25:19, 25:22, 25:15)

 

Nach der überzeugenden Leistung in der Vorwoche gegen den alten Spitzenreiter aus Mainz, erwischte Mimmenhausen an diesem Samstag gegen den neuen Tabellenführer aus Grafing eher einen gebrauchten Tag. Zahlreiche TSV-Anhänger aus der Blackwall reisten dabei mit dem Team zur Partie beim bayrischen Spitzenteam und Vorjahresmeister. Doch außer dem TSV-Fanblock erreichte an diesem Tag kaum ein Mimmenhausener Höchstform.

 

Dabei startete das Pampel-Team zunächst vielversprechend in die Partie und lag bis zur ersten technischen Auszeit 8:6 in Führung. Ab dann zogen die Gastgeber das Spieltempo jedoch spürbar an: Druckvolle Aufschläge und ein variables Angriffsspiel, das der gut aufgelegte Grafinger Zuspieler und spätere MVP Wagner aufzog, stellten den TSV Mimmenhausen von da an vor reihenweise nicht lösbare Aufgaben. Schnell erkämpfte sich der Tabellenführer somit ein solides Punktepolster, welches sicher zur 1:0 Satzführung führte. Ein unverändertes Bild bot sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs. Unglaubliche sechs direkte Blockpunkte konnte der Tabellenführer bereits bis zum Spielstand von 11:6 gegen das Pampel-Team verbuchen, bei dem lediglich TSV-MVP Jonas Hofmann die Lücken im gegnerischen Feld noch zuverlässig fand. Wechsel mussten her: Pilhaci, Streibl und Michael Diwersy kamen für Wolters, Birkenberg und Lukas Diwersy in die Partie und brachten neuen Schwung in das Spiel des TSV. Über ein 11:16 bei der zweiten technischen Auszeit kämpfte sich der TSV bis auf 15:17 heran und hatte beim Spielstand von 20:21 sogar die Chance zum Ausgleich. Ausgerechnet der Stärkste an diesem Abend auf Seiten des TSV, Jonas Hofmann, setzte den Angriffsball jedoch Millimeter ins Aus. Für Mimmenhausen war das leider die vergebene Chance den Satz nochmals offen zu gestalten.

Zu stabil war über die gesamte Partie hinweg das Side-Out Spiel der Grafinger aus einer soliden Annahme heraus. Ganz im Stile einer Spitzenmannschaft sicherte sich Grafing so auch die vorentscheidende 2:0 Satzführung. Denn im dritten Durchgang sollte den Mimmenhausenern dann vor allem in der Annahme nahezu nichts mehr gelingen. Zahlreiche Asse der Grafinger demoralisierten das Pampel-Team spürbar frühzeitig im Satz, sodass TSV-Spielertrainer Pampel letztlich neidlos anerkennen musste: „Das war souveräne von Grafing“. Gleichzeitig zeigte er sich jedoch nicht zufrieden mit der Leistung des eigenen Teams. „Leider haben wir wiederum die entscheidenden Kleinigkeiten aus der Abwehr heraus, die wir gegen Mainz noch so gut gemacht haben, heute häufig schlecht ausgeführt.“, so Pampel. Gegen ein Team wie Grafing, gegen das man tendenziell weniger Abwehraktionen aufgrund deren Angriffsstärke hat, muss man die wenigen Chancen jedoch nutzen, die man bekomme. Dies wollte an diesem Abend dem Aufsteiger aus Salem nicht so recht gelingen, womit man eine klare Erkenntnis aus dem Spiel ziehen muss: Mit einer durchschnittlichen Leistung ist in dieser Liga nichts zu holen.

 

Das Pampel-Team hat jedoch nochmals eine Chance in diesem Jahr diese nicht zufriedenstellende Leistung vergessen zu machen. Am kommenden Samstag gastiert hierzu um 20 Uhr die TG Rüsselheim zum letzten Spiel des Jahres in der BZ-Halle Salem. Mit Rüsselheim bekommt man es mit einem sehr soliden Team zu tun, das in der Spielanlage dem Spiel der Mainzer durchaus ähnelt: Unspektakulär aber zumeist effektiv. Eine Spielweise, welcher der TSV Mimmenhausen nachweislich bereits in der vergangenen Heimpartie sehr gut etwas entgegensetzen konnte. Mit dem eigenen Publikum im Rücken verspricht sich TSV-Coach Pampel nicht zuletzt deshalb nochmals einen heißen Kampf: „Ich bin mir sicher, dass das Team vor eigenem Publikum beim letzten Spiel des Jahres nochmals alles reinwerfen wird und dann werden wir einfach mal schauen wofür das letztlich reicht.“



04.12.2018

Mimmenhausen landet Überraschungs-Coup gegen den Tabellenführer

 

TSV Mimmenhausen – TGM Mainz-Gonsenheim 3:2 (25:21, 22:25, 20:25, 32:30, 15:11)

 

Nervenaufreibend. Turbulent. Emotional. Unfassbar spannend. „Das Spiel hatte wirklich alles zu bieten“, zog TSV-Spielertrainer Pampel kurz und knapp sein Fazit. Seinem Team war soeben nach 126 Minuten leidenschaftlichen Kampf auf dem Spielfeld der Coup gelungen: Aufsteiger Mimmenhausen schlägt den Tabellenführer aus Mainz im Tie-Break mit 3:2.

 

Das Publikum honorierte die Leistung beider Mannschaften mit Standing Ovations, die Spieler feierten ausgelassen mit dem Fanclub, TSV-Coach Pampel zunächst noch mittendrin, zog sich dann aber zurück. Es gab noch etwas zu klären. „Ich wollte mir die – aus unserer Sicht überzogene – Rote Karte gegen meinen Spieler einmal aus Sicht der Schiedsrichter erklären lassen.“, verrät er. Ob ihm die Erklärung ausreichte, ließ er unbeantwortet. Es war eine der mitentscheidenden Szenen im an Dramatik nicht zu überbietenden, turbulenten vierten Durchgang. Aus 20:21 wurde durch die rote Karte gegen Tobias Streibl ein 20:22 bei 1:2 Sätzen für die Gäste. Das Heimteam schien geschlagen, das 1:3 nach Sätzen und somit das Aus besiegelt. Denn Mainz präsentierte sich zu diesem Zeitpunkt eines Spitzenreiters absolut würdig, stabil in Annahme und Abwehr. Doch diese Stabilität musste sich das Gästeteam um Coach Pfahlert auch erst erkämpfen.

