Presseberichte

22.11.2020

TSV Mühldorf - TSV Mimmenhausen 2:3

 

Mimmenhausen hat – zum fünften Mal schon in der Saison – in letzter Minute den Kopf aus der Schlinge gezogen und bleibt auch im neunten Spiel ungeschlagen. 25:14, 23:25, 17:25, 25:22 und 15:8 lauteten die Satzergebnisse im Duell mit dem Aufsteiger, der ohne Furcht oder Respekt vor dem Favoriten auftrat.

 

Und so musste Christian Pampel viel Geduld und Vertrauen in seine Spieler aufbringen, ehe der Sieg feststand. „Der Konflikt war echt schwer“, sagt der ehemalige Weltklasseangreifer über die sehr lange dauernde Phase, in der Mimmenhausen so gar nicht souverän wirkte. „Da habe ich echt überlegt, was mache ich jetzt“, erzählt Pampel. Er wechselte sich dann aber trotzdem nicht ein. Seine Verletzung am rechten Bein, vor Wochen beim Klettern erlitten, ließ das einfach nicht zu. Punkte verschenken aber geht dem erfolgreichen Spieler und Trainer so was von gegen den Strich. Auf der anderen Seite soll Mimmenhausen „in Zukunft ja auch ohne mich gewinnen“.

 

Trotz der wenig hilfreichen drei Wochen Zwangspause wegen Corona: Das gelang. Weil Außenangreifer Jonas Hoffmann - „er hatte einen schwarzen Tag erwischt“ (Pampel) - von einem Heiko Schlag ersetzt werden konnte, der die Annahme stabilisierte, in der Abwehr ein Pluspunkt war und mit seinen Aufschlägen für Druck auf den Mühldorfer Riegel sorgte.

 

Und weil Federico Cipollone zum Höhepunkt des Duells wieder zur gewohnten Stärke fand. Zuvor hatte der Zuspieler mit internationalem Format seine Angreifer nicht immer in beste Abschlusspositionen bringen können. Was der Italiener im Tiebreak herausgehauen hat (im Block und beim Matchball), sorgte dafür, dass er zum MVP gewählt wurde. Für Christian Pampel hätte auch Lukas Alexander Ott diese Ehre verdient gehabt. „Er war aus meiner Sicht der Beste von uns“, lobt Pampel seinen Außenangreifer. Den Umschwung von „unglaublich vielen Fehlern“ (Pampel) nach dem viel zu einfach gewonnenen ersten Satz hat aber die gesamte Mannschaft fertig gebracht, mit dem Rücken zur Wand in stoischer Ruhe. Auch und gerade ein Benedikt Waldinger, der seinen Mentor auf der Diagonalen bestens vertreten hat. „Er hat mitgeholfen“, klopft ihm Pampel verbal auf die Schultern, „dass wir uns aus dem Bodenlosen wieder heraus gekämpft haben.“

 

Pampel vergisst trotz aller Freude über den Sieg in einem Spiel ohne ihn nicht, dass die Partie durchaus hätte 1:3 verloren gehen können. „Über einen oder zwei vergebene Punkte im vierten Satz ärgert sich der TSV Mühldorf, der sehr gut gespielt hat, sicher sehr.“

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Waldinger, Hoffmann (Schlag), Becker, Cipollone (MVP), Müller, Kasprzak (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



06.11.2020

TSV Mimmenhausen – Baden Volleys SSC Karlsruhe 3:2 (18:25, 25:20, 25:23, 22:25, 19:17). 

 

Beste Stimmung herrschte trotz geisterhaft leeren Bildungszentrums. Mimmenhausen bleibt auch im achten Spiel ungeschlagen, verteidigte seine Siegesserie gegen Karlsruhe.

 

Christian Pampel, zum MVP gewählt, und sein Team wehrten sich mit Händen und Füßen gegen ein „sehr gutes Karlsruhe“ (Pampel), wenngleich nicht immer mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Von Euphorie über den „teilweise auch glücklichen Sieg“ (Pampel) ist beim Spielertrainer nicht viel zu merken. Auf die Frage, was denn der Erfolg über den Verfolger bedeute, antwortet er trocken: „Zwei Punkte mehr.“

 

Der erste Satz verlief überhaupt nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Karsruhe setzte mit starken Aufschlägen den TSV unter Druck, dem hielt der Annahmeriegel nicht immer stand. Entsprechend dünn die Quote im Sideout. Zur zweiten Technischen Auszeit fiel das Zwischenresultat deutlich aus (11:16). Und der Abstand sollte sich bis zum 18:25 nicht mehr groß verringern. Jonas Hoffmann ballerte seinen ersten Angriff, einen Dankeball, ins Netz – danach aber stabilisierte sich Mimmenhausen, setzte sich auf 12:6 ab – und ließ wieder nach. Karlsruhe, das nun öfters eine Antwort auf die Aufgaben parat hatte, glich zum 15:15 aus, führte 17:16 und verlor dennoch den Durchgang. Mimmenhausen fand über den Kampf und ein paar blitzsaubere Asse von Lukas Ott zur alten Stärke zurück beim 25:20. In einem immer wieder von Eigenfehlern auf beiden Seiten durchzogenen dritten Satz erarbeiteten sich weder Mimmenhausen noch Karlsruhe einen entscheidenden Vorsprung heraus.

Dann aber hielten Pampel & Co. ihr Sideout stabil, Karlsruhe schwächelte, gebremst vom Mimmenhausener Blockwerk. Und so setzen sich die Blau-Gelben auf 18:12 ab. Und machten es unnötig spannend. Ohne treffsicheren Pampel wäre der Satz wohl weg gewesen, so aber erschmetterte Ott den 25. Punkt zum 25:23.

 

Statt nun aber den Lauf über die Satzpause hinweg fortzuführen, schlichen sich beim Gastgeber wieder Unsauberkeiten ein, auch ein überragender Pampel kann nicht alle krummen Bälle in Punkte verwandeln. Entsprechend deutlich der Mimmenhausener Rückstand (5:8, 13:16), der bis auf fünf Punkte anschwoll (18:23). Und nicht mehr aufgeholt wurde. Otts Service ins Netz zum 22:25 ließ Karlsruhe jubeln.

 

Der Tiebreak war nichts für schwache Nerven. Zwei Matchbälle verballerte der TSV (14:12), hatte dann zwei gegen sich (14:15, 15:16), die Pampel und Birkenberg verhinderten, ehe den dritten der Karlsruher Jens Sandmeier, der aufgrund seiner Leistung insgesamt zurecht zum MVP des SSC gewählt wurde, einen schwierigen Ball zum 19:17 ins Aus schnetterte.

 

Keine Fans in der Halle, also auch keine Jubelgesänge? "Gebt mir ein H", verlangte Bogdan BIrkenberg – von seinen Teamkollegen. Und die sorgten mit kräftigen Stimmen dafür, dass am Ende das "Humba, Humba Täterä" auch ohne Black Wall die Halle füllte, nach einem "merkwürdigen Spiel", wie Spielertrainer Christian Pampel die Situation umschrieb, in dem er die Anweisungen des Gegners hören konnte.

 

TSV Mimmenhausen: Streibl, Pampel, Hoffmann, Birkenberg, Cipollone, Ott, Pilihaci (Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



26.10.2020

TV/DJK Hammelburg - TSV Mimmenhausen

2:3

 

Mimmenhausen bleibt auch im im siebten Saisonspiel ungeschlagen. Beim selbst ernannten Meisterschaftsanwärter setzte sich die Mannschaft von Kapitän Michael Diwersy, der Steller musste am Samstag durchspielen, mit 26:28, 25:20, 18:25, 25:17 und 15:9 vor 151 Zuschauern in einer Stunde und 47 Minuten durch.

 

„Punkt, Punkt, Doppelpunkt!“, skandierte die Mimmenhauser Auswechselbank laut und selbstbewusst, da stand es 13:7 in der Saaletalhalle. Wer sich nur den Tiebreak im Livestream angesehen hatte, der fragte sich schon, warum der TSV überhaupt hatte in den Entscheidungssatz gehen müssen. Sehr souverän wirkten die Volleyballer vom See, Hammelburg flatterten die Nerven. Sechs Eigenfehler steuerte es zum 15:9 des Kontrahenten bei. In einem Spiel mit Höhen und Tiefen für beide Seiten.

 

Zunächst einmal hatten die Blau-Gelben den unglücklichen Ausgang des ersten Satzes zu verarbeiten, in dem sie zwei Satzbälle nicht nutzen konnten. „Das 26:28 haben wir gut weggesteckt“, sagt Spielertrainer Christian Pampel, „weil wir gut gespielt hatten.“ Hammelburg eben auch, fügt er an. "Also war das völlig okay."

 

Während Mimmenhausen sein Niveau nach dem Seitenwechsel halten konnte, legte der Gastgeber eine kleine Pause ein. Die nutzte der Tabellenführer mit einem ungefährdeten 25:20 zum Satzausgleich. Das Mimmenhauser Minimalziel war erreicht, bloß nicht 0:3 verlieren. Sollte ein Fan aber erst im dritten Satz in den Livestream eingestiegen sein, 

hätte er Schlimmes befürchten müssen. „Das sind wir untergegangen!“, ging über Mimmenhausen ein Hammelburger Aufschlaggewitter nieder, das sich gewaschen hatte. Vor allem Lorenz Karlitzek haute der TSV-Annahme die Bälle stellenweise um die Ohren. Nicht verwunderlich deshalb, dass der TSV den einseitigen Schlagabtausch deutlich 18:25 verlor.

 

Drei Minuten Zeit hatten Pampel & Co. in der Satzpause, dann musste eine handfeste Antwort auf diese Gastgeberattacken gefunden sein. Mimmenhausen fand sie, krempelte die Ärmel hoch, positionierte die Annahme etwas um. Und Hammelburg? Produzierte mit seinen Aufschlägen nun mehr „Eimer“ als Asse, musste den Kontrahenten ziehen lassen und verlor den Satz klar mit 17:25. Hammelburgs hohes Risiko zahlte sich auch danach nicht aus, sorgte mit vielen Eigenfehlern für klare Verhältnisse im Tiebreak.

 

„Finde ich gut“, freut sich Pampel, "dass derzeit keine Mannschaft uns schlagen kann." Nicht einmal dann, wenn der erste Zuspieler verletzt ist. “Michael Diwersy hat das sehr gut gemacht“, lobt ihn Pampel, der zum MVP gewählt wurde. Eine Auszeichnung, die auch Lukas Ott und Jonas Hoffmann hätten erhalten können, sagt Pampel. "Sie hatten ein paar tolle Bälle." Aber auch Benedikt Waldinger, eigentlich Diagonalangreifer, war zur Stelle, wann immer er eingewechselt wurde, um den Mimmenhauser Block größenmäßig zu verstärken.

 

TSV Mimmenhausen: Birkenberg, M. Diwersy, Ott, Streibl (4. und 5. Satz Becker), Pampel (MVP), Hoffmann, Waldinger, Pilihaci, Müller (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



19.10.2020

TSV Mimmenhausen – Dentalservice Gust VC Dresden 3:2. 

 

Mehr Mühe hatte Mimmenhausen mit den jungen Wilden aus Dresden, als die Tabellenkonstellation hätte vermuten lassen. Dass am Ende eines „lehrreichen Spiels“, wie Spielertrainer Christian Pampel das 25:12, 20:25, 25:23, 25:27 und 15:7 bezeichnete, dem Spitzenreiter noch zwei Punkte gut geschrieben werden konnten, hat der seiner Erfahrenheit zu verdanken. Dresden, lobt Pampel, hätte sehr gut gespielt und den Punkt „echt verdient“.

 

Die Bäume also wachsen bei den blau-gelben Volleyballern doch nicht so mir nichts dir nichts in den Himmel. Auch wenn der Auftakt gegen den Aufsteiger den Gastgebern dies suggeriert haben mag. Wann schon ist es ihnen gelungen, in der BZ-Arena einen Kontrahenten mit 25:12 zu besiegen? „Das war zu einfach und setzte einen Prozess im Hinterkopf in Gang“, analysierte Pampel den mühelosen Aufgalopp.

 

Sehr gerne wären die Mimmenhausener auf dieser Volleyball-Autobahn weiter entlang gedüst. Aber Dresden konzentrierte sich zur besseren Annahme und der TSV baute unfreiwillig „ein paar Unsicherheiten“ (Pampel) in seine Fahrt ein. Die Annahme nicht immer auf Ballhöhe, das Zuspiel deshalb weniger präzise: „Wir haben Dresden stärker gemacht“, sagt Pampel und wundert sich nicht, dass es den Sachsen gelungen war, den TSV-Sportwagen mit dem 25:20 erst einmal von der Autobahn auf die Landstraße zu drängen.

 

Zurück auf den Highway fand der TSV nicht mehr. Obwohl er auf der dritten Etappe wieder Gas gab, gegen Gäste, die in der Satzstatistik „im Block und in der Abwehr viel besser abschnitten als wir“.

Dennoch fuhr Mimmenhausen als Erster durchs Etappenziel. Wenngleich auch nur mit marginalem Vorsprung, an dem die „Polizei“ auf dem Schiedsrichterstuhl nicht ganz unbeteiligt war. „Die doppelte Berührung bei der Annahme hätte ich nicht gepfiffen“, urteilt Pampel. Die Dresdner auch nicht. Entsprechend heftig und emotional die Diskussionen nach dem 25:23.

 

Weil aber Mimmenhausen „sein Spiel nicht veränderte“ (Pampel), Dresden sich gut ans Auftreten der Gastgeber angepasst hatte, verhinderte die Mannschaft von Trainer Niklas Peisl eine frühe Zieldurchfahrt des Favoriten. Sie ermöglichten den Blau-Gelben im vierten Abschnitt der Reise ein eher seltenes Erlebnis: Am eigenen Leib zu erfahren, wie das ist, wenn so gut wie kein Angriff ohne Blockberührung übers Netz fliegt, und die Feldabwehr wie eine Gummiwand steht. Zwei TSV-Satzbälle blieben ungenutzt, Dresden war effizienter beim 27:25.

 

„Mehr über die Mitte und aus dem Hinterfeld“, lautete die Mimmenhauser Taktik für den Tiebreak. Die ging „zack, zack, nahezu einhundert Prozent auf“, so Pampel. Auch deshalb, weil Dresden den Fahrbahnwechsel der Gastgeber wohl erst (zu) spät bemerkt hatte. Und so war Spielertrainer Christian Pampel am Ende mit der Leistung und dem Ergebnis "nicht unzufrieden". Auch, weil zumindest er schon immer gewusst hatte, dass "wir nicht fehlerfrei sind".

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann (MVP), Birkenberg, M. Diwersy (Cipollone), Pilihaci.

 

Hermann Hummler, Südkurier



12.10.2020

Volley YoungStars Friedrichshafen 3:1 (25:17, 25:19, 22:25, 25:20)

 

TSV Mimmenhausen – SV Schwaig 3:0 (26:24, 25:20, 25:23).

 

So weiß wie ihr Trikot am Samstag, so weiß ist auch die Punkteweste des TSV Mimmenhausen. Der kleine Klub vom Bodensee hat etwas geschafft, was Spielertrainer Christian Pampel im Vorfeld niemals für möglich gehalten hatte: Sechs Punkte geholt und Schwaig 3:0 bezwungen. Schwaig, das noch keine Zweitligapartie gegen Mimmenhausen verlor.

 

Dass der TSV Mimmenhausen gegen die Youngstars einen Satz hatte abgeben müssen, lag einzig und alleine daran, dass Pampel auch jenen Spielern, die sonst nur auf der Bank schmoren, Einsatzzeiten gegeben hat. So stellte Kapitän Michael Diwersy, der „seine Sache sehr gut machte“ (Pampel), und für den altinternationalen Punktgaranten Pampel kam Jungspund Benedikt Waldinger (seine Leistung brachte ihm die MVP-Plakette) ab dem dritten Satz auf der Diagonalen zum Einsatz. Cipollone übernahm beim 8:11 im vierten Durchgang das doch etwas ins Schlingern geratene blau-gelbe Boot in einem „lehrreichen“ (Pampel) Spiel, bis zum erfolgreichen Ende vor 131 Zuschauern wieder ins richtige Fahrwasser gelotst.

 

Keine 24 Stunden später stand Mimmenhausen schon wieder auf der Platte. Gegen Schwaig, ein enorm schweres Zweitligakaliber. „Wir hatten uns zunächst nur auf die Youngstars vorbereitet“, verrät Pampel, dass alleine der Samstag für die Einstellung auf das Spitzenspiel gegen die ebenfalls noch unbesiegten Franken zur Verfügung gestanden habe.

Trotzdem lieferten er und seine Mannschaft vor 150 Fans in der BZ-Arena Salem eine blitzsaubere Vorstellung ab. „Tatsächlich aber auch mit etwas Glück“, bremst Pampel.