 

Mimmenhausen dominiert Anfangsphase

 

Hochmotivierte Mimmenhausenern gehörten die ersten anderthalb Sätze. Angetrieben vom lautstarken Heimpublikum gelang dem Pampel-Team nahezu alles: „Zu Beginn haben wir das, was wir uns vorgenommen hatte, sehr gut umgesetzt.“ Allem voran war die Annahme sehr stabil, wodurch Zuspieler Lukas Diwersy seine Angreifer gekonnt in Szene setzen konnte. Bis zum Zwischenstand von 1:0 nach Sätzen und 20:18 lag Mimmenhausen konsequent in Führung – gönnte sich dann allerdings gegen Mainzer, die sich nie komplett abschütteln ließen, eine kurze Verschnaufpause im falschen Moment.

Durch vier leichtfertig abgegebene Punkte gingen die Gäste plötzlich mit 20:22 in Führung und ließen sich den Satzausgleich nicht nehmen. Eine Kostprobe für die gnadenlose Effizienz eines Zweitligaspitzenteams bekam das Publikum dann auch im dritten Durchgang zu sehen. Immer besser stellte sich Mainz auf den TSV ein, agierte reihenweise spektakulär in der Abwehr, punktete dabei aber teils unspektakulär aber unheimlich intelligent und konsequent aus einem ruhigen Zuspiel nach der Abwehr heraus. Bei Mimmenhausen begann hingegen die Annahme mehr und mehr zu wackeln und der Block erwies sich löchrig.

 

Die Kehrtwende kommt von der Bank

 

Pampel reagierte und brachte mit Doru Pilihaci für die Annahme und Tobias Streibl für den Block frische Spieler. Eine Maßnahme, die schnell fruchtete. Pilihaci pritschte Aufschlag um Aufschlag perfekt aus der Luft und mit Streibl bekam man wieder besseren Zugriff im Block- und Abwehrspiel auf die gefährlichen Außenangreifer der Mainzer zu Beginn des vierten Durchgangs. Leidenschaftlich verteidigte der TSV Mimmenhausen somit einen frühen Vorsprung im Satz gegen weiterhin solide spielende Gäste bis zur zuvor beschriebenen, turbulenten Szene in der Schlussphase. Plötzlich 20:22 für Mainz. Das Geschehen aus dem zweiten Durchgang schien sich zu wiederholen. Doch Pampel hatte noch einen Joker parat: Kolja Hüther. „Ein geiler Schachzug“, musste TGM-Coach Pfahlert nachträglich anerkennen, als Pampel Kolja Hüther zum Aufschlag beim Spielstand von 22:23 einwechselte. Der Diagonalangreifer schlug ein Ass und brachte die Annahme auch beim zweiten Aufschlag in arge Bedrängnis. Pampel blockte den Notangriff von Jonas Reinhardt zum 24:23. „Der TSV ist wieder da!“, hallte es von den Zuschauerrängen. Vier Satzbälle hatte er, vier Matchbälle wehrte er teils hochdramatisch ab. Dann war das 32:30 perfekt.

 

Euphorisiert und angetrieben von der nach wie vor hitzigen Stimmung auf den Rängen war Mimmenhausen im Tie-Break nun durchgehend am Drücker. Angeführt vom späteren MVP Jonas Hofmann brachte man das junge Mainzer Team mehr und mehr ins Wanken. Die Souveränität war verloren gegangen. Mimmenhausen war die Sensation nicht mehr zu nehmen.



27.11.2018

+++Comebacksieg im Aufsteigerduell+++

 

Blue Volleys Gotha – TSV Mimmenhausen 2:3 (28:26, 25:20, 15:25, 18:25, 11:15)

 

Es ist 4 Uhr am frühen Sonntagmorgen, als der Reisebus des TSV Mimmenhausen vor die heimische BZ-Halle vorfährt. Aus dem Bus steigen verschlafene Spieler. Viel gesprochen wird nicht mehr. Grüppchenweise verteilen Sie sich auf die vor der Halle geparkten Autos und treten schnellstmöglich den Weg gen heimisches Bett an. Doch wer will es Ihnen verheißen: Insgesamt 13h Busfahrt und knapp über zwei Stunden Spielzeit lagen hinter dem Pampel-Team. Ein Aufwand der sich letztlich jedoch auszahlte: Im Aufsteigerduell der Drittligameister beim thüringischen Kontrahenten der Blue Volleys Gotha setzte man sich in einem echten Volleyballkrimi letztlich verdient mit 3:2 durch.

 

Alles andere als einfach machte es der Gastgeber dem Pampel-Team dabei jedoch zu Beginn der Partie. Anders als in den beiden Heimspielen zuvor startete Mimmenhausen gut in die Partie und lag bis Mitte des Durchgangs konstant in Führung. Gotha ließ sich jedoch nicht ernsthaft abschütteln. Die Annahme stand bei den Gastgebern und das Angriffsspiel zeigte sich variabel. So entwickelte sich ein echtes Kopf-an-Kopf Rennen im ersten Satz mit dem letztlich unglücklicheren Ende für die Gäste vom Bodensee. „Es waren ausschließlich ein bis zwei Situationen, bei denen wir etwas unpräzise in unserem eigenen Spiel waren und dann im Angriff etwas zu ungeduldig wurden, ansonsten war der Satz echt in Ordnung.“, analysierte TSV-Coach den frühen Satzrückstand.

 

Spielentscheidender Knackpunkt im zweiten Durchgang

 

Eins wurde aber allemal direkt deutlich: Die Gastgeber aus Gotha sind an diesem Abend der erwartet hochmotivierte Gegner, der sofern der eigene Spielrhythmus gefunden wird, jedem Gegner weh tun kann. Eine Kostprobe hiervon bekam der TSV Mimmenhausen zu Beginn des zweiten Durchgangs dann direkt auch zu spüren. Mit dem Schwung des knappen Satzgewinns im Rücken zogen die Blue Volleys Gotha früh bis auf 14:3 davon. Mimmenhausen wirkte in dieser Phase konsterniert: Erst fand man keine Mittel im Angriff, wurde dabei immer ungeduldiger und fehleranfälliger und dann fing auch noch an die Annahme zu wackeln. Bei Gotha funktionierte hingegen weiterhin alles im Angriff. Der Satz schien früh entschieden. TSV-Coach Pampel reagierte personell, brachte trotz guter Leistung von Doru Pilihaci auf Außen Thomas Wolters ins Spiel und bewies damit letztlich ein goldenes Händchen. Wolters wusste es mit seinen Aufschlägen, die bis dato stabile Gothaer Annahme kontinuierlich vor Probleme zu stellen. Eine vermeintliche Kleinigkeit mit großer Signalwirkung für das gesamte Spiel des TSV Mimmenhausen: Das Angriffsspiel der Gastgeber reduzierte sich somit mehr und mehr auf die Hauptangreifer, die Block- und Feldabwehr des TSV Mimmenhausen fand erstmals Zugriff auf die Partie und auch alle weiteren TSV- Spieler schlugen nun befreiter auf, wodurch die Aufschlagseffizienz deutlich anstieg. Punkt um Punkt verkürzten die Gäste somit den Rückstand und sorgten mit starken

Abwehraktionen und geduldigem Angriffsspiel ein ums andere Mal für ansehnliche Breakpunkte. Der Rückstand für einen Satzausgleich war aufgrund der Anfangsphase des Satzes zwar zu groß, wodurch Gotha mit 2:0 in Führung ging – das Momentum im Spiel war aber eindeutig zugunsten der Gäste gekippt.

 

Der Erfolgsfaktor: Mannschaftliche Geschlossenheit und die Angriffserfahrung von Christian Pampel

 

Mimmenhausen gab diesen moralischen Vorteil ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand: TSV-Libero Tobias Diwersy wusste es immer besser die Annahme und Feldabwehr der Gäste zu organisieren und zeigte selbst eine sehr stabile Leistung. Kein Angriff oder Block der Thüringer fand so den Weg auf den Boden der Spielfeldhälfte des TSV Mimmenhausen bevor ein Spieler des Pampel-Teams ihn berührte. Den Gastgebern gingen mehr und mehr die Ideen aus – kein Wechsel zeigte Wirkung, und keine weitere Angriffsvariation überraschte die Gäste. Mimmenhausen spielte unbeirrt das eigenen Spiel mit einer starken mannschaftlichen Geschlossenheit weiter, stabilisierte mit einem Wechsel auf der Mitteposition darüber hinaus nochmals den Block und punktete reihenweise aus der Abwehr heraus durch geduldiges Angriffsspiel – allen voran über Christian Pampel. Deutlich gingen somit die Sätze drei und vier an das Pampel-Team (25:15, 25:19).

 

Auch im entscheidenden Tie-Break konnte sich der Meister der Dritten Liga Ost aus der vergangenen Saison nur kurzfristig nochmals aufbäumen: Der US-amerikanische Diagonalspieler Poole der Gothaer fand zu Beginn des Durchgangs noch vermehrt die wenigen Lücken auf dem Spielfeld der Gäste, wodurch die Thüringer knapp in Führung lagen. Als jedoch auch er begann Fehler zu machen, darüber hinaus die Abstimmung bei einem abgewehrten Ball der Gothaer komplett fehlte, sodass dieser einfach zu Boden fiel und der spätere verdiente TSV-MVP Pampel direkt noch ein Ass hinterher servierte, war auch dieser Widerstand vollends gebrochen. Mimmenhausen gewann 3:2.

 

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Letztlich haben wir aber meiner Meinung nach verdient gewonnen, weil wir das Spiel etabliert haben, das uns stark macht.“, zog ein erschöpfter Pampel sein Spielfazit. Mit zwei wichtigen Punkten im Kampf gegen den Abstieg im Gepäck trat der TSV Mimmenhausen also die Heimreise von der weitesten Auswärtsfahrt der Saison an. „Wir haben einen komfortablen Reisebus, da können wir gute Mannschaftsleistung wie diese schon noch ein wenig gemeinsam feiern, bevor wir uns dann nächste Woche mit vollem Fokus auf das Duell mit dem Tabellenführer vorbereiten.“, gibt TSV-Schlüsselspieler Wolters dabei noch abschließend einen kurzen Einblick über den Zeitvertreib des Teams auf langen Auswärtsfahrten preis.

 

Dem Heimspiel gegen den Spitzenreiter aus Mainz blickt Pampel nun auf alle Fälle entspannt entgegen: „Wir sind weiter absolut im Soll, wodurch wir uns auf eine Partie vor eigenem Publikum gegen den Spitzenreiter sogar freuen können – zu verlieren hat nämlich eigentlich nur Mainz etwas.“



20.11.2018

+++Mit gemischten Gefühlen aus dem Doppelspieltag+++

 

TSV Mimmenhausen – Volley Youngstars Friedrichshafen 3:1 (23:25, 25:18, 25:13, 25:16)

 

TSV Mimmenhausen – FT Freiburg 1:3 (18:25, 25:21, 23:25, 21:25)

 

Es war ein Wochenende mit Licht und Schatten für den TSV Mimmenhausen: Der Freude über den Pflichtsieg gegen das Nachwuchsteam vom Seenachbar aus Friedrichshafen folgte 24h später die Ernüchterung über eine vermeidbare Niederlage gegen den FT Freiburg.

 

Waren es noch effektive Aufschläge und eine ab dem zweiten Durchgang stabile Annahme im Spiel gegen die Youngstars, die zum letztlich souveränen Erfolg führten, bereiteten TSV-Spielertrainer Pampel vor allem die vermeidbaren Leichtsinnsfehler im Spiel gegen den südbadischen Kontrahenten aus Freiburg nach der Partie Sorgen. „Fast immer, wenn wir ein Break geschafft haben, haben wir den nächsten Punkt regelmäßig mit einem viel zu einfachen Fehler hergeschenkt“, ärgerte er sich. Ein Resultat von fehlender Konzentration. Schwer zu beantworten, ob dies an den etwas müden Beinen vom Spiel aus dem Vortag lag oder an mangelnder Abstimmung aufgrund der aktuellen Kadersituation mit zwei verletzten Stammkräften auf der Außenannahmeposition liegt. Eins muss man dem Team aus Mimmenhausen jedoch zugutehalten: Aufgegeben haben sie sich trotz der immer wieder demoralisierenden, einfachen Fehlern und mehreren nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen des Schiedsgerichts nie. So kämpfte sich der TSV Mimmenhausen nach verkorksten erstem Durchgang ab dem zweiten Durchgang in die Partie und glich zunächst zum 1:1 Satzausgleich aus. Auch in der Folge hielt der TSV Mimmenhausen gut gegen hochmotiviert und taktisch gut eingestellte Team aus Freiburg mit.

Mehr aber eben aufgrund der immer wieder eingestreuten Fehler an diesem Abend auch nicht. So kam es nach knapp zwei Stunden Spielzeit wie es kommen musste: Die Gastgeber mussten ernüchtert zuschauen, wie sich der FT Freiburg über die geglückte Revanche für das Pokalaus zu Beginn der Saison freute. Doch es war nicht alles Schatten an diesem Samstagabend auf Seiten der Blau-Gelben. TSV-Rückkehrer Thomas Wolters konnte sich nach der Partie mit seiner Leistung in seinem Heimspielcomeback zufrieden zeigen. Der 26-Jährige, der das Angriffsspiels des TSV von der Verbandsliga bis in die 3. Liga vor einem Jahr geprägt hat und dann studienbedingt aussetzen musste, hat sich wie selbstverständlich bereit erklärt, den verletzten Kasprzak zu vertreten, der diese Woche an der Schulter operiert wird und somit wohl für fünf Monate ausfallen wird. Mit Wolters soll die Lücke auf der Außenannahme geschlossen werden, der Block verstärkt werden und der TSV-Angriff abwechslungsreicher gestaltet werden. Das Südbaden-Derby gegen Freiburg kam dafür jedoch noch zu früh.