 

In der Tat. Der erste Satz hätte durchaus auch ein anderes Ende nehmen können. 24:22 führte der TSV Mimmenhausen, ließ sich von einer Stellerfinte von Nikola Scerbakov düpieren und Libero Doru Pilihaci pritschte eine Annahme unglücklich an die Hallendecke – 24:24 statt Satzende. Schwaig aber drosch sein anschließendes Service ins Aus – zum dritten Satzball für die Gastgeber: Man of the Match Federico Cipollone servierte ein halbes Ass, das Pampel trocken so kommentierte: „Die Annahme hätte nicht jeder Schiri abgepfiffen.“ Markus Schardin tat es. Mimmenhausen führte 1:0 und setzte „seine erstaunliche Leistung“ (Pampel) auch nach dem Wechsel fort, führte 2:0 nach Sätzen, und Christian Pampel versenkte den zweiten Matchball zum 25:23 und jubelnden Sieger im Kreis – mit Abstand!

 

Natürlich war der Spielertrainer des Tabellenführers am Ende des unerwartet erfolgreichen Wochenendes „sehr froh“ über ein glattes 3:0 gegen ein starkes Schwaig „auf unserem Level“. Sein Fazit nach fünf Partien: „Wer uns besiegen will, der muss wirklich gut spielen“, fasst Pampel, dem euphorische Ausbrüche echt zuwider sind, einen perfekten Start in die neue Saison zusammen.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Waldinger, Hoffmann, Birkenberg, Becker, Cipollone, M. Diwersy, Müller, Pilihaci (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



06.10.2020

Blue Volleys Gotha - TSV Mimmenhausen
1:3 (16:25, 25:19, 23:25, 22:25)

 

Der TSV Mimmenhausen bleibt auch im dritten Spiel der Saison unbesiegt und kehrt mit drei Punkten aus Thüringen zurück. „Während der Partie aber“, sagt Spielertrainer Christian Pampel, habe er nicht daran geglaubt, dass „wir mit drei Punkten zurück an den Bodensee fahren“. Das 25:16, 19:25, 25:23 und 25:22 „war eine tolle Teamleistung“, lobt Pampel, ohne irgendein wenn und aber.

 

„Wir haben mit guten Aufschlägen die Gothaer Annahme unter Druck gesetzt“, erzählt Pampel vom ersten Satz. Deren deshalb übersichtlichere Angriffe habe der TSV im Block und „einer sehr starken Abwehr“ gut im Griff gehabt. Bis zum klaren Satzgewinn von 25:16.

 

„Dass „Gotha hat eine sehr gute Mannschaft“ hat, wussten Pampel & Co. schon vor dem Anpfiff. Nicht verwunderlich deshalb, wie sich die Mannschaft von Spielertrainer Jonas Kronseder im zweiten Durchgang auf Mimmenhausen einstellte, „besser geworden“ (Pampel) ist, während gleichzeitig Mimmenhausen sein Niveau im Service (vor allem Pampel selbst ) nicht ganz halten konnte. Zwar führten die Gäste zur Zweiten Technischen Auszeit noch mit 16:12, am Ende aber jubelten die Gothaer (25:19).

 

Satzausgleich in einem Duell auf Augenhöhe, in dem sich jetzt lange Zeit keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Bis zum 24:23. Satzball oder Ausgleich? Satzball!

 

Tobias Streibls Service überrascht den Blue-Volley-Libero, Gotha hatte erhebliche Mühe, einen gefährlichen Angriff zu initiieren. Den baggerte der TSV-Mittelblocker Streibl zurück ins Gothaer Feld. Zweiter Anlauf. Den blockte Pampel. Dritter Gothaer Versuch. Die Rakete baggerte Lukas Ott von Position 6 aus zurück übers Netz! Den vierten Anlauf blockte Jonas Hoffmann. Gotha gab nicht auf nicht auf. Aber Pampels Block entschärfte den Diagonalball, Hoffmann pritschte zu Federico Cipollone. Der Mimmenhauser Zuspieler passte auf Pampel. Und der zeigte einmal mehr seine ganze Klasse, wir wertvoll der 41-Jährige immer noch für seine Mannschaft ist. Cool lobt er den Pass zum 25:23 über den Block! Ein unglaublicher Ballwechsel, der die Qualitäten dieser immer noch besser werdenden Mimmenhauser Mannschaft exemplarisch beleuchtete. Pampels Reaktion: „Ich war froh, dass wir wenigsten schon mal einen Punkt hatten. So mussten wir das Wochenende nicht komplett in die Tonne treten.“

 

Es sollte noch besser kommen: Auch im vierten Durchgang setzte sich der TSV nach umkämpftem Verlauf (8:7, 16:15, 22:21) – fast muss man sagen – wie selbstverständlich im Endspurt erneut durch. Bogdan Birkenberg verwandelte den Breakball per Schnellangriff zum 25:22 und 3:1.

 

Große Freude danach bei den Blau-Gelben, die auch im fünften Duell mit Gotha siegreich geblieben waren. Große Freude aber auch bei Christian Pampel und Doru Pilihaci: Der Libero war zum „Wertvollsten Spieler“ gekürt worden.

 

Hermann Hummler, Südkurier



28.09.2020

TSV Mimmenhausen

TGM Mainz-Gonsenheim

 

3:1

 

Der TSV Mimmenhausen hat auch sein zweites Spiel der neuen Saison gewonnen, vor heimischem Publikum, 171 Fans waren im Bildungszentrum Salem. Spielertrainer Christian Pampel und sein Team setzten sich nach Sätzen deutlich mit 21:25, 25:22, 25:23 und 25:23 durch. Aber alle vier Durchgänge waren umkämpft, und selbst im vierten Durchgang benötigte der TSV Mimmenhausen drei Matchbälle, ehe das 3:1 perfekt war. Diagonalangreifer Pampel sorgte für den dritten 25. Punkt nach nicht ganz zwei Stunden Spielzeit.

 

In der sahen die mit Abstand sitzenden Fans einen TSV, der das Heft des Handelns nichgt immer in der Hand hielt. Waren die Zwischenstände zu den jeweiligen Technischen Auszeiten noch eng gewesen (meist nur ein oder zwei Punkte Abstand zwischen den Kontrahenten), setzen sich im ersten Durchgang die Gäste aus Rheinland-Pfalz auf 24:20 ab und holten sich den Durchgang mit 25:21.

 

Nicht gerade ein Heimauftakt wie sich das Mimmenhausen erhofft hatte. Die Gastgeber traten mit Jonas Hoffmann auf der Außenbahn für Michael Kasprzak an, in der Mitte blockte Tobias Streibl für Johannes Becker. Die Erste Sechs ließ sich vom Fehlstart aber nicht beirren, und drehte den Spieß im Endspurt (16:14, 20:18, 24:21) des zweiten Durchganges um. Gleich den ersten Satzball verwandelte sie zum 25:22. Die Mimmenhauser Gummiwand funktionierte auch im dritten Satu. „Kaum ein Ball, an dem wir nicht dran waren“, lobte Pampel die kämpferische Einstellung seiner Spieler. Damit hatten Kapitän Michael Diwersy und Co den spielerisch eigentlich stärken Mainzern den Zahn gezogen. 25:23 der Endstand im dritten Schlagabtausch. Weil Mimmenhausen sich von Zwischenständen nicht mehr nervös machen lässt, mit Lukas Ott – neben Jonas Hoffmann - auf der Außenbahn einen enorm verbesserten Angreifer hat und mit Christian Pampel einen Hauptangreifer, der die entscheidenden Bälle tot macht, setzte sich der Gastgeber, trotz der Mainzer Rallye von 20:24 auf 23:24, am Ende mit 25:23 und 3:1 durch. Zum Jubelkreis mit Abstand .

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl (Becker), Pampel, Hoffmann, Birkenberg, Cipollone (MVP), Pilihaci, Müller (beide Libero).

 

Hermann Hummler, Südkurier



 Mimmenhausen in Grafing

 

TSV Grafing - TSV Mimmenhausen   2:3

 

Der TSV Mimmenhausen hat sich in einer dunklen Halle, an einem ungewohnt engmaschigen Netz, ohne ein einziges Testspiel zuvor bestritten zu haben, noch dazu ohne einen seiner besten Angreifer (Jonas Hoffmann wird Papa) gegen eine starke Grafinger Mannschaft im ersten Spiel der neuen Saison mit 26:24, 23:25, 25:21, 11:25 und 15:12 am Samstagabend über all diese hohen Hürden hinweggesetzt.

 

Entsprechend zufrieden zeigte sich denn auch Spielertrainer Christian Pampel: „Phasenweise waren wir schon echt gut“, lobte der ehemalige Weltklassediagonalangreifer seine Spieler. Im Block „waren wir meist auf Ballhöhe“, Lukas Alexander Ott, einer der Annahmespieler und Außenangreifer, der vergangene Saison schon „viele Elemente in seinen Angriffen gut gemacht“ habe, habe in Grafing sehr häufig gezeigt, dass „er verstanden hat, was ich ihm beizubringen versuchte“. Und der neue Mann im TSV-Dress der ersten Mannschaft, Joshua Müller, habe sein erstes Pflichtspiel in der zweithöchsten deutschen Liga „nicht schlecht gemacht, so wie eben die gesamte Mannschaft“. Viel Lob also aus dem Munde eines Spielertrainers, der ein eher zurückhaltendes Verhältnis zu Superlativen hat.

Mimmenhausen begann die Partie mit einem Ass durch Bogdan Birkenberg, und machte am Ende eines umkämpften Durchganges (8:7, 16:15) mit einem Ass von Ott den Sack zu. Der Meersburger gehörte auch nach dem Wechsel zu den Aktivposten, verkürzte auf 23:24, aber einen der drei Dankebälle zum 25:23 nutzte Grafing. Satzausgleich. Danach waren die Gastgeber erst einmal am Drücker (8:5, 16:12), die sich aber einem nie aufsteckenden Mimmenhausen im Endspurt nicht mehr erwehren konnten (21:25). Statt nun aber den Deckel drauf zu machen, „waren wir auf die harten Aufschläge der Grafinger nicht vorbereitet“, nennt Pampel einen Grund, warum der vierte Satz klar 11:25 verloren ging.

 

Daraus hatten die Jungs aber gelernt. Im Tiebreak ließen sie sich nicht mehr überraschen. Und sie nutzten gleich den ersten Matchball. Bogdan Birkenberg hatte einen Angriff aus dem Netz gefischt, der Ball ging zurück ins Grafinger Feld – und Benno Voggenreiter drosch seinen Angriff zum 12:15 ins Aus!

 

Pampel unter dem Strich zufrieden

 

„Unterm Strich bin ich zufrieden“, sagte Pampel. Nicht nur des Erfolges wegen. Auch weil Grafing die „Baustellen“ beim TSV Mimmenhausen klar aufgezeigt habe.

 

Hermann Hummler, Südkurier



02.03.2020

Der TSV Mimmenhausen hat trotz seiner prekären Personalsituation das Siegen nicht verlernt. Der Tabellenführer setzte sich am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenachten nach einem Achterbahn der Gefühle mit 16:25, 27:25, 25:16 und 25:21 durch. Hatte vergangenen Samstag nur noch ein Ersatzspieler auf der TSV-Auswechselbank gesessen (Zuspieler und Kapitän Michael Diwersy), waren es dieses Mal nominell drei: er, Spielertrainer Christian Pampel und Timo Neßler, ein Mittelblocker aus der zweiten Mannschaft.

 

Nicht verwunderlich, dass Abteilungsleiter Klaus Diwersy bei der Begrüßung der Fans und Teams den Teamspirit besonders einforderte. Der aber hilft nur, wenn die Burschen keine Fehler machen. Taten sie aber und verhalfen Hammelburg nach ausgeglichenem Verlauf (6:8) zu einem beruhigenden Vorsprung zur ersten Mimmenhauser Auszeit (13:8). Und weil die Unterfranken so gut wie keine Fehler machten, mit ihren Aufschlägen die TSV-Annahme schwer unter Druck setzten, blieb es beim klaren Vorsprung der Gäste, die den ersten Durchgang klar mit 25:16 gewannen.

 

Das änderte sich nach dem Wechsel: Plötzlich bekam Hammelburg so gut wie keinen Aufschlag mehr übers Netz, die Mimmenhauser Annahme war entlastet, und weil die Gäste für kampflose Punkte, reichlich kampflose Punkte sorgten, stand es zur ersten Technischen Auszeit 16:9 für Mimmenhausen. Der Schock das ersten Durchgangs war verdaut. Vor allem der Block stoppte Hammelburger Angreifer (6 Punkte), der Service setzte die DJK-Annahme vor große Probleme (21:11). Trotz des riesigen Vorsprungs mussten die Fans aber noch richtig zittern. Plötzlich brachten die Gastgeber keine Angriffe mehr durch, Hammelburg holte auf (23:23), blieb

aber am Ende doch ohne Satzgewinn, weil – angespornt von der Black Wall, dem stimmgewaltigen Fanclub, und den Zuschauern – der TSV zwar drei Satzbälle benötigte, aber mit dem 27:25 den Satzausgleich tatsächlich perfekt machte, mit schierem Willen. Die zehnminütige Satzpause für ein Sponsorenevent hatte Mimmenhausen weniger geschadet als Hammelburg, das wohl immer noch der vergeblichen Aufholjagd nachtrauerte. Die Gäste waren mental noch gar nicht richtig wieder im Spiel, da stand es 1:8 aus ihrer Sicht. Alles funktionierte wie am Schnürchen, der Block ließ wenig durch, die Feldabwehr hielt die Bälle im Spiel – Hoffmann, Ott und Becker machten einen Breakpunkt nach dem anderen (16:5). Was für ein Unterschied zum völlig verunsicherten TSV im ersten Satz. Der ließ nur noch drei Satzbälle zu (24:14), dann war das souveräne 25:16 perfekt.

 

3:1 – oder Satzausgleich? Die spannende Frage blieb lange Zeit unbeantwortet. Mal führte Mimmenhausen mit zwei oder drei Punkten, ließ dann aber Hammelburg wieder herankommen. Was bis zum Ende funktionierte: der Block. Unglaublich, wie stark der gelernte Außenangreifer Severin Hauke und Johannes Becker ihren Job erledigten. Den Rest besorgten die Hammelburger mit Eigenfehlern (13 Punkte) und das stabile Side out des TSV (8:7, 16:13). Symptomatisch für den Kampfeswillen der Blau-Gelben, ihren Teamspirit: Hauke hielt irgendwie den Matchball in der Abwehr im Spiel – und Hoffmann verwandelte zum 25:21 und 3:1. „Oh wie ist das schön!“, sangen die Fans! „Das ist ein historischer Sieg heute“, freut sich Christian Pampel darüber, „dass die Jungs ohne mich gewonnen haben. Das finde ich toll!“

 

Hermann Hummler, Südkurier



24.02.2020

AlpenVolleys Haching II - TSV Mimmenhausen 3:1. - Mit solch einem dezimierten Kader hat es für den Tabellenführer bei der zuletzt alles andere als erfolgreichen Bundesligareserve nichts zu ernten gegeben. Ohne Bogdan Birkenberg und Spielertrainer Christian Pampel verkauften sich die blau-gelben Volleyballer, die nur noch Zuspieler Michael Diwersy auf der Ersatzbank hatten, so teuer wie möglich. Michael Kasprzak, Tobias Streibl und Julius Schrempp fehlen ja schon länger. Wunder sind, in der Aufstellung hat der TSV noch nie zusammengespielt und mangels Spielermasse war ein entsprechendes Training, schlicht nicht möglich. Dennoch standen die Blau-Gelben am Samstag kurz vor dem Gewinn des ersten Satzes, nachdem sie sich dank einer Rallye des neuen Diagonalangreifers Lukas Ott von 21:24 auf 23:24 herangekämpft hatten. Zum Ausgleich oder sogar mehr reichte es aber den tapferen Mimmenhausern nicht.

 

„Lukas Ott hat das nicht nur in diesem Satz gut gemacht“, lobte Pampel, und wies seine Spieler in der Satzpause darauf hin, dass sie weiterhin gut aufschlagen und vor allem Simeon Topuzliev in den Griff bekommen müssen. Beides klappte nicht so wie gewünscht. „Wir machten nicht nur in diesem Satz relativ viele Aufschlagfehler“, benannte der zum Coaching verdammte Christian Pampel einen der Gründe für das 18:25 im zweiten Durchgang.

 

Dazu kam, dass Jonas Hoffmann, der „Wertvollste Spieler“ beim TSV, gegen einen „starken, hohen Block nicht wie gewohnt ins Spiel fand“ (Pampel) und Außenangreifer Severin Hauke auf der für ihn fremden Mittelblockerposition aushelfen musste.

Wenn dann noch das stabilisierende Element Weltklassediagonalangreifer Pampel der Mannschaft fehlt, dann wird`'s echt schwer gegen ein Unterhaching II, bei dem „80 Prozent Profis sind und das achtmal die Woche trainiert“, so Pampel.

 

Dass der TSV Mimmenhausen dennoch gut mitgehalten hat, zeigt der dritte Durchgang. Da klappte das Zusammenspiel, wurden mit viel Geduld Breakbälle erkämpft, und die – im Gegensatz zu den übrigen Durchgängen – beim 25:21 auch in Punkte umgemünzt.