 

Die nächste Chance zu wichtigen Punkten gegen den Abstieg für Wolters und Co. lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits am kommenden Samstag reist der TSV Mimmenhausen zur Auswärtspartie bei den Blue Volleys Gotha. Die Thüringer, die sich ebenfalls als Aufsteiger in der 2. Bundesliga beweisen müssen, erweisen sich hier bis dato als wahre Wundertüte. Einem Punktgewinn gegen den Tabellenführer aus Grafing stehen hier Punktverluste gegen das Nachwuchsteam aus Friedrichshafen gegenüber. Für TSV-Coach Pampel alles zweitrangig: „Wichtig ist jetzt unter der Woche gut zu trainieren, wieder mehr Konstanz in unser Spiel zu bringen, um so dem Gegner wieder mehr unser Spiel aufzuzwingen. Dann ist in Gotha alles möglich.“, wagt Pampel einen Ausblick.



13.11.2018

+++Mimmenhausen mit Niederlage gegen Titelaspirant+++

 

HEITEC Volleys Eltmann – TSV Mimmenhausen 3:0 (25:23, 25:21, 25:13)

 

Es war eine aufgrund der aktuellen Verletzungssorgen erwartbare, aber in dieser Deutlichkeit vermeidbare Niederlage für den Aufsteiger aus Mimmenhausen. Nach dem Pokalkracher gegen Herrsching erreichte das Pampel-Team die Information, dass Michael Kasprzak sich einer Schulter-OP unterziehen muss und für den Rest der Saison ausfallen wird. Nach Lukas Ott, der erst zu Beginn der Rückrunde voraussichtlich wieder in das Spielgeschehen eingreifen kann, ist dies somit der zweite schwerwiegende Ausfall auf der Außenannahmeposition. Kurzerhand wurden deshalb Teammanager Christof Kraußer und Vorstand Klaus Diwersy nochmals aktiv und sorgten mit der Rückholaktion von Thomas Wolters als Backup für die Außenannahme für ein Comeback eines festen Bestandteils der Erfolgsgeschichte des Vereins. Thomas Wolters begleitete das Team von der Verbandsliga bis in die 3. Liga Süd und pausierte lediglich im vergangenen Aufstiegsjahr studienbedingt.

 

Wenngleich man in Wolters einen mittelfristig adäquaten Ersatz für Kasprzak und Ott gefunden hat, kam ein Starting-Six Einsatz gegen Eltmann für ihn noch zu früh. Entsprechend begann das Pampel-Team mit dem gelernten Diagonalspieler Kolja Hüther auf der Außenannahmeposition und fand hierbei zunächst sehr gut in die Partie. Mit guten, druckvollen Aufschlägen zu Beginn der Partie brachte man den ambitionierten Gastgeber aus Eltmann regelmäßig in der Annahme in Schwierigkeiten. Bis zur zweiten technischen Auszeit erspielte man sich somit ein 16:11 Vorsprung. Leider war dem neu formierten Team

des TSV dann die fehlende Feinabstimmung noch anzumerken: Einige vermeidbare Fehler in Annahme und Angriff ließen die unterfränkischen Gastgeber ins Spiel kommen und Punkt um Punkt aufholen und sah sich beim Zwischenstand von 18:21 plötzlich im Hintertreffen. Wenngleich sich der TSV nach dieser kurzen Schwächephase wieder fing, konnte man den Satzverlust nicht mehr vermeiden. Ein ähnliches Bild auch im zweiten Durchgang: Erneut begann der TSV Mimmenhausen stark und unbeirrt vom vorangegangenen Satzverlust, lag bereits mit 8:4 zur ersten technischen Auszeit in Front, bevor sich eine Fehlerkette in das Spiel des Aufsteigers einschlich. Aus 8:4 wurde somit ein 8:11 Rückstand, welcher nicht mehr egalisiert werden konnte. Mit einem vermeidbaren 0:2 Satzrückstand trotz Spiel auf Augenhöhe mit dem Vorjahresdritten ging man entsprechend in die 10-Minuten Pause. Nach dieser Unterbrechung schien es dann jedoch als hätte der TSV Mimmenhausen seinen Spielrhythmus komplett verloren. Der Aufschlag war fehlerhaft, die Annahme wankte und im Angriff schlichen sich ebenfalls einige vermeidbaren Fehler ein. Entsprechend deutlich ging dieser Satz und somit die Partie verloren. TSV-Coach Pampel wusste nach der Partie das Spielgeschehen treffend zusammenzufassen: „Wir haben gut angefangen und schlecht aufgehört.“

 

Unabhängig davon gilt es die positiven Aspekte des neu formierten Teams nun unterhalb der Woche weiter zu schärfen. Mit jedem gespielten Ball wird sich dabei die Abstimmung verbessern und somit die Konstanz ins Spiel des Aufsteigers kommen. Dies soll dann bereits beim Doppelheimspielwochenende kommende Woche mit einer Partie am Freitagabend um 20 Uhr gegen die Youngstars Friedrichshafen sowie am Samstagabend um 20 Uhr bei der Partie gegen FT Freiburg, die man im Pokal noch deutlich schlagen konnte, für Punkte reichen.

 



05.11.2018

+++ Favoritensieg im Pokalkracher +++

 

TSV Mimmenhausen – WWK Volleys Herrsching 0:3 (13:25, 11:25, 18:25)

 

„Geiler Gegner, geile Fans, geiles Spiel.“, hieß nach der Partie anerkennend aus Reihen des Erstligisten. 1069 Zuschauer in der BZ Halle machten das einzigartige Pokalduell zu einem unvergleichlichen Spektakel mit durchweg atemberaubender Atmosphäre. Nur bei den Spielern des TSV Mimmenhausen wollte es nicht ganz so wie erhofft laufen. „Ein paar mehr Punkte pro Satz hatten wir uns schon vorgenommen, aber dafür waren wir phasenweise einfach zu nervös und haben Fehler gemacht, die wir normalerweise nicht machen.“, resümierte TSV-Coach Pampel die Begegnung.

 

Sportlich betrachtet hatte er Recht: Es waren viele Annahmefehler und ebenso eine Vielzahl von Aufschlagfehlern auf Seiten des TSV Mimmenhausen, die für klare Verhältnisse zugunsten des Erstligisten auf dem Feld sorgten. Nichtsdestotrotz – sofern die Annahme stand – war zu sehen, dass man im Ballwechsel mit den Profis vom Ammersee mithalten konnte. Gleich zu Beginn der Partie konnte der TSV Mimmenhausen hierdurch Herrsching überraschen und ging mit 4:2 in Führung. Ab dann zog der Erstligist aber vor allem im Aufschlag deutlich an und zog Ass um Ass erbarmungslos davon. Ein Bild, dass sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern sollte. Keine echte Lösung fand man gegen die teils wuchtigen, teils platzierten Sprungaufschläge der WWK Volleys Herrsching. Im Schnelldurchlauf war somit auch dieser Durchgang entschieden. Die darauffolgende 10-Minuten Pause tat dem Gastgeber in diesem Moment gut – denn bis dahin konnte man das vorhandene Potenzial nur sehr spärlich abrufen. Mit neuem Schwung startete man hiermit in den dritten Durchgang und verbuchte beim Zwischenstand von 4:3 die zweite Führung des Abends. Erneut währte diese jedoch nur sehr kurz, wenngleich man bis zum 6:8 bei der ersten technischen Auszeit noch mithalten konnte. Die darauffolgenden 5 Assen in Folge von Herrschings Zuspieler Tille brachten dann jedoch die Vorentscheidung.   

Der TSV Mimmenhausen ließ sich aber in diesem Durchgang von dieser Serie nicht unterkriegen und hielt ab dann gut dagegen. Hierdurch entwickelten sich einige tolle Ballwechsel, die der Gastgeber für sich entscheiden konnte. Getragen durch die durchweg fantastische Unterstützung von den Zuschauerrängen durch die Black Wall hielt man nun auch bis zum Ende des Durchgangs den eigenen Sideout bei Aufschlag der Herrschinger deutlich besser. Wenngleich der Vorsprung der WWK Volleys bereits zu groß war, um den Satz nochmals ernsthaft offen zu gestalten, erreichte man zumindest in diesem Durchgang die angestrebte Punktzahl. „Die gezeigte Leistung hinten raus war in Ordnung – schade, dass wir das nicht in den Sätzen zuvor abrufen konnten.“, rundete TSV-Spielertrainer Pampel sein Fazit zum Spiel ab.

 

Aber trotzdem: Nach der Partie sah man nur kurz enttäuschte Gesichter beim TSV. Letztlich war es für alle Spieler ein echtes Erlebnis gegen Nationalspieler anzutreten und die Atmosphäre beim Provinzverein aus Salem echte Werbung für den Volleyballsport. Wichtig wird nun jedoch sein, den Fokus nach diesem Saisonhighlight zurück auf den Ligaalltag in der 2.Bundesliga zu legen. Bereits kommenden Samstag steht hier eine schwierige Auswärtspartie beim Vorjahresdritten und Aufstiegsaspiranten HEITEC Volleys Eltmann an, die sich unter der Woche nochmals mit einem amerikanischen Diagonalspieler verstärkt haben. Wenngleich man sich hier wieder deutlich stärker auf Augenhöhe mit dem Gegner bewegen wird, bedarf es auch hier einer außerordentlich guten Leistung um sich weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. Zuversichtlich hierfür stimmt TSV-Coach Pampel für diese Aufgabe aber bereits eine Sache: „So nervös wie gegen Herrsching werden wir dort ziemlich sicher nicht sein.“

 

TSV: Bogdan Birkenberg, Lennart Diwersy, Lukas Diwersy, Michael Diwersy, Tobias Diwersy, Jonas Hoffmann, Kolja Hüther, Michael Kasprzak, Lukas Ott, Christian Pampel, Julius Schrempp, Tobias Streibl, Doru Pilihaci



22.10.2018

 Mimmenhausen gewinnt Baden-Derby knapp

 

TSV Mimmenhausen – SSC Karlsruhe 3:2  (25:23, 27:29, 23:25, 25:17, 15:9)

 

Es war das erwartet heiß umkämpfte Spiel zwischen den badischen Konkurrenten – doch nach 127 Minuten Spielzeit behielt der TSV Mimmenhausen gegen die nordbadischen Gäste vor 575 Zuschauern knapp die Oberhand. 

 

Schon der erste Ballwechsel des Abends war dabei ein Vorgeschmack für den hochklassigen Schlagabtausch, der folgen sollte: Nach zahlreichen erfolgreichen Block- und Abwehraktionen auf beiden Seiten verbuchte der TSV Mimmenhausen den ersten Punkt der Partie erst mit der fünften, eigenen Angriffsaktion. Beflügelt durch diesen Auftakt erwischte das Pampel-Team auch den besseren Start. Bis zum Spielstand von 11:7 hatte die Heimmannschaft das Spiel komplett unter Kontrolle. Die Gäste fanden dann jedoch durch eine starke Aufschlagserie von SSC-Diagonalspieler Benjamin Loritz bis zum 11:12 Zwischenstand ihren Spielrhythmus. Von nun an entwickelte sich über drei Sätze hinweg eine Partie komplett auf Augenhöhe: Kaum vermeidbare Eigenfehler und stabiles Side-Out Spiel auf beiden Seiten ließen kaum Chancen für Breaks zu. Die Folge: Satz eins bis drei wurden allesamt mit nur zwei Punkten Unterschied entschieden. Während im ersten Durchgang hierbei der TSV noch die Nase vorne hatte, ging aus Satz zwei und drei der SSC Karlsruhe als Sieger hervor.

 

„Ärgerlich war, dass wir im zweiten Durchgang keinen unserer drei eigenen Satzbälle zur 2:0 Satzführung nutzen konnten“, so TSV-Coach Pampel nach der Partie.

 

Der Verlust des dritten Durchgangs ging trotz des knappen Ergebnisses für Pampel jedoch in Ordnung: „In diesem Durchgang hat es Karlsruhe wirklich sehr gut gemacht. Wir haben zwar auch weiterhin gut gespielt, mussten aber kontinuierlich einem kleinen Rückstand hinterherrennen,

 

den wir gegen konstante Karlsruher zu keiner Phase des Satzes ernsthaft drehen konnten.“, so Pampel.

 

Etwas erschöpft durch die wirklich hochklassige Konzentrationsleistung auf beiden Seiten in den ersten drei Sätzen gönnten sich die Gäste im vierten Durchgang dann jedoch eine Verschnaufpause, die der TSV Mimmenhausen – angetrieben durch den nun nochmals Vollgas gebenden Fan-Club Black Wall – gnadenlos ausnutzte. Der Aufschlag des Heimteams zeigte nun wieder deutlich mehr Wirkung und brachte die Angreifer der Gäste in teils unlösbare Angriffssituationen. Nachdem der Vorsprung des TSV früh im Satz nahezu uneinholbar erschien, reagierte Gäste-Coach Bräuer und wechselte nahezu das komplette Team im Verlauf des Satzes aus, um seinen Stammkräften eine kurze Verschnaufpause vor dem anstehenden Tie-Break zu geben. Dies ließ die Heimmannschaft jedoch unbeeindruckt: Der TSV Mimmenhausen blieb über die Satzpause hinweg komplett im Rhythmus, stand stabil in Block und Abwehr und machte weiter mächtig Druck im Aufschlag. Letztlich ließ somit eine 4:0 Führung im alles entscheidenden fünften Durchgang früh die letzte Hoffnung der Gäste im Keim ersticken. Der zweite Heimsieg war dem Pampel-Team nicht mehr zu nehmen.