 

Das war es dann aber auch schon wieder mit den guten Phasen des Tabellenführers. Danach hatte sich Unterhaching wieder gefangen, machte Druck mit gutem, fast fehlerfreiem Service gegen verunsicherte Mimmenhauser, die keine Alternativen auf der Auswechselbank hatten, und sicherte sich mit dem 25:18 drei Punkte.

 

„Wir waren nicht so weit weg von Haching“, fasst Pampel eine Partie zusammen, in der er mit der Vorstellung seiner zusammengewürfelten Truppe durchaus zufrieden war. „Dass wir unter diesen Umständen hier punkten, war nur teilweise realistisch.“ Weil aber das Verfolgerduell zwischen Karlsruhe und Schwaig mit einem überraschend deutlichen 3:0 an Schwaig gegangen war, hat der TSV Mimmenhausen – mit einem Spiel mehr ausgetragen – noch immer vier Punkte Vorsprung.

 

Hermann Hummler, Südkurier



17.02.2020

Auf den TSV Mimmenhausen ist es am Freitagabend knüppeldick eingeprasselt. Dabei war das 19:25, 24:26, 25:18, 25:18 und 13:15 noch das geringste Übel für die Mannschaft von Christian Pampel. Viel gravierender ist, dass der Spielertrainer wegen seiner schmerzenden Achillessehne sich selber auswechseln musste, Bogdan Birkenberg unglücklich umknickte. Der Mittelblocker verletzte sich so schwer, dass nicht ans Weitermachen zu denken war. Und so stand in der entscheidenden Phase des „wahnsinnigen Spiels“ (Hallensprecher Frank Zender) ein personell arg gerupfter Spitzenreiter auf dem Spielfeld, endete das spannende Match mit zwei verdienten Punkten für die Grünschnäbel in Blau-Weiß.

 

„Sie hatten sich nie aufgegeben, ohne Angst vor dem Spitzenreiter athletischen Volleyball auf Augenhöhe“ gezeigt, lobte „Bobby“ Jalowietzki, Ko-Trainer und VfB-Legende, seine Jungs in den höchsten Tönen. Am Sieg der volleyballerischen Milchgesichter nicht ganz unbeteiligt war aber der Favorit selbst. Ohne den Erfolg der echt guten Gastgeber vor stimmungsvoller Kulisse – da sei mehr los gewesen als bei der ersten Mannschaft, lautet der Kommentar einiger Zuschauer – schmälern zu wollen: Mimmenhausen begann nicht mit der Ersten Sechs.

 

„Für uns geht es in erster Linie darum“, begründet Pampel den wohlüberlegten Schritt, „dass alle Spieler sich entwickeln.“ Nicht nur die Erste Sechs. Michael Diwersy machte seine Sache nicht schlecht, obwohl ihn sein Annahmeriegel des Öfteren vor große Probleme beim Zuspiel stellte. Und so ging der erste Durchgang zwar deutlich 19:25 verloren, Pampel aber veränderte die Aufstellung nicht.

 

Wer weiß, wie die Partie geendet hätte, wäre dem Mimmenhauser Diagonalangreifer nicht der Schmerz in die schon arg strapazierte Achillessehne gefahren.

Pampel hielt durch, und seine Mannschaft - mit 15 Punkten alleine in diesem zweiten Satz - im Spiel. Am Ende aber reichte es trotzdem nicht zum Ausgleich. Sein Angriff wurde zum 24:26 geblockt.

 

Dennoch stand er auch im dritten Durchgang auf der Spielfläche. Allerdings nun nicht mehr diagonal von Michael Diwersy. Der räumte seinen Platz für Federico Cipollone. „Nicht weil Michi schlecht gespielt hat“, stellt Pampel klar. „Aber die Youngstars haben über seinen Block hinweg geschlagen.“ Diwersy ist mit 1,81 Meter eher klein geraten, das nutzte die Mannschaft von Trainer Adrian Pfleghar weidlich aus. Mit Cipollone schob der TSV einen Riegel vor.

 

Plötzlich drehte sich die Partie. Und beim 23:17-Zwischenstand im dritten Durchgang sah Pampel seine Zeit gekommen. Für ihn kam Severin Hauke und übernahm von Lukas Ott den Außenangriff, der nun unfreiwillig zum Hauptangreifer befördert war. Das klappte. Sowohl bis zum 25:18 als auch im vierten Satz (mit Heiko Schlag in der Annahme). Der komplett veränderte TSV hielt sich wacker, steckte auch den nächsten Nackenschlag weg. Irgendwie. Bogdan Birkenberg hatte sich böse den Fuß (23:18) verknackst. Für ihn übernahm Hauke. „Sie haben das gut gelöst“, lobte Pampel, der aber mit ansehen musste, wie die Mannschaft im Tiebreak gegen wie entfesselt aufspielende Nachwuchsvolleyballer „eingeknickt“ ist (6:6, 6:9). Die Mimmenhauser ließen die Köpfe hängen (8:12), wehrten trotzdem den ersten Matchball (12:14) ab. Das war's dann aber auch mit der Herrlichkeit des Spitzenreiters.

 

Überschäumender Jubel dagegen auf der anderen Seite: „Toll, wie die Jungs zurückgekommen sind“, freute sich Adrian Pfleghar. Und während Youngstar Jannik Brentel mit seiner Goldmedaille für den Wertvollsten Spieler über dem Boden der ZF-Arena schwebte, lag die silberne achtlos auf der Auswechselbank.

 

Hermann Hummler, Südkurier



09.02.2020

TSV Mimmenhausen - L.E. Volleys

3:0

 

Der TSV Mimmenhausen hat sich vom Rückschlag in Schwaig nicht verunsichern lassen und das Heimspiel auch in dieser Deutlichkeit völlig verdient gewonnen. Festzuhalten bleibt aber auch, dass die Mannschaft von Christian Pampel in Gestalt des Tabellenzehnten einen echten Aufbaugegner vorgesetzt bekam. „Wir haben nicht wirklich gut gespielt“, nordete der Mimmenhauser Spielertrainer das souveräne 25:19, 25:15 und 25:14 ein. „Aber so lange es dann so deutlich für uns läuft“, war der Diagonalangreifer trotzdem mit sich und seiner Mannschaft zufrieden.

 

Die spielte in veränderter Aufstellung. Mit dem Ende der Siegesserie hatte diese Personalmaßnahme jedoch überhaupt nichts zu tun. „Ich möchte“, begründet Pampel die Hereinnahme von Michael Diwersy für Federico Cipollone, „dass auch die Spieler auf der Ersatzbank ihre Einsatzzeiten bekommen.“ Und so stand von Beginn an der Mimmenhauser Kapitän auf dem Feld, der seine Sache, so Pampel, gut gemacht habe. „Er hat schöne Pässe auf die Position 4 gestellt“, lobt der ehemalige Nationalspieler, und die Bälle gut verteilt.“ Außerdem habe er „gut aufgeschlagen“. So, wie die gesamte Mannschaft.

 

Und damit begann das Problem der Leipziger. Ihr Riegel wackelte, die Angriffe kamen deshalb oft lang und hoch ans Netz, waren deshalb meist Beute des Mimmenhauser Block. 13 Mal biss der zu, stets auf Ballhöhe entschärfte er eine Vielzahl an L.E.-Angriffen, ermöglichte so der Feldabwehr die Bälle im Spiel zu halten – und entsprechend Breakpunkte zu machen.

 

„Der Block und die Abwehr von Mimmenhausen sind sehr stark“, anerkannte Christoph Rascher die Überlegenheit des TSV Mimmenhausen. „Wir wussten“, fuhr der Leipziger Trainer fort, „dass wir hier wenig Anlass zur Freude haben werden.“

Dass es aber so schlimm kommen würde, damit hatte er nicht gerechnet. „Wir haben im Angriff keine Mittel gefunden, um zuverlässig zu punkten“, sagte er und musste seine Hoffnung auf ein knappes Resultat früh begraben.

 

Daran änderte auch der Libero-Wechsel von Lenny Diwersy auf Doru Pilihaci nichts. Der Spitzenreiter behielt auch im dritten Durchgang seine klare Linie, sorgte mit einem bis auf ganz wenige Ausnahmen einsatzfreudigen und effektiven Angriff mit Christian Pampel an der Spitze für klare, der Tabelle angemessene Verhältnisse. Nach einem 8:6 und 16:11 im ersten Satz hatte Mimmenhausen seine anfänglichen Annahmeprobleme im Griff und marschierte stramm auf das 25:19 zu. Nach dem Wechsel reduzierte Leipzig seine horrende Fehlerquote, „ein paar strittige Schiedsrichterentscheidungen“ sorgten laut Rascher jedoch dafür, dass der zweite Durchgang nicht enger verlief (8:5, 16:9, 25:15). Aber auch im dritten benötigte Mimmenhausen keine Hilfe beim 8:4, 16:12 und 25:15.

 

Einer der blau-gelben Volleyballer wird dieses erwartete und standesgemäße 3:0 dennoch mit Sicherheit so schnell nicht vergessen. Jonas Hoffmann. Der Außenangreifer wurde von Christoph Rascher zum „Wertvollsten Spieler“ beim TSV Mimmenhausen gewählt. An und für sich nichts Besonderes für den Mann mit der Nummer 3 auf dem Rücken. Das ist seine fünfte Goldene. Aber man bekommt diese Medaille nicht alle Tage von einem Stelian Moculescu überreicht. Die deutsche Trainerlegende, der unter anderem den VfB Friedrichshafen zum Serienmeister und Champions-League-Sieger gemacht hatte, stattete auf Einladung von Christian Pampel dem Tabellenführer einen Besuch ab und übernahm natürlich die Medaillenübergabe an den blonden, 1,91 Meter großen Athleten mit dem „schnellen Armzug“ (Moculescu).

 

Hermann Hummler, Südkurier



26.01.2020

Der TSV Mimmenhausen ist mit einer für alle total ungewohnten Situation, Tabellenführer der 2. Bundesliga zu sein, am Samstagabend locker klar gekommen. „Wir sind jetzt die Gejagten“, hatte Abteilungsleiter Klaus Diwersy bei der Begrüßung im Salemer Bildungszentrum gesagt. Und das bleiben die blau-gelben Volleyballer nach dem 25:19, 25:22 und 25:18 zu ihrer großen Freude. Dem Tabellenfünften Gotha überließen sie auch im vierten Zweitligaduell mit den Thüringern erneut keinen Satz.

 

Teilweise meisterlich präsentierten sich Kapitän Michael Diwersy und Crew im ersten Durchgang. Unterstützt von einer hohen Eigenfehlerquote der Gäste (24 Punkte insgesamt) setzte sich die Mimmenhauser Starting Six mit gutem Blockspiel, einer unglaublich starken Feldabwehr und von Federico Cipollone (zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt) passgenau bedienten Angreifern schon früh ab (8:3, 16:9). „Mimmenhausen hat sehr gut gespielt, nur wenige Fehler gemacht“, lobte der Gothaer Trainer Jonas Kronseder die Vorstellung des Favoriten beim klaren 25:19-Erfolg der Gastgeber.

 

Über „drei einfache Bälle“, ärgerte sich Christian Pampel im Verlauf des zweiten Satzes. Die hätten laut Spielertrainer für ein paar kitzlige Momente gesorgt, in einem Durchgang, in dem Mimmenhausen nicht immer souverän wirkte (7:8, 15:16). Gotha reduzierte seine Fehlerquote, jetzt war der Tabellenfünfte „auf Augenhöhe“ (Kronseder). „Wir haben statt Druck zu machen, Gotha aufgebaut“, ärgerte sich Pampel.  „Nachdenken, aktiver werden“, hatte Klaus Diwersy in der Auszeit seinen Spielern per Hallenmikrofon aufgetragen. Die befolgten den Rat des Abteilungsleiters. Bis ins Satzfinale hielten die Thüringer zwar mit (21:21).

„Weil wir aber nach wie vor gut aufgeschlagen haben, eine tolle Abwehr und einen starken Block hatten“ (Pampel), setzte sich der Favorit auch in diesem hart umkämpften Schlagabtausch doch noch durch. Je zweimal Pampel und Lukas Ott verwandelten teils spektakulär im Spiel gehaltene Bälle zum 25:22.

 

„Wir hatten die Chance, den Satz zu gewinnen“, trauert Kronseder der verpassten Gelegenheit nach. „Wer weiß, wie sich das Spiel nach einem 1:1 entwickelt hätte.“ Mit dem 2:0 im Rücken aber hatte der TSV Mimmenhausen das Heft auf dem Spielfeld wieder fest in der Hand. Und dann patzten die Blue Volleys zweimal hintereinander und ein Service landete im Netz - Mimmenhausen führte mit drei Punkten (12:9) Vorsprung.

 

Was auch immer in der großen Schale auf der Auswechselbank gewesen sein mag, Gotha halfen diese Leckereien nicht. Spätestens mit dem 16:11 zur zweiten technischen Auszeit war für den Tabellenführer der zehnte Erfolg in Serie in trockenen Tüchern. Punkt um Punkt zogen die Hausherren nun davon. Pampels 18. Punkt brachte den ersten Matchball. Johannes Beckers Block machte das 25:18 und 3:0 perfekt.

 

Der TSV Mimmenhausen hat die Bewährungsprobe gegen einen unangenehmen Gegner mit Bravour bestanden, sich von der ungewohnten Rolle des Gejagten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Entsprechend laut denn auch der ausgelassene Jubel nach dem Schlusspfiff. Und da war nicht nur einmal zu hören: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey hey!“

 

Hermann Hummler, Südkurier



20.01.2020

2. Volleyball-Bundesliga:

TuS Kriftel - TSV Mimmenhausen 1:3.

 

Der TSV Mimmenhausen sorgt weiter für Furore in der 2. Volleyball-Bundesliga. Vergangenes Jahr nur knapp dem Abstieg entgangen hat sich die Mannschaft vom Bodensee zum Topteam der Liga gemausert. Seit Samstag stehen Spielertrainer Christian Pampel und seine Volleyballer auf Platz 1, nachdem sie beim Aufsteiger Kriftel mit 25:17, 23:25, 25:14 und 25:17 ihr achtes Spiel hintereinander gewonnen hatten. Die Siegesserie hielt. Pampel war aber alles andere als zufrieden . „Wir haben Glück gehabt“, betont der Diagonalangreifer. Weil Kriftel mit Mittelblocker Florian Bonadt und Außenangreifer Jannik Weber auf zwei seiner Besten verzichten musste und diesen Aderlass nie hatte adäquat hatte ersetzen können, reichte dem Favoriten eine eher durchwachsene Leistung zum klaren Sieg.

 

„Wir, und da schließe ich mich mit ein, wir haben nicht gut gespielt“, kritisiert Pampel, dass „Explosivität und Schnelligkeit“ beim TSV gefehlt hätten. „Ich hatte Schwierigkeiten, die Bälle tot zu machen“, gibt der ehemalige Nationalspieler offen zu. Auch Lukas Ott auf der Außenbahn und der Mimmenhauser Zuspieler Federico Cipollone hätten sich anfangs schwer getan, fügt Pampel an. Und dennoch wurde der erste Durchgang klar gewonnen. Zum einen, weil TuS-Trainer Tim Schön seinem Nachwuchs eine Chance gab, sich wohl wenig ausrechnete gegen einen TSV Mimmenhausen im Flow. Zum anderen hatte Mimmenhausen eben doch die besseren Volleyballer.

 

Tim Schöne aber hatte nach derm 17:25 eine Chance erkannt, spielte nach dem Wechsel mit den „besten Spielern, die er hatte“ (Pampel). Mimmenhausen geriet prompt unter Druck, steigerte sich, schaffte es, „ein paar Punkte zu machen“ (Pampel), aber zum Satzgewinn reichte es nicht.

 

Mehr Power im Angriff der Blau-Gelben war gefragt. Und das gelang Jonas Hoffmann, der im dritten Durchgang Heiko Schlag ersetzte. „Er brachte, was wir gebraucht hatten“, lobt Pampel seinen Außenangreifer. „Er hat ein paar kräftige Dinger auf den Boden gebracht!“ Und das habe dann aber auch schon gereicht für den am Ende doch klaren und standesgemäßen Sieg des Favoriten.

 

Jetzt hatte Cipollone einen verlässlichen Angreifer, und „ich musste nicht mehr unbedingt die Punkte machen“, freut sich Pampel über die gelungene Einwechslung. Schlauer, aber nicht glorreich sei der TSV Mimmenhausen mit Hoffmann aufgetreten, der logischerweise zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Mit einem die gesamte Partie über guten Aufschlag wurden auch im vierten und letzten Durchgang die Krifteler Angriffsbemühungen effektiv zum deutlichen 25:17 und 3:1 gebremst.

 

TSV Mimmenhausen: Ott, Birkenberg, Pampel, Schlag (Hoffmann, MVP), Becker, Cipollone, L. Diwersy (Libero).

 

VI Frankfurt – TSV Mimmenhausen 0:3. - Auch die zweite Partie am Wochenende endete mit einem standesgemäßen Erfolg für Mimmenhausen. Das 25:15, 25:16 und 25:20 beim Volleyballinternat erschmetterte die gleiche Erste Sechs wie in Kriftel. Mit zwei Ausnahmen: Kapitän Michael Diwersy stand als Zuspieler auf dem Parkett. Er vertrat Federico Cipollone bestens. Außerdem bekam der zweite Libero des Spitzenreiters, Doru Pilihacy, ebenfalls Einsatzzeiten. Auch in der Formation hat sich der TSV Mimmenhausen bei den Volleyballzöglingen, die außer Konkurrenz in der 2. Liga spielen, keine Blöße gegeben, und so feiert er auf dem Nachhauseweg von Hessen an den Bodensee ein Sechs-Punkte-Wochenende, das dem Team von Spielertrainer Christian Pampel einen komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger eingebracht hat.

 

Hermann Hummler, Südkurier



14.01.2020

Auch das erste Spiel der Rückrunde hat der TSV Mimmenhausen glatt gewonnen. Beim 25:22, 25:20 und 25:17 gab sich der Tabellenzweite keine Blöße, besiegte den Aufsteiger verdient auch in der Deutlichkeit. „Ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl“, sagte Spielertrainer Christian Pampel nach dem Schlusspfiff, „dass wir diese Partie aus der Hand geben.“

Nicht einmal im ersten Satz, in dem seine Mannschaft zu Beginn doch einige Unsicherheiten zeigte. Gegen Nordsachsen, die zwar ohne ihren Besten, Mittelblocker Robert Karl, auskommen mussten, dieses enorme Manko aber bestens kompensierten, sich lange mit dem Favoriten in Blau-Gelb auf Augenhöhe duellierten (8:7, 14:16). Weil die Mannschaft von Frank Pietzonka aber zwei Dinge nicht in den Griff bekam, verlor sie den ersten Durchgang. Zum einen Christian Pampel. Der Diagonalangreifer alleine sorgte für zehn Punkte in diesem Satz. Zum anderen erlaubte sich Delitzsch zu viele Eigenfehler in den entscheidenden Momenten. So auch den Angriff von Jonas Hoffmann. Auch den  verteidigte der Gast, um dann aber seinen Gegenangriff zum 25:22 ins Aus zu ballern.

„Wir haben die verteidigten Bälle nicht tot gemacht“, analysierte Pietzonka trocken, und „mussten dauernd einem Rückstand hinterher laufen. Auf die Dauer geht so etwas nicht gut.“  Vor allem im zweiten Durchgang. In dem hatte sich Kapitän Michael Diwersy freigespielt. Der Steller hatte den Vorzug vor Federico Cipollone erhalten und das Vertrauen seines Trainers voll erfüllt.

„Er hat keine Unsicherheiten mehr gezeigt“, lobte Christian Pampel, „und seine Sache gut gemacht.“ Ohne jetzt auf die unglaubliche Durchschlagskraft seines Diagonalangreifers zurückgreifen zu müssen. Christian Pampel bekam im zweiten Durchgang so gut wie keinen Ball mehr. Michael Diwersy und seine beiden Außenangreifer, Lukas Ott und Jonas Hoffmann, harmonierten prächtig über die Position 4. „Also haben wir so weitergemacht“, freute sich Pampel. Und weil  in der Abwehr, „da haben wir immer wieder toll Bälle geholt“ (Pampel), und im Block konzentriert gearbeitet wurde, hatte Delitzsch nun gar keine Chance mehr. Auch dessen zahlreiche Wechsel brachten keine Wende mehr. Die Gastgeber schaukelten das 25:20 nun locker nach Hause.

Wer glaubte, die Sache sei nun erledigt, der Zweitliganeuling besiegt, der irrte. Erst nachdem Pampel auf 14:11 stellte, die Delitzscher das 15:11 besorgten und Ott zum 16:11 blockte, war der Widerstand des Außenseiters gebrochen. Mimmenhausen blieb konzentriert und zwei weitere Delitscher Fehler besorgten den Endstand zum 25:17 und 3:0.

 

„Das war ein bisschen besser gelaufen, als ich gedacht hatte“, fasste Christian Pampel eine Vorstellung zusammen, in der Mimmenhausen „gut aufgeschlagen, mit einer tollen Abwehr“ viele Bälle im Spiel gehalten und zu Punkten umgemünzt hat. Delitzsch auf der anderen Seite fehlte eindeutig das Zugpferd, Mimmenhausen hatte nicht nur in Jonas Hoffmann, dem Man of the Match, eines.

 

Hermann Hummler, Südkurier



05.01.2020

TSV Mimmenhausen - TSV Grafing

 3:1

 

Es hat nicht ganz gereicht, ein winziger Punkt fehlt dem TSV Mimmenhausen. „Schade“, sagte Klaus Diwersy, „dass das mit der Herbstmeisterschaft nicht geklappt hat. Aber macht nichts!“ Richtig glücklich mit der mega verdienten, dennoch total überraschenden Platz zwei sind sie sind alle beim TSV. Nicht nur der Abteilungsleiter. Vizemeister! Wir, der kleine Club von Bodensee. Einfach unglaublich! Natürlich auch für Christian Pampel, den Architekten und Baumeister dieses Erfolges. Wenngleich sich der Spielertrainer eher weniger aus Tabellenpositionen macht. Ihn begeistern viel mehr die Leistungen seiner Amateure, die zu diesem hervorragenden und von niemanden in der Liga erwarteten Resultat geführt hatten. Keiner hatte Mimmenhausen auf der Rechnung. Auch Karlsruhe nicht, den Herbstmeister.

 

Der TSV Mimmenhausen hat am Samstag dort weitergemacht, wo er 2019 aufgehört hatte: Mit einem Sieg. Beim 25:23, 25:13, 26:28 und 25:23 „haben wir aber nicht gut begonnen“, war Pampel alles andere als zufrieden mit dem Auftakt nach der Mini-Weihnachtspause. „Wir haben so gespielt, wie wir trainiert haben“, kommentierte er trocken das 0:5 nach wenigen Ballwechseln. Nämlich so gut wie gar nicht. Dass dieser deprimierende Rückstand nicht zum Stimmungskiller im dicht gepackten Bildungszentrum wurde, verdankte der Gastgeber einerseits seiner unglaublichen Gelassenheit und seinem großen Selbstbewusstsein nach sechs 3-Punkte-Erfolgen hintereinander.

 

Ein wenig aber auch dem TSV Grafing, der immer häufiger Eigenfehler zur Mimmenhauser Aufholjagd beisteuerte. Und nicht zuletzt dem Ersten Schiedsrichter Malte Missoweit. „Dass er meinem Zuspieler den Pass wegen technischem Fehler abpfiff“, ärgerte Trainer Alexander Hezareth, der noch lange nach Spielschluss mit den Unparteiischen diskutierte und sich dafür die Rote Karte einhandelte. Hezareh war angefressen: Statt drei Satzbälle (24:22) für seine Mannschaft, sorgte der aus seiner Sicht ungerechte Pfiff fürs 23:23 – und den ersten Ausgleich im Satz. Pampel machte daraus die erste Mimmenhauser Führung (24:23) und prompt das 25:23. Den Schock mussten die Bayern erst einmal verdauen. So kurz vor dem ersten genussvollen Biss hatte ihnen Mimmenhausen die Wurst von der Semmel stibitzt.

 

Und das dauerte. „Der Abfall im zweiten Satz war sehr ärgerlich“, kommentierte Hezareh das Debakel nach dem Wechsel (1:8, 8:16, 13:24). Mimmenhausen nutzte die Gelegenheit eiskalt. „Jetzt hatten wir in die Partie gefunden“, war Pampel mit sich und den Seinen zufrieden, den nun aber wirklich alles gelang. „Wir haben echt gut gespielt.“ Vor allem die Aufschläge kamen, und die zahlreich verteidigten Bälle wurde im Gegenangriff zum souveränen 25:13 umgemünzt.

 

Vielleicht lief es zu gut für den TSV Mimmenhausen. Gut möglich. Im dritten Durchgang jedenfalls war die Überlegenheit wie weggeblasen, Grafing machte Druck. Die Wechselorgie von Hezareh, beinahe die gesamte Erste Sechs hatte im zweiten Durchgang eine Denkpause erhalten, zeigte Wirkung. Jetzt war die Partie zum Duell auf Augenhöhe geworden. 29 Minuten lang droschen sich Mimmenhausen und Grafing die Bälle nur so um die Ohren (6:8, 14:16, 23:23) – und dieses Mal hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Mimmenhausen verdaddelte seine beiden Satzbälle, Grafing nicht.

 

Angestachelt vom 28:26 „gaben wir Gas“, lobte Hezareh seine Spieler, die nun zäh wie Kletten am TSV Mimmenhausen hingen. „Wir aber haben dem Druck standgehalten“, konterte Pampel. „Wir haben weiter gemacht, trotz der Enttäuschung, dass wir im dritten Satz das frühe Ende nicht perfekt gemacht hatten.“ Dafür klappte es im vierten.

 

„Christian Pampel haben wir nicht in den Griff bekommen“, sagte Hezareh, der wusste, warum das erneut enge Duell dieses Mal verloren ging. Pampel machte 36 Punkte, hätte sich aber nicht beschweren dürfen, wenn Satz vier an dedn TSV Grafing gegangen wäre. Dessen Angriff landete zwar im Feld, der Erste Schiedsrichter aber hatte ihn im Aus gesehen – 23:23 statt 24:22. Trotz aller Grafinger Proteste nahm er seine Entscheidung nicht zurück wie einige Male zuvor. Und so machte Jonas Hoffmann nach einem Grafinger Fehler den Deckel drauf - 25:23, 3:1 und Vizemeisterschaft!

 

TSV Mimmenhausen: Ott (9), Birkenberg (4), Streibl, Pampel (36), Hoffmann (15), Becker (6), Cipollone (1). L. Diwersy (Libero).

 

 

 

Hermann Hummler, Südkurier



15.12.2019

TSV Mimmenhausen - TGM Mainz-Gonsenheim

3:0

 

Wer sich am Samstagabend, nach dem Schlusspfiff so gegen 21.30 Uhr im Internet die Tabelle angeschaut hat, der bekam ganz Außergewöhnliches, etwas Einmaliges zu sehen: Mimmenhausen Tabellenführer! Karlsruhe spielte um die Zeit noch – und die Mannschaft von Christian Pampel hatte nach dem glatten 3:0 (25:20, 25:22, 25:20) frech den Platz an der Sonne eingenommen. Sehr zur Freude von Christian Pampel aber blieb es nicht dabei. Karlsruhe besiegte Hammelburg und das punktgleiche Gotha steht auch noch vor Mimmenhausen. Auf diese unglaubliche Reihenfolge reagierte der 40-Jährige ehemalige Weltklasse-Diagonalangreifer mit einem Wort: „krass!“

 

Mimmenhausen ist Tabellendritter, und noch viel überraschender: Die Volleyballer vom Bodensee haben bisher die wenigsten Sätze in der Liga abgegeben. Elf in elf Partien. Wahnsinn! Christian Pampel „ist das gar nicht so wirklich recht“. Zweischneidig sei das. Zum einen macht das den Spielertrainer stolz. Zum anderen aber würden die zukünftigen Aufgaben nun immer schwerer für den einstigen Underdog. Trotz der sensationellen Zwischenbilanz hat sich für den Spielertrainer erst einmal überhaupt nichts am Saisonziel geändert: Keiner solle vergessen, dass „wir 38 Punkte mindestens brauchen für den Klassenerhalt.“ Wirklich bange ist Christian Pampel aber nicht nach den vier 3:0-Erfolgen hintereinander.

 

Und dem starken Signal am Samstag mit dem 3:0 gegen Mainz-Gonsenheim, das derzeit nicht gerade vom Glück geküsst wird. Beide Diagonalangreifer sind verletzt. Peter Kloft, „er ist so etwas wie ein Hybrid“, beurteilt Spielertrainer Manuel Lohmann den etatmäßigen Mittelblocker, „kann Diagonal und Zuspiel.“ Nicht wirklich eine gute Voraussetzung gegen ein „schnelles, mit guten Angreifern neben Pampel nicht mehr ausrechenbares“ Mimmenhausen“, räumt Lohmann ein. „Einen Punkt hätten wir trotzdem gerne mitgenommen“, verrät der enttäuschte Mainzer Mittelblocker. Gegen Hammelburg habe das doch auch geklappt.

Aber Mimmenhausen hat sich enorm verbessert. „Wir haben viele Sachen gut gemacht, waren phasenweise richtig gut“, lobt Pampel seine Spieler, „aber jetzt kommt das große Aber!“

 

Vor allem im ersten Durchgang versemmelten die Blau-Gelben ganz schön viele einfache Bälle (4:8). Dass sie den Satz dennoch gewannen, lag einzig und alleine an Mainz-Gonsenheim, das „noch viel mehr Fehler gemacht“ (Pampel) habe (16:15, 24:20). Bezeichnend der Weg zum Satzball: Zweimal wurde Libero Hendrik Diewersy, Cousin der Mimmenhauser Diwersy-Brüder, beim Aufschlag von Tobias Streibl auf dem falschen Fuß erwischt, und Sebastian Dinges sorgte mit einem zu langen Service für das 25:20.

 

Mainz reduzierte seine Fehlerquote gewaltig nach dem Wechsel. Vor allem gegen seine Angriffe über die Mitte und aus dem Hinterfeld fanden die Hausherren kaum Mittel. Weil der TSV aber sein Side out hielt, nicht nur in Pampel (der MVP machte 22 Punkte), sondern auch in Jonas Hoffmann und dem genesenen Lukas Ott veritable Angreifer hatte, ging der spannende Durchgang (8:7, 16:15, 24:22) ebenfalls an die Gastgeber. Als „symptomatisch“ für das Mainzer Spiel bezeichnete Pampel den 25. Punkt. Den pritschte er als Dankeball übers Netz – und alle schauten zu, wie der in der Spielfeldmitte aufklatschte.

 

Hängende Mainzer Köpfe im dritten Satz (5:10) hoben sich sichtlich, als Mimmenhausen ob des großen Vorsprungs unkonzentriert wurde (10:10, 16:15, 22:17). Dank Pampel (vier der letzten sechs Punkte) warf der TSV aber das Ruder herum, gönnte den Gästen keinen Satz und gewann mit 25:20 auch den dritten Durchgang.

 

Egal, wie auch immer Christian Pampel letztlich den derzeitigen Höhenflug seiner Mannschaft sehen und beurteilen mag, die Konkurrenz ist sich im Klaren, dass es in Mimmenhausen richtig schwer wird, etwas zu holen.

 

Hermann Hummler, Südkurier



09.12.2019

TSV Mimmenhausen – Volley YoungStars Friedrichshafen 3:0 (25:23, 25:19, 25:15).

 

TSV Mimmenhausen – FT Freiburg 3:0 (25:16, 25:20, 25:23) )

 

Die Pflicht am Samstagabend haben die Mimmenhauser Volleyballer nach umkämpftem ersten Satz erwartungsgemäß mit 3:0 gewonnen. Die zukünftiten Stars aus Friedrichshafen mussten sich im weiteren Verlauf des Derbys dann doch deutlich geschlagen geben. Die Partie am Sonntag geriet der Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel zur umjubelten Kür. Im Bildungszentrum musste Erzrivale Freiburg schmerzhaft lernen, dass die Gastgeber im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einen Schritt vorwärts gemacht haben. Hatten die vor einem Jahr mit dem 1:3 alle Punkte an die Breisgauer abgeben müssen, erschmetterten Kapitän Michael Diwersy und sein Team in drei Sätzen drei weitere Punkte.

 

Mimmenhausen hatte die drei Sätze gegen die YoungStars kräftemäßig offensichtlich gut verdaut, machte im ersten Durchgang vor allem über den Aufschlag ordentlich Alarm in der Freiburger Annahme (8:4). Und ließ sich auch von gelegentlichen Fehlern nicht verunsichern (16:10). Zu sorgloses Tun auf dem Spielfeld sollten sich die Blau-Gelben aber auch nicht leisten. Freiburger Blöcke beißen zu (17:13). „Hier regiert der TSV“ sangen die Fans. Stimmt. Der hatte mit Christian Pampel zwar einen überragenden Akteur (26 Punkte), aber auch die übrigen Teammitglieder steuerten ihre Zähler zum klaren 25:16 bei.

Flott gespielt, Körner gespart. Wer weiß denn schon, wie lange gearbeitet werden muss. Der zweite Durchgang jedenfalls verlief nicht so eindeutig. Anfangs. Dann aber machte Freiburg ein paar Fehler zu viel (8:5, 11:6), nutzte seine Punktchancen nicht so konsequent wie der TSV Mimmenhausen die seinen, der sich in jeden Ball warf, in der Blocksicherung stets beim angreifenden Freiburger am Netz war und in der reaktionsschnellen Feldabwehr keinen Ball verloren gab (16:10). Dennoch. Gegen Ende des Durchganges schien dem TSV ein wenig die Konzentration abhanden zu kommen. Aber Jonas Hoffmann trug mit seinen Angriffen das Momentum (23:18) und brachte dieses auch zum Satzball (24:20). Den verwandelte Heiko Schlag, der für den kranken Lukas Ott ins Team gerutscht war.