 

Mit dem mittlerweile dritten Sieg in Folge verbesserte sich der TSV Mimmenhausen in einer sehr ausgeglichenen Liga auf den achten Tabellenplatz und stellte somit den Kontakt zum soliden Mittelfeld der Liga her. Vier Punkte beträgt dabei mittlerweile auch der Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Wir liegen aktuell im Soll – vielmehr aber auch noch nicht.“, wagt Pampel eine Zwischenbilanz vor der nun anstehenden drei-wöchigen Spielpause in der 2. Bundesliga. Kein Grund jedoch die Beine hochzulegen: Für den TSV steht bereits in zwei Wochen das absolute Saisonhighlight mit dem DVV-Pokalachtelfinale gegen die WWK Volleys Herrsching an. Am 03.11. gastiert der Erstligist um 20 Uhr in der BZ-Halle Salem, wobei aufgrund des zu erwartenden erhöhten Fanaufkommens eine frühzeitige Anreise empfohlen wird.  



15.10.2018

 Mimmenhausen kommt auch auswärts in Fahrt

 

AlpenVolleys Haching II – TSV Mimmenhausen  2:3  (25:18, 29:31, 19:25, 25:20, 10:15)

 

In einem abwechslungsreichen, spannenden Spiel setzte der TSV Mimmenhausen den positiven Trend der vergangenen Wochen aus der Liga und dem Pokal fort: Mit einem knappen Sieg gegen die mit ausländischen Profis gespickte Reserve der AlpenVolleys aus Haching sicherte sich das Pampel-Team die ersten Auswärtspunkte in der 2. Bundesliga.

 

Dabei taten sich die Gäste aus Salem zu Beginn der Partie noch schwer. Die Gastgeber aus Haching legten in heimischer Halle einen fulminanten Start hin, brachten die Mimmenhausener Annahme mit starken Sprungaufschlägen ein ums andere Mal in Verlegenheit und ließen selber kaum Breaks zu. „Zu Beginn der Partie gelang Haching alles. Wäre das so weiter gegangen, hätten wir vermutlich keine Chance gehabt.“, resümiert TSV-Coach Pampel. Dem war jedoch nicht so: Im zweiten Durchgang fand der Aufsteiger aus Salem über gelungene Abwehraktionen mehr und mehr in den eigenen Spielrhythmus, während sich bei den Hachingern durch den steigenden Gegendruck nun auch der ein oder andere Fehler im Aufschlag und Angriff einschlich. Keines der Teams konnte sich jedoch entscheidend absetzen. In einer dramatischen Satzverlängerung mit wechselnden Satzbällen behielt der TSV Mimmenhausen dann jedoch die Nerven und sicherte sich den wichtigen Satzausgleich. Dies war ein vorentscheidender Knackpunkt für die Partie: In der Folge trat der TSV Mimmenhausen selbstsicherer auf und konnte sich durch eine Aufschlagserie von Tobias Streibl im dritten Satz frühzeitig von 7:7 bis auf 13:7 absetzen. Diesen Vorsprung ließ man sich auch nicht mehr nehmen und ging 2:1 in Führung. Der vierte Durchgang war dann hingegen ein Spiegelbild des dritten Durchgangs im umgekehrten Sinn: Eine frühe Aufschlagserie von Haching-Kapitän Roy Friedrich sorgte für einen Sieben-Punkte-Vorsprung, der nur noch sporadisch durch den TSV Mimmenhausen verkürzt werden konnte.  

 

„In dieser Phase des Spiels haben wir uns gefühlt eine kurze Verschnaufpause nach dem kräftezehrenden Comeback gegen die athletischen Gastgeber gegönnt“, gesteht Spielertrainer Pampel und nimmt sich dabei selbst nicht aus. Somit musste die Entscheidung im Tie-Break fallen – welcher sich sehr abwechslungsreich gestalten sollte. Der TSV erwischte den besseren Start und ging schnell mit 3:1 in Führung. Diese wurde recht leichtfertig durch vermeidbare Eigenfehler bis zu einem 3:6 Rückstand verspielt, bevor der an diesem Tag gut aufgelegte Jonas Hofmann auf Seiten des TSV das Blatt mit einer Aufschlagserie wieder direkt wendete – 8:6 für Mimmenhausen zum Seitenwechsel. Den Schwung durch die postwendende Antwort auf den Rückstand nahm das Pampel-Team mit auf die andere Spielfeldhälfte und bestimmte ab nun das Spielgeschehen im entscheidenden Durchgang. Der Sieg und somit zwei Punkte waren dem TSV Mimmenhausen nun nicht mehr zu nehmen.

 

Durch die ersten Auswärtspunkte verbesserte sich das Pampel-Team tabellarisch nicht, hielt in einer sehr ausgeglichenen 2. Bundesliga aber alle Konkurrenten zunächst auf Distanz. Am kommenden Samstag kommt es nun in der heimischen BZ-Halle Salem um 20 Uhr zu einem Duell mit dem Tabellennachbarn vom SSC Karlsruhe. Erst vor Wochenfrist konnte man das Team aus Karlsruhe im Pokalhalbfinale 3:0 auswärts schlagen. Ein Schein, der jedoch trügt: „Karlsruhe hat ein starkes Team und sie werden ihre Schlüsse aus der Partie vergangene Woche ziehen – da bin ich mir sicher.“, warnt Pampel vor dem anstehenden Match. Es kann entsprechend eine erneut spannende Partie erwartet werden, bei der der TSV Mimmenhausen den Abstand zum Tabellennachbarn möglichst vergrößern möchte. „Entscheidend hierfür werden jedoch Kleinigkeiten sein. Mit Sicherheit hilft uns da die Unterstützung in der eigenen Halle“, schließt Spielertrainer Pampel seinen Ausblick ab.

 

TSV: Bogdan Birkenberg, Lennart Diwersy, Lukas Diwersy, Michael Diwersy, Tobias Diwersy, Jonas Hoffmann, Kolja Hüther, Michael Kasprzak, Lukas Ott, Christian Pampel, Julius Schrempp, Tobias Streibl, Doru Pilihaci



01.10.2018

+++Mimmenhausen mit erstem Dreier+++

 

TSV Mimmenhausen - #RotesRudel Fellbach  3:0  (25:21, 25:21, 25:22)

 

Die gezielten Trainingsreize unter der Woche durch Coach Pampel zeigten prompt ihre Wirkung: Glatt und mit einem letztlich souveränen Auftritt sichert sich der TSV Mimmenhausen im Baden-Württemberg-Duell die ersten Punkte in der 2. Bundesliga.