 

Was sich zum Ende des zweiten schon leise angedeutet hatte, setzte sich zu Beginn des dritten Durchgangs fort. Freiburg führte zum ersten Mal in der Partie. Lange, sehr lange. Es wurde still im Bildungszentrum (8:10). Aber die Einwechslung von Bogdan Birkenberg für Becker wirkte sich positiv aus. Mimmenhausen stabilisierte sich, kam ran (9:13, 13:13) und ging in Front (14:13). Daraus entwickelte sich eine Nervenschlacht, die der TSV am Ende mit dem zweiten Matchball zum 25:23 und 3:0 perfekt machte. Die Befürchtung von Abteilungsleiter Klaus Diwersy war unbegründet. Ob seine Spieler noch genügend Saft hätten nach dem 3:0 am Samstag, hatte er gemutmaßt. „Sechs Punkte aus zwei Spielen“, sagt Pampel mit einem Lachen im Gesicht, „das hätte nicht gedacht! Die Mannschaft hat das echt gut gemacht, es gibt nichts zu kritisieren.“

 

Hermann Hummler, Südkurier



25.11.2019

TSV Mimmenhausen - Alpenvolleys Haching II

 2:3

 

Auch dritte Zweitliga-Begegnung zwischen diesen beiden Klubs ist über die volle Distanz gespielt worden. Im Gegensatz zu den vorherigen zwei hat Mimmenhausen am Samstag mit dem 23:25, 25:22, 25:17, 23:25 und 10:15 aber den Kürzeren gezogen.

 

Dabei hatte das Spiel optimal begonnen. Lange sah es im ersten Durchgang danach aus, als ob der TSV einen perfekten ersten Durchgang aufs Spielfeld würde zaubern können (8:3, 16:13). Gegen eine Bundesligareserve, die so gar nicht in Tritt kommen wollte. Vor allem das Visier des bayerischen Diagonalangreifers war blind. „Ich habe ihn erst einmal herausgenommen, ihm ein wenig Zeit zum Nachdenken gegeben“, sagt Mihai Paduretu. Der Geschäftsführer und ehemalige Bundesligacoach vertrat den etatmäßígen Trainer wegen eines Todesfalls in dessen Familie. George Alexandru Zahar kam nach seiner Denkpause wieder ins Spiel – mit ihm schloss Haching auf, glich aus und ging mit dem vorletzten Ball (24:23) zum ersten Mal in Führung. Zahar, wer sonst, machte den 25. Punkt. Ein bitterer Satzverlust.

 

Davon ließen sich die Gastgeber nicht entmutigen. „Wir haben vier Sätze lang gut gespielt“, lobt Pampel seine Mannen. Gegen „ein Haching mit viel Qualität“ setzten sie die Annahme der Alpenvolleys mal taktisch, mal mit Schmackes unter Druck (8:5, 16:15), ließen sich trotz engem Spielverlauf dieses Mal die Butter nicht vom Brot nehmen (25:22). Es sollte noch viel besser kommen: Im dritten Durchgang führten sie die Hachinger (8:5, 16:10) geradezu vor. Egal, was auch immer die Gegenseite versuchte, Mimmenhausen wusste eine Lösung beim deutlichen 25:17.

 

 

Siegeszuversicht breitete sich im gut gefüllten Bildungszentrum aus. Nur noch ein Satz – und die drei Punkte, drei nie und nimmer einkalkulierte, gehören Mimmenhausen. Es sollte anders kommen. Keiner der Kontrahenten schaffte es jetzt, sich entscheidend abzusetzen. Paduretu nutzte seinen breiten Kader, nur Moritz Gärtner musste durchspielen. Weil sich Eric Paduretu verletzt hatte, traten die Alpenvolleys nur mit einem Steller an. Der 18-Jährige machte seine Sache gut, behielt die Nerven und führte seine Mitspieler – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – fehlerfrei bis zum Showdown.

 

Mit einem unerwarteten Akteur: Der 1. Schiedsrichter hatte mit seinen Pfiffen immer wieder mal für entsetzte und ungläubige Gesichter auf beiden Seiten gesorgt. Nun aber trafen seine Entscheidungen meist Mimmenhausen. Die Gastgeber mussten statt des Matchballes zum 24:22 (Pampel: „Der Ball hat nie und nimmer den Block berührt!“) das 23:23 hinnehmen – und verloren den vierten Durchgang prompt 23:25. Wieder hatte Zahar den Sack zugemacht.

 

Entsprechend aufgebracht war Christian Pampel über die – aus seiner Sicht - Fehlurteile des Unparteiischen. Er aber ist Sportsmann genug und weiß, dass kein Schiedsrichter alleine für eine Niederlage verantwortlich gemacht werden kann. Dass Mimmenhausen den Tiebreak verlor, hat es sich selbst zuzuschreiben. Ab dem 8:8 klappte das Side out nicht mehr. Angriffe verfingen sich im Netz, gingen ins Aus, und die Spieler „lassen die Köpfe hängen, machen nach vier guten Sätzen im fünften alles kaputt. Ich bin nicht nur nicht zufrieden mit dem Punkt, ich bin richtig sauer!“, ärgerte sich Christian Pampel.

 

Herrmann Hummler, Südkurier



18.11.2019

„Wer seine Taktik verändern muss“, hat Vital Heynen, der ehemalige Trainer des VfB Friedrichshafen und jetzige Nationalcoach von Polen, einmal gesagt“, der hat sich schlecht vorbereitet.“ Einen Satz, den Christian Pampel nach der Partie ohne Wenn und Aber unterschreiben kann. „Wir haben in Leipzig unsere Taktik wie besprochen durchgezogen“, freut sich der Spielertrainer über eine Partie, in es nicht wirklich etwas gibt, was ich kritisieren kann.“ Der Diagonalangreifer ist aber klug genug, dieses überzeugende Resultat nicht nur der Leistung seiner Mannschaft anzurechnen. „Der Gegner hat es uns einfacher gemacht“, relativiert er das 25:18, 25:15 und 25:23.

 

Von Beginn an. Im ersten Satz habe der TSV Mimmenhausen einige Angriffe verhauen, rekapituliert Pampel. Weil aber die Gastgeber sechs ihrer acht Aufschläge verschlugen, gelang den Blau-Gelben in der fremden Halle eine komfortable Führung (8:4), die wurde bis zum Satzball nicht mehr aus der Hand gegeben (16:13, 24:18). Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Volleyballer vom Bodensee an die Vorgaben gehalten hatten, zu „90 Prozent“ ihre Aufschlagziele trafen, im Block „meist gut“ standen. Leipzig geriet aufgrund dieser soliden Leistung mächtig unter Druck, aus dem es sich nicht befreien konnte. Das war dann doch Mimmenhauser Verdienst.

Siegeszuversicht breitete sich im gut gefüllten Bildungszentrum aus. Nur noch ein Satz – und die drei Punkte, drei nie und nimmer einkalkulierte, gehören Mimmenhausen. Es sollte anders kommen. Keiner der Kontrahenten schaffte es jetzt, sich entscheidend abzusetzen. Paduretu nutzte seinen breiten Kader, nur Moritz Gärtner musste durchspielen. Weil sich Eric Paduretu verletzt hatte, traten die Alpenvolleys nur mit einem Steller an. Der 18-Jährige machte seine Sache gut, behielt die Nerven und führte seine Mitspieler – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – fehlerfrei bis zum Showdown.

 

Mit einem unerwarteten Akteur: Der 1. Schiedsrichter hatte mit seinen Pfiffen immer wieder mal für entsetzte und ungläubige Gesichter auf beiden Seiten gesorgt. Nun aber trafen seine Entscheidungen meist Mimmenhausen. Die Gastgeber mussten statt des Matchballes zum 24:22 (Pampel: „Der Ball hat nie und nimmer den Block berührt!“) das 23:23 hinnehmen – und verloren den vierten Durchgang prompt 23:25. Wieder hatte Zahar den Sack zugemacht.

 

Entsprechend aufgebracht war Christian Pampel über die – aus seiner Sicht - Fehlurteile des Unparteiischen. Er aber ist Sportsmann genug und weiß, dass kein Schiedsrichter alleine für eine Niederlage verantwortlich gemacht werden kann. Dass Mimmenhausen den Tiebreak verlor, hat es sich selbst zuzuschreiben. Ab dem 8:8 klappte das Side out nicht mehr. Angriffe verfingen sich im Netz, gingen ins Aus, und die Spieler „lassen die Köpfe hängen, machen nach vier guten Sätzen im fünften alles kaputt. Ich bin nicht nur nicht zufrieden mit dem Punkt, ich bin richtig sauer!“, ärgerte sich Christian Pampel.



15.10.2019

Unerwartet vergnügte Mimmenhauser Volleyballer

 

Volleyball-Zweitligist gewinnt seine Partie in Gotha klar. Beim 3:0 in 79 Minuten, sagt Spielertrainer Christian Pampel, habe die Mannschaft "alles richtig gemacht".

 

2. Volleyball-Bundesliga: Blue Volleys Gotha – TSV Mimmenhausen 0:3. – Eine unerwartet vergnügliche Heimfahrt über die gut 500 Kilometer von Thüringen an den Bodensee haben die Volleyballer des TSV Mimmenhausen am späten Sonntagabend hinter sich gebracht. "Ich bin schon überrascht davon, dass wir dort so deutlich gewonnen haben", kommentierte Spielertrainer Christian Pampel das 25:19, 25:20 und 25:18 in gerade mal 79 Minuten.

 

Dieses auch in den einzelnen Sätzen deutliche 3:0 hat mehrere Gründe. Sportlich fair sieht der Mimmenhauser Diagonalangreifer einen Vorteile für sein Team darin, dass der Gastgeber verletzungsbedingt nicht seine beste Combo aufs Spielfeld hatte schicken können. "Deshalb hatte ich das Gefühl", so Pampel, "dass eigentlich etwas gehen müsste." Trotz der langen Anfahrt; für die Blau-Gelben hatte der Tag um 6 Uhr früh begonnen, die Partie wurde um 16 Uhr angepfiffen. Dass es dann wie geschmiert laufen würde, damit hat der meist eher bedächtige Spielertrainer nicht rechnen wollen, nicht rechnen dürfen.

 

 

Der TSV Mimmenhausen hat "Gotha nicht ein einziges Mal richtig ins Spiel kommen lassen", analysiert Pampel.  Ein paar gute Einzelaktionen, die eine oder andere Aufschlagserie bei den Gastgebern, ja klar. Aber den Rest des Duells dominierte der Gast vom Bodensee. Mit "guten Aufschlägen, wenig Netzfehlern und vom Kopf her besser aufgestellt" (Pampel).

 

Und eine gute Vorbereitung auf das wichtige Duell im Rennen um den Klassenerhalt sorgte für den Rest: Ein sicheres Sideout aufgrund einer guten Annahme – nicht nur von Jonas Hoffmann und dem MVP Alexander Ott -, dazu ein gutes Zuspiel von Federico Cipollone – "alles hat funktioniert", lobt Pampel. Dass das Heimteam es ihm und seinen Mannschaftskollegen "leicht gemacht" habe, will Pampel nicht verschweigen, aber Geschenke annehmen und in Punkte ummünzen muss auch erst einmal bewerkstelligt werden.

 

1,5 Punkte im Schnitt, rechnet Christian Pampel vor, sollten für den Klassenerhalt in der 2. Volleyball-Bundesliga genügen. In den ersten vier Partien dieser noch jungen Saison hat der TSV Mimmenhausen diese Vorgabe seines Spielertrainers erfüllt. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagt Pampel, und fügt natürlich gleich hinzu: "Wir müssen aber diesen Schnitt halten."

Hermann Hummler, Südkurier



30.09.2019

 

2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen - TuS Kriftel 3:2 (15:25, 24:26, 25:16, 25:21, 15:10)

 

Auch im ersten Heimspiel der neuen Saison hat der TSV Mimmenhausen seinen Fans für ihr Eintrittsgeld etwas geboten. Das 15:25, 24:26, 25:16, 25:21 und 15:10 in gut zweieinhalb Stunden Achterbahnfahrt im Salemer Bildungszentrum gefiel aber Spielertrainer Christian Pampel nur bedingt.

 

„Ich ärgere mich nicht darüber, dass wir einen Punkt abgegeben haben“, sagte er. In einer solch ausgeglichenen Liga, wie diese in dieser Saison sei, sei das „okay“. Nicht zufrieden dagegen war er mit der Leistung seiner Spieler zu Beginn der Partie. „Wir haben uns mit unglaublich vielen Eigenfehler selbst viel zu sehr unter Druck gesetzt.“ Umso größer natürlich die Freude bei ihm, dem Team und den Fans, dass das erste Heimspiel nicht gleich komplett in die Hosen gegangen ist.

 

Von diesen vielen Eigenfehlern profitierte natürlich Aufsteiger Kriftel in den ersten beiden Durchgängen. Viel zu oft nach dem Geschmack von Pampel. „Wir hatten keine Geduld, versuchten es mit der Brechstange, und taktisches Verhalten entwickeln auf die Spielweise von Kriftel war ja erst während der Partie möglich. Wir hatten keine Informationen.“ Dann aber hat sich schnell gezeigt, wie Kriftel tickt und wo die Mannschaft Defizite hat. „Hätten wir im zweiten Satz ein paar Fehler weniger produziert“, ärgert sich Pampel, „dann wäre der an uns gegangen und wir hätten 3:1 gewonnen.“ Dem war aber nicht so.

 

 Erst als Mittelblocker Bogdan Birkenberg eingewechselt worden war, „er hat das wirklich sehr gut gemacht“,lobte Pampel, bekam Mimmenhausen Oberwasser; und weil Federico Cipollone im Laufe der letzten drei Durchgänge die richtige, die Punkte bringende Mischung zwischen Qualitätspässen und notwendiger Geschwindigkeit gefunden hatte, neigte sich die Waage im Verlauf der immer wieder in langen Ballwechseln sehr umkämpften Partie langsam auf die Gastgeberseite.
Jetzt hatte Kriftel Druck, plötzlich konnten die „guten Mittelblocker“ (Pampel) die Mimmenhauser   Angriffe nicht mehr so gut lesen, Birkenberg und Johannes Becker „mischten die Mitte auf“ (Pampel) und stoppten

 

die zuvor wirkungsvollen Ersten Tempi – der TSV Mimmenhausen war auf der Siegerstraße. Von der hat er sich - wie schon vergangene Saison – nun nicht mehr abbringen lassen.

 

Und so war der Heimauftakt für Christian Pampel, der zum MVP gewählt wurde, und seine Crew zwar nicht ganz nach Maß verlaufen. Aber Kapitän Michael Diwersy und seine Mannen zeigten, dass sie das Potenzial haben, das blau-gelbe Schiff in die richtige Richtung zu steuern.

 

 

TSV Mimmenhausen - VI Frankfurt 3:0 (25:14, 25:14, 25:14)

 

„Müde Beine, unkonzentriert?“, die Antwort auf diese Fragen kannte Abteilungsleiter Klaus Diwersy am Sonntagnachmittag bei der Vorstellung seiner Mannschaft natürlich noch nicht.  Aber jene nach der Motivation schon: Obwohl Spielertrainer Christian Pampel und seinem Team zweieinhalb Stunden Hochspannungs-Volleyball vom Samstag gegen Kriftel in den Knochen steckten, ließen sie keine Zweifel an ihrer Einstellung aufkommen.

 

Die Volleyball-Eleven aus Hessen auch nicht. Und so musste der TSV, obwohl er das ja wusste, zur Kenntnis nehmen, dass einige der zukünftigen Stars tatsächlich Volleyball spielen können, und drei Punkte holen kein Selbstläufer wird. Mit guter Annahme, da hakelte es zu Beginn, passgenauem Zuspiel, einem Block auf Ballhöhe, konzentriertem Aufschlag, der setzte Frankfurt stets unter Druck, - und Geduld machten die Gastgeber den ersten Satz (8:1, 16:10, 25:13) deutlich klar. Den zweiten trotz größere Probleme (8:6, 16:10, 25:14) ebenfalls. Und im dritten? Die müden Knochen benötigten erneut eine Anlaufzeit (8:6), hatte sie der Kopf dann aber „überredet“, lief das Spiel des Favoriten (16:8, 24:11, 25:14).

 

„Wir haben wenig Fehler gemacht“, lobt Christian Pampel seine Truppe. Vor allem aber gab sie keinen Ball verloren, „erarbeitete sich die Punkte“ (Pampel), wartete also nicht ab, bis Frankfurt Fehler machte. „Wir hatten stets den Daumen drauf“, stellte der Spielertrainer zufrieden fest. Auf einem ungleichen Duell, in dem die Gäste nicht einmal in die Nähe eines Satzgewinnes gelassen worden waren.  

 

Hermann Hummler, Südkurier



10.09.2019

TSV Mimmenhausen startet in zweite Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse

 

Ein turbulentes erstes Volleyballjahr in der 2. Bundesliga Süd der Herren liegt hinter dem TSV Mimmenhausen. In einer sehr ausgeglichenen Liga kämpfte das Pampel-Team bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt. Der letztlich 8. Platz in der Tabelle, den die Salemer aus eigener Kraft am letzten Spieltag in Rüsselsheim nach einer häufiger erlebten 0:2 Rücklage erkämpft haben, spricht dabei aber auch Bände für die Mentalität der Mannschaft.

 

Ein mannschaftlich geschlossenes Team hat sich in der 2. Bundesliga einen Namen gemacht. Mit einer regelmäßig vollen Halle bei Heimspieltagen und dem einzigartigen Fanclub Black Wall wurde das Spiel gegen den TSV Mimmenhausen für nahezu jedes Gästeteam zu einem der stimmungstechnischen Saisonhighlights. Aber nicht nur bei Heimspielen präsentierte sich das Pampel-Team sehr gut. Auch auswärts schaffte es der Aufsteiger aus Salem immer wieder den vermeintlichen Favoriten zu ärgern. Zu einem dieser Auswärtserfolge zählt ebenso der Pokalsieg in Karlsruhe und der damit verbundene Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals. Das Volleyballspektakel gegen den Erstligisten aus Herrsching vor gut 1200 begeisterten Zuschauern im November vergangenen Jahres bleibt bis heute jedem Spieler in guter Erinnerung. Auch die Verleihung des „Social Media Awards“ durch die VBL für das beste Video in den sozialen Medien sorgte für Aufregung. Es transportierte diese schöne und emotionale Stimmung der TSV-Heimspiele nicht nur in die Liga, sondern nach ganz Volleyball-Deutschland und dies wurde belohnt. Doch trotz der zahlreichen Highlights gilt nun: Die Premierensaison ist Vergangenheit!

 

Der Verein

Der Fokus richtet sich beim TSV Mimmenhausen deshalb schon eine ganze Weile voll und ganz auf die am kommenden Samstag startende zweite Spielzeit in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.

 

Die Funktionäre um Abteilungsleiter Klaus Diwersy haben hierzu das Umfeld weiter professionalisieren können. Neben der einwandfrei aufgestellten Jugendarbeit kann der TSV Mimmenhausen auch auf die Gemeinde sowie starke Sponsoren zählen und somit auf eine gesunde, finanzielle Basis zurückgreifen. Getreu dem Motto des „Familienvereins Mimmenhausen“ werden die vorhandenen Mittel dabei weiterhin bevorzugt in die nachhaltige Entwicklung des Vereinsumfeld und nicht in Spieler auf dem Transfermarkt investiert. Der Stamm der Mannschaft bleibt entsprechend nahezu komplett beisammen, der Kader wird lediglich durch Weggefährten einiger TSV-Spieler aus Jugendspielzeiten ergänzt. Spielertrainer Christian Pampel zeigt sich somit ebenfalls mit der Zusammenstellung des Kaders zufrieden: „Dem Abgang von Kolja Hüther und dem beruflich bedingten Kürzertreten von Tobias Diwersy stehen die Rückkehr von Lennart Diwersy nach absolviertem Studium in Berlin

und Verstärkungen auf der Mittelblockerposition, der Außenannahme und der Zuspielerposition entgegen.“

 

Die Neuen

Neu dabei beim TSV Mimmenhausen ist Johannes Becker. Der 1,95m große, sprunggewaltige Mittelblocker wechselt vom USC Konstanz aus der 3. Liga auf die andere Seeseite und weist als ehemaliger Teil der Youngstars Friedrichshafen und dem TV/DJK Hammelburg ebenfalls Zweitligaerfahrung auf. Der zweite Neuzugang kommt direkt von den Youngstars Friedrichshafen und spielte somit vergangene Saison noch gegen Mimmenhausen. Der 19-jährige Rohdiamant Severin Hauke verstärkt das Team auf der Außenannahmeposition und wird sich den nötigen Feinschliff für einen gestandenen Zweitligaspieler bei Christian Pampel holen. Als letzter Neuzugang stößt Federico Cipollone vom französischen Erstligisten A.S. Cannes zum Pampel-Team. Der in Markdorf aufgewachsene Italiener kehrte nach Profistationen beim TV Rottenburg und in Frankreich die Profikarriere den Rücken. Dass er sich nun dem TSV Mimmenhausen anschließt ist nicht nur ein Glücksfall für Christian Pampel, die Wahl fiel bewusst. Der 25-Jährige Zuspieler kennt einige TSV-Eigengewächse aus regelmäßigen Aufeinandertreffen in der Jugend und mit der Auswahlmannschaft, ebenso spielte er mit Jonas Hofmann und Johannes Becker gemeinsam in der Jugend des VfB Friedrichshafen.     

 

Der Saisonstart

Seit Mitte Juli schwitzen die Spieler bereits wieder regelmäßig die Hallenböden der BZ-Halle Salems im Training voll. Unterbrochen durch die ein oder andere urlaubsbedingte Abwesenheit eines Spielers ist seit Mitte August das Team komplett im Training. Hierbei zeigt sich Christian Pampel mit dem Trainingsniveau aktuell bereits recht zufrieden. Das abschließende Highlight der Vorbereitung für die Mannschaft wird das gemeinsame Training mit den Profis vom amtierenden DVV-Pokalsieger VfB Friedrichshafen diese und nächste Woche sein, die sich noch am Beginn ihrer Saisonvorbereitung befinden. Doch bereits kommenden Samstag zählt es dann für den TSV Mimmenhausen schon. Mit Spannung kann erwartet werden, wie sich das Team in neuer Mannschaftskonstellation bei der ersten Partie der Saison – auswärts gegen Aufsteiger GSVE Delitzsch – präsentieren wird. Mit dem Meister der 3. Liga Ost der vergangenen Saison bekommt es Mimmenhausen direkt mit einem unangenehmen, erfahrenen Gegner zu tun. Nach Abstieg in der Saison 2017/2018 aus der 2. Bundesliga schafften die Sachsen mit nahezu unverändertem Kader souverän den direkten Wiederaufstieg und können somit ebenfalls auf reichlich Zweitligaerfahrung zurückgreifen. „Delitzsch scheint ein eingespieltes Team zu sein. In der Premierenpartie nach dem Wiederaufstieg werden sie mit Sicherheit auch hochmotiviert sein. Schaffen wir es diesen Extraschub an Motivation zu durchbrechen ist alles möglich, wenn nicht – wird es schwer.“, bringt es TSV-Coach Pampel auf den Punkt.



16.04.2019

+++Mimmenhausen feiert den Klassenerhalt+++

 

TG Rüsselsheim 2 – TSV Mimmenhausen 3:2 (28:26, 25:14, 23:25, 23:25, 15:12)

 

Von „einem unheimlich befreienden Moment“ berichtet TSV-Spielertrainer Pampel von seinem Punkt zum 2:2 Satzausgleich. Dank des hiermit gewonnenen Punkts war dem Aufsteiger in seiner Premierensaison in der 2. Bundesliga der Klassenerhalt nicht mehr streitig zu machen. Selbst für den gestandenen Profi war der Satzausgleich nach 0:2 Satzrückstand eine deutlich spürbare Erleichterung. Die Freude im gesamten Team ging noch deutlich weiter. Die Spieler lagen sich im Arm, als hätte man soeben 3:0 gewonnen. Dass der Tie-Break letztlich nicht gewonnen wurde wurde zur Nebensache.

 

„Nicht unverdient“, so Pampel, gewann Rüsselsheim somit eine unterhaltsame Partie, in der die hessischen Gastgeber es dem TSV Mimmenhausen vor allem zu Beginn des Spiels nicht einfach machten. Ein ums andere Mal blieb man am guten Block der Rüsselsheimer hängen, oft war auch die Abwehr der Hessen zur Stelle. Früh rannten die Gäste somit einem Sechs-Punkte-Rückstand hinterher. Trotzdem merkte man dem Aufsteiger seinen großen Willen an. Das Pampel-Team gab sich nicht auf, kämpfte sich auch bei Satzbällen für Rüsselsheim zurück, sicherte sich gar zwei eigene Chancen zum Satzgewinn und musste letztlich dann jedoch trotzdem den 26:28-Satzverlust hinnehmen. Ein schmerzlicher Satzverlust. Denn im zweiten Durchgang schien sich im größtenteils jungen, unerfahrenen Team der Salemer etwas die Angst vor dem noch möglichen Abstieg doch etwas breit zu machen. Rüsselsheim spielte hingegen groß auf. „Alles, was wir versuchten, funktionierte nicht.“ (Pampel).

 

Rüsselsheim hatte immer die passende Antwort parat und dominierte die Gäste im zweiten Durchgang deshalb nach Belieben. 0:2 aus Sicht des Aufsteigers – parallel führten die weiteren Abstiegskandidaten Gotha mit 2:0 Sätzen gegen Karlsruhe und Freiburg noch mit 1:0 Sätzen gegen den Meister Eltmann. Der Abstieg plötzlich möglicher denn je. In Rüsselsheim wusste das beim TSV Mimmenhausen jedoch niemand. „Wir wollten keine Ergebnisse aus den anderen Hallen wissen und uns lediglich auf unsere Aufgabe konzentrieren.“, berichtet Pampel.

Vermutlich bewahrte er hiermit sein Team vor weiterer Nervosität. Denn erneut zeigte Mimmenhausen genau dann, als man mit dem Rücken zur Wand stand, die bestmögliche Reaktion.  Man rückte mannschaftlich zusammen, stemmte sich mit purem Willen gegen weiterhin gut spielende Rüsselsheimer und erkämpfte sich so bei 24:20 die ersten Satzbälle. Obwohl sich dann nochmals kurzzeitig Nervosität breitmachte als man drei Satzbälle verspielte, gelang im vierten Anlauf der 1:2 Satzanschluss. Ähnlich verlief auch der vierte Durchgang. Mimmenhausen schaffte es mehr und mehr, die Gastgeber zu Fehlern zu zwingen. Beim Stand von 24:21 erspielte sich der Aufsteiger so die ersten Bälle zum Klassenerhalt. „Die ersten Zwei haben wir nicht gemacht“, sagt Pampel. Weil aber Mimmenhausen „weitermacht – immer weiter macht“, fügt er an, sollte es eben der dritte Satzball sein, der den Klassenerhalt besiegelte und dem Jubel bei den Gästen mit seinen knapp 30 mitgereisten Fans freien Lauf ließ. Auch wenn im entscheidenden Tie-Break Mimmenhausen zunächst völlig losgelöst aufspielte und sogar mit 11:8 vorne lag, kümmerte es Pampel „eher nachrangig“, dass man diesen Satz durch kleinere Annahmeprobleme zum Ende hin doch noch abgab.

 

Nach acht Monaten Kampf gegen den Abstieg, gebeutelt von Verletzungen wie in kaum einer Saison zuvor, war die Sicherung des Klassenerhalts aus eigener Kraft das Einzige, das zählte. Und auch wenn es wurde nochmals ungewollt dramatisch wurde, hat es gereicht: Der TSV Mimmenhausen erreichte am letzten Spieltag sein großes Ziel und wird auch in der kommenden Saison Zweitligavolleyball in Salem bieten. „Die Sponsoren sind alle auch kommende Saison wieder an Bord“, freut sich Pampel. Anders bei den gastgebenden Rüsselsheimern, die sich zum Ablauf dieser Saison aus finanziellen Gründen aus der 2. Bundesliga zurückziehen. Sportlich blieb darüber hinaus dem bereits feststehenden Absteiger SV Fellbach sowie der FT Freiburg (1:3 Niederlage gegen den Meister Eltmann) der Gang in die Dritte Liga nicht erspart.

 

TSV: Bogdan Birkenberg, Lukas Diwersy, Michael Diwersy, Tobias Diwersy, Jonas Hoffmann, Christian Pampel, Julius Schrempp, Tobias Streibl, Doru Pilihaci, Lukas Ott, Lennart Diwersy, Thomas Wolters, Michael Kasprzak, Kolja Hüther



10.04.2019

 Entscheidung über Ligaverbleib vertagt

 

TSV Mimmenhausen - TSV Grafing 0:3 (22:25, 22:25, 22:25)

 

Der TSV Mimmenhausen hat es nicht geschafft, für klare Verhältnisse zu sorgen. Zu sorglos ist er beim 22:25, 22:25 und 22:25 mit seinen Chancen umgegangen. Spielertrainer Christian Pampel hatte ,,phasenweise ein tolles Spiel seiner Mannschaft" gesehen, monierte aber auch viel zu viele Stockfehler. Die machen es dem Titelverteidiger immer wieder leicht. Und so mussten die Blau-Gelben nicht nur eine glatte Niederlage quittieren, sie hatten auch hinzunehmen, dass Freiburg, Mitbewerber um den Klassenerhalt, in Karlsruhe zwei Punkte holte, bis auf zwei Zähler zu ihnen aufschloss. Der letzte Spieltag wird nun mal so richtig spannend.

 

Alexander Hezareh hat dazu eine klare Meinung. Mimmenhausen müsse in der zweithöchsten deutschen Liga bleiben. Nicht etwa, weil es mit seinen Eigenfehlern zum glatten Grafinger 3:0 beigetragen hat. Mimmenhausen sei eine Bereicherung für die Liga. ,,Das 3:0 täuscht", sagt der Grafinger Trainer. ,,Die Sätze waren alle sehr eng. Mimmenhausen hat uns alles abverlangt."

 

Nach Kampf hat es aber nicht immer ausgesehen. Die Fans im Salemer Bildungszentrum rieben sich verwundert die Augen. So hatten sie ihre Volleyballer lange nicht mehr erlebt. Nichts wollte ihnen gelingen (2:8). Erst allmählich kam der blau gelbe Wagen ins Rollen (15:16), 

bissen seine Passagiere im Block zu, hielten das Sideout (18:18). Statt nun aber ihr Momentum zu nutzen, verdaddelten an sie promt wieder ein paar Bälle - ein fast fehlerfreies Grafing steuerte auf den Satzgewinn zu, ohne über die Gebühr gefordert zu werden (22:18, 24:22, 25:22). Abhaken, sammeln und neu starten. Der zweite Durchgang lief im Vergleich zum vorigen viel besser für die Gastgeber. Bis zur zweiten technischen Auszeit (16:15) und darüber hinaus (20:17). Dann war wieder der Wurm drin (22:22, 22:24). Beim zweiten Satzball hatte Grafing, dreimal wehrte es den 23. Mimmenhausener Punkt ab, eine Lösung gefunden.

 

,,Die Situation ist bekannt", sagt der Abteilungsleiter Klaus Diwersy in der Pause. Schon öfters hatte der TSV eine 0:2-Rückstand gedreht. Aber ausgerechnet dann, als nur noch zwei mickrige Pünktchen zum rechnerisch wasserdichten Klassenerhalt fehlten, gelang das nicht. Grafing wusste um die Mimmenhausener Stärken, lies nicht mehr viel zu (8:5,16:12) und den TSV nur noch auf zwei Punkte heran (20:22, 22:24). ,,Das war nicht euer Tag“, fasst Klaus Diwersy das 22:25 und 0:3 zusammen.

 

Dennoch ließen die Volleyballer, Fans und Funktionäre sich nicht abhalten, mit Mackatzer und Thüringern vom Grill gebührend eine tolle Saison zu feiern. Mit den Grafingern. Die blieben sitzen, wollten es kaum glauben, hörten und schauten zu, tranken einen Becher Bier und sangen mit. Auf diesem Gebiet, keine Frage, ist der TSV Mimmenhausen all seinen Kontrahenten voraus.

(Hermann Hummler, Südkurier)

 



27.03.2019

Erster Matchball zum Klassenerhalt vergeben

 

TG Mainz-Gonsenheim – TSV Mimmenhausen 3:0 (25:21, 25:23, 25:23)

 

„Schade! Da war mehr drin.“, stellte ein TSV-Coach Christian Pampel nach der Partie beim Tabellendritten in Mainz ernüchtert fest. Letztlich fehlte dem Aufsteiger aus Mimmenhausen aber an diesem Tag die letzte Konsequenz im Spiel gegen die Rheinland-Pfälzer, weshalb sowohl ein 16:12 Vorsprung im ersten Durchgang als auch ein 22:20 Zwischenstand im zweiten Durchgang nicht in einen Satzgewinn umgemünzt werden konnte.

 

Dabei erwischte Mimmenhausen einen guten Start in die Partie. „Zu Beginn der Partie haben wir genau das umgesetzt, was wir in letzter Zeit vermehrt trainiert haben“, so Pampel. Immer wieder spielten die Gäste Geduldig die eigenen Angriffe zu Ende, waren dabei hellwach in der Blocksicherung gegen den stets präsenten Block der Mainzer und machten wiederum selber Druck über gute Aufschläge und Blockaktionen. Über die Zwischenstände von 8:4 und 16:12 setzte sich das Pampel-Team somit kontinuierlich bis auf 18:14 ab. Doch dann kam der kurze Bruch im Spiel. Erst wackelte die Annahme zwei Mal und plötzlich fanden dann auch die Hauptangreifer, um Spielertrainer Christian Pampel und MVP Jonas Hofmann nicht mehr die Mittel, um gegen den starken Block- und Abwehrverbund des Tabellendritten durchzukommen.