 

„Ich nehme lieber das Risiko in Kauf, bei druckvollen Aufschlägen den ein oder anderen Aufschlagfehler zu produzieren, als dass wir solche Einwürfe, wie gegen Schwaig ab dem zweiten Durchgang über das Netz werfen und dem Gegner somit die Möglichkeit geben seinen Spielrhythmus zu finden.“, gab TSV-Coach Pampel die Marschrichtung für die Woche vor. Denn Aufschlag und phasenweise Annahme waren es in den ersten beiden Partien noch, die nach stets starkem Beginn zu inkonstant für einen Punktgewinn gegen die Top-Teams aus Hammelburg und Schwaig waren. Entsprechend legte der TSV-Spielertrainer ein besonderes Augenmerk in der Trainingsarbeit unter der Woche auf diese Spielelemente. Mit Erfolg: Vor allem im Aufschlag präsentierte sich der TSV Mimmenhausen in der Sonntagnachmittags-partie durchgehend druckvoll, zwang die Gäste aus Fellbach somit zu durchsichtigeren Zuspielen des guten Fellbacher Zuspielers und war dabei taktisch gut eingestellt auf die bevorzugten Angriffsrichtungen der Fellbacher Angreifer. „Wir haben die taktischen Vorgaben wirklich gut umgesetzt und der Matchplan ging diesmal auch sehr gut auf.“, resümierte Pampel die Partie. Für die Zuschauer barg dieser Matchplan den Vorteil, dass das Heimteam an nahezu allen Bällen im Block oder Abwehr dran war, viele dieser Aktionen auch erfolgreich gestalten konnte und somit lange Ballwechsel häufig für sich entscheiden konnte. Dabei lag eines der Erfolgsrezepte auch darin, dass der TSV Mimmenhausen nach gewonnenem ersten Durchgang dieses Mal im zweiten Durchgang nicht lockerließ. In beiden Durchgängen setzte

sich das Heimteam aus Salem stets frühzeitig im Satz ab und ließ das #RoteRudel Fellbach zu keiner Phase gefährlich herankommen. Erst im dritten Durchgang wussten die schwäbischen Gäste dem TSV Mimmenhausen ernsthaft Paroli zu bieten. „Hier haben wir erstmals in der Partie ein paar vermeidbare Fehler im Angriff und auch im Aufschlag gemacht, was in Ordnung ist. Wir wollen das Risiko ja gehen!“, so Pampel. Fehler, die Fellbach stärker werden ließen, wobei sich der TSV Mimmenhausen bis zum Zwischenstand von 19:20 stets in Schlagdistanz hielt. Dann war es in der entscheidenden Phase wiederum der Aufschlag, der den dieses Mal positiven Unterschied zugunsten des TSV ausmachte. Mit einer Aufschlagserie sorgte Spielertrainer Christian Pampel selbst für die Wende im Durchgang und die vorentscheidende 22:20-Führung, die sich das Heimteam angetrieben von erneut über 400 Zuschauern und dem lautstarken Fan-Club "Black Wall" nicht mehr nehmen ließ. Mit einem glatten 3:0 blieben die Punkte in Südbaden.

 

Mit den ersten drei Punkten der Zweitligageschichte des TSV Mimmenhausen im Gepäck geht es nun am kommenden Wochenende im Regionalpokal gegen den Ligakonkurrenten SSC Karlsruhe weiter. Sollte man das Duell gegen die Nordbadener sogar gewinnen und anschließend im Finale gegen den Gewinner aus dem anderen Halbfinale zwischen der TSG Heidelberg-Rohrbach und dem #RotenRudel Fellbach ebenfalls die Oberhand behalten, könnte sich der TSV Mimmenhausen erstmals für das DVV-Pokalachtelfinale gegen den Erstligisten WWK Volleys Herrsching qualifizieren. Alles nicht so wichtig für TSV-Coach Pampel: „Der Fokus im Pokal liegt für uns allem voran darauf, weiter in den Spielrhythmus zu finden, taktische Vorgaben in Spielsituationen zu erproben und dann schauen wir mal, wie weit wir damit kommen“. Wichtig sei es dann vor allem am 14.10. im Ligabetrieb bei der Auswärtspartie bei den AlpenVolleys Haching nachzulegen und erstmals auch auswärts zu punkten.



24.09.2018

TSV Mimmenhausen mit vermeidbarer Niederlage bei Heimspielpremiere

 

TSV Mimmenhausen – SV Schwaig 1:3  (25:16, 22:25, 25:17, 24:26)

 

Nach einem 103-minütigen Kampf schlich das Pampel-Team geknickt vom Feld. Erneut hielt man nicht nur gut mit, sondern befand sich phasenweise absolut auf Augenhöhe mit einem der Top-Teams der Liga, erneut war man nah dran am Punktgewinn – gereicht hat es aber wieder nicht.

 

Dabei begann die Premiere in der zweithöchsten Spielklasse absolut vielversprechend. Von der beeindruckenden Kulisse von 511 Zuschauern und der lautstarken Atmosphäre durch den TSV-Fanclub Black Wall zeigten sich die Gäste aus Schwaig zu Beginn beeindruckt. Der TSV Mimmenhausen ließ sich von dieser Stimmung hingegen direkt mitreißen. Druckvolle Aufschläge des Pampel-Teams stellten den Annahmeriegel des Vize-Meisters der vergangenen Saison stets vor schwierige teils unlösbare Angriffssituationen. Folgerichtig gewann der TSV Mimmenhausen in der Höhe auch verdient mit 25:16 den ersten Durchgang. Diesen Schwung nahm das Team auch direkt mit in den zweiten Satz. Bis zur Hälfte des Durchgangs und einer 13:10 Führung dominierte der TSV Mimmenhausen das Spielgeschehen.