 

Plötzlich wurde aus dem komfortablen Vorsprung somit ein 18:20 Rückstand und der erste Satz entglitt dem TSV Mimmenhausen. Mainz war nun voll in der Partie und legte im zweiten Durchgang einen fulminanten Start hin. Bei der ersten technischen Auszeit mussten sich Mimmenhausen somit bereits einem 1:8 Rückstand stellen. Doch der Aufsteiger kämpfte sich Punkt um Punkt zurück, bekam so wieder mehr und mehr Zugriff auf das Spiel und war so beim Spielstand von 17:20 wieder in Schlagdistanz. Eine Aufschlagserie von Bogdan Birkenberg sorgte dann sogar für die komplette Wende im Satz – nun war Mimmenhausen wie aus dem Nichts 22:20 in Führung.

Leider schaffte man es auch dieses Mal nicht diesen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen, denn genau in dem Moment als das Momentum auf Seiten des TSV übergegangen zu sein schien, packte wieder der starke Block der Gastgeber zu. Nichtdestotrotz war Christian Pampel im Nachgang an die Partie prinzipiell einverstanden mit dem was sein Team in den ersten beiden Durchgängen gezeigt habe. Es hat lediglich hier und da ein wenig das Matchglück gefehlt. „Nicht zufrieden“ zeigte sich der TSV-Spielertrainer dann aber mit dem Auftreten seines Teams im dritten Durchgang. „Mainz hat im letzten Durchgang deutlich merkbar den Druck aus den Aufschlägen genommen und sich auf die Fehler von uns sowie den eigenen Block-/Abwehrverbund verlassen“, so Pampel und ärgerte sich, dass dieses Konzept der Gastgeber aufging. Mimmenhausen machte zwar keine entscheidenden Fehler in der Annahme brachte diese aber zu selten so gut, dass Zuspieler Michael Diwersy den gegnerischen Block vor Herausforderungen hätte stellen können. Aussichtslos im Rückstand schien der TSV Mimmenhausen somit beim ersten Matchball für Mainz beim Spielstand von 18:24. Doch der Spielertrainer selbst machte es nochmals spannend. Durch starke Aufschläge von Pampel verkürzte der TSV bis auf 23:24, hatte dann auch noch die Chance im Gegenangriff zum Ausgleich, die leider ungenutzt blieb, bevor der MVP auf Seiten der Mainzer Tobias Brand mit einem Rückraumangriff das Spiel beendete.

 

Mimmenhausen vergab somit die erste Chance den Klassenerhalt rein rechnerisch aus eigener Hand fix zu machen. Da parallel die ersten beiden Anwärter auf den letzten Abstiegsplatz – Gotha und Freiburg – jeweils die eigenen Partien gewinnen konnten, bleibt der Abstiegskampf somit weiterhin offen. Nichtsdestotrotz verteidigte Mimmenhausen trotz der Niederlage den siebten Tabellenplatz und hat weiterhin vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. In den zwei verbleibenden Spielen haben die Salemer somit weiterhin alles in der eigenen Hand den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. Besonders freuen würde sich TSV-Coach Pampel natürlich, wenn dieser letzte Schritt direkt im kommenden, letzten Heimspiel am 06.04 gegen den Tabellenzweiten aus Grafing gelingen würde.



11.03.2019

TSV Mimmenhausen kurz vor dem Klassenerhalt

 

Zweitligavolleyballer besiegen den direkten Konkurrenten aus Gotha mit 3:1 (25:15, 23:25, 28:26, 25:23)

 

Lange mussten die vielen TSV Fans auf einen erneuten 3 Punkte-Sieg in der BZ Arena warten. Dass es ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib aus Gotha wieder klappte, war doppelt erfreulich und wertvoll. Dementsprechend gelöst war die Stimmung nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei allen Spielern. „Ich freue mich riesig über die drei Punkte“ kommentierte ein zufriedener, aber müder Spielertrainer Christian Pampel das schwer umkämpfte Spiel. „Jetzt trinke ich aber erst mal ein Radler, und die Dusche ist mir auch wichtiger als die Tabelle“. Das erfrischende Getränk und die erholende Dusche hatte er und sein Team nach diesem intensiven Spiel mehr als verdient. Denn auch wenn der erste Satz deutlich an die Männer aus Mimmenhausen ging, so entwickelte sich das Spiel zu der erwarteten schweren Partie mit vielen langen Ballwechseln.

 

Die Spieler um Kapitän Michael Diwersy, der seinen verletzten Bruder Lukas auf der Zuspielerposition ersetzte und einen hervorragenden Job machte, starteten sehr konzentriert und fokussiert den ersten Durchgang. Angefangen von sehr druckvollen Aufschlägen, über eine stabile Annahme und einem durchschlagkräftigen Angriff bis hin zu einer hervorragenden Block-Abwehr Arbeit, gelang den Mimmenhausenern alles und ließen so den Gegner nicht ins Spiel kommen. Ein Break nach dem anderen wurde schön erkämpft und erspielt und mit einem Vorsprung von zehn Punkten war der erste Satz eingefahren. Sehr zur Freude von Pampel, denn nun „haben wir drei Sätze die Chance einen Punkt zu ergattern“ und das ausgeschriebene Ziel, mindestens einen Punkt zu holen, wäre schon mal erreicht.

 

Dass dies nicht direkt im zweiten Durchgang klappte, gehört neben der nie aufgebenden Mannschaft, auch ein wenig zu dieser so spannenden Saison der Mimmenhausener in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Im folgenden Satz fanden nun auch die Gäste aus Gotha ins Spiel.  

Regelmäßig brachten sie die Annahme um Libero Lennart Diwersy in Schwierigkeiten und auch im Angriff wussten sie sich immer öfter durchzusetzen. Begünstigt durch einige Eigenfehler der Mimmenhausener, erspielten sich die Gäste recht schnell einen Vorsprung von sechs Punkten. Und auch wenn es zum Satzende nochmal eng und spannend wurde, da Pampel & Co. wieder zurück in die Spur fanden, so ging dieser Satz an Gotha. Also musste die nächste Chance in Form von Satz drei her, um sich einen Punkt zu sichern. Nach einem ausgeglichenen Satzbeginn geriet man aber durch eine starke Aufschlagsserie des MVP Christoph Aßmann auf Seiten der BlueVolleys, schnell in Rückstand und plötzlich stand es 6:12 für die Gäste. Wer dachte auch dieser Satz würde an Gotha gehen, sah sich getäuscht. Diwersy & Crew ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Es wurde weiterhin sehr druckvoll und mit wenig Eigenfehlern aufgeschlagen und nun kam die Mimmenhausener Stärke ins Spiel: unbändiger Kampfgeist. Es entwickelte sich eine hochklassige und spannenden Partie und die Jungs aus Salem kämpften sich Punkt für Punkt heran. Sogar drei Satzbälle wurden abgewehrt und der erste eigene, durch einen Block von Christian Pampel verwandelt. Der Lärm in der Halle war ohrenbetäubend und der Wille, diese Partie nun im nächsten Satz zu entscheiden riesig.

 

Getragen von der überragenden Stimmung der 522 Zuschauern spielten die Mimmenhausener wie entfesselt und setzen sich schnell ab (8:6, 16:11,21:16). Aber auch Gotha bewies seinen Kampfgeist und ließ sich von der drohenden Pleite nicht beirren. Atemberaubende Ballwechsel bestimmten nun das Geschehen und kosteten das Publikum viele Nerven. Doch der dritte Matchball (24:21,24:22) durch Christian Pampel brachte die Entscheidung und so wurden aus einem ausgeschriebenem Punkt drei und aus einem zufriedenen ein glücklicher Spielertrainer Christian Pampel.

 

Bei verbleibenden drei Spielen haben die Mimmenhausener nun zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, jedoch auch schon eine Partie mehr absolviert als die Konkurrenz. Aber der Klassenerhalt ist zum Greifen nah!



06.03.2019

Mimmenhausen mit zwei Siegen am Derbywochenende

 

FT Freiburg – TSV Mimmenhausen 2:3 (22:25, 25:16, 25:27, 25:19, 15:17)

 

Sonntagabend kurz nach 18 Uhr war es vollbracht. Gerade hat der TSV Mimmenhausen in der ZF Arena Friedrichshafen das Bodenseederby mit 3:1 für sich entscheiden können und damit, nach dem Krimi-Sieg gegen Freiburg tags zuvor, den Doppelspieltag zumindest aus Sicht der Punkteausbeute zu vollster Zufriedenheit von TSV-Coach Christian Pampel abschließen können: „Das waren zwei unglaublich wichtige Erfolge“.

 

Nicht ganz zufrieden war er jedoch mit der teils starken Leistungsschwankung seines Teams in beiden Partien. „Wir haben in beiden Partien Phasen gehabt, in denen wir zu viele Eigenfehler produziert haben – auch die Annahme war nicht immer stabil“, so Pampel. Gerade im Südbaden-Derby in Freiburg vor ausverkauftem Haus mit 720 Zuschauern tat sich sein Team zu Beginn in der Annahme unheimlich schwer. Dass es letztlich trotzdem zum 1:0 Satzgewinn reichte war dem ebenfalls kontinuierlichem Aufschlagdruck des Salemer Teams geschuldet, wodurch auch Freiburg zu vielen Fehlern genötigt wurde. Wechsel auf der Liberoposition sowie auf der Zuspielposition auf Seiten der Freiburger brachten dann mehr Stabilität ins Spiel der Gastgeber, während Mimmenhausen trotz Wechsel auf der Außenannahmeposition von Wolters für Ott deutlich mehr Zeit brauchte, um den Spielrhythmus endlich zu finden. Nach deutlichem Satzverlust in Durchgang Nummer zwei, gestaltete Mimmenhausen dann allerdings den dritten Durchgang wieder ausgeglichen. Doch dann eine kurze Schrecksekunde: Ein FT-Spieler trat über, TSV-Zuspieler Lukas Diwersy landete direkt auf seinem Fuß und war umgeknickt. Für ihn ging es nicht weiter – Bruder Michael Diwersy musste also einspringen. In dieser Situation, mit dem Rücken zur Wand, spielte das Pampel-Team dann jedoch wieder seine Stärke aus – mannschaftliche Geschlossenheit. Mit unbeugsamem Kampf und einem Michael Diwersy, der sich nahtlos in das Spiel der Salemer einfand und intelligent die Fäden im Angriffsspiel zog, ließen sich der TSV nicht abschütteln. Nach einem abgewehrten Satzball sicherte sich die Blau-Gelben dann beim zweiten eigenen Satzball durch ein Ass zum 27:25 die wichtige 2:1 Satzführung. Denn im vierten Durchgang gönnte sich Mimmenhausen nochmals eine Verschnaufpause und musste den 2:2 Satzausgleich akzeptieren. Ein weiteres Mal fiel die Entscheidung also im Tie-Break, welcher sich hochdramatisch gestaltete. Mimmenhausen erwischte den besseren Start, war durchweg ein bis zwei Punkte In Führung. Doch dann kam Freiburg zurück – glich bei 12:12 erstmals aus. Mimmenhausen blieb cool – hielt den Sideout und erkämpfte sich direkt durch einen Blockpunkt zwei Matchbälle. Freiburg wehrte beide in langen Ballwechseln ab – 14:14. Doch Mimmenhausen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Im vierten Anlauf sorgte Thomas Wolters mit seinem Aufschlag für großen Druck auf die Annahme der Freiburger, der daraus folgende Angriff der Gastgeber landete im knapp im Aus – 17:15 im Tie-Break und damit zwei Punkte für Mimmenhausen.

 

Volley YoungStars Friedrichshafen – TSV Mimmenhausen 1:3 (18:25 25:21 21:25 19:25)

 

Etwas weniger dramatisch sollte sich dann die Partie gegen den Nachwuchs aus Friedrichshafen am Sonntag erweisen. Nichtsdestotrotz machten es das junge Auswahlteam dem Pampel-Team alles andere als leicht.

 

Nachdem Mimmenhausen im ersten Durchgang durch zahlreiche Asse trotz erneuter Annahmeschwäche souverän die Oberhand behalten konnte, fand der Seenachbar dann im zweiten Satz immer besser ins Spiel. Immer wieder machten es die Youngstars um den flinken Libero und späteren MVP der Gastgeber Johann Reusch im Zusammenspiel mit der guten Blockarbeit der Häfler dem Pampel-Team schwer direkte Punkte zu erzielen. Gleichzeitig konnte Friedrichshafen die eigene Fehlerquote geringhalten und glich somit verdient zum 1:1 aus. „Wir haben zeitweise zu wenig Druck aufgebaut und so die YoungStars im Spiel gehalten“, analysierte Pampel den Satzverlust und reagierte mit einem Spielerwechsel. Ott kam für Wolters in die Partie. Doch auch im dritten Durchgang tat sich Mimmenhausen gegen die jungen Gastgeber zunächst schwer. „In dieser Phase hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt“, lobte TSV-Coach Pampel das junge Team. Erst als Ott es schaffte den gut aufgelegten Diagonalspieler der YoungStars Benedikt Waldinger im Block besser in den Griff zu bekommen und dadurch zu dem ein oder anderen Fehler zwang, schafften das Salemer Team den Umschwung. Die Gäste nutzten diesen kleinen Wechsel des Momentums in der Folge dann abgezockt, erhöhten wieder den Aufschlagdruck und erzwangen mit 25:21 trotz kaum nachlassendem Gegendruck der Häfler die 2:1 Satzführung. Dieser Satzerfolg erwies sich dann als kleiner emotionaler Knackpunkt für die Gäste, denn im vierten Durchgang zog Mimmenhausen durch eine Aufschlagserie von Tobias Streibl direkt bis auf 6:1 davon. Diesen Vorsprung verwaltete Mimmenhausen dann souverän bis zum Spielende.

 

„Es hätte schlechter laufen können“, fasste Pampel den Doppelspieltag gewohnt nüchtern zusammen. Positiv stimmte ihn jedoch allemal, dass Michael Diwersy seinen verletzten Bruder Lukas auf der Zuspielposition auch am Sonntag souverän ersetzen konnte. Insgesamt fünf von möglichen sechs Punkte sicherte sich Mimmenhausen somit an diesem Wochenende und rangiert mit nunmehr 29 Punkten auf Rang 8. Scheinbar komfortable zehn Punkte Vorsprung hat der TSV somit auf die Abstiegsränge, doch Pampel weiß: „Dieser Schein trügt!“ Denn das Team auf dem ersten Abstiegsrang, die Blue Volleys Gotha, sind aktuell das Team der Stunde in der Liga, punkteten gegen Grafing und Mainz, schlugen direkte Abstiegskonkurrenten und weisen aktuell noch zwei Spiele weniger als Mimmenhausen auf. Zudem muss Pampel neben dem Langzeitausfall von Kasprzak nun auch vermutlich vorerst auf Lukas Diwersy verzichten. Weiterhin fraglich sind darüber hinaus auch die Einsätze von den angeschlagenen Schrempp und Pilihaci in der kommenden Woche und Streibl wird beruflich fehlen. Dass ausgerechnet die Blue Volleys nun am kommenden Samstag um 20 Uhr in der BZ Halle Salem zum nächsten wichtigen Spiel um den Klassenerhalt gastieren, stört Pampel trotzdem nicht: „Unsere Ausgangssituation ist besser – Gotha muss hingegen gewinnen!“ Für Mimmenhausen ist es allemal eine weitere Möglichkeit den unerschöpflichen Teamgeist gemeinsam mit der Black Wall im Rücken unter Beweis zu stellen.

 



19.02.2019

Titelaspirant zu stark für Mimmenhausen

 

TSV Mimmenhausen – HEITEC Volleys Eltmann 0:3 (12:25, 22:25, 18:25)

 

Erneut strömten rund 540 Zuschauer in die BZ Halle Salem, erneut feuerte der Fanclub Black Wall ununterbrochen das Heimteam an. Doch es sollte gegen den aktuellen Tabellenführer aus Eltmann nichts helfen. Zu stark präsentierte sich der bayrische Titelkandidat am frühen Sonntagnachmittag in Salem und setzte dem Aufsteiger vor allem mit druckvollen Aufschlägen kontinuierlich zu.