 

Doch dann kam der Bruch im Spiel der Gastgeber. Schwierigkeiten in der Annahme und vermeidbare Angriffsfehler machten die fränkischen Gäste stark, der Druck im Aufschlag des TSV Mimmenhausen ließ parallel gravierend nach. Der SV Schwaig, der mittlerweile auch die Lizenz für seine ausländischen Spieler im Kader erhalten hat und somit erstmals in Top-Formation antreten konnte, fand hierdurch mehr und mehr den eigenen Spielrhythmus und stellte in der Folge unter Beweis, warum das Team zu den Spitzenteams in der Liga zu zählen ist. Nachdem das Team von Coach Milan Maric den zweiten Satz somit noch drehen konnte,

 

 

entschieden die Gäste auch den dritten Durchgang deutlich und verdient für sich. Dem Pampel-Team blieb gegen ein starkes Team aus Schwaig somit nur noch eine Möglichkeit: Über Kampf zurück ins Spiel finden. Diese Herausforderung nahm der TSV Mimmenhausen auch an. Wenngleich die Gastgeber stets wesentlich mehr Mühe hatten als der SV Schwaig den eigenen Side-Out zu halten, gestaltete das Pampel-Team den Durchgang ausgeglichen und offen. Vorentscheidend zu Ungunsten der Gastgeber war dann letztlich jedoch die Abgeklärtheit im Aufschlag. Der TSV Mimmenhausen machte zu viele Aufschlagfehler in der entscheidenden Spielphase, der SV Schwaig hingegen stets mächtig Druck auf die Annahme der Gastgeber. Nicht unverdient aber letztlich vermeidbar zog der TSV Mimmenhausen somit auch im vierten Durchgang den Kürzeren.    

       

„Da war wieder mehr drin!“, ärgerte sich TSV-Spielertrainer Pampel. Besonders ärgerlich aus Sicht des TSV-Coachs war hierbei vor allem die Tatsache, dass sich das Spielgeschehen wiederholte. Bereits in der Vorwoche beim Auftakt in Hammelburg startete man besser als der Gegner in die Partie, gibt das Spielgeschehen dann aber zur Mitte des zweiten Durchgangs aus der Hand. „Daran werden wir arbeiten müssen. In der 2. Liga darf man das Momentum nicht so einfach herschenken“, resümiert Pampel. Erste Möglichkeit dies zu verbessern, bot sich bereits am Folgetag im Finale des SBVV-Pokals, bei dem man den Ligakonkurrenten FT Freiburg mit einer konzentrierten Leistung mit 2:0 besiegen konnte und sich somit für den Regionalpokal qualifizieren konnte. Ein positives Zeichen, welches das Team nun auch im Ligaalltag fortführen möchte.

 

Die nächste Möglichkeit hierzu bietet sich dem TSV Mimmenhausen am kommenden Sonntag beim Heimspiel um 16 Uhr in der BZ-Halle Salem gegen das #RoteRudel Fellbach. Ein dem TSV Mimmenhausen bekanntes Team, gegen das man sich Chancen ausrechnet.



20.09.2018

 

Aufsteiger Mimmenhausen zahlt Lehrgeld

TV/DJK Hammelburg – TSV Mimmenhausen  3:1  (25:20, 20:25, 19:25, 21:25)

 

„Für die Premiere war unser Spiel – mit Ausnahme des dritten Satzes – soweit okay und mit etwas mehr Glück wäre zumindest auch ein Punkt möglich gewesen“, resümierte Spielertrainer Christian Pampel kurz und knapp die gezeigte Leistung seines Teams in der Auftaktpartie der 2. Bundesliga gegen den TV/DJK Hammelburg. Für Punkte reichte es für den Aufsteiger aber gegen die heimstarken Hammelburger letztlich noch nicht.

 

Das Glück schien aber schon vor Beginn der Partie nicht ganz auf Seiten des Aufsteigers zu stehen. Bereits beim Warmmachen ist es Spielertrainer Christian Pampel in den Rücken gefahren. Er spielte letztlich trotzdem, die Bewegungsmechanismen des mit über 200 Länderspielen erfahrensten Spieler auf dem Feld waren aber sichtlich eingeschränkt und seine gewöhnlich effektiven Aufschläge gar nicht erst möglich – Kolja Hüther ersetze ihn phasenweise hierfür.

 

Trotz dieser Umstände legte das Team aus Salem einen fulminanten Start in die Saison hin. Gegen zu Beginn zögerlich agierende Gastgeber, entdeckte der TSV Mimmenhausen frühzeitig Schwachstellen in der Annahme der Hammelburger und nutzte diese im ersten Durchgang kompromisslos aus. Bis zum 0:1 nach Sätzen und 1:6 Zwischenstand im zweiten Satz aus Sicht des TV/DJK Hammelburg schienen die Gäste das Spielgeschehen zu kontrollieren. Die gastgebenden Unterfranken reagierten dann aber taktisch klug – der letztlich zum MVP gewählte Libero übernahm mehr und mehr Verantwortung in der Annahme und die eigenen Aufschläge wurden aggressiver, wohingegen der TSV Mimmenhausen vor allem im Aufschlag nachließ. Folgerichtig drehten die Hammelburger das Spielgeschehen und glichen zum 1:1 nach Sätzen aus.

 

 Auch im dritten Durchgang fand der Aufsteiger keine Mittel gegen die nun souverän agierenden Gastgeber, was Pampel etwas ärgerte: „Den Satz haben wir abgeschenkt.“ Es dauerte bis zum vierten Durchgang bis der TSV Mimmenhausen wieder druckvoller agierte. Dadurch entwickelte sich nun ein munteres Bundesligaspiel, mit tollen Ballwechseln und einem ausgeglichenen Spielverlauf, wobei der TSV noch zu viele Breakchancen liegen ließ. „Letztlich war es aber dann auch ein wenig Glück bei der ein oder anderen Entscheidung, welches uns eventuell gefehlt hat aber nötig gewesen wäre, um in den Tie-Break zu kommen und einen Punkt mitzunehmen, der durchaus gerecht gewesen wäre.“, rundete Pampel seine Spielanalyse letztlich ab.

Somit blieb dem Aufsteiger vom TSV Mimmenhausen nun lediglich die Erkenntnis, dass es zwar nur Kleinigkeiten sind, die noch zum Erfolg gefehlt haben, aber man letztlich nach einem herzlichen Empfang durch die Gastgeber ohne jeglichen Punkte die Heimreise antreten musste.

 

Nach diesem leider erfolglosen Auswärtsauftakt steht für den TSV nun am kommenden Samstag um 20 Uhr in der heimischen BZ-Arena mit der Partie gegen den SV Schwaig die Heimspielpremiere in der 2. Bundesliga an.

Mit dem doppelten Vize-Meister der vergangenen Jahre gastiert hierbei eines der absoluten Top-Teams der Liga in der Salemer BZ-Arena. Die fränkischen Gäste aus der Nähe von Nürnberg stehen hierbei direkt unter Zugzwang, denn nachdem Sie Ihre Auftaktpartie ohne ausländische Spieler bestreiten mussten, verloren sie etwas überraschend zuhause gegen den FT Freiburg und werden entsprechend für Wiedergutmachung sorgen wollen. Nichtsdestotrotz rechnet sich das Team aus Salem vor allem im Heimspiel nicht zuletzt aufgrund der fantastischen Heimspielatmosphäre in der heimischen Halle realistische Chancen aus.