 

Genauso begann auch die Partie: Zwei Aufschläge von Eltmann, zwei Asse. Neben diesem vor allem im ersten Durchgang immer wiederkehrenden Problemen in der Annahme, fehlte dem TSV Mimmenhausen auch ein ums andere Mal etwas Zielgenauigkeit im Angriff: „Ich habe selten erlebt, dass so viele Bälle wirklich um Zentimeter die Linie verfehlten“, stellte TSV-Coach Pampel süffisant fest. Der erste Satz wurde so zu einer sehr deutlichen Angelegenheit. Auch im zweiten Durchgang änderte sich trotz einiger Spielerwechsel beim Heimteam zunächst wenig am Bild. Wieder zog Eltmann von Beginn an davon, Mimmenhausen produzierte nun allerdings weniger Eigenfehler. Ab und zu ließ das Pampel-Team zudem auch die eigene Stärke im Aufschlag aufblitzen und konnte so immer wieder für ein Break sorgen. Der Vorsprung der Eltmänner hielt sich nun deutlich in Grenzen. Letztlich war es aber nach wie vor die Fehleranfälligkeit im eigenen Sideout sowie die Souveränität, 

die der Tabellenführer in der Blockfeldabwehr an den Tag legte, durch die dem Heimteam letztlich der Schneid abgekauft wurde. So auch in der einzigen Situation des Spiels, in der es knapp hätte werden können: Eltmann führt mit 24:22, Mimmenhausen kommt über einen druckvollen Aufschlag zur Chance zum Gegenangriff, doch der Block der HEITEC Volleys war zur Stelle. Es sollte also bis zum Beginn des dritten Durchgangs dauern, bis Mimmenhausen erstmals in Führung gehen konnte. Bis zur ersten technischen Auszeit konnte das Pampel-Team einen knappen Vorsprung auch verteidigen. Doch dann musste Mimmenhausen dem andauernden Druck der Gäste wieder Tribut zollen. Symptomatisch wurde die Begegnung mit drei Assen in Folge für Eltmann beendet.

 

„Wir haben heute nicht unbedingt mit Punkten gerechnet, aber wollten uns schon besser präsentieren“, zog TSV-Coach Pampel Bilanz unter einen ernüchternden Auftritt und bezog dabei auch die eigene Leistung mit ein. Für das Team heißt es nun die gezeigte Leistung abzuhaken. Das anstehende spielfreie Wochenende kommt hier vermutlich nicht ungelegen, bevor es am Doppelspieltag zunächst zum Tabellennachbarn vom FT Freiburg geht und man ein Tag später bei den Youngstars in Friedrichshafen gastiert. Pampel zeigt sich allemal unbeeindruckt: „Unsere Ausgangssituation ist unverändert gut, 30 Punkte bleiben weiterhin unser erstes Ziel und deshalb richten wir den Blick weiterhin optimistisch nach vorne.“ Und versichert abschließend: „In den nächsten Spielen werden wir uns anders präsentieren!“



05.02.2019

Mimmenhausen zeigt erneut Nervenstärke

 

TSV Mimmenhausen – AlpenVolleys Haching II 3:2 (25:19, 24:26, 31:29, 16:25, 15:7)

 

Große Freude brannte unter den 465 Heimzuschauern auf als Rückkehrer Lukas Ott nach 2 Stunden und 20 Minuten Spielzeit in der Salemer BZ-Halle das spielentscheidende Ass zum 3:2 Sieg für den TSV Mimmenhausen schlug. Nach einer sehr intensiven und „wirklich hochklassigen Zweitligapartie“, so Gäste-Coach Pfletschinger, gingen die Gastgeber um MVP und Spielertrainer Christian Pampel als knapper Sieger hervor.

 

Mit dem Selbstvertrauen aus dem Auswärtssieg der vergangenen Woche in Fellbach im Rücken, startete der Aufsteiger aus Salem gegen die Reserve des Bundesligaspitzenreiters unaufgeregt. Starke Aufschläge der Gastgeber setzten der noch wacklig agierenden Annahme der Hachinger Gäste über weite Strecken des ersten Durchgangs erheblich zu. Die logische Folge: Eine ungefährdete 1:0 Führung nach Sätzen für Mimmenhausen. Auch im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein unverändertes Bild. Mimmenhausen war am Drücker, bestimmte das Spielgeschehen und lag bereits mit 13:10 in Front. Doch dann sorgten eine Aufschlagserie und starke Abwehraktionen des Hachinger Zuspielers Paduretu für die Kehrtwende. Plötzlich lief es im Angriff und auch im Block der Gäste deutlich besser. Bis auf 14:20 konnte sich Haching so urplötzlich gar absetzen. Mimmenhausen wollte sich allerdings nicht geschlagen geben, kämpfte sich erneut dank starker Aufschläge von Christian Pampel bis auf 24:24 zurück. Ein Sideoutpunkt und ein Ass später sollten es trotzdem die Gäste sein, die den 1:1 Satzausgleich bejubeln durften. Für die Begegnung war dies allemal eine Initialzündung auf beiden Seiten. Reihenweise glänzten die Abwehrreihen beider Teams mit spektakulären Abwehraktionen. In dem nun hochintensiven Spiel mit zahlreichen langen Ballwechseln wusste sich so kein Team entscheidend abzusetzen. Folgerichtig wurde dieser Durchgang erst in einer hochdramatischen Satzverlängerung entschieden. Es ging hin und her – fünf Satzbälle für die Gäste wehrte Mimmenhausen nervenstark ab, bevor Julius Schrempp mit einem starken Block den starken 

Diagonalangreifer Zahar der Gäste beim zweiten Satzball für den TSV stoppen konnte und den Satz für den Aufsteiger entschied. Von dieser Dramatik schien sich das Pampel-Team im vierten Durchgang dann jedoch etwas erholen zu müssen. Nach offen gestaltetem Satzbeginn zog Haching gegen Mitte des Satzes davon. Pampel reagierte und gönnte sowohl Zuspieler Lukas Diwersy als auch Mittelblocker Tobias Streibl eine Verschnaufpause. Haching zeigte sich davon unbeeindruckt. Obwohl Mimmenhausen wenig Eigenfehler produzierte, war Haching sehr präsent in Block und Abwehr und effektiver im Angriff. Folgerichtig glichen die Gäste zum 2:2 nach Sätzen aus. Erneut musste also der Tie-Break die Entscheidung bringen. Erneut bewies Mimmenhausen hier eine unglaubliche Nervenstärke. Mit den erholten Lukas Diwersy und Tobias Streibl zurück im Spiel und einem starken Lukas Ott in der Annahme und im Block präsentierte sich der TSV Mimmenhausen nun unglaublich fokussiert und machte keine Fehler. Nachdem Ott, Streibl und Pampel die gegnerischen Angriffe beim Spielstand von 6:6 viermal in Folge blockten, wurde den Hachinger Gästen dann auch endgültig der Zahn gezogen. Die Bundesligareserve war nun im Angriff verunsichert und produzierte erstmals in der Partie zusätzlich noch einige Fehler in Folge. Mimmenhausen war somit zum sechsten Mal in einem Tie-Break in dieser Saison obenauf – das erste Mal dazu in 2019.

 

Mit diesen nicht zwangsläufig erwarteten weiteren zwei Punkten für den TSV Mimmenhausen, steht das Pampel-Team nun bei 23 Punkten und auf einem soliden 8. Tabellenplatz. Trotz alledem sind es aufgrund des überraschenden 3:2 Sieges der Blue Volleys Gotha im Parallelspiel gegen den Tabellenführer aus Mainz weiterhin nur acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Pampel interessiert sich hierfür jedoch reichlich wenig: „Ich möchte mich nicht zu sehr mit der Tabellensituation beschäftigen. Das einzige Ziel für mich sind weiterhin 30 Punkte.“ Schnell lenkt er den Fokus deshalb auf die nächste Partie. Dann hat Mimmenhausen die Möglichkeit auswärts beim SSC Karlsruhe um die nächsten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu kämpfen. „Wenn wir gut spielen, werden auch dort Punkte im Bereich des Möglichen sein.“, wagt Pampel einen abschließenden Ausblick.



28.01.2019

+++Mimmenhausen holt Big Points gegen den Abstieg+++

 

#RotesRudel Fellbach – TSV Mimmenhausen 0:3 (22:25, 20:25, 29:31)

 

Dem Aufsteiger aus Mimmenhausen ist in seiner Premierensaison in der 2. Bundesliga vergangenen Samstag ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Mit dem 3:0 Sieg über den württembergischen Kontrahenten #RotesRudel Fellbach verbuchte das Pampel-Team nicht nur den ersten „Dreier“ im Jahr 2019. Dank der gleichzeitigen Schützenhilfe des SV Schwaig, der den Tabellendrittletzten Gotha ebenfalls mit 3:0 besiegen konnte, brachte der TSV Mimmenhausen weiteren Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge. Trotz der Deutlichkeit des Ergebnisses, war der Sieg jedoch alles andere als ein Selbstläufer.

 

Es brauchte ein „gutes Spiel meiner Mannschaft, mit wenig Fehlern über die gesamte Partie und extrem hoher Effektivität“ so TSV-Coach Pampel, um den Tabellenvorletzten, der „ebenfalls einen guten Tag erwischt hat“ zu besiegen. Die Zuschauer erlebten deshalb eine muntere und interessante Partie. Den Gastgebern aus Fellbach war von Beginn an anzumerken, dass sie die vermutlich letzte Chance nochmals ernsthaft im Kampf um den Klassenerhalt mitzusprechen nutzen wollten. Nicht zuletzt deshalb wurde neben Spielertrainer Thiago Welter auch Ex-Profi Jonas Hanenberg auf der Mittelblockerposition reaktiviert. Doch der TSV Mimmenhausen wusste dem von Beginn an etwas entgegenzusetzen: Wirkungsvolle Aufschläge setzten die Annahme der Gastgeber kontinuierlich unter Druck, die Angriffe des Rudels wurden dadurch eingeschränkt und über Block- und Abwehraktionen münzte der Aufsteiger dies regelmäßig in Breakpunkte um. „Ein, zwei Fehler weniger und ein starker Block auf unserer Seite in den entscheidenden Situationen waren heute ausschlagegebend.“, war sich Pampel sicher. Recht knappe Satzergebnisse bis zur 2:0 Satzführung seien letztlich einem Gegner geschuldet gewesen, der besser als noch in der Hinrunde gespielt habe und sich speziell im zweiten Durchgang nach deutlichem Rückstand Mitte des Satzes durch eine Aufschlagserie von Pampel und Hofmann nicht aufgeben wollte. Nach der 2:0 Satzführung und der darauffolgenden 10 Minuten Pause witterte Fellbach dann sogar nochmals Morgenluft. Obgleich Pampel sein Team noch in der Kabine gewarnt habe, dass die 10 Minuten Pause nun gefährlich ist,

da Fellbach nochmals den Resetknopf drücken könne, verschlief Mimmenhausen den Start in den dritten Durchgang. Fellbach war in dieser Phase über Jonas Hanenberg präsent im Block und zog hierdurch bis zur ersten technischen Auszeit auf 3:8 davon. Mimmenhausen ließ sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Unaufgeregt sicherte sich der TSV immer wieder mal zwischendurch einen Breakpunkt und gab kaum einen Punkt bei eigener Annahme ab. „Wir haben in dieser Drucksituation nicht zu viel gewollt, haben den Ball wo es sein musste geduldig im Spiel gehalten und auf unsere Chance zum Punkt im Angriff gewartet“, lobte Pampel sein Team. Dieses geduldige Spiel sollte sich auszahlen: Über 13:16 bei der zweiten technischen Auszeit kam der TSV bis auf 22:23 heran und sicherte sich sogar den ersten Matchball beim Spielstand von 24:23. Als der Angriff des Fellbacher Diagonalangreifers Peermüller dann auch noch knapp im Aus landete und die Ersatzspieler von Mimmenhausen nach der Entscheidung des 1. Schiedsrichters auf Punkt für die Gäste bereits jubelnd auf das Feld stürmten, schien die Partie bereits vorbei. Doch zu früh gefreut: Der 1. Schiedsrichter Mathias Wenzel übersah im Eifer des Gefechts eine Blockberührung auf Seiten der Gäste und korrigierte seine Entscheidung nachdem er richtigerweise von seinem Schiedsrichterassistenten Schoele darauf hingewiesen wurde. Das Spiel ging also bei 24:24 weiter und der Aufsteiger vom Bodensee musste sich nochmals strecken: Drei Satzbälle für Fellbach mussten gar abgewehrt werden, bevor beim finalen Punkt zum 31:29 die Ersatzspieler ein zweites Mal jubelnd auf das Feld stürmen konnten.

 

Der Klassenerhalt wird nach diesem Wochenende, an dem alles ganz nach dem Geschmack der Mimmenhausener Volleyballer lief, wahrscheinlicher: 21 Punkte nach 15 Partien und Rang acht in der Tabelle sind eine vielversprechend Ausgangssituation. Bis zum erklärten Saisonziel von 30 Punkten fehlen nur noch 9 Punkte. Aber der erfahrene Christian Pampel weiß die Situation einzuordnen: „Wir sind nach wie vor wirklich im Soll. Durch sind wir aber noch nicht!“. Am liebsten wäre ihm nun natürlich, wenn man direkt am kommenden Samstag daheim den ersten Heimsieg 2019 nachlegen könnte. Dann gastiert um 20 Uhr die Reserve des Bundesligaspitzenreiters von den AlpenVolleys Haching in der BZ-Halle Salem. „Ein Team mit kraftvollen und wirklich guten Angreifern, die man erst einmal in den Griff bekommen muss“, erinnert sich Pampel an einen knappen 3:2 Erfolg in der Hinrunde.



22.01.2019

+++Mimmenhausen lässt Punkte im Tie-Break liegen+++

 

SV Schwaig – TSV Mimmenhausen 3:2 (25:23, 23:25, 20:25, 25:17, 15:13)

 

Nach der Partie am vergangenen Samstag in Schwaig war man sich beim TSV nicht ganz einig darüber, ob man nun einen Punkt gewonnen oder eher Punkte liegen lassen hat. Betrachtet man den Auftakt in die Partie müsste man mit dem Punkt an sich allemal zufrieden sein.

 

Wie in der Vorwoche gegen Hammelburg lief im ersten Durchgang bei Mimmenhausen noch sehr wenig zusammen. Viele Aufschlagfehler, zu statisch in der Annahme und Abwehr und kampflos präsentierte sich Mimmenhausen zu Beginn der Partie. „Zum Glück war auch Schwaig zu Beginn der Partie noch weit entfernt von der Bestform.“, erzählte Pampel und fügte an: „Das kann den Zuschauern nicht wirklich gefallen haben“. Umso wichtiger aus Sicht der Volleyballer vom Bodensee war es deshalb, dass man nach dem 0:1 Satzrückstand im zweiten Durchgang schneller aus der Lethargie aufwachte als Schwaig. Besonders erfreute TSV-Coach Pampel dabei, dass man die starken Außenangreifer des letztjährigen Vizemeisters regelrecht „rausballerte“. Den einen über gute Mimmenhausener Aufschläge, den anderen über erfolgreiche Blocks. Nach dem folgerichtigen Satzausgleich nahm man diesen Schwung dann auch mit in den dritten Durchgang, wodurch viele Abwehraktionen in Punkte umgemünzt wurden und auch dieser Durchgang souverän gewonnen werden konnte.

Leider wurde diesem mittlerweile immer souveräner wirkenden Auftritt im vierten Durchgang ein jähes Ende gesetzt. Einer der Gründe hierfür: „Andere Mannschaften können wechseln, wir aktuell nicht“, so Pampel.

Nachdem Außenangreifer Thomas Wolters in den kommenden drei Wochen studienbedingt fehlt und Ott noch nicht bei 100% ist, stehen Pampel nur zwei voll einsatzfähige Außenangreifer zur Verfügung. Schwaig konnte hingegen die beiden schwächelnden Außenangreifer, Florian Tafelmayer und Perica Stanic adäquat durch Christian Schwabe und Yannik Klement ersetzen. Während dem TSV einige vermeidbare Fehler im Angriff unterliefen, brachten die neuen Spieler bei den Gastgebern frischen Schwung in das Spiel der Franken. Mimmenhausen brauchte letztlich zu lange, um sich darauf einzustellen. Nicht nur der vierte Durchgang ging somit deutlich verloren. Wenngleich sich Mimmenhausen zu Beginn des fünften Satzes nochmals deutlich fokussierter präsentierte und das Spiel durchweg offen gestaltete, entschieden letztlich kleine taktische Versäumnisse auf Seiten der Gäste die Partie zugunsten von Schwaig. „Wir haben es nicht geschafft die Linie gegen die neuen Angreifer zuzumachen.“, ärgerte sich Pampel ein wenig. Letztlich gehe der Punktgewinn aber absolut in Ordnung, denn das Hauptziel „gut zu spielen“, hat man an diesem Samstag nicht in jedem Satz umsetzen können. „Umso erfreulicher, dass wir trotzdem hier einen Punkt mitnehmen konnten“, zieht Pampel sein Fazit der Partie.

 

Mit zwei Punkten aus zwei Rückrundenpartien steht der TSV Mimmenhausen besser da als nach zwei Partien in der Hinrunde. Nichtsdestotrotz soll nun auch zeitnah wieder mehrfach gepunktet werden. Die nächste Chance für den ersten Sieg im Jahr 2019 bietet sich dem TSV Mimmenhausen bei der nächsten Auswärtspartie am kommenden Samstag beim Baden-Württemberg Derby gegen den württembergischen Kontrahenten des SV Fellbach